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Von der Bismarck-Rede zum Bismarck-Kult

Titre: Von der Bismarck-Rede zum Bismarck-Kult

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Alumna Christin Oelmann (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - 1848, Empire, Impérialisme
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Otto von Bismarck gilt als der ritterliche Vasall seines Königs, der mit brutaler Gewalt und junkerhafter Selbstherrlichkeit, aber auch mit glasklarem Verstand sein Ziel erreichte und Preußen zum machtvollsten deutschen Staat und Deutschland zur beherrschenden Einheit in Europa machte. Der „Eiserne Kanzler“ Bismarck galt ohne Zweifel einer großen Bevölkerungsmehrheit als die herausragende Symbolfigur des Deutschen Kaiserreiches. In ihm sollte sich die Nation wiedererkennen und durch ihn zu Mut und Hoffnung finden.
Später wurde Bismarck zu einer mythischen Figur stilisiert, was in der Bismarck gewidmeten Denkmalsbewegung, in der Glorifizierung des Altreichskanzlers und dem damit verbundenen einsetzenden Bismarck-Kult stark zum Ausdruck kam. Somit zeigt sich, dass Bismarck auch nach seiner Entlassung durch den jungen Kaiser Wilhelm II. eine der besonderen Schlüsselfiguren der deutschen Politik geblieben ist.
Die enge Beziehung zwischen Thüringen und dem Helden Bismarck, der die Reichsgründung maßgeblich bewirkt hatte, trug nach dem Ausscheiden des Kanzlers aus der Politik und v.a. nach seinem Tode dazu bei, dass Thüringen zu einem Zentrum des Bismarck-Kultes wurde.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll die Frage geklärt werden, wie es denn nun eigentlich zum Bismarck-Kult in Thüringen kam. Worin lagen die Ursachen? Wer waren die Träger des Bismarck-Kultes? Welche Bedeutung hatte die Rede des Altkanzlers, die er 1892 auf dem Marktplatz von Jena hielt, für die einsetzende Bismarck-Verehrung? Und schließlich, wie äußerte sich der Kult um den Mann, der durch „Blut und Eisen“ die Reichseinigung bewirkt hatte?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen des Bismarck-Kultes in Thüringen

3. Der Bismarck-Besuch in Jena

3.1 Wie kam der Besuch zustande?

3.2 Bismarcks Rede auf dem Markte zu Jena am 31. Juli 1892

3.3 Bewertung des Bismarck-Besuches in Jena im Jahre 1892

4. Der Bismarck-Kult

5. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Ausprägung des Bismarck-Kultes in der Region Thüringen während des Deutschen Kaiserreiches. Im Fokus steht dabei die Analyse der Faktoren, die dazu führten, dass sich eine breite Bismarck-Verehrung entwickelte, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Besuch des Altkanzlers in Jena im Jahr 1892 und dessen politischer sowie symbolischer Bedeutung für die lokale Bevölkerung liegt.

  • Historische Hintergründe des thüringischen Bismarck-Kultes
  • Analyse des Jenaer Bismarck-Besuches im Jahr 1892
  • Die Rolle der Bismarck-Rede für die zeitgenössische politische Kritik
  • Die verschiedenen Formen der Bismarck-Verehrung (Denkmäler, Ehrenbürgerschaften, Massenkult)

Auszug aus dem Buch

3.2. Bismarcks Rede auf dem Markte zu Jena am 31. Juli 1892

8000 Personen drängten sich auf dem Jenaer Marktplatz, als Otto von Bismarck am 31. Juli 1892 seine Rede hielt. In den angrenzenden Gassen befanden sich etwa ebenso viele. Und außerdem waren sämtliche Fenster und etliche Dächer der umliegenden Häuser besetzt.

Der von den Bürgern nach Jena eingeladene Bismarck nutzte den dortigen Empfang dazu, sich öffentlich vom neuen Kurs der Reichspolitik zu distanzieren und traf mit seinen Stellungnahmen zur aktuellen Politik exakt die Empfindungen der Zuhörer. Mit der Bismarck-Feier wollte man einerseits Bismarck für die Reichseinigung danken und gleichzeitig Kritik am Wilhelminismus und Bismarcks Nachfolger Caprivi äußern, die eine Neuaufteilung der Welt und einen „Platz an der Sonne“ für Deutschland beanspruchten.

