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Zur Ausbildungsreife als Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufseinstieg

Title: Zur Ausbildungsreife als Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufseinstieg

Seminar Paper , 2010 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Marco Schindler (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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1 Thematische Einführung
1.1 Problemstellung
Die Konstitution sowie die Ausgangsvoraussetzungen, reif für die Ausbildung zu sein, haben sich im Verlauf der vergangenen 150 Jahre drastisch verändert. Experten sehen die strukturellen Veränderungen in der Wirtschaft als Folge einer weltweiten Entwicklung, die Globalisierung genannt wird. Beispielsweise manifestiert sich diese Entwicklung weltweiter Handelsbeziehungen dadurch, „dass alle Produkte und Dienstleistungen jeweils dort hergestellt und erbracht werden können, wo die dafür entstehenden Kosten am niedrigsten sind.“ (Pfriem 2005, S. 44). Standortvorteile, in diesem Fall Lohn- und Fertigungskosten, werden so ausgenutzt, dass die hergestellten Produkte trotz teilweise erheblicher Transportkosten im Vergleich zur heimischen Produktion geringer sind und diese somit günstiger vertrieben werden können. Betroffen sind vor allem Beschäftigungen mit geringen Qualifikationsanforderungen, die stetig ausgelagert und somit nicht weiter angeboten werden. Dieser Prozess ist im Zeitraum von 1850 bis zur Gegenwart empirisch zu belegen. Waren vor ca. 150 Jahren nach knapp die Hälfte aller Arbeitnehmer im primären Sektor beschäftigt, also im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei, so lag der Prozentsatz 1990 lediglich bei 3,4 %. Zum Ende des 20. Jahrhunderts war die absolute Mehrheit (56,8 %) im tertiären Sektor beschäftigt, ergo innerhalb der Herstellung von immateriellen Gütern wie Versicherungen oder dem Handel (vgl. Cezanne 2002, S. 515 f.). Somit kann aufgrund der empirischen Werte davon ausgegangen werden, dass die Arbeits- und Ausbildungsplätze zukünftig im Dienstleistungssektor zu finden sein dürften, da die Industrie durch Rationalisierungen im Züge einer fortschreitenden Technologiesierung häufig auf die menschliche Arbeitskraft verzichten kann (vgl. Pfriem 2005, S. 83 f.). Zudem, wie der Aspekt der Globalisierung aufzeigt, werden relativ simple Beschäftigungen innerhalb des Produktionsprozesses in Länder ausgelagert, in denen sich die Unternehmen Wettbewerbsvorteile aus geringeren Lohn- bzw. Lohnnebenkosten erhoffen. Daher führt diese Erkenntnis zu einer Vielzahl von Bewerbern, wodurch eine Versorgungslücke entsteht, wie ein Blick auf die Statistik der Agentur für Arbeit (vgl. 2008) verrät.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Thematik

1.1 Problemstellung

1.2 Vorgehensweise

2 Theoretischer Aufbau der inneren Differenzierung

2.1 Definitionen der Differenzierung

2.2 Kompetenzerwerb als Zielsetzung

2.3 Möglichkeiten zur inneren Differenzierung

2.4 Team-Teaching

3 Gestaltung der Untersuchungsinstrumente

3.1 Untersuchungsgegenstand: Aussagenkatalog für Schüler

3.2 Untersuchungsgegenstand: Interviewleitfaden für das Lehrergespräch

4 Auswertung der Datenerhebung

5.1 Analyse der Schülerbefragung

5.2 Analyse der Lehrerinterviews

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Hypothese, ob innere Differenzierung an niedersächsischen Berufsbildenden Schulen tatsächlich praktiziert wird. Dabei wird analysiert, inwieweit Lehrkräfte individuelle Förderbedarfe in überfüllten Klassen berücksichtigen können und welche Rolle dabei die methodische Gestaltung sowie die Lehrer-Schüler-Interaktion spielen.

  • Theoretische Fundierung der Differenzierungsformen
  • Strukturierung von Untersuchungsinstrumenten (Fragebogen & Interviewleitfaden)
  • Empirische Analyse der Schülersicht auf den Unterrichtsaufbau
  • Reflektion der praktischen Realisierbarkeit durch Lehrkräfteinterviews
  • Evaluierung von Team-Teaching als Differenzierungsoption

Auszug aus dem Buch

2.4 Team-Teaching

Wenn ein Lehrer vor seiner Klasse steht und zu Beginn die ca. 30 Schüler begrüßt, dann wird er sich vermutlich im Vorfeld Gedanken darüber gemacht haben, wie er den Unterricht gestaltet. Steht er allein vor der Klasse, so ist die individuelle Förderung nur problematisch realisierbar. Eine Lösung zur verbesserten und zudem aufgelockerten Unterrichtssituation könnte das Team-Teaching sein.

