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Kundenorientierung als Qualifikationsanforderung in der dualen Berufsausbildung für kaufmännische Berufe

Titre: Kundenorientierung als Qualifikationsanforderung in der dualen Berufsausbildung für kaufmännische Berufe

Mémoire de Maîtrise , 2005 , 78 Pages , Note: 2,1

Autor:in: M.A. René Tietermann (Auteur)

Pédagogie - Education des adultes
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Vor dem Hintergrund der Themenstellung „Kundenorientierung als Qualifikationsanforderung in der dualen Berufsausbildung für kaufmännische Berufe“ soll in der vorliegenden Magisterarbeit diskutiert werden, inwieweit Kundenorientierung im Dienstleistungsbereich heute ein relevantes Qualifikationskriterium darstellt, ob sie sich in Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen für die Auszubildenden ggf. wiederfindet, wo die Grenzen ihrer curricularen Vermittlung liegen und welche Konsequenzen sich aus den festzustellenden Rahmenbedingungen ableiten lassen.

Im Folgenden wird dazu im zweiten Kapitel im Anschluss an einen einführenden Abschnitt zum „Beruf“ zunächst betrachtet, wie die Anforderungsprofile in der Praxis der Dienstleistungsberufe aussehen. Daraufhin wird im dritten Kapitel dieser Arbeit anhand des Berufsbildes der Speditionskaufleute dargestellt, welche materiellen Veränderungen nach der Neuordnung eines Berufsbildes extrapoliert werden können. Anschließend werden die sich daraus ergebenden Hinweise vor dem Hintergrund der im zweiten Kapitel beschriebenen Anforderungsprofile betrachtet. Das vierte Kapitel stellt im Sinne eines Theorie-Praxis-Bezuges die zweite Hälfte der vorliegenden Arbeit dar. Zum einen fließen hier die Ergebnisse und identifizierten Problembereiche der vorherigen Kapitel ein, zum anderen gelangt die Diskussion anhand der Themen Handlungsorientierung, Schlüsselqualifikationen und Kompetenzentwicklung auf eine etwas generellere und theoretische Ebene, wobei schließlich der Bogen zurück zu den Ausbildungsgrundlagen führt. Das vierte Kapitel wird durch die Aufnahme des Aspektes der Berufsförmigkeit der dualen Ausbildung abgerundet. Das fünfte Kapitel enthält schließlich die Schlussbetrachtung, den Ausblick und eine persönliche Einschätzung der zuvor gewonnenen Ergebnisse und Betrachtungen.

Extrait


Gliederung

1. Einführung in die Fragestellung

2. Die Berufsausbildung – Anforderungen aus Sicht der Praxis

2.1 Zum Beruf

2.2 Anforderungen des Dienstleistungsbereiches

3. Neuordnung der Berufe

3.1 Alte und neue „Ausbildungsordnungen“ und „Rahmenlehrpläne“ am Beispiel des Berufsbildes „Speditionskaufmann/-frau“ in der Gegenüberstellung

3.1.1 Die Ausbildungsordnungen im Vergleich

3.1.2 Die Rahmenlehrpläne im Vergleich

3.2 Gegenüberstellung von Anforderungen der Praxis und Resultaten der Neuordnungen

3.2.1 Schwerpunkte der Kundenorientierung

3.2.2 Schwerpunktbereich „Soziale Kompetenzen“

3.2.3 Vergleich mit der aktuellen Ausbildungsordnung

3.2.3.1 Systemisches und fachübergreifendes Denken

3.2.3.2 Problemlösungskompetenzen

3.2.3.3 Soziale Kompetenzen

3.2.4 Vergleich mit dem aktuellen Rahmenlehrplan

3.2.4.1 Systemisches und fachübergreifendes Denken

3.2.4.2 Problemlösungskompetenzen

3.2.4.3 Soziale Kompetenzen

3.3 Ergebnis der Gegenüberstellungen

4. Diskussion der Ergebnisse und Konsequenzen der beschriebenen Situation

4.1 Interpretationsoffenheit der Ausbildungsgrundlagen

4.2 Kompetenzentwicklung durch Handlungsorientierung

4.3 Zur Berufsförmigkeit des Dualen Systems

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Kundenorientierung im modernen Dienstleistungssektor ein zentrales Qualifikationskriterium darstellt und wie dieses in den curricularen Grundlagen des dualen Ausbildungssystems für kaufmännische Berufe verankert ist. Anhand der Neuordnung des Berufsbildes „Speditionskaufmann/-frau“ zum „Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung“ wird analysiert, ob die aktuellen Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne den Anforderungen der betrieblichen Praxis gerecht werden.

