Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Derecho y Delincuencia

Kindesmisshandlung - wird der Geschlagene zum Schläger?

Título: Kindesmisshandlung - wird der Geschlagene zum Schläger?

Trabajo Universitario , 2010 , 78 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christin Wolf (Autor)

Sociología - Derecho y Delincuencia
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Zunächst stelle ich einige basale Grundlagen dar. Dazu gehört die Definition des Terminus Kindesmisshandlung nach früheren und aktuellen Ansichten als auch die rechtlichen Aspekte. Weiterhin erläutere ich die Tathandlungen, die Teile einer Misshandlung beinhalten. Im weiteren Verlauf möchte ich anbringen, wie von Außenstehenden erkannt werden kann, wann eine Misshandlung vorliegt und welches Handeln in der Konsequenz gefragt ist. Zum Abschluss des Gliederungspunktes zeige ich einige Probleme der Erkennbarkeit von Kindesmisshandlung auf.

Im darauf folgenden Abschnitt erläutere ich die Rolle der Opfer. Dies impliziert im Konkreten die Personen, das Alter und das soziale Umfeld der Opfer. Anhand der Viktimologie stelle ich die Hintergründe, Art und Weise dar, wodurch die Kinder zum Opfer von Misshandlungen werden können. Nachfolgend werden die Erziehung sowie die Erziehungsstile nach SCHWIND dargelegt. Letzter Aspekt beinhaltet die Auswirkungen und Folgen für die Opfer in psychischer und physischer Form in der Gegenwart als auch der Zukunft.

Nachdem ich ausführlich auf die Gegebenheiten der Opfer eingegangen bin, möchte ich im dritten Punkt über den Täter referieren. Zunächst wird hier analog der Opfer das soziale Umfeld des Täters analysiert, konkret welcher Bevölkerungsschicht er zuzuordnen ist. Zu untersuchen gilt es in diesem Zusammenhang, ob es sich hierbei um eine asoziale Randgruppe handelt oder es generell die benachteiligten Gruppen der Gesellschaft umfasst. Ebenso gehe ich auf psychosoziale Belastungen des Täters, wie Sucht- oder Beziehungsprobleme ein und die Prüfung, ob ein geregelter Arbeitsgang vorliegt. Nach diesem Punkt werde ich die Relation zwischen Täter und Opfern analysieren. Aufgrund des Umfangs meiner Arbeit werde ich mich an dieser Stelle auf den Fall der Täterschaft innerhalb einer Familie beziehen, wobei als Täter somit die Mutter, der Vater und die Geschwister in Frage kommen. Anhand der Tätertypologie erörtere ich das Verhalten des Täters und die Gründe, welche diesen zu einer Misshandlung veranlasst haben.

Ein weiterer bedeutender Punkt zu dieser Thematik, beinhaltet die polizeiliche Kriminalstatistik.

In einer anschließenden Bewertung fasse ich die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen und reflektiere die expliziten Fakten kritisch. Im Fortgang lege ich den aktuellen Forschungsstand dar. In einem abschließenden Fazit werde ich meine Arbeit abrunden und meine eigene Sichtweise zur Thematik einbringen.

Extracto


Gliederung

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Der Terminus Kindesmisshandlung

2.2 Tathandlungen

2.2.1 Körperliche Misshandlung

2.2.2 Psychische und emotionale Vernachlässigung

2.2.3 Psychische Misshandlung

2.2.4 Sexueller Missbrauch

2.3 Erkennbarkeit von Kindesmisshandlung und Probleme

2.3.1 Allgemeine Erkennbarkeit

2.3.2 Soziale Kontrolle

2.3.3 Ärztliche Anzeige- und Schweigepflicht

3 Das Opfer

3.1 Die Personen der Opfer

3.2 Sozialer Status und soziales Umfeld

3.3 Erziehung und Erziehungsstile

3.4 Opfertypologie

3.5 Auswirkungen und Folgen für das Opfer

4 Der Täter

4.1 Soziales Umfeld und psychosoziale Belastung

4.2 Beziehung zum Opfer

4.3 Tätertypologie

4.4 Warum der Täter zum Täter wird

4.4.1 Allgemeines zur Ätiologie

4.4.2 Freud's psychoanalytischer Ansatz

4.4.3 Lerntheoretische Ansätze

5 Polizeiliche Kriminalstatistik

6 Kritik und Bewertung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Kindesmisshandlung mit dem Ziel zu eruieren, ob eine transgenerationale Weitergabe von Gewalt stattfindet und ob geschlagene Kinder zwangsläufig selbst zu Tätern werden. Dabei werden sowohl die Perspektiven der Opfer als auch die sozialen und psychologischen Hintergründe der Täter analysiert.

  • Grundlagen und Erscheinungsformen der Kindesmisshandlung
  • Soziale Faktoren und psychosoziale Belastungen von Tätern
  • Die Rolle der Opfer und deren Viktimologie
  • Erziehungsstile und deren Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes
  • Kritische Reflexion der polizeilichen Kriminalstatistik und Präventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Körperliche Misshandlung

Um in dieses Thema einzusteigen, folgt zunächst ein Beispielfall aus dem Jahr 2007: Eine 20-jährige Frau aus Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern erscheint mit ihrem dreieinhalb Monate alten Kind in der örtlichen Klinik. Der Säugling zeigt massive Kopfverletzungen. Die Mutter gibt an, mit dem Jungen gestürzt zu sein. Aufgrund dessen, dass die Verletzungen nicht aus einem Sturz resultieren konnten, fragten die Ärzte detaillierter nach. Daraufhin gab die junge Mutter zu, den Säugling mehrfach mit der Faust geschlagen zu haben, da sich dieser nicht beruhigen wollte. Gegenüber der Polizei räumt sie ein, dass die Erziehung und die Pflege ihres Kindes sie überfordere. Bereits im Alter von fünf Wochen hatte sie dem Säugling mit der Faust auf den Schädel geschlagen, damit dieser aufhöre zu schreien. Auch bei den daraus resultierenden Blessuren behauptete sie, dass sie mit dem Baby gestürzt sei. Im Ausgang des Falles wurde der Säugling in der Universitätsklinik Greifswald wegen eines Schädelbruches behandelt. Die Großmutter beantragte das Sorgerecht für den Jungen.