Bismarck begann seine Rede mit einer Art Liebeserklärung an Thüringen. Wörtlich hieß es: „In Thüringen habe ich als Kind zuerst Felsen, Berge und Burgen mit ihren geschichtlichen Erinnerungen kennengelernt, welche ich in unserem nordischen Flachland, Pommern und Brandenburg, noch nicht gesehen hatte. Diese Eindrücke der Kindheit haben in meinen Empfindungen um den Begriff Thüringen einen Nimbus der Romantik gewebt, der getragen wurde namentlich durch die Erinnerung an die Wartburg und ihre Vorzeit, in reiferer Kindheit auch durch die Erinnerung nicht nur an Luther und die Reformation, sondern auch an die Entwicklung unserer Sprache durch die hier zutage geförderte deutsche Bibelübersetzung.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle Bismarcks als Symbolfigur des Deutschen Kaiserreiches und führt in die Fragestellung ein, warum Thüringen nach dem Ausscheiden des Kanzlers aus der Politik zu einem Zentrum der Bismarck-Verehrung wurde.

2. Ursachen des Bismarck-Kultes in Thüringen: Dieses Kapitel erörtert die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe in Thüringen, insbesondere die Zustimmung des Bürgertums zur Einigungspolitik sowie die Enttäuschung über den Kurs unter Kaiser Wilhelm II.

3. Der Bismarck-Besuch in Jena: Dieses Hauptkapitel detailliert die Umstände, den Ablauf und die öffentliche Resonanz auf den Besuch Bismarcks in Jena im Juli 1892 sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit seiner dort gehaltenen Rede.

4. Der Bismarck-Kult: Hier wird die Entstehung und Ausbreitung der Bismarck-Denkmalbewegung sowie die zunehmende Massenverehrung des ehemaligen Reichskanzlers durch materielle und ideelle Formen der Gedenkkultur analysiert.

5. Resümee: Das Resümee bewertet die historische Bedeutung der Bismarck-Verehrung und kommt zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit eines neuerlichen Kults in heutiger Zeit aufgrund der veränderten Einordnung Bismarcks in der Geschichtswissenschaft als äußerst gering einzustufen ist.

Schlüsselwörter

Otto von Bismarck, Bismarck-Kult, Thüringen, Jena, Reichsgründung, Deutsche Einheit, Erinnerungskultur, Bismarck-Denkmäler, Wilhelminismus, politische Verehrung, Reichskanzler, Nationalmythos, Bismarck-Besuch, Bismarck-Rede, Kaiserreich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Ursachen der Bismarck-Verehrung in Thüringen während des späten 19. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die politische Erinnerungskultur, die regionale Verehrung Bismarcks sowie die gesellschaftliche Reaktion auf den Rücktritt des „Eisernen Kanzlers“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie es zum Bismarck-Kult kam, wer dessen Träger waren und welche Bedeutung die Rede des Altkanzlers 1892 in Jena für diesen Prozess hatte.

Welche methodische Vorgehensweise liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung historischer Quellen, Zeitberichte und fachwissenschaftlicher Literatur zur Bismarck-Rezeption im Deutschen Kaiserreich.

Welche Inhalte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Ursachen für den Bismarck-Kult in Thüringen, die detaillierte Schilderung des Jenaer Besuchs sowie die vielfältigen Formen der Denkmals- und Erinnerungskultur.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bismarck-Kult, Reichsgründung, Jena, Erinnerungskultur und Bismarck-Denkmäler geprägt.

Welche Rolle spielte die Rede in Jena für die Bismarck-Verehrung?

Die Rede diente Bismarck als Plattform, um sich öffentlich vom Kurs des Kaisers zu distanzieren, was von der Bevölkerung als legitimierende Kritik aufgenommen wurde und den Kult um seine Person weiter befeuerte.

Wie reagierten die Bürger auf den Besuch Bismarcks im Jahr 1892?

Der Besuch löste eine Welle der Begeisterung aus, die sich in zahlreichen Huldigungsadressen und der späteren Errichtung von Gedenkstätten, wie etwa dem Gedächtnisbrunnen, manifestierte.

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Résumé des informations

Titre
Von der Bismarck-Rede zum Bismarck-Kult
Université
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Cours
Mindermächtige auf dem Weg in Moderne. Thüringen 1848/49 - 1920.
Note
1,3
Auteur
Alumna Christin Oelmann (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
24
N° de catalogue
V153814
ISBN (ebook)
9783640662692
ISBN (Livre)
9783640662753
Langue
allemand
mots-clé
Bismarck Rede Kult Thüringen Jena Denkmal Verehrung Marktplatz "Eiserner Kanzler" Deutsches Kaiserreich 19. Jahrhundert Mythos
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alumna Christin Oelmann (Auteur), 2006, Von der Bismarck-Rede zum Bismarck-Kult, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153814
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Extrait de  24  pages
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