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Unfallverhütung bei Aussetzvorrichtungen und Rettungsbooten

Title: Unfallverhütung bei Aussetzvorrichtungen und Rettungsbooten

Diploma Thesis , 2010 , 128 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Diplom-Wirtschaftsingenieur für Seeverkehr Oliver Hank (Author)

Nautical Science
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Summary Excerpt Details

Hintergrund der vorliegenden Diplomarbeit ist die hohe Anzahl von Rettungsbootsunfällen während der Übungen in den vergangenen Jahren. Statistiken zeigen eindeutig, dass es vor allem vollständig geschlossene, seitlich aussetzbare Rettungsboote sind, die an Vorfällen beteiligt waren. Aus diesem Grund werden Aussetzvorrichtung und Rettungsboot in ihrem Aufbau und ihrer Funktionsweise im Hinblick auf die Schwachstellen näher erklärt. Unter Zuhilfenahme von Untersuchungen und eines aktuellen Beispiels werden verschiedene Unfallursachen erläutert.
Grundlegendes Problem ist die Konstruktion des Heißhakens und das Auslöseprinzip. Last, die auf die Heißhaken wirkt, wird an Bauteile weitergeleitet, die nicht dafür ausgelegt sind. Dies hat Fehlfunktionen bis hin zum Unfall zur Folge. Unzureichende War-tung und Instandhaltung, basierend auf einer mangelhaften Ausbildung, bilden die zweite Hauptunfallursache. Basierend auf diesen Gründen werden Maßnahmen zur Unfallverhütung beschrieben.
Ziel ist es, Wartung und Instandhaltung mit Hilfe von entsprechenden Richtlinien zu standardisieren. Arbeiten sollen ausschließlich von zertifizierten Fachkräften mit Hilfe von detaillierten Handbüchern des Herstellers durchgeführt werden. Diese Unterlagen sollten sich ständig auf dem Schiff befinden und dienen unter anderem auch der gründlichen Vorbereitung der Übungen durch den Offizier. Die Reederei hat eine Übung mit ihren Mitteln zu unterstützen und im Rahmen des Sicherheitsmanagement-Systems genaue Anweisungen zur Durchführung einer Rettungsbootsübung zu machen.
Heißhaken die über keine ausreichend hohe innewohnende Sicherungsstabilität verfügen, sollen mit Absturzsicherungen versehen werden, bis der Haken ersetzt werden kann. Zukünftig werden neue Modelle von Heißhaken auf den Markt kommen, die höheren Sicherheitsstandards genügen. Hersteller werden verpflichtet ihre Produkte nachzurüsten oder auszutauschen, wenn diese unsicher sind. Die Fehler- Möglichkeits- und Einflussanalyse bietet hier einen Ansatz zur Evaluierung der verschiedenen Typen. Die Ergebnisse der Beurteilungen sollen in eine internationale Datenbank eingespeist werden. Dies ist ein erster Schritt zu mehr Transparenz und Standardisierung des Auslösesystems. Einen Ausblick, wie ein Heißhaken zukünftig funktionieren kann, bietet das „Triple 5“ Modell. Dieser zeichnet sich durch eine hohe Sicherungsstabilität und Zuverlässigkeit aus.