Team-Teaching ist ein kommunikatives Lehr-Lern-Arrangement, bei dem die individuellen unterrichtsspezifischen Strukturen gefördert werden sollen. Der Ansatz des Unterrichts hierbei ist, dass sich zwei (oder mehr) Lehrer den Unterricht `teilen´. Der Vorteil beim Team-Teaching ist, dass die anwesenden Lehrer spezifische Positionen einnehmen können. Wenn in einer lehrerzentrierten Unterrichtsphase die eine Lehrkraft die Moderation übernimmt, kann zeitgleich die andere Lehrkraft den Part des Beobachters besetzen (vgl. Bader 2005). Daraus resultieren neue Möglichkeiten in der Unterrichtbewertung. Während ein Lehrer beim Frontalunterricht eher sekundär das Schülerverhalten wahrnehmen und bewerten kann, ist diese Möglichkeit durch einen Kollegen deutlich verbessert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in die Thematik: Die Einleitung beleuchtet die Problematik überfüllter Schulklassen und die daraus resultierende Notwendigkeit der inneren Differenzierung bei heterogener Schülerschaft.

2 Theoretischer Aufbau der inneren Differenzierung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe der Differenzierung, erläutert die Zielsetzung des Kompetenzerwerbs und stellt verschiedene methodische Ansätze sowie das Team-Teaching vor.

3 Gestaltung der Untersuchungsinstrumente: Hier wird der Aufbau des Aussagenkatalogs für Schüler und des Interviewleitfadens für Lehrkräfte dargelegt, um empirische Daten für die Forschungsfrage zu gewinnen.

4 Auswertung der Datenerhebung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Schülerbefragung und die Erkenntnisse aus den Lehrerinterviews, wobei die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität deutlich wird.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Hypothese und stellt fest, dass die Rahmenbedingungen eine umfassende innere Differenzierung in der Praxis erschweren, was zur Falsifizierung der Hypothese führt.

Schlüsselwörter

Innere Differenzierung, Berufsbildende Schulen, Team-Teaching, Individuelle Förderung, Unterrichtsqualität, Berufliche Handlungskompetenz, Lehrer-Schüler-Interaktion, Schülermotivation, Lernumgebung, Diagnostik, Empirische Untersuchung, Klassengemeinschaft, Schulabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie innere Differenzierung an Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen umgesetzt wird und ob dies trotz widriger Rahmenbedingungen in der Praxis gelingt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der theoretische Rahmen zur Differenzierung, die Entwicklung von Erhebungsinstrumenten für Schüler und Lehrer sowie die Analyse der tatsächlichen Unterrichtspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass innere Differenzierung an den untersuchten Schulen tatsächlich stattfindet, um Schülern eine individuell angepasste Förderung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung nutzt einen methodischen Mix aus einem quantitativen Aussagenkatalog für Schüler und einer qualitativen Befragung von Lehrkräften mittels Interviewleitfaden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst theoretische Konstrukte und diagnostische Möglichkeiten für Lehrkräfte, bevor er die empirischen Ergebnisse der Befragungen detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind innere Differenzierung, individuelle Förderung, Berufsbildung, Team-Teaching und pädagogische Handlungskompetenz.

Wie bewerten die Schüler ihre Lehrkräfte bezüglich der Differenzierung?

Die Schüler nehmen ihre Lehrer überwiegend als fachlich sicher wahr und fühlen sich gut integriert, sehen jedoch begrenzte Möglichkeiten zur eigenen Themenmitgestaltung.

Was ist das Haupthindernis für eine effektive Differenzierung laut Lehrkräften?

Die Lehrkräfte nennen primär die zu hohe Anzahl an Schülern pro Klasse und fehlende Ressourcen für Team-Teaching als wesentliche Barrieren.

Warum wird die Hypothese am Ende der Arbeit falsifiziert?

Die Untersuchung zeigt, dass aufgrund struktureller Rahmenbedingungen wie großer Klassenstärken eine wirkliche innere Differenzierung nur in Ansätzen möglich ist.

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Details

Title
Zur Ausbildungsreife als Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufseinstieg
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Wirtschafts- und Rechtswissenschaften)
Course
Duales Ausbildungssystem in der Bundesrepublik Deutschland
Grade
1,3
Author
B.A. Marco Schindler (Author)
Publication Year
2010
Pages
39
Catalog Number
V153464
ISBN (eBook)
9783640660292
ISBN (Book)
9783640660223
Language
German
Tags
Ausbildung Duales System Ausbildungsreife Berufsreife Vermittelbarkeit DGB Jugendförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Marco Schindler (Author), 2010, Zur Ausbildungsreife als Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufseinstieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153464
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