Diese Seminararbeit soll das noch recht junge Produkt des Exchange Traded Funds beleuchten, dies ist dem rasanten Wachstum des verwalteten Vermögens, der Zunahme von ETF-Anbietern und deren Fonds geschuldet.
Im zweiten Kapitel beschäftige ich mich zuerst mit den Grundlagen der Indexnachbildung und einem kurzen Produktüberblick. Im dritten Kapitel wird dann ein Überblick über die Geschichte, Entwicklung und Funktionsweise der ETFs gegeben. Wichtige Punkte wie der Creation-\Redemption-Prozess sowie die Abbildung der ETF-Performance mittels Swaps wird erläutert. Mit der Relevanz für Privatanleger soll im vierten Kapitel – der Zusammenfassung – geendet werden.
Diese Seminararbeit wurde im Februar 2010 im Rahmen der Weiterbildung zum Bankbetriebswirt eingereicht und mit 91 von 100 Punkten (Note 1,5) bewertet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen der Indexanlage
2.1 Kurzüberblick der passiven Anlageformen
2.2 Methoden der Indexnachbildung
2.2.1 Der Full Replication Ansatz
2.2.2 Synthetische Indexierung
3. Exchange Traded Funds
3.1 Entstehung von Exchange Traded Funds
3.1.1 Historie
3.1.2 Verbreitung in Deutschland
3.2 Aufbau eines Exchange Traded Funds – Der Creation-\Redemption-Prozess
3.2.1 Abbildung der ETF-Performance mittels Swaps
3.2.2 Vorteile von ETFs
3.2.3 Nachteile
3.2.4 steuerliche Betrachtung der Erträge
3.3 Bewertung und Handelbarkeit
3.3.1 Bewertung durch den iNAV
3.3.2 Börsenhandel
3.4 Strategien mit Exchange Traded Funds
4. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Anlageprodukt der Exchange Traded Funds (ETFs) im Hinblick auf deren Relevanz für Privatanleger zu analysieren, ihre Entstehungsgeschichte sowie Funktionsweise zu erläutern und den wachsenden Markt in Deutschland zu beleuchten.
- Grundlagen und Methoden der passiven Indexnachbildung
- Historische Entwicklung und Verbreitung von ETFs in Deutschland
- Funktionsweise des Creation-\Redemption-Prozesses und Swap-basierte Abbildung
- Vor- und Nachteile sowie Bewertung von ETFs im Börsenhandel
- Strategische Einsatzmöglichkeiten wie die Core-Satellite-Strategie
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Abbildung der ETF-Performance mittels Swaps
Der oben beschriebene ComStage ETF bedient sich nicht dem Full-Replication-Ansatz (siehe 2.2.1) zur Nachbildung des Index, sondern setzt auf die Nachbildung mittels eines Swaps. Das bedeutet konkret, dass die gehaltenen Wertpapiere (das Basisportfolio) nicht dem DAX® entsprechen (es liegt vielmehr ein Portfolio aus ca. 66% deutschen, 18 % französischen und insgesamt 16% finnischen\italienischen Aktien vor). Die Entwicklung des Basisportfolios wird nun mittels eines Swaps mit der Entwicklung des DAX® „getauscht“. Indexveränderungen müssen somit nicht im Fonds nachvollzogen werden, sondern werden durch den Swap-Partner (Kontrahenten) geliefert. Der Kontrahent ist vertraglich verpflichtet die Performance des Index an den Fonds auszuzahlen. Um das Risiko eines Ausfalls des Kontrahenten für die Anleger zu minimieren, darf gemäß § Investmentgesetz der Wert eines Swaps nicht mehr als 10% des Fondsvermögens betragen. Bei vielen ETF-Anbietern liegt dieser Wert zwischen 2% und 5%.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Exchange Traded Funds ein und erläutert die Relevanz des Produkts angesichts des rasanten Wachstums am Finanzmarkt.
2. Grundlagen der Indexanlage: Das Kapitel bietet einen Überblick über passive Anlageformen wie klassische Fonds und Zertifikate sowie über Methoden der Indexnachbildung.
3. Exchange Traded Funds: Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Entstehung, den technischen Aufbau, die Vorteile, Nachteile sowie Bewertung und Anlagestrategien von ETFs.
4. Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit reflektiert und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung und Innovationsfähigkeit von ETFs gegeben.
Schlüsselwörter
Exchange Traded Funds, ETFs, Portfoliomanagement, Indexanlage, Passive Anlageformen, Full Replication, Synthetische Indexierung, Creation-Redemption-Prozess, Swaps, Tracking Error, Liquidität, Börsenhandel, iNAV, Core-Satellite-Strategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Analyse von Exchange Traded Funds (ETFs) als Instrument des Portfoliomanagements.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Indexanlage, die technische Funktionsweise von ETFs, deren Vor- und Nachteile sowie strategische Anwendungsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das Produkt ETF aus der Sicht eines Privatanlegers zu beleuchten und dessen Relevanz für den Vermögensaufbau zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Erläuterung von Finanzmarktprozessen und der Untersuchung von Fallbeispielen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Historie, den technischen Creation-\Redemption-Prozess, Methoden der Indexnachbildung (Replikation vs. Swaps) sowie die Bewertung und Handelbarkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie passive Anlage, Indexnachbildung, Transparenz, Liquidität, Swap-Geschäfte und Kostenstruktur charakterisiert.
Was versteht man unter dem Creation-\Redemption-Prozess?
Dies ist das Verfahren, bei dem Designated Sponsor und ETF-Anbieter Anteile gegen Aktienkörbe tauschen, um den Primärmarkt des ETF-Handels zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt der iNAV für den Anleger?
Der indikative Nettoinventarwert (iNAV) ermöglicht dem Anleger die Echtzeitbewertung eines ETFs und dient der Beurteilung der Fairness der Marktpreise.
Wie unterscheidet sich die synthetische Indexierung von der physischen Replikation?
Bei der synthetischen Replikation wird die Performance durch einen Swap-Partner garantiert, während bei der physischen Replikation die Indextitel direkt erworben werden.
- Citation du texte
- Sebastian Schuldt (Auteur), 2010, Exchange Traded Funds (ETFs) - Darstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153709