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Die Allversöhnung im Neuen Testament

Titel: Die Allversöhnung im Neuen Testament

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dipl. theol. Peter Hubertus Erdmann (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Aufgabe der vorliegenden Hausarbeit besteht darin, der eschatologischen Vorstellung der Apokatastasis panton anhand der Fragestellung „Lehrt das Zweite Testament die Allversöhnung?“ nachzugehen.
Gemäß der Frageform ist es notwendig, den exegetischen Befund genauestens zu analysieren und vornehmlich das Neue Testament sprechen zu lassen. Angesichts des zu behandelnden Themenfeldes macht es jedoch gleichzeitig Sinn, einen allgemeinen Einblick in die Auseinandersetzung zwischen Anhängern und Gegnern der Allversöhnung zu geben, wodurch die Sicht auch auf andere theologische Disziplinen (z.B. Philosophie, Dogmatik, Moral- und Fundamentaltheologie) erweitert werden müsste. Im Rahmen eines notwendigen Kompromisses bedeutet das für die Bearbeitung der Frage, dass ausschließlich Ergebnisse aus der neutestamentlichen Exegese herausgestellt werden sollen, die als Pro- und Contra-Argumente von Anhängern wie Gegnern verwendet werden. Die Arbeit zielt demzufolge darauf ab, die neutestamentliche Exegese aus der Sicht der Allversöhnungsgegner und –anhänger zu Wort kommen zu lassen. Eine detaillierte „Wort- für- Wort“ Exegese kann damit nicht bei jeder Perikope gewährleistet werden – dies ermöglicht allerdings, mehr Argumente vorzustellen und damit die Auseinandersetzung umfassender zu präsentieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: Was ist mit „Allversöhnung“ gemeint?

II. Der Ursprung des Begriffs

III. Biblische Stellen contra Allversöhnung am Beispiel von Mt 25, 31- 46:

IV. Ein allgemeiner Einblick in die exegetische Begründung der Allversöhner

V. Fazit

VI. Literaturangaben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die eschatologische Vorstellung der Apokatastasis panton unter der zentralen Forschungsfrage, ob das Neue Testament die Lehre einer Allversöhnung explizit stützt. Dabei wird der exegetische Befund analysiert und der methodische Diskurs zwischen den Befürwortern der Allversöhnung und den Vertretern des dualen Ausgangs (Infernalisten) kritisch gegenübergestellt.

  • Theologische Definition und Etymologie des Begriffs Apokatastasis panton.
  • Analyse zentraler biblischer Belegstellen, insbesondere Matthäus 25, 31-46.
  • Untersuchung der Argumentationsmuster von Allversöhnern und Infernalisten.
  • Diskussion über die semantische Reichweite von Begriffen wie aionios und pas im biblischen Kontext.
  • Bewertung der Möglichkeit einer eschatologischen Synthese oder Koexistenz widersprüchlicher Modelle.

Auszug aus dem Buch

III. Biblische Stellen contra Allversöhnung am Beispiel von Mt 25, 31- 46:

Die Infernalisten berufen sich stattdessen auf eine ganze Reihe an anderen Bibelstellen, wobei die wohl meist an primärer Stelle zitierte Perikope Matthäus 25, 31 – 46 von der Gerichtsrede sein dürfte:

"Dann wird er [der König] zu denen zur linken sagen: Gehet hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das mein Vater dem Teufel und seinen Engeln bereitet hat! [...] Und diese werden in die ewige Strafe gehen, die Gerechten aber in das ewige Leben."

Dabei handelt es sich um die Gerichtsschilderung, welche für die künftigen christlichen Höllenvorstellungen von entscheidender Bedeutung war, wie sowohl Allversöhner18, (relativ) neutrale Exegeten19 als auch Infernalisten20 im Chor uniform sagen würden; in dieser Stelle stehen nämlich die Gerichtsinszenierung, die Scheidung der Menschen in Gut und Böse und der Urteilsspruch mit der Verweisung in das ewige Feuer im Vordergrund.

Aus Platzgründen muss hier auf eine genaue „Wort- für- Wort“ Exegese verzichtet werden – der Intention der Hausarbeit nach wird es primär darum gehen, einen allgemeinen Einblick in die exegetisch geführte Auseinandersetzung zwischen Allversöhnern und Infernalisten zu geben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Was ist mit „Allversöhnung“ gemeint?: Die Einleitung definiert den Begriff Apokatastasis panton und legt den Fokus der Arbeit auf die neutestamentliche Exegese im Spannungsfeld zwischen verschiedenen theologischen Disziplinen.