  • Bedeutung der Kundenorientierung in Dienstleistungsberufen
  • Analyse von Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen
  • Vergleich von Praxisanforderungen mit curricularen Inhalten
  • Rolle von Handlungsorientierung und Schlüsselqualifikationen
  • Problematik der Interpretationsoffenheit in Ausbildungsvorgaben

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Schwerpunkte der Kundenorientierung

Was unter dem Begriff „Kundenorientierung“ konkret zu verstehen ist, lässt sich nicht ohne Weiteres genau und abschließend definieren. Bis heute bereitet das konkrete Verständnis dieses Begriffes Schwierigkeiten. „Hier ist ein breites Spektrum an Begriffsinterpretationen vorhanden, die häufig eher intuitiv als wissenschaftlich abgeleitet werden und darüber hinaus nur selten zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Eine solche Begriffsunklarheit muss als zentrales Hindernis gesehen werden, um eine Theorie der Kundenorientierung als Ausgangspunkt zur Ableitung konkreter kundenorientierter Maßnahmen auf Mitarbeiterebene entwickeln zu können. Neben der begrifflichen Uneinheitlichkeit ist von Bedeutung, dass die Suche nach Komponenten und relevanten Determinanten einer Kundenorientierung von Mitarbeitern in der wissenschaftlichen Literatur bisher erst sporadisch erfolgt ist und ein ganzheitliches, integratives Verständnis nicht vorliegt“ (Thurau 2002, S. 3).

An dieser Stelle muss ggf. auf empirische Untersuchungen zurückgegriffen werden, die u.a. zeigen, „dass Kunden sogenannte „soft-factors“ als wesentliche Verhaltenseigenschaften bei kundenorientierten Mitarbeitern erwarten, sodass dieser „weichen“ Mitarbeiterqualifikation sowohl seitens der Theorie als auch der Praxis ein maßgeblicher Anteil am positiven mitarbeiterseitigen Wirken zugesprochen wird“ (Thurau 2002, S. 83).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Fragestellung: Das Kapitel führt in die Themenstellung ein und erläutert die Zielsetzung, die Relevanz der Kundenorientierung sowie den Aufbau der Magisterarbeit.

2. Die Berufsausbildung – Anforderungen aus Sicht der Praxis: Hier werden der Wandel im Dienstleistungssektor und die daraus resultierenden neuen Anforderungen an Qualifikationsprofile in der Praxis beleuchtet.

3. Neuordnung der Berufe: Dieses Kapitel analysiert anhand des Beispiels der Speditionskaufleute, wie sich die Neugestaltung von Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen auf die Vermittlung von Kundenorientierung auswirkt.

4. Diskussion der Ergebnisse und Konsequenzen der beschriebenen Situation: Der Abschnitt diskutiert die Befunde im Hinblick auf das duale System und beleuchtet Themen wie Interpretationsoffenheit, Handlungsorientierung und Berufsförmigkeit.

5. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Kundenorientierung in die duale Berufsausbildung.

Schlüsselwörter

Kundenorientierung, duale Berufsausbildung, Speditionskaufleute, Qualifikationsanforderungen, Ausbildungsordnung, Rahmenlehrplan, Handlungsorientierung, Sozialkompetenzen, Schlüsselqualifikationen, Dienstleistungssektor, Berufsbildung, Kompetenzentwicklung, Interpretationsoffenheit, Wissensgesellschaft, Beruflichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Bedeutung Kundenorientierung als Qualifikationsmerkmal in kaufmännischen Dienstleistungsberufen hat und wie dieses in den offiziellen Ausbildungsregelungen des dualen Systems verankert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernbereichen gehören das Anforderungsprofil der Praxis, die curriculare Gestaltung durch Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne sowie die Debatte um Handlungsorientierung und Schlüsselqualifikationen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die offiziellen Vorgaben der Berufsausbildung den steigenden Anforderungen an kundenorientiertes Handeln in der Praxis tatsächlich entsprechen oder ob hier Defizite bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Gegenüberstellung von Anforderungen der Praxis (basierend auf Studien) und den Inhalten aktueller Ausbildungsvorgaben im dualen System.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Anforderungen der Praxis, eine detaillierte Gegenüberstellung von Ausbildungsordnungen sowie eine berufspädagogische Diskussion über die Grenzen des dualen Systems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Kundenorientierung, duale Berufsausbildung, Handlungsorientierung, Sozialkompetenzen, Ausbildungsordnung, Rahmenlehrplan und Kompetenzentwicklung.

Warum ist das Berufsbild der Speditionskaufleute als Beispiel gewählt worden?

Es dient als exemplarischer Fall für eine Neuordnung (im Jahr 2004), an dem sich besonders gut aufzeigen lässt, wie "offizielle" Anpassungen mit den tatsächlichen Anforderungen an Kundenorientierung korrespondieren.

Welche Rolle spielt die Interpretationsoffenheit in diesem Dokument?

Der Autor identifiziert eine "Interpretationsoffenheit" in den Ausbildungsgrundlagen, die einerseits Flexibilität ermöglicht, andererseits aber dazu führt, dass wichtige weiche Faktoren wie Kundenorientierung in der Praxis oft vernachlässigt werden.

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Résumé des informations

Titre
Kundenorientierung als Qualifikationsanforderung in der dualen Berufsausbildung für kaufmännische Berufe
Université
University of Hagen
Note
2,1
Auteur
M.A. René Tietermann (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
78
N° de catalogue
V154056
ISBN (ebook)
9783640665631
ISBN (Livre)
9783640666966
Langue
allemand
mots-clé
Kundenorientierung Qualifikationsanforderung Berufsausbildung Berufe
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. René Tietermann (Auteur), 2005, Kundenorientierung als Qualifikationsanforderung in der dualen Berufsausbildung für kaufmännische Berufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154056
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Extrait de  78  pages
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