Nachfolgende Arbeiten entstanden im Laufe des Schuljahrs 08/09 als Beiträge des Goethegymnasiums Hildesheim zum 56. Europäischen Schulwettbewerb in den Klassen 9e und 10a im Fach Politik/Wirtschaft. Die Schülerinnen und Schüler dieser Klassen nahmen mit Engagement und Fleiß die Herausforderungen des Wettbewerbes an. Es entstand eine Vielzahl von guten Arbeiten, die nicht alle prämiert werden konnten, wie die Landesjury Niedersachsen in einem Brief an die Teilnehmer schrieb.
Auch im neuen Schuljahr wird das Goethegymnasium wieder am Wettbewerb teilnehmen, da vor dem Hintergrund der internationalen Verflechtungen die Kenntnisse europäischer Zusammenhänge wichtige Pfeiler für das Zusammenwachsen Europas sind.
Inhaltsverzeichnis
Teresa Kleimenhagen
Hildesheim – Stadt der Rose
Anna Lena Notka
Hildesheim – Stadt der Kunst und Kultur
Jonas Tafel/ Philipp Stasche
Bewerbung der Gemeinden Harsum und Giesen zur Kulturregion
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Publikation dokumentiert die Wettbewerbsbeiträge von Schülern des Goethegymnasiums Hildesheim anlässlich des 56. Europäischen Schulwettbewerbs 2009. Ziel der Arbeiten ist es, die kulturelle Vielfalt, historische Bedeutung sowie das zukunftsorientierte Potenzial von Hildesheim und der umliegenden Region Harsum und Giesen darzustellen und zu begründen, warum diese sich als Kulturhauptstadt bzw. Kulturregion qualifizieren.
- Historische Entwicklung und stadtgeschichtliche Meilensteine Hildesheims
- Kulturelle Identität durch Architektur, Museen und kirchliche Bedeutung
- Die Rolle der Region Harsum und Giesen im Kontext einer Kulturregion
- Gesellschaftliches Engagement, Vereinswesen und Bildung als Pfeiler europäischer Stadtkultur
Auszug aus dem Buch
Die Geschichte Hildesheims
Wie schon erwähnt, wurde Hildesheim 815 n. Chr. von Ludwig dem Frommen als Bistum gegründet. Der Legende nach soll er in einem Rosenstock eine wertvolle Reliquie vergessen haben und nach dem Wiederfund befohlen haben, an dieser Stelle eine Kapelle zu bauen. Dies war der Anfang des Bistums Hildesheims. Dieser bedeutende Rosenstock wächst bis heute noch an der Außenwand der Domapsis empor.
Zwischen 815 und 1000 wurde unter Bischof Altfrid der erste Dom gebaut, auf dessen Fundamenten alle weiteren Umbauten und Ausbauten basieren. Schon um 1000 lies Bischof Bernward den Dom zu einer Domburg ausbauen. Des Weiteren begann er mit dem Bau der bekannten St. Michaelis Kirche als seine Grabstätte, die erst unter Bischof Godehard fertiggestellt wurde.
In den folgenden Jahrhunderten entstand um die Kirche St. Andreas die Handwerker-, Händler- und Bürgerstadt Hildesheim. Um 1196 entstand neben der Altstadt die dompröpstliche Neustadt. Bis 1583 gab es immer wieder zum Teil sogar kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Alt- und Neustadt. 1583 schlossen sie sich zu einer Union zusammen. Noch vor dem Zusammenschluss der beiden Städte erreichte Hildesheim 1542 die Reformation durch Johannes Bugenhagen. Trotz Einführung der Reformation bestand das Bistum Hildesheim weiter. Der Dom und die Klosterkirchen blieben katholisch mit Ausnahme der Michaeliskirche. 1803 geriet die gesamte Union unter preußische Herrschaft. Danach ordnete man das mittlerweile weltliche Fürstentum 1813 dem Königreich Hannover zu und schließlich wird Hildesheim 1885 zur kreisfreien Stadt erklärt.
Auf Grund seiner außergewöhnlichen Fachwerkhäuser und des gesamten Stadtbildes wurde Hildesheim als „Nürnberg des Nordens“ bezeichnet. Am 22. März 1945 kam es zu einem einen Luftangriff britisch-kanadischer Flieger auf Hildesheim, der die gesamte Stadt in Schutt und Asche legte. Von 1.500 Fachwerkhäusern blieben lediglich 200 erhalten. Von 6.934 Wohnhäusern wurden 5.074 entweder völlig zerstört oder erheblich beschädigt. 1.645 Menschen kamen allein an diesem Tag ums Leben.
Zusammenfassung der Kapitel
Hildesheim – Stadt der Rose: Die Autorin beleuchtet die historische Entwicklung Hildesheims, die Bedeutung kirchlicher Denkmäler und die lebendige Kulturszene als Grundlage für eine Bewerbung zur Kulturhauptstadt.
Hildesheim – Stadt der Kunst und Kultur: Dieses Kapitel analysiert die 1000-jährige Stadtgeschichte, die Bedeutung von Bildungseinrichtungen sowie die moderne Infrastruktur als Standortvorteile für kulturelle Projekte.
Bewerbung der Gemeinden Harsum und Giesen zur Kulturregion: Die Autoren begründen die gemeinsame Bewerbung von Harsum und Giesen, indem sie das reiche Vereinsleben, die historische Verwurzelung und die kooperative Zusammenarbeit beider Gemeinden hervorheben.
Schlüsselwörter
Hildesheim, Kulturhauptstadt, Europäischer Schulwettbewerb, Stadtgeschichte, St. Michaelis, Weltkulturerbe, Harsum, Giesen, Kulturregion, Vereinswesen, Stadtentwicklung, Reformation, Denkmalschutz, Regionalgeschichte, kulturelle Identität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?
Die Publikation enthält preisgekrönte Arbeiten von Schülern des Goethegymnasiums Hildesheim, die sich intensiv mit dem Thema Kulturhauptstadt und Kulturregion auseinandersetzen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die historische Identität Hildesheims, die kulturelle Bedeutung der Region durch Museen, Kirchen, Vereine sowie die wissenschaftliche Bildung und soziale Integration.
Was ist das primäre Ziel der eingereichten Arbeiten?
Das primäre Ziel ist es, den Anspruch von Hildesheim sowie den Gemeinden Harsum und Giesen auf den Titel einer Kulturhauptstadt bzw. -region fundiert zu begründen.
Welche methodische Herangehensweise wählen die Schüler?
Die Schüler nutzen historische Rückblicke, Beschreibungen aktueller kultureller Institutionen und Analysen der regionalen Infrastruktur, um die Zukunftsfähigkeit der Region aufzuzeigen.
Was wird im Hauptteil der Arbeiten detailliert behandelt?
Behandelt werden die Stadtgeschichte Hildesheims, berühmte Sehenswürdigkeiten wie der Dom und der Rosenstock sowie die Besonderheiten des Vereinslebens und der sozialen Verbände in Harsum und Giesen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Kulturelle Vielfalt, historisches Erbe, bürgerschaftliches Engagement, europäische Vernetzung und moderne Standortförderung sind die prägenden Begriffe.
Warum wird die St. Michaelis Kirche besonders hervorgehoben?
Sie gilt als bedeutendes romanisches Bauwerk und UNESCO-Weltkulturerbe, das die architektonische und spirituelle Geschichte der Region maßgeblich repräsentiert.
Welche Bedeutung hat das Vereinswesen für die Region Giesen?
Das Vereinsleben wird als entscheidender Faktor für den sozialen Zusammenhalt und die kulturelle Verständigung innerhalb der ländlich geprägten Gemeinden angesehen.
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- Dr. Loeding (Hrsg.) (Author), Kleimenhagen (Author), Notka (Author), Tafel (Author), Stasche (Author), 2009, Hildesheim – eine Stadt und Region mit Ideen für Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153517