(vgl. RP-ONLINE, 2010, pass.)

Das Schlagen eines Kindes, wie im vorliegenden Fall, gehört neben der Vernachlässigung zu einer der am häufigsten angewandten Formen der Gewalt gegen Kinder und wird der Kategorie der körperlichen Misshandlung zugeordnet. Unter letztgenannten Terminus werden Schläge oder andere gewaltsame Misshandlungen zusammengefasst, welche bei einem Kind zu Verletzungen führen können (vgl. EGLE, 1997, S. 24). Somit stellt die körperliche Misshandlung eine Form der impulsiven und reaktiven Gewalttätigkeit dar, welche von den Eltern in Stresssituationen nicht mehr kontrollierbar ist. Der Kontrollverlust tritt als Folge einer affektiven Krise oder eines emotionalen Ausnahmezustandes ein, wobei es unabhängig der Härte und Intensität der Gewalteinwirkung ist, ob ein Kind zu Schaden kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Persistenz von Gewalt an Kindern und führt die zentrale Forschungsfrage ein, ob Misshandlungserfahrungen in der Kindheit die Wahrscheinlichkeit erhöhen, selbst gewalttätig zu werden.

2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Terminus der Kindesmisshandlung, erläutert die verschiedenen Tathandlungen und diskutiert Probleme der Erkennbarkeit im sozialen Umfeld sowie die rechtliche ärztliche Schweigepflicht.

3 Das Opfer: Der Fokus liegt auf der Situation der Opfer, wobei Alter, sozialer Status, familiäre Umgebung und Erziehungsstile als prägende Faktoren für die Entwicklung von Kindern betrachtet werden.

4 Der Täter: Dieses Kapitel analysiert das soziale Umfeld und die psychosoziale Belastung der Täter sowie verschiedene Tätertypologien und psychoanalytische bzw. lerntheoretische Erklärungsansätze für Gewalttätigkeit.

5 Polizeiliche Kriminalstatistik: Es wird die Problematik der Dunkelziffer bei Kindesmisshandlung thematisiert, die durch die Intimsphäre der Familie und unklare Diagnosekriterien erschwert wird.

6 Kritik und Bewertung: Hier werden die diskutierten Theorien kritisch hinterfragt und notwendige Ansätze wie die Einführung einer Meldepflicht sowie eine verbesserte personelle Ausstattung von Jugendämtern gefordert.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bekräftigt die Möglichkeit der transgenerationalen Gewaltweitergabe, betont jedoch die Bedeutung therapeutischer Interventionen und Selbstdisziplin.

Schlüsselwörter

Kindesmisshandlung, Gewalt gegen Kinder, Kriminologie, Opfertypologie, Tätertypologie, Vernachlässigung, Erziehungsstile, psychische Folgen, psychoanalytischer Ansatz, lerntheoretische Ansätze, Dunkelziffer, posttraumatische Belastungsstörung, Kinderschutz, Viktimologie, Aggression

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Kindesmisshandlung, insbesondere der Frage, wie und warum Eltern gewalttätig werden und welche Auswirkungen dies auf die betroffenen Kinder hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Kindesmisshandlung, die Analyse von Täter- und Opfergruppen, den Einfluss von Erziehungsstilen sowie die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen beim Kinderschutz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ergründen, ob Gewalt im Kindesalter dazu führt, dass diese Kinder im Erwachsenenalter ebenfalls zu Tätern werden („Wird der Geschlagene zum Schläger?“).

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse kriminologischer, psychologischer und soziologischer Theorien sowie auf die Auswertung realer Fallbeispiele aus der Vergangenheit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Analyse der verschiedenen Formen der Misshandlung, die Untersuchung der Opferrolle sowie die Charakterisierung der Täterschaft durch verschiedene psychologische und soziologische Modelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kindesmisshandlung, Viktimologie, Tätertypologie, Gewaltkreislauf und psychische sowie physische Folgen definiert.

Welche Rolle spielt die Bindungstheorie bei der Entwicklung des Kindes?

Die Bindungstheorie, insbesondere nach Bowlby, verdeutlicht die entscheidende Bedeutung der frühen Mutter-Kind-Beziehung für den Aufbau von Vertrauen und einer gesunden sozialen Entwicklung des Kindes.

Warum ist die Dunkelziffer bei Kindesmisshandlung laut der Arbeit so hoch?

Die hohe Dunkelziffer resultiert aus der Intimsphäre der Familie, der mangelnden Aufmerksamkeit der Umwelt (Nachbarn, Behörden) und der Schwierigkeit, unfallbedingte Verletzungen von vorsätzlicher Gewalt zu unterscheiden.

Final del extracto de 78 páginas  - subir

Detalles

Título
Kindesmisshandlung - wird der Geschlagene zum Schläger?
Calificación
1,0
Autor
Christin Wolf (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
78
No. de catálogo
V153425
ISBN (Ebook)
9783640676095
ISBN (Libro)
9783640676125
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kindesmisshandlung Erziehung Opfer/ Täter Familiäre Gewalt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christin Wolf (Autor), 2010, Kindesmisshandlung - wird der Geschlagene zum Schläger?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153425
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  78  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint