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Wissenserwerb und Wissenstransfer in der Umwelttechnologie aus der Sicht der WissensarbeiterInnen

Die Bedeutung von kollaborativen Strukturen und Werkzeugen

Title: Wissenserwerb und Wissenstransfer in der Umwelttechnologie aus der Sicht der WissensarbeiterInnen

Diploma Thesis , 2009 , 86 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Walter Geiger (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, wie WissensarbeiterInnen in KMU des Umwelttechnologiebereichs neues Wissen erwerben. Wesentliche Aspekte sind dabei die Zusammenarbeit in Netzwerken und die Unterstützung dieser Zusammenarbeit durch kollaborative Internetanwendungen (Stichwort: Web 2.0).

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt darin zu erheben, inwieweit unternehmens- und personenbezogenen Faktoren wie Firmengröße, Umsatz, Anteil der WissensarbeiterInnen, Alter, Ausbildung, Zeit im Betrieb sowie Berufs- und IT-Erfahrung der Mitarbeiter die Art des Wissenserwerbs beeinflussen.
Diese Analysen ergaben folgende, statistisch abgesicherte Ergebnisse:

Alter, Zeit im Betrieb und Berufserfahrung haben keinen Einfluss auf die Art des Wissenserwerbs

