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Die Entstehung der Bettelorden in Konstanz

Was machte die Bettelorden so attraktiv gegenüber der etablierten Pfarrkirchenlandschaft?

Título: Die Entstehung der Bettelorden in Konstanz

Trabajo de Seminario , 2010 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Andreas Lins (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Nach den heftigen inneren Auseinandersetzungen des Christentums im 12. Jahrhundert, die sich zum Teil in blutigen Kreuzzügen entladen hatten, betraten am Anfang des 13. Jahrhunderts die Verfechter eines neuen seelsorgerischen Konzepts die Bühne, welche die geistliche Landschaft dauerhaft verändern sollten: die Bettelorden. Anfangs nur als Predigerschulen in der Auseinandersetzung mit Ketzern gedacht, entwickelten sie sich sehr rasch zu einer integrativen Alternative zu der aus vieler Sicht in Ungnade gefallenen bisherigen Kirchenlandschaft. Ihre bald nahezu flächendeckende Missionstätigkeit führte sie auch in die Stadt Konstanz, deren Stadtbild sich im Zuge dieser Umgestaltung nachhaltig verändern sollte. Sie erbauten prächtige Gebäude, boten rhetorisch und dogmatisch versierte Prediger an und sollten damit in kürzester Zeit zu einer echten Alternative zu den bestehenden, etablierten Pfarrkirchen heranreifen. Viele gläubige Christen vor Ort nahmen an den liturgischen Feierlichkeiten der Orden teil und vernachlässigten den Besuch der Gottesdienste ihrer eigenen Pfarrkirchen. Die Fragestellung, welcher in dieser Arbeit nachgegangen wird, bezieht sich auf die Gründe dieser „Abstimmung mit den Füßen“. Was machte die Bettelorden und ihre Kirchen in Konstanz so erfolgreich, dass die Pfarrkirchen durch sie an Attraktivität verloren? Oder lag es eher an den Pfarrkirchen selbst, dass diese neue, unverbrauchte Bewegung im Trend lag? Wie gelang es den neuen Orden überhaupt, so schnell zu wachsen?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Vorgehensweise

1.2 Quellenlage und Forschungsstand

2. Die Entstehung der Bettelorden – das Armutsgelübde

3. Bettelorden in Konstanz

3.1 Das Aufkommen der Bettelorden

3.1.1 Dominikaner

3.1.2 Franziskaner

3.1.3 Augustiner-Eremiten

3.2 Attraktivität gegenüber Pfarrkirchen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für den Erfolg der Bettelorden im mittelalterlichen Konstanz und analysiert, warum diese gegenüber der etablierten Pfarrkirchenlandschaft so stark an Attraktivität gewannen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern das Armutsgelübde und die seelsorgerische Ausrichtung der neuen Orden ein Vakuums füllten, das bei den traditionellen Klerikern entstanden war.

  • Historische Entstehung und Ausbreitung der Bettelorden im 13. Jahrhundert.
  • Die spezifische Situation der Dominikaner, Franziskaner und Augustiner-Eremiten in Konstanz.
  • Vergleich der Angebote von Pfarrkirchen und Bettelorden aus Sicht der Gläubigen.
  • Die Rolle der bischöflichen und päpstlichen Unterstützung für die Etablierung der Orden.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Nach den heftigen inneren Auseinandersetzungen des Christentums im 12. Jahrhundert, die sich zum Teil in blutigen Kreuzzügen entladen hatten, betraten am Anfang des 13. Jahrhunderts die Verfechter eines neuen seelsorgerischen Konzepts die Bühne, welche die geistliche Landschaft dauerhaft verändern sollten: die Bettelorden. Anfangs nur als Predigerschulen in der Auseinandersetzung mit Ketzern gedacht, entwickelten sie sich sehr rasch zu einer integrativen Alternative zu der aus vieler Sicht in Ungnade gefallenen bisherigen Kirchenlandschaft.

Ihre bald nahezu flächendeckende Missionstätigkeit führte sie auch in die Stadt Konstanz, deren Stadtbild sich im Zuge dieser Umgestaltung nachhaltig verändern sollte. Sie erbauten prächtige Gebäude, boten rhetorisch und dogmatisch versierte Prediger an und sollen damit in kürzester Zeit zu einer echten Alternative zu den bestehenden, etablierten Pfarrkirchen heranreifen. Viele gläubige Christen vor Ort nahmen an den liturgischen Feierlichkeiten der Orden teil und vernachlässigten den Besuch der Gottesdienste ihrer eigenen Pfarrkirchen.

