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Die politische Instrumentalisierung der US-amerikanischen Massenmedien im Rahmen des dritten Golfkriegs

Titel: Die politische Instrumentalisierung der US-amerikanischen Massenmedien im Rahmen des dritten Golfkriegs

Hausarbeit , 2008 , 19 Seiten

Autor:in: Daniel Wehnhardt (Autor:in)

Politik - Region: USA
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Niemals wird so viel gelogen wie während eines Krieges“ (Rühl, 1992, S. 217).
Wir, die Menschen der „westlichen“ Welt, leben in einer mediatisierten Gesellschaft. Es gibt kaum einen Ort in unseren Städten, wo wir von dem Einfluss der Medien fern sind. Mögen es Litfasssäulen sein, die uns davon überzeugen wollen, dass uns zu unserem absoluten Glück nur noch ein neuer Mercedes fehlt, die Zeitungen, die – bis auf wenige Ausnahmen – nur noch jene Artikel abdrucken, die im Einklang mit ihren Geldgebern stehen, oder das Fernsehen, das genutzt wird, um entweder gesangsunfähige Menschen zur Schau zu stellen oder auf sonstigem Wege die Bevölkerung vor einem langweiligen Abend zu bewahren. Wenn auch dieses Bild ohne Frage ein wenig zu absolut ist – die Tatsache, dass wir die Welt um uns herum nur noch zu einer kleinen Prozentzahl mithilfe der eigenen Erfahrungen wahrnehmen und erkennen, ist es nicht. Meyn & Chill beziffern diese sogar nur auf 20 Prozent (vgl. Meyn & Chill, 2004, S. 24).
Da verwundert es nicht, dass sich auch die Politik mittlerweile der Macht der Massenmedien bedient, wobei sowohl in der öffentlichen als auch in der wissenschaftlichen Diskussion stets die Frage offen ist, welche Partei in der Verstrickung zwischen Politik und Massenmedien nun mehr Einfluss auf die jeweils andere Seite ausübt. Das Geschäft mit den Informationen scheint ein lukratives zu sein, an dem sich beide erfreuen.
Die vorliegende Arbeit stellt den Versuch dar, die Einflussnahme der 43. amerikanischen Regierung unter Präsident George Walker Bush ausschließlich auf die mediale Darstellung in den amerikanischen Medien im Vorfeld und auch während des dritten Golfkriegs im Jahre 2003 in verschiedenen Teilbereichen aufzuzeigen. Angefangen mit den schicksalsträchtigen Terroranschlägen am 11. September 2001, der „Suche“ nach einem Kriegsgrund gegen den Irak, über die Darstellung der Verstrickung zwischen unserer Medienwelt und großen Konzernen und dem Dilemma der Journalisten – zentrale Fragestellung dieser Arbeit bleibt stets, wie eine Instrumentalisierung der Medien zum Zwecke politischer Interessen der amerikanischen Regierung vor und während des dritten Golfkriegs genau ausgesehen hat und welche Auswirkungen diese auf das Wirklichkeitsbild der amerikanischen Bevölkerung hatten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der dritte Golfkrieg

3. Die Instrumentalisierung der Medien durch die Bush-Regierung

3.1 Der 11. September 2001

3.2 Saddam Hussein und seine Verbindung zum internationalen Terrorismus

3.3 Die Frage nach den Massenvernichtungswaffen

4. Der Einfluss der Konzerne auf die Berichterstattung

4.1 Das „Project for the New American Century“ (PNAC)

5. Das „Dilemma“ der Journalisten

5.1 Der „eingebettete“ Journalismus

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die systematische Einflussnahme der US-Regierung unter Präsident George W. Bush auf die mediale Darstellung im Vorfeld und während des dritten Golfkriegs im Jahr 2003, um aufzuzeigen, wie Medien zum Zweck politischer Interessen instrumentalisiert wurden.

  • Instrumentalisierung der Medien durch die Bush-Regierung
  • Einfluss von Medienkonzernen auf die Berichterstattung
  • Rolle des „Project for the New American Century“ (PNAC)
  • Dilemma und Selbstzensur von Journalisten in Kriegszeiten
  • Mechanismen des „eingebetteten“ Journalismus (Embedded Journalism)

Auszug aus dem Buch

3. Die Instrumentalisierung der Medien durch die Bush-Regierung

„Es wurde von einer Instrumentalisierung der Medien gesprochen, von Zensur und gefilterten Informationen“ (Mangold & Ultzsch, 2004, S. 14).