Excerpt


Struktur der Arbeit

1 Einleitung

2 Rechtliche Vorschriften

2.1 Grundsätze

2.1.1 Verfahren zur Gesetzgebung

2.1.2 Nationale Implementierung

2.1.3 Einhaltung internationaler Vorschriften

2.2 Anforderungen für geschlossene Rettungsboote

2.3 Anforderungen für Aussetz- und Einholvorrichtungen

3 Aussetzvorrichtungen

3.1 Davitanlagen

3.2 Drehpunktdavit

3.2.1 Bedienung eines Drehpunktdavits

3.2.2 Winde und Einwegkupplung

3.2.3 Entlastungsstander

3.2.4 Wiederaufnahmestander

3.3 Rollbahndavit

3.4 Inspektion der Davitanlage

3.4.1 Wöchentlich Inspektion

3.4.2 Monatlich Inspektion

3.4.3 Prüfung der Aussetzvorrichtung

3.4.4 Eingehende Überprüfung einer Davitanlage

4 Geschlossene Rettungsboote

4.1 Aufbau

4.1.1 Die Auslöseeinheit

4.1.2 Der Heißhaken

4.1.3 Die zwei Auslöseverfahren

4.1.3.1 „Off-Load-Release“ Verfahren

4.1.3.2 „On-Load-Release“ Verfahren

4.2 Übung zum Verlassen des Schiffes

4.2.1 Vorbereitung

4.2.2 Durchführung

4.3 Inspektion des geschlossenen Rettungsbootes

4.3.1 Wöchentliche Inspektion

4.3.2 Monatliche Inspektion

4.3.3 Eingehende Überprüfung des Rettungsbootes

4.3.4 Prüfung der Auslösevorrichtung

5 Rettungsbootsunfälle und Unfallursachen

5.1 Allgemein

5.2 Beispiele für Rettungsbootsunfälle

5.3 MT „Oliver Jacob“

5.3.1 Zusammenfassung des Unfallhergangs

5.3.2 Unfallursachen

5.3.2.1 Menschliches Versagen

5.3.2.2 Technische Ursachen

5.3.2.3 Wartung und Zertifizierung

6 Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit

6.1 Standardisierte Wartung und Instandhaltung

6.2 Ausbildung der Fachkräfte

6.3 Sicherheit während der Übung

6.4 Verbesserung der Handbücher

6.5 Einführung von Absturzsicherungen

6.6 Geplante Regulierungen

6.7 Fehler- Möglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA)

6.8 Technische Veränderungen

6.8.1 Safelaunch Release Hook

6.8.2 Triple 5 Heißhaken

6.8.2.1 Umsetzung

6.8.2.2 Vorteile

7 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die hohe Anzahl von Rettungsbootsunfällen bei Übungen und definiert auf Basis internationaler Vorschriften sowie praktischer Analysen geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Ein zentrales Ziel ist es, technische Schwachstellen der Auslösesysteme aufzuzeigen und Lösungsansätze für eine Standardisierung und erhöhte Zuverlässigkeit zu entwickeln.

  • Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und Sicherheitsanforderungen (SOLAS, LSA-Code)
  • Untersuchung des Aufbaus und der Funktionsweise von Aussetzvorrichtungen und Rettungsbooten
  • Eingehende Fehleranalyse anhand eines realen Unfallbeispiels (MT „Oliver Jacob“)
  • Evaluierung präventiver Maßnahmen wie verbesserte Handbücher, Ausbildung und technischer Optimierungen
  • Vorstellung innovativer Heißhaken-Technologien und der Anwendung der FMEA-Methode

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Der Heißhaken

Ein Haken ist vorn und achtern am Rettungsboot angebracht. Beide sind von ihrem Aufbau her gleich konstruiert. Jeder Heißhaken hat die Besonderheit, dass sich die Öffnung nach oben dreht wenn der Haken unter Last steht, sofern er nicht gesichert wurde. Dies lässt sich durch den Drehpunkt erklären, der versetzt zum Lastpunkt des Heißhakens liegt.

Der sichtbare Teil eines Heißhakens besteht aus dem Haken selbst, zwei Grundplatten, einem Rückstellhebel (engl.: reset lever, cam lever), auch Nullstellungshebel genannt, und einer „Bolzenanzeige“ bzw. „Nullstellungsanzeige“. Der nicht sichtbare Teil besteht aus den bis zum Kiel verlaufenden Grundplatten. Zwischen diesen beiden verläuft der sich verjüngende Heißhaken, bis er senkrecht auf die Heißhakenhalterung bzw. auch Sperrklinke (engl.: hook retainer) genannt, trifft. Die Halterung, durch einen Auslösebolzen gesichert, soll verhindern, dass sich der Haken unter Last selbständig öffnet. Der Auslösebolzen (engl.: cam lever pin) kann über den Bowdenzug bzw. auch durch einen Rückstellhebel außen am Heißhaken bedient werden. Die Bolzenanzeige weist darauf hin, ob sich der Heißhaken im gesicherten Zustand befindet oder nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den Hintergrund der hohen Rettungsbootsunfallzahlen und setzt das Ziel der Arbeit, Unfallursachen zu identifizieren und Sicherheitsmaßnahmen aufzuzeigen.

