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Starre und alternierende Fundamentalkurse im Rahmen preisinduzierter Preisanpassung

Title: Starre und alternierende Fundamentalkurse im Rahmen  preisinduzierter Preisanpassung

Diploma Thesis , 2010 , 63 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Simon Martin (Author)

Business economics - Economic Policy
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„Dieses Kursniveau ist fundamental gerechtfertigt“ –unzählige Autoren.
Psychologische Effekte wie der Herdentrieb, Vertrauen in Märke und der Glaube an „überzeugende Stories“ (SHILLER 2005: 150ff.) tragen dann ihr übriges dazu bei, dass die hohen (steigenden) Preise das Vertrauen und den Glauben an den realwirtschaftlichen Aufschwung noch bestärken und damit die Leute auch mehr reale Investitionen tätigen (AKERLOF 2009: 135) und damit de facto für mehr reale Unternehmensgewinne sorgen. Dies betrifft dann die Realwirtschaft mit dem gesamten Bruttoinlandsprodukt, da das Einkommen, die Konsum- bzw. Investitionsfreude und das Marktvertrauen der Leute beeinflusst werden (SHILLER 2005: 70). Dieses, Price-to-Price-Feedback genannte Phänomen, trägt dazu bei, dass Preisveränderungen in beide Richtung weiter und weiter fortbestehen (AKERLOF 2009: 134f.). Den Finanzmärkten kommt damit eine wichtige Rolle als Spiegel der allgemeinen Wirtschaftserwartung zu (PIEL 2003: 23f.).
Die aufkommenden Fragen, nämlich was passiert mit der Marktdynamik, wenn sich die Fundamen-talkurse anpassen und wie wirkt sich die preisinduzierte Nachfrage aus, sollen in dieser Arbeit untersucht werden.
Zur Analyse der aufgeworfenen Fragen nach den alternierenden Fundamentalkursen und der preisinduzierten Nachfrage soll ein simulierter Finanzmarkt entwickelt werden.
Es werden die beiden Themenkomplexe im Vorlauf zu den Modellgleichungen der Simulation näher erläutert. Dazu soll die Problematik bei der Bestimmung des Fundamentalkurses näher betrachtet und das Price-to-Price Feedback vorgestellt werden. Danach werden die Modellgleichungen aufgestellt und erläutert, die dann in dem simulierten Finanzmarktmodell zum Einsatz kommen. Nach der Definition der Startwerte wird zunächst das Basismodell G definiert, welches die Komponenten der angepassten, opportunistischen Fundamentalnachfrage und der chartistischen Preisinduzierung enthält. Zur Analyse und Untersuchung der Wirkungsweise der neuen, hinzugefügten Komponenten wird das Basismodell G mit unterschiedlichen Varianten mit divergierenden Parametersettings verglichen. Dazu wird das Basismodell zunächst mit dem Standardfinanzmarktmodell verglichen, welches ohne alternierende Fundamentalnachfrage und preisinduzierter Nachfrage programmiert wurde. Danach wird die Auswirkung angepasster Fundamentalkurse untersucht und abschließend die Preisinduzierung bei der chartistischen Nachfrage betrachtet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Modell

2.1 Theoretische Fundierung

2.1.1 Bestimmung des Fundamentalkurses

2.1.2 Feedback-Loop

2.2 Die Modellgleichungen

3. Die Ergebnisse

3.1 Die Startwerte

3.2 Die Marktdynamik der Basisvariante G

3.3 Untersuchung der neuen Komponenten des Modells

3.3.1 Vergleich mit dem Standardfinanzmarktmodell

3.3.2 Effekt der opportunistischen Fundamentalnachfrage

3.3.3 Die preisinduzierte Nachfrage mit dem Parameter i

3.3.4 Vergrößerung von i um den Faktor 10

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Marktdynamik an Finanzmärkten, insbesondere die Entstehung von Spekulationsblasen und Crashes unter Berücksichtigung von chartistischer und fundamentaler Nachfrage, wobei das primäre Ziel die Analyse der Auswirkungen opportunistischer Fundamentalnachfrage sowie einer preisinduzierten Nachfragekomponente mittels eines simulierten Finanzmarktmodells ist.

  • Simulation eines künstlichen Finanzmarktes zur Abbildung stilisierter Fakten.
  • Analyse des Einflusses der opportunistischen Fundamentalnachfrage auf Marktphasen.
  • Untersuchung der preisinduzierten chartistischen Nachfrage durch einen neu eingeführten Parameter i.
  • Vergleich verschiedener Modellvarianten zur Identifikation von Stabilitätsfaktoren.
  • Kritische Würdigung der Modellannahmen und Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Feedback-Loop

Die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Effekte der durch die Preisänderung induzierten, chartistischen Folgeaufträge, können als Feedback-Loop oder Price-to-Price Feedback bezeichnet werden (SHILLER 2005: 56).

