In Deutschland lebten im Jahr 2008 82Mio Einwohner, die Todesrate betrug zu dieser Zeit 10,8 Sterbefälle auf 1000 Einwohner. Jeder Mensch hat die Vorstellung einmal schnell und ohne Schmerzen aus dem Leben zu treten. Betrachtet man allerdings die Fakten, so sieht die Realität anders aus.
Die häufigsten Todesursachen sind pflegebedürftige Krankheiten,
deren Behandlung professioneller Hilfe bedürfen.
Krankheitsverläufe werden zunehmend schwerer und länger und
Familienangehörige, deren Aufgabe, die Pflege, früher als traditionelle Rolle, war,können diese schwere Bürde zum Teil nicht mehr allein, bzw ohne fachlich,geschulte Hilfe bewältigen. Das Aufgabenfeld der Palliativen Hilfe bietet somit eine zukunftsorientierte und wichtige Arbeitsmarktschance fürMitarbeiter u.a. aus dem Sozialarbeiterischem Bereich.
Die Angebotenen Hilfeleistungen, seien sie aus den und oft fehlt die Kompetenz. Hier kann die Soziale Arbeit eine wichtige Hilfe leisten. Die nachstehende Hausarbeit soll sich diesem Themenkomplex widmen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1.) Themenwahl
Hauptteil
2.) Palliative Care und Hospizarbeit
2.1.) Begriffsklärung „Palliative Care“
2.2.) Mit welchen Aufgaben beschäftigt sich die Palliative Hilfe?
2.3.) Welche Unterschiede gibt es zwischen Palliativarbeit und Hospizarbeit?
3.) Soziale Arbeit im Bereich „Palliative Care“
3.1.) Welchen Aufgaben stellen sich Sozialarbeiter/innen im genannten Berufsfeld?
3.2.) Welche Probleme können auftreten und die Arbeit beeinflussen und wie kann man Vorsorge leisten?
4.) Die Arbeit mit dem sterbenden bzw. unheilbar, kranken Menschen
4.1.) Die Phasen des Sterbens
4.2.) Bedürfnisse und Wünsche von Sterbenden
Abschluss
5.) Zusammenfassendes Fazit
Zielsetzung und Themenfelder
Die Arbeit analysiert die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Kontext von Palliative Care, um die Bedeutung professioneller Unterstützung im Sterbeprozess zu verdeutlichen.
- Definition und Abgrenzung von Palliative Care und Hospizarbeit
- Kernaufgaben der Sozialarbeit in palliativen Versorgungssettings
- Umgang mit Belastungssituationen und psychohygienische Vorsorge für Fachkräfte
- Psychologische Stadien des Sterbeprozesses nach Kübler-Ross
- Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Wünsche Sterbender
Auszug aus dem Buch
2. Palliative Care und Hospizarbeit
Der Begriff „Palliativ“ leitet sich vom Lateinischen palliare/pallium ab, was soviel wie umhüllen oder ummanteln bedeutet. Zum Ausdruck gebracht werden soll damit, dass man die sterbende Klientin/den Klient mit Wärme und Fürsorge umsorgt. Lag bisher das Hauptaugenmerk auf medizinisch Tätigkeit, das Leiden Sterbender zu lindern, oder die Gesundheit wieder herzustellen so hat sich daraus ein weit größerer Aufgabenbereich herausgebildet.
Palliative Care widmet sich nicht nur denen, welche im Sterben liegen, sondern bietet umfangreiche, ganzheitliche Hilfe in Betreuung und Beratung auch Patientinnen/Patienten, welche lindernde Maßnahmen benötigen und unheilbar krank sind, welche sich aber noch nicht im Sterbeprozessbefinden. Das Ziel ist also ein pflegerisches Angebot für schwerkranke, unheilbare Patientinnen und Patienten.
Einige Leiden unter denen der schwer erkrankte Mench leiden kann sind, Schmerz (83% von 100 Menschen), Appetitverlust (71%), Schlaflosigkeit (51%), Erbrechen (51%) und Atemnot (48%). Dazu kommen mitunter Obstipation, Depression und Verwirrung.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Relevanz der palliativen Versorgung vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen und der Notwendigkeit professioneller Begleitung.
Palliative Care und Hospizarbeit: Erläuterung der Begrifflichkeiten, der medizinisch-pflegerischen Aufgaben sowie der strukturellen Unterschiede zwischen stationären Palliativeinrichtungen und Hospizen.
Soziale Arbeit im Bereich „Palliative Care“: Darstellung des Tätigkeitsspektrums von Sozialarbeitern, inklusive Krisenintervention, Empowerment und Organisation, sowie der Bewältigung von Arbeitsbelastungen.
Die Arbeit mit dem sterbenden bzw. unheilbar, kranken Menschen: Analyse der fünf Sterbephasen nach Kübler-Ross sowie der zentralen menschlichen Bedürfnisse nach Autonomie, Nähe und Spiritualität am Lebensende.
Zusammenfassendes Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse mit dem Hinweis auf die wachsende Bedeutung einer würdevollen Sterbekultur und der Flexibilität der Sozialen Arbeit.
Schlüsselwörter
Palliative Care, Hospizarbeit, Soziale Arbeit, Sterbebegleitung, Krisenintervention, Patientensicherheit, Krankheitsverlauf, Trauerbewältigung, Lebensqualität, Psychohygiene, Sterbephasen, Autonomie, Würde, Beratung, Angehörigenarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit den spezifischen Aufgabenfeldern und den psychosozialen Herausforderungen, denen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Bereich der palliativen Versorgung begegnen.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Palliative Care und Hospizarbeit, die psychosoziale Unterstützung Sterbender und deren Angehöriger sowie die professionelle Selbstfürsorge des Personals.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den notwendigen Beitrag der Sozialen Arbeit in der Begleitung unheilbar kranker Menschen aufzuzeigen und die Anforderungen an diesen Berufszweig in einem sensiblen Umfeld zu definieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Fachkonzepte und Studien zur Palliativ- und Hospizversorgung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe, die konkreten Aufgaben der Sozialarbeit, die Problematiken am Arbeitsplatz (Burn-Out, Belastung) sowie die Auseinandersetzung mit Sterbephasen und Bedürfnissen der Patienten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Palliative Care, Sterbebegleitung, psychosoziale Beratung, Trauerarbeit und Empowerment geprägt.
Was unterscheidet ein Hospiz von einer Palliativstation laut der Autorin?
Während Palliativstationen meist krankenhausgebunden sind und die Stabilisierung des Patienten anstreben, zielt das Hospiz primär auf eine ganzheitliche, symptomorientierte Betreuung in der letzten Lebensphase ab.
Warum ist die Psychohygiene für Fachkräfte so wichtig?
Die tägliche Konfrontation mit Grenzsituationen und dem Tod führt zu einer hohen psychischen Belastung, weshalb Supervision und professionelle Reflexion unerlässlich sind, um die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der Fachkräfte zu erhalten.
- Citar trabajo
- Janin Seifert (Autor), 2009, Mit welchen Aufgaben und Herausforderungen befasst sich die hospizliche Soziale Arbeit im Berufsfeld Palliative Care?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153476