2 Rechtliche Vorschriften: Erläutert internationale und nationale Regelwerke wie SOLAS und LSA-Code, die als Grundlage für die Sicherheit von Rettungsmitteln dienen.

3 Aussetzvorrichtungen: Analysiert den technischen Aufbau und die Bedienung verschiedener Davitsysteme sowie die notwendigen Inspektions- und Wartungsroutinen.

4 Geschlossene Rettungsboote: Beschreibt den Aufbau der Auslösesysteme und Heißhaken sowie die Verfahren zur Durchführung sicherer Rettungsbootsübungen.

5 Rettungsbootsunfälle und Unfallursachen: Untersucht anhand von Statistiken und einer Fallstudie (MT „Oliver Jacob“) die Ursachen von Unfällen und identifiziert technische sowie menschliche Faktoren.

6 Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit: Diskutiert Ansätze wie verbesserte Wartung, Ausbildung, Handbücher, Absturzsicherungen und den Einsatz innovativer Heißhaken zur Reduzierung von Gefahren.

7 Zusammenfassung: Fasst die Erkenntnisse über die Ursachen der Unfälle zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit internationaler Standards und technischer Neuerungen.

Schlüsselwörter

Rettungsboot, Heißhaken, Aussetzvorrichtung, SOLAS, Unfallverhütung, Wartung, Auslösesystem, FMEA, Sicherheit, Davitanlage, Seeschifffahrt, Absturzsicherung, Besatzung, Risikomanagement, Zertifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Unfallursachen bei Rettungsbootübungen und der Entwicklung von Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von Aussetzvorrichtungen und Heißhaken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen rechtliche Vorgaben, technische Konstruktion von Davits und Rettungsbooten, Unfallursachenforschung und Methoden zur Sicherheitsverbesserung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die häufigen Fehlfunktionen bei Rettungsbootsmanövern durch eine tiefgehende Analyse der technischen und menschlichen Faktoren zu verstehen und Standardisierungen zur Unfallverhütung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?

Es wurde eine Kombination aus Literaturanalyse rechtlicher Vorschriften, technischer Begutachtung der Konstruktionen und einer detaillierten Unfallfallstudie (MT „Oliver Jacob“) angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert den technischen Aufbau von Davitanlagen und Heißhaken, deren Wartungsanforderungen sowie eine Fehleranalyse, die unter anderem FMEA-Ansätze einschließt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Heißhaken-Sicherheit, SOLAS-Konformität, Unfallursachenforschung, Risikominimierung und technische Instandhaltung von Rettungsmitteln.

Was ist das zentrale Problem bei herkömmlichen Heißhaken?

Das Hauptproblem ist eine fehlende innewohnende Sicherungsstabilität, bei der ein versetzter Drehpunkt zum Lastpunkt dazu führen kann, dass der Haken unter Last bei einem Defekt des Sicherungsbolzens ungewollt auslöst.

Warum ist die Fallstudie der MT „Oliver Jacob“ so relevant?

Die Fallstudie dient als exemplarisches Beispiel, das aufzeigt, wie eine Verkettung von mangelnder Ausbildung, fehlerhafter Wartung und unzureichenden Handbüchern zu einem tödlichen Unfall führen kann.

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Details

Title
Unfallverhütung bei Aussetzvorrichtungen und Rettungsbooten
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,1
Author
Diplom-Wirtschaftsingenieur für Seeverkehr Oliver Hank (Author)
Publication Year
2010
Pages
128
Catalog Number
V154105
ISBN (eBook)
9783640666065
ISBN (Book)
9783640666195
Language
German
Tags
Davit Davitanlagen Heißhaken Hydrostatiksicherung Entlastungsstander Wiederaufnahmestander Absturzsicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Wirtschaftsingenieur für Seeverkehr Oliver Hank (Author), 2010, Unfallverhütung bei Aussetzvorrichtungen und Rettungsbooten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154105
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