Der dritte Golfkrieg war bereits lange vor seinem Beginn ein bestimmendes Thema in den US-Medien. Forster ist sogar der Meinung, dass CNN, FOX und andere Fernsehsender die Öffentlichkeit von vorneherein auf die Auseinandersetzung einstimmten (vgl. Forster, 2005, 70). Die mediale Berichterstattung sollte im Vorfeld des Krieges insbesondere „die Bevölkerung überzeugen, dass es sich um einen gerechten Krieg handelt“ (Meyn & Chill, 2004, S. 268). Auch Bölsche teilt die Meinung, dass sich ein beträchtlicher Teil der angloamerikanischen Medien einspannen ließ für die Interessen eines obskuren Propagandaapparats (vgl. Bölsche, 2003, S. 3). „Vor allem die angloamerikanischen Medien, wenige Qualitätsblätter ausgenommen, gaben sich in jenen Wochen einem nationalistischen Taumel hin, in dem die Wahrheit kaum eine Chance hatte“ (Bölsche, 2003, S. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die mediatisierte Gesellschaft ein und stellt die zentrale Fragestellung zur politischen Instrumentalisierung der US-Medien während des dritten Golfkriegs vor.

2. Der dritte Golfkrieg: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über den militärischen Konflikt ab dem 20. März 2003 und die politische Rechtfertigung der US-Regierung.

3. Die Instrumentalisierung der Medien durch die Bush-Regierung: Hier werden die Manipulationsstrategien nach dem 11. September, die Verknüpfung Saddam Husseins mit Terrorismus sowie die Debatte um Massenvernichtungswaffen analysiert.

4. Der Einfluss der Konzerne auf die Berichterstattung: Das Kapitel beleuchtet die Rolle von Medienkonzernen und das PNAC als Schnittstelle zur politischen Beeinflussung.

5. Das „Dilemma“ der Journalisten: Hier wird der Druck auf Journalisten, Patriotismus und die Mechanismen des eingebetteten Journalismus untersucht.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, wie Machtinteressen und ein Geflecht aus Abhängigkeiten die Medienberichterstattung verzerrten.

Schlüsselwörter

Dritter Golfkrieg, Medieninstrumentalisierung, Bush-Regierung, Kriegsberichterstattung, Propaganda, Embedded Journalism, PNAC, Massenvernichtungswaffen, Meinungsmanipulation, Medienkonzerne, Journalismus, Pressefreiheit, Politische Kommunikation, Irak-Krieg, US-Medien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern die US-amerikanischen Massenmedien im Vorfeld und während des dritten Golfkriegs von der Bush-Regierung politisch instrumentalisiert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse konzentriert sich auf die gezielte Nutzung von Angst nach dem 11. September, die Dämonisierung Saddams, die Debatte um Massenvernichtungswaffen, den Einfluss von Konzernen sowie das Dilemma von Journalisten.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie und mit welchen Mechanismen die US-Regierung die Medien dazu nutzte, den Krieg gegen den Irak in der amerikanischen Bevölkerung als gerechtfertigt darzustellen.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche und politikwissenschaftliche Analyse, die verschiedene Fachliteratur und Berichterstattungen aus der Zeit auswertet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Instrumentalisierung durch die Regierung, die wirtschaftlichen Einflussnahmen der Konzerne auf die Medienhäuser und die strukturellen Zwänge der Kriegsberichterstattung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Instrumentalisierung, Embedded Journalism, PNAC, Propaganda und die Thematisierungsfunktion der Medien.

Was besagt die These zum eingebetteten Journalismus?

Die Arbeit vertritt die These, dass durch das „Embedding“-System die journalistische Distanz zur Front verloren ging und dies zu einer einseitigen, patriotisch gefärbten Berichterstattung führte.

Welche Rolle spielt das PNAC?

Das PNAC wird als neo-konservative Denkfabrik identifiziert, die als Schnittstelle zwischen politischen Interessen und der Medienlandschaft fungierte, um den Krieg ideologisch vorzubereiten.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Medienkonzernen?

Der Autor argumentiert, dass die wirtschaftliche Abhängigkeit der privaten Medien von großen Konzernen eine objektive Berichterstattung massiv erschwert, da diese ihre Geldgeber nicht verärgern wollen.

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Details

Titel
Die politische Instrumentalisierung der US-amerikanischen Massenmedien im Rahmen des dritten Golfkriegs
Hochschule
Universität Kassel  (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Medien und Politik – Wer führt Regie?
Autor
Daniel Wehnhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V153250
ISBN (eBook)
9783640652648
ISBN (Buch)
9783656901143
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Instrumentalisierung US-amerikanischen Massenmedien Rahmen Golfkriegs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Wehnhardt (Autor:in), 2008, Die politische Instrumentalisierung der US-amerikanischen Massenmedien im Rahmen des dritten Golfkriegs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153250
Blick ins Buch
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