Wie schon in der Einleitung beschrieben, führt dabei die Initialpreissteigerung zu weiterer Nachfrage und diese steigenden Preise führen zu mehr Investoren-Enthusiasmus, welcher die Nachfrage nach dem bestimmten Wertpapier erneut steigen lässt (SHILLER 205: 68-70). Dadurch, dass mehr Investoren kaufen, steigt der Kurs und der Glaube an weitere steigende Notierungen nimmt zu. Durch den Erfolg anderer werden immer mehr Investoren von der „Story“ (SHILLER 2005: 167) überzeugt. Dabei spielt die Zuversicht des Anlegers eine wichtige Rolle und das positive Feedback fördert das Vertrauen in die Investition und steigert weiter den Optimismus (SHILLER 2000: 49-52).Die auftretende „bubble expectation“, also die Wahrnehmung des Aufwärtstrends und das spekulative Kaufen vor dem Platzen der Blase ist dabei ein wichtiger Indikator (SHILLER 2000: 49).

Je nach vorherrschender Meinung treten unterschiedliche Phasen am Markt auf. In fundamental dominierten Phasen ist der Kurs näher am Fundamentalkurs und Blasen entstehen mit der mehrheitlichen Hinwendung zur Charttechnik (Lux 2008: 37).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychologischen Faktoren und Analysteneinschätzungen, die den Goldpreis und allgemeine Finanzmarktentwicklungen beeinflussen, und führt die Forschungsfrage zur Marktdynamik bei alternierenden Fundamentalkursen ein.

2. Das Modell: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis für die Modellierung, erklärt den Begriff des Fundamentalkurses sowie Feedback-Mechanismen und definiert die mathematischen Modellgleichungen zur Preisanpassung und Nachfragegenerierung.

3. Die Ergebnisse: Hier werden die Resultate der Simulation präsentiert, beginnend mit den Startwerten und der Marktdynamik der Basisvariante, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung der neu eingeführten Modellkomponenten und deren Einfluss auf die Preisfindung.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Modellvariationen zusammen, bewertet die Wirksamkeit der Parameter kritisch und diskutiert Limitationen sowie potenzielle Ansätze für weiterführende Studien.

Schlüsselwörter

Finanzmärkte, Fundamentalkurs, Chartisten, Fundamentalisten, Feedback-Loop, Preisanpassung, Opportunistische Fundamentalnachfrage, Preisinduzierte Nachfrage, Modellsimulation, Finanzmarktdynamik, Blasenbildung, Marktteilnehmer, Risikoanpassung, Trendextrapolation, Spekulation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Modellierung und Simulation von Finanzmärkten, um die Dynamik zwischen chartistischer und fundamentaler Nachfrage sowie das Entstehen von Kursblasen zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Interaktion von Marktteilnehmern, psychologische Effekte an der Börse, die Rolle von Fundamentalkursen und die Mechanismen, die zu übertriebenen Kursausschlägen führen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, zu untersuchen, wie sich opportunistische Fundamentalkurse und ein durch Preisänderungen induzierter Nachfrageparameter auf die Stabilität und Entwicklung von Aktienkursen im Modell auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein agentenbasiertes bzw. numerisches Simulationsmodell verwendet, das auf Basis von Differenzengleichungen komplexe Marktdynamiken in 19.000 Perioden abbildet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Modellentwicklung mit der mathematischen Herleitung der Akteursstrategien und die anschließende empirische Auswertung der Simulationsergebnisse verschiedener Modellvarianten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Marktteilnehmer, Preisanpassung, Preisinduktion, Feedback-Loop, Fundamentalkurs, opportunistische Nachfrage, Chartanalyse und Finanzmarktdynamik.

Welchen Einfluss hat der Faktor 10 auf den Parameter i in der Simulation?

Die Vergrößerung des Parameters i um den Faktor 10 verdeutlicht die preisverstärkende Wirkung der Induktion, indem sie Kursausschläge und das Verhalten der Chartisten in Trendphasen wesentlich sensibler reagieren lässt.

Wie unterscheidet sich die "opportunistische Fundamentalnachfrage" von der Standardannahme?

Während Standardfundamentalisten einen fixen Wert anstreben, passen opportunistische Fundamentalisten ihre Strategie an gleitende Durchschnitte der letzten 200 Perioden an, wodurch sie Markttrends eher folgen anstatt gegen sie zu arbeiten.

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Details

Title
Starre und alternierende Fundamentalkurse im Rahmen preisinduzierter Preisanpassung
College
University of Bamberg
Grade
2,7
Author
Simon Martin (Author)
Publication Year
2010
Pages
63
Catalog Number
V153251
ISBN (eBook)
9783640655540
ISBN (Book)
9783640656226
Language
German
Tags
Fundamentalkurs Preisinduktion preisinduzierte Preisanpassung alternierende Fundamentalkurse Anpassung Fundamentalkurse Herdentrieb simulierter Finanzmarkt Price-to-price Feedback sich verändernde Fundamentalkurse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Martin (Author), 2010, Starre und alternierende Fundamentalkurse im Rahmen preisinduzierter Preisanpassung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153251
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