Lebenswelten - Bilderwelten. Wie die Werbung die gesellschaftliche Diskussion nutzt


Essay, 2009
9 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Einleitung

Kaffee ist nach wie vor der Deutschen liebstes Getränk. Im Kaffeeland Deutschland wird mehr Kaffee als Bier oder sogar Wasser konsumiert, so Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes Holger Preibisch in einer Pressmitteilung des Deutschen Kaffeeverbandes.

In diesem Sinne liegt die aktuelle Kampagne eines der größten deutschen Unternehmen, der KRAFT Foods GmbH für die Produktsparte Kaffee Jacobs Krönung voll im Trend.

Und wer wünscht sich nicht im oft stressigen Alltag Zeit und Muße zu finden, für ein gutes Gespräch? Wer möchte nicht gerne aktiv am Leben seiner Familie teilnehmen und durch einen bewussten Austausch näher zusammen rücken? Und wer hat noch nie gesagt, „Ach, lasst uns das doch bei einem Kaffee besprechen“?

Die zentralen Bedürfnisse und Wünsche unserer Gesellschaft werden im hier analisierten TV Werbespot aufgegriffen und somit haben sich in einer kleinen, nicht repräsentativen Umfrage in meinem Freundes- und Familienkreis fast 100% der Befragten durch die Kombination aus „Sich Zeit nehmen für etwas“, „Ein gutes Gespräch führen“ und dabei „eine Tasse Kaffee trinken“, positiv angesprochen gefühlt.

Dieser Essay wird im Hinblick auf die gegebene Problemstellung „Lebenswelten – Bilderwelten. Wie die Werbung die gesellschaftliche Diskussion nutzt“ einen genaueren Blick auf den Aufbau, die Umsetzung und vor allem darauf werfen, warum fast jeder von uns ein potenzieller Kunde von Jacobs Krönung ist.

Eine Tasse Jacobs Krönung als Grundlage für ein gutes Gespräch

In dem hier analysierten TV Werbespot sind eine junge Frau und eine ältere Dame zu sehen, die sich bei einer typisch grünen Tasse Jacobs Krönung Kaffee in ein Gespräch vertiefen.

Es wird das Familienverhältnis Enkeltochter und Großmutter suggeriert.

Die junge Frau schaut auf einer Digitalkamera Bilder von ihrem letzten Konzertbesuch an und berichtet begeistert von dem Erlebten. Sie schildert der älteren Dame wie sie ausgelassen „einfach im Matsch getanzt“ habe und jetzt ihre „Klamotten völlig hinüber“ seien.

Daraufhin entgegnet die Großmutter, dass sie auch einmal auf einem Rockkonzert gewesen sei. Sie schwelgt einen Moment in Erinnerungen an das von ihr besuchte Jimmy Hendrix Konzert im Jahr 1967 und setzt dann der Verwunderung der Enkeltochter mit den Worten „Wir haben auch im Matsch getanzt, meine Klamotten waren aber nicht hinüber, denn wir hatten Keine an.“ die Krone auf. Nach einem kurzen Moment der Verwunderung beginnen Beide herzlich zu lachen und liegen sich in den Armen. Der Werbespot endet mit dem Slogan „So spricht es sich eben nur mit Jacobs Krönung.“

Bilderwelten

Die Werbung benutzt vielfältige Bilder um den potenziellen Kunden anzusprechen. Wie in fast jeder anderen Werbung für Essen oder Trinken auch, konsumieren die beiden Hauptdarstellerinnen das beworbene Produkt, in diesem Fall Jacobs Krönung, Kaffee den ganzen Spot hindurch mit ausgesprochenem Genuss und Begeisterung.

Die Wohnung als Ort des Geschehens ist hell und sehr freundlich eingerichtet. Dabei ist die Einrichtung klassisch, dennoch modern und perfekt aufeinander abgestimmt.

Auf jeden Fall jedoch wirkt die Wohnung sehr gemütlich und einladend.

Die Wohnung scheint der Älteren der beiden Frauen zu gehören und vermittelt auf diese Art und Weise das Bild der modernen, mitten im Leben stehenden Frau in den besten Jahren, die sich selber der neuen Gruppe der „Silver Ager“ und nicht den Senioren, im traditionellen Sinne zu ordnen würde.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Lebenswelten - Bilderwelten. Wie die Werbung die gesellschaftliche Diskussion nutzt
Hochschule
Fachhochschule Stralsund
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
9
Katalognummer
V153669
ISBN (eBook)
9783640660391
ISBN (Buch)
9783640660902
Dateigröße
442 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lebenswelten, Bilderwelten, Werbung, Diskussion
Arbeit zitieren
Svenja Lis (Autor), 2009, Lebenswelten - Bilderwelten. Wie die Werbung die gesellschaftliche Diskussion nutzt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153669

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