II. Der Ursprung des Begriffs: Dieses Kapitel verortet die Verwendung des Begriffs Apokatastasis panton im Neuen Testament, insbesondere in der Apostelgeschichte 3,21, und diskutiert dessen Übersetzungs- und Deutungsmöglichkeiten.

III. Biblische Stellen contra Allversöhnung am Beispiel von Mt 25, 31- 46:: Hier wird die zentrale Gerichtsrede aus dem Matthäusevangelium als Hauptargument der Infernalisten analysiert und die kritische Auseinandersetzung der Allversöhner mit dieser Stelle dargestellt.

IV. Ein allgemeiner Einblick in die exegetische Begründung der Allversöhner: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Allversöhner andere Schriftstellen nutzen, um ihre Position zu stützen, und setzt sich mit der hermeneutischen Problematik der Interpretation von „alle“ und „ewig“ auseinander.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Unentscheidbarkeit des exegetischen Befundes zusammen und stellt die Perspektive eines „logisch unlöslichen Geheimnisses“ sowie das Konzept einer spannungsreichen Koexistenz beider Modelle vor.

VI. Literaturangaben: Dieses Kapitel führt sämtliche verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Hausarbeit auf.

Schlüsselwörter

Allversöhnung, Apokatastasis panton, Neues Testament, Exegese, Infernalisten, ewiges Leben, Gericht, Eschatologie, Heilsgeschichte, Matthäus 25, aionios, Gottes Wille, doppeltes Ausgangsmodell, Sünde, Paradies.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die theologisch kontroverse Lehre der Allversöhnung, d.h. die Hoffnung, dass am Ende der Zeiten alle Menschen mit Gott versöhnt werden, und ob sich diese im Neuen Testament exegetisch begründen lässt.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das eschatologische Heil, die Bedeutung des göttlichen Gerichtes, die Interpretation von „Ewigkeit“ (aion/aionios) in der Bibel und die Auseinandersetzung zwischen Allversöhnern und Vertretern der Lehre vom doppelten Ausgang (Infernalisten).

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Kernfrage lautet: „Lehrt das Zweite Testament die Allversöhnung?“

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor stützt sich primär auf die neutestamentliche Exegese, indem er die Argumentationen beider Lager – Allversöhner und Infernalisten – anhand ihrer jeweiligen biblischen Referenzstellen vergleichend analysiert.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden die philologische Herkunft des Begriffs Apokatastasis panton, die kritische Analyse von Matthäus 25, 31-46 als „Anti-Allversöhnungs-Stelle“ sowie die Argumentationslinien zur Deutung paulinischer und johanneischer Texte untersucht.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Apokatastasis panton, Eschatologie, Heilsgeschichte, Ewigkeit (aionios), Gericht und die methodische Spannung zwischen absoluter und kontextueller Bibelauslegung charakterisieren.

Wie interpretieren die „Infernalisten“ den Begriff „ewig“ in Mt 25,46?

Die Infernalisten sehen in der Parallelstellung von „ewiger Strafe“ und „ewigem Leben“ ein zwingendes Indiz für einen definitiven, endgültigen Ausgang und lehnen eine rein zeitlich begrenzte Interpretation des Wortes aionios an dieser Stelle ab.

Warum betrachten einige Theologen die Frage als „logisch unlösliches Geheimnis“?

Da sowohl die universalen Heilsverheißungen als auch die Drohungen des Gerichtes biblisch belegbar sind, gehen einige Liberale davon aus, dass beide Aussagen nebeneinander in einer von Gott gesetzten Spannung existieren, die menschliche Logik übersteigt.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Allversöhnung im Neuen Testament
Hochschule
Universität Münster  (Katholische Fakultät)
Note
1,7
Autor
Dipl. theol. Peter Hubertus Erdmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V153662
ISBN (eBook)
9783640660384
ISBN (Buch)
9783640660919
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Allversöhnung Apokatastasis panton Neues Testament Eschatologie Jenseits Auferstehung Himmel Hölle Fegefeuer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. theol. Peter Hubertus Erdmann (Autor:in), 2007, Die Allversöhnung im Neuen Testament, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153662
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