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Musikrichtungen Österreichs im 20. Jahrhundert

Title: Musikrichtungen Österreichs im 20. Jahrhundert

Seminar Paper , 2006 , 10 Pages , Grade: Graduate

Autor:in: Jeremy Krider (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Diese Arbeit beleuchtet das Spektrum der Musik Österreichs im 20. Jahrhundert, um zu zeigen, wie komplex und abweichend eine österreiche Identität durch Musik sein kann. In der Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert sehen wir verschiedene Musikrichtungen und Versuche, zwischen der ,,ernsten“ und der ,,Unterhaltungsmusik“ eine österreichische Identität zu etablieren. Einst wurden die Walzer als mindwertig betrachtet, aber irgendwann wurden sie auch vom Adel genossen. Die Brüder Schrammel spielten Volksmusik mit Geige, picksüßem Hölzl und Schifferklavier, und jetzt kann man diese Volksmelodien in Mahlers Symphonien und Militärmärschen hören.

In demselben Land wurden Almschrei, Alpsegen, Juchzer und Jodler sowie tonale, atonale, Zwölfton- und Austropopmusik gehört. Obwohl die Musik von den Nationalsozialisten verboten wurde bzw. ein Ruf nach Rückkehr zu klassischer und romantischer Musik laut wurde, sehen wir ein Land mit verschiedenen Musiktraditionen, die alle unter den Namen ,,österreichisch“ fallen könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Die Musikwende der Jahrhundertwende

I. Die Wiener Schule und das Experimentieren

II. Die Erneuerung von klassischer und romantischer Musik

III. Rock ’n’ Roll und der Anfang des Austropops

IV. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung verschiedener Musikrichtungen in Österreich im 20. Jahrhundert und analysiert, wie diese zur Formung einer komplexen österreichischen Identität beigetragen haben. Dabei wird hinterfragt, wie ein Spannungsfeld zwischen traditioneller "ernster" Musik und populären Einflüssen sowie dem Wunsch nach gesellschaftlicher Identitätsstiftung ausbalanciert wurde.

  • Die radikale Erneuerung durch die Zweite Wiener Schule
  • Musikalische Entwicklungen in der österreichischen Nachkriegszeit
  • Einfluss internationaler Stile auf die heimische Musiklandschaft
  • Die Entstehung und der soziokulturelle Kontext des Austropops
  • Das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne in der Musikidentität

Auszug aus dem Buch

I. Die Wiener Schule und das Experimentieren

Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton Webern waren die Musiker der sogenannten Zweiten Wiener Schule. Die Schule und die Idee stammen aus dem Interesse eines Konzepts, das die Komponisten gemeinsam hatten: neue Arten von Harmonien, Variationsmethoden, Melodien, Tonalitäten, Timbres und Formen. Trotz ihrer Minderheit verbanden sich diese Tonkünstler (Antokoletz, S. 3) miteinander, um eine neue Musikidentität zu erfinden. Die Schwierigkeiten für den Hörer stiegen, aber der Komponist fand ungeheure neue Möglichkeiten für seine Kompositionen (Österreichische Musikzeitschrift, S. 5).

Haydn, Mozart und Beethoven galten als Komponisten der „Ersten Wiener Schule“. Haydn und Mozart waren klassische Komponisten wie Beethoven, aber Beethoven überbrückte den klassischen Stil mit dem romantischen Stil. Brahms wurde als Nachfolger Beethovens betrachtet und andere bekannte Komponisten wie Tschaikovsky, Wagner und Berlioz vertraten den romantischen Stil. Im Vergleich zum klassischen Stil hatte der romantische Stil mehr Emotionen, mehr Freiheit im kompositorischen Prozess und Themen wie exotische Orte.

1904 kamen Schönberg, Berg und Webern zusammen, um eine Musikgesellschaft und einen Komponistenkreis zu bilden. Zuerst war Mahler der Ehrenpräsident dieser Gruppe, die „Vereinigung Schaffender Tonkünstler“ hieß (Antokoletz 4). Aber das Ziel der Gruppe war es, viel weiter von traditioneller Musik abzuweichen, als Mahler dies getan hatte. Wien war derzeit ein neues Zentrum für Chromatik und das Suchen nach einer „Identität des Wollens und Strebens“ (Österreichische Musikzeitschrift, S. 3) entfernte die Komponisten weiter von der Tonalität. Zu dieser Zeit begannen Künstler (Musiker, Dichter und Maler) ihre Reise ins Unbewusste.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Musikwende der Jahrhundertwende: Das Kapitel führt in den Wandel der Musikkultur des 19. und 20. Jahrhunderts ein und umreißt den Versuch, eine spezifisch österreichische Identität zwischen Tradition und Moderne zu etablieren.

