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Die „zwei Seiten“ des Frontalunterrichts

Ist er mit der „modernen“ Schule vereinbar?

Title: Die „zwei Seiten“ des Frontalunterrichts

Term Paper , 2008 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Wehnhardt (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Der Begriff des Frontalunterrichts scheint – sowohl unter Schülern, als auch unter vielen Studenten und nicht zuletzt unter einigen Lehrern – stets in einem negativen Licht zu stehen.
Was „schlechte“ Erfahrungen mit lehrerzentriertem, nur minimal individualistisch ausgerichtetem oder gar autoritärem Unterricht angeht, so kann ich mich selbst davon nicht frei sprechen, auch wenn es trotzdem gleichzeitig positive Erlebnisse gab. Es trieb mich nun somit auch ein großes Eigeninteresse dazu an, mich mit der Thematik und der Diskussion rund um den Frontalunterricht zu beschäftigen.
Diese Arbeit soll zunächst den relativ unklaren Begriff des Frontalunterrichts als eine Sozialform enger definieren und zugleich seine historischen Ursprünge und Wurzeln aufzeigen, da vor diesem Hintergrund seine Einführung, Umsetzung und vor allem seine angestrebten Ziele besser zu verstehen sind. Des Weiteren werden im Folgenden die Gründe aufgezeigt, die den Frontalunterricht insbesondere seit dem Ende des 20. Jahrhunderts so massiv in die Kritik und in die pädagogische Diskussion geraten ließen. Sowohl Vor- als auch Nachteile werden beleuchtet, sodass von der zentralen Fragestellung dieser Arbeit ausgehend,
ob der Frontalunterricht mit den Inhalten der „Schule der Zukunft“ vereinbar ist, ein möglicher Lösungsansatz in der Integration von „offenen“ und „geschlossenen“ Unterrichtsmethoden zu finden versucht wird. Als wichtige Autoren stellen sich in dieser Thematik die Professoren Dr. Herbert Gudjons und Dr. Johannes Bastian heraus, die – nicht nur in beidseitiger Zusammenarbeit, sondern auch für sich allein – einen Großteil der
frontalunterrichtlichen Literatur stellen und beeinflussen, wobei diese Arbeit dem stetigen Versuch unterliegt, Argumentationen, Definitionen und Aussagen aus vielen Perspektiven unter der Bezugnahme jeglicher Quellenbereiche zu beleuchten und zu überprüfen, um somit eine größtmögliche Wissenschaftlichkeit, Überprüfbarkeit und Objektivität zu gewährleisten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und geschichtliche Entwicklung

2.1 Definition

2.2 Geschichtliche Entwicklung

3. Der Frontalunterricht in der Kritik

3.1 Die Kritikpunkte

3.2 Die Vorteile

3.3 Integration in offenere Konzepte?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Frontalunterrichts in modernen Bildungssystemen und analysiert, ob diese traditionelle Sozialform heute noch zeitgemäß oder mit reformpädagogischen Ansätzen vereinbar ist. Ziel ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Kritik an dieser Methode bei gleichzeitiger Würdigung ihrer spezifischen Einsatzmöglichkeiten.

  • Historische Herleitung und Definition des Frontalunterrichts
  • Kritische Analyse der methodischen Nachteile
  • Herausarbeitung potenzieller Vorteile in der Unterrichtspraxis
  • Diskussion über die Integration in moderne, offene Unterrichtskonzepte
  • Beleuchtung der Rolle der Lehrperson im Unterrichtsgeschehen

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Vorteile

Berücksichtigt man nun unter allen erwähnten Kritikpunkten die Tatsache, dass der Frontalunterricht die schulische Praxis deutlich prägt (vgl. Bastian & Gudjons, 1993, S. 61), so kann sich die Frage aufdrängen, warum sich diese Sozialform des Unterrichts trotz aller vermeintlichen Schwächen derart großer Beliebtheit unter Lehrern und auch unter Schülern erfreut, wie eine Schülerbefragung aus dem Jahre 1986 belegte (vgl. Aschersleben, 1999, S. 1 ff.). Nach einer Studie von Hage ein Jahr früher macht er mit 76,86 Prozent sogar knapp mehr als drei Viertel des Unterrichtsalltags aus (vgl. Meyer, 1995, S. 61), sodass man in dieser Hinsicht gar von einer Art unterrichtlicher „Vorherrschaft“ sprechen könnte. Auch hier lassen sich die Argumente in Gruppen möglicher innerer und äußerer Vorteile des Frontalunterrichts kategorisieren, wobei die äußeren deutlich überwiegen.

Neben der Sicherung einer formalen und äußeren Unterrichtsdisziplin beschert der Frontalunterricht im Gegensatz zu offeneren Unterrichtsformen einen geringeren Lärmpegel, der – wie infolge einer Befragung des Instituts für interdisziplinäre Schulforschung belegt werden konnte – als häufigste Belastung von Lehrpersonen genannt wird und dauerhaft sowohl die Belastbarkeit der Lehrenden als auch die Aufnahmefähigkeit der Lernenden senkt (vgl. vom Lehn, 2008, S. 1). Für die Tatsache, dass an Schulen inzwischen ein Lärmpegel herrscht, der sich negativ auf den gesamten Organismus auswirkt, soll vor allem der „Trend weg vom lehrerzentrierten Frontalunterricht“ verantwortlich sein (vgl. vom Lehn, 2008, S. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die oft kritische Wahrnehmung des Frontalunterrichts und definiert das Ziel der Arbeit, diese Sozialform unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Quellen differenziert zu betrachten.

2. Definition und geschichtliche Entwicklung: Dieses Kapitel definiert den Frontalunterricht als lehrerzentrierte Sozialform und zeichnet dessen Entwicklung von den Anfängen der Schulpflicht bis hin zur modernen pädagogischen Einordnung nach.

3. Der Frontalunterricht in der Kritik: Hier werden zentrale Kritikpunkte an der Methode diskutiert, gleichzeitig aber auch die Vorteile einer lehrerzentrierten Struktur und deren Integrationsmöglichkeiten in offene Konzepte dargelegt.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine ideologische Extremposition unangebracht ist und der Frontalunterricht als sinnvolles, aber gezielt einzusetzendes Element innerhalb eines breiten methodischen Spektrums zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Frontalunterricht, Sozialform, Lehrerzentrierung, Reformpädagogik, Schulpraxis, Unterrichtsmethoden, Lehrkompetenz, Erziehungswissenschaft, Unterrichtsqualität, Offener Unterricht, Lernprozesse, Methodik, Didaktik, Schulentwicklung, Selbstständigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Sozialform des Frontalunterrichts, seiner historischen Entwicklung, der damit verbundenen Kritik und seiner Rolle in der modernen Schule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition, die historische Genese, eine Pro-und-Contra-Diskussion zur Methodik sowie die Frage der Integration in offenere Unterrichtsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, eine objektive Auseinandersetzung mit dem Frontalunterricht zu führen, um zu klären, ob dieser mit modernen pädagogischen Ansprüchen vereinbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der verschiedene pädagogische Perspektiven und Quellen herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben einer Begriffsbestimmung vor allem die Kritikpunkte von Erziehungswissenschaftlern wie Herbert Gudjons sowie die praktischen Vorteile dieser Sozialform analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Frontalunterricht, Sozialform, Lehrerzentrierung, Unterrichtsmethoden, Reformpädagogik und Schulpraxis.

Warum wird der Frontalunterricht in der pädagogischen Diskussion häufig kritisiert?

Die Kritik entzündet sich primär an der Vernachlässigung der Eigenaktivität und Selbstständigkeit der Schüler sowie an einer als zu autoritär wahrgenommenen Lehrerzentrierung.

Welche Rolle spielt die „Lehrperson“ in dieser Arbeit?

Die Lehrperson wird als zentrale Steuerungsinstanz des Unterrichtsgeschehens gesehen, deren Aufgabe es ist, die jeweils passende Sozialform für das angestrebte Lernziel auszuwählen.

Wie lautet die Schlussfolgerung des Autors zum Thema?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Frontalunterricht kein „Allzweckmittel“ ist, aber als strukturgebendes Element in einer Mischung aus verschiedenen Unterrichtsformen durchaus seine Berechtigung behält.

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Details

Title
Die „zwei Seiten“ des Frontalunterrichts
Subtitle
Ist er mit der „modernen“ Schule vereinbar?
College
University of Kassel  (Fachbereich Erziehungswissenschaften)
Course
Lehrerkompetenzen und Lehrerhandeln
Grade
2,0
Author
Daniel Wehnhardt (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V153249
ISBN (eBook)
9783640653768
ISBN (Book)
9783640653522
Language
German
Tags
Seiten“ Frontalunterrichts Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Wehnhardt (Author), 2008, Die „zwei Seiten“ des Frontalunterrichts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153249
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