Die Fragestellung, welcher in dieser Arbeit nachgegangen wird, bezieht sich auf die Gründe dieser „Abstimmung mit den Füßen“. Was machte die Bettelorden und ihre Kirchen in Konstanz so erfolgreich, dass die Pfarrkirchen durch sie an Attraktivität verloren? Oder lag es eher an den Pfarrkirchen selbst, dass diese neue, unverbrauchte Bewegung im Trend lag? Wie gelang es den neuen Orden überhaupt, so schnell zu wachsen?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die historische Ausgangslage der christlichen Kirchenlandschaft des 13. Jahrhunderts und Definition der zentralen Fragestellung bezüglich des Erfolgs der Bettelorden in Konstanz.

2. Die Entstehung der Bettelorden – das Armutsgelübde: Analyse der allgemeinen historischen Hintergründe, wie den dogmatischen Konflikten und dem Bedürfnis nach Rückbesinnung auf apostolische Ideale, die zur Gründung der Bettelorden führten.

3. Bettelorden in Konstanz: Detaillierte Untersuchung der Ansiedlung und Entwicklung der Dominikaner, Franziskaner und Augustiner-Eremiten sowie deren Wettbewerbsvorteile gegenüber den traditionellen Pfarrkirchen.

4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage, die den Erfolg der Orden auf eine Kombination aus päpstlicher Förderung und der hohen Attraktivität für die Bevölkerung zurückführt.

Schlüsselwörter

Bettelorden, Konstanz, Mittelalter, Armutsgelübde, Seelsorge, Dominikaner, Franziskaner, Augustiner-Eremiten, Pfarrkirche, Kirchengeschichte, Klerus, Liturgie, Prediger, Ordenswesen, Religionsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Bettelorden im 13. Jahrhundert in der Stadt Konstanz Fuß fassen konnten und warum sie innerhalb kurzer Zeit zu einer so starken Konkurrenz für die etablierten Pfarrkirchen wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Entstehungsgeschichte der Bettelorden, ihre spezifische Ausprägung als Predigerorden und das Spannungsfeld zwischen den neuen Ordensniederlassungen und dem lokalen Weltklerus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Gründe für das schnelle Wachstum der Bettelorden und den damit verbundenen Attraktivitätsverlust der Pfarrkirchen zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine regionalgeschichtliche Untersuchung, die auf Basis von Urkunden und zeitgenössischer Fachliteratur die Entwicklung in Konstanz nachzeichnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der historischen Hintergründe und eine detaillierte Untersuchung der einzelnen Orden (Dominikaner, Franziskaner, Augustiner-Eremiten) sowie deren Wirken vor Ort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Bettelorden, Konstanz, Armutsgelübde, Seelsorge und das Verhältnis zwischen den neuen Ordensgemeinschaften und der bestehenden Pfarrkirchenstruktur.

Warum war gerade das Armutsgelübde so wichtig für den Erfolg?

Es strahlte eine Ehrlichkeit und Authentizität aus, die der Bevölkerung bei den Vertretern der etablierten Kirche zur damaligen Zeit fehlte, und wirkte dadurch anziehend auf die Gläubigen.

Welche Rolle spielte der Bischof von Konstanz?

Der damalige Bischof Heinrich von Tanne erkannte das Potenzial der Bettelorden und unterstützte deren Ansiedlung durch Schenkungen und die Gewährung von Befugnissen, um das geistliche Leben unter Kontrolle zu halten.

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Detalles

Título
Die Entstehung der Bettelorden in Konstanz
Subtítulo
Was machte die Bettelorden so attraktiv gegenüber der etablierten Pfarrkirchenlandschaft?
Universidad
University of Constance  (Fachbereich Geschichte und Soziologie)
Curso
Bürgerschaft und Kirche im mittelalterlichen Konstanz
Calificación
1,0
Autor
Andreas Lins (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
15
No. de catálogo
V153481
ISBN (Ebook)
9783640656882
Idioma
Alemán
Etiqueta
Konstanz Dominikaner Franziskaner Augustiner-Eremiten Bettelorden
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Lins (Autor), 2010, Die Entstehung der Bettelorden in Konstanz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153481
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