I. Die Wiener Schule und das Experimentieren: Dieser Abschnitt beschreibt das Wirken von Schönberg, Berg und Webern, die durch die Entwicklung neuer Harmonien und der Zwölftonmusik radikale Wege außerhalb der traditionellen Tonalität einschlugen.

II. Die Erneuerung von klassischer und romantischer Musik: Das Kapitel behandelt die musikalische Neuorientierung in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Einfluss der Alliierten und der Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen.

III. Rock ’n’ Roll und der Anfang des Austropops: Es wird analysiert, wie internationale Rockmusik und Schlager den österreichischen Musikmarkt beeinflussten und wie daraus der Austropop als lokale Antwort und Widerstandsbewegung entstand.

IV. Schluss: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, wie trotz diverser internationaler Einflüsse und historischer Zäsuren eine eigene österreichische Identität durch die Synthese verschiedener Musiktraditionen ermöglicht wurde.

Schlüsselwörter

Österreichische Musik, 20. Jahrhundert, Zweite Wiener Schule, Arnold Schönberg, Zwölftonmusik, Atonalität, Austropop, Identität, Volksmusik, Musikgeschichte, Klassik, Moderne, Klangfarbenmelodie, Musiktradition, Kulturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der österreichischen Musiklandschaft im 20. Jahrhundert und der Frage, wie musikalische Entwicklungen zur Identitätsbildung beigetragen haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Zweiten Wiener Schule, der musikalischen Erneuerung der Nachkriegszeit sowie der Entstehung des Austropops.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie komplexe österreichische Identitäten durch das Spannungsfeld zwischen verschiedenen Musiktraditionen und modernen Einflüssen geformt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse musiktheoretischer und kulturhistorischer Literatur sowie auf historische Quellen zur Entwicklung der österreichischen Musikmärkte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei historische Phasen: die experimentelle Moderne der Wiener Schule, den kulturellen Wiederaufbau nach 1945 und den Aufstieg populärer Musikstile bis hin zum Austropop.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Zwölftonmusik, österreichische Identität, Moderne, Austropop, Tradition, kultureller Wandel und künstlerische Freiheit.

Welche Bedeutung hatte die "Zweite Wiener Schule" für das musikalische Experimentieren?

Sie gilt als radikaler Bruch mit der Tonalität und erschloss durch neue Harmonien, Timbres und Techniken wie die Sprechstimme völlig neue Ausdrucksmöglichkeiten für Komponisten.

Wie reagierte der Austropop auf internationale Einflüsse?

Der Austropop adaptierte zunächst globale Rock-Stile, entwickelte dann jedoch eine eigene Sprache, indem er Dialekt und kritische Texte einsetzte, um verschiedene Bevölkerungsschichten in Österreich anzusprechen.

Warum wird Schönbergs Arbeit in der Arbeit als progressiv bezeichnet?

Schönberg wird als ein Komponist dargestellt, dessen Wirken seiner Zeit voraus war und der die notwendigen Grundlagen für die Transformation des musikalischen Ausdrucks legte, auch wenn er erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung Anerkennung fand.

Welche Rolle spielte der Rundfunk in der österreichischen Musiklandschaft?

Der Rundfunk, insbesondere Ö3, fungierte als wichtiger Verbreitungskanal für internationale Popmusik, sah sich jedoch oft mit der Kritik konfrontiert, zu wenig einheimische Produktionen zu fördern.

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Details

Title
Musikrichtungen Österreichs im 20. Jahrhundert
College
Middlebury College
Grade
Graduate
Author
Jeremy Krider (Author)
Publication Year
2006
Pages
10
Catalog Number
V153797
ISBN (eBook)
9783668201446
ISBN (Book)
9783668201453
Language
German
Tags
musikrichtungen österreichs jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jeremy Krider (Author), 2006, Musikrichtungen Österreichs im 20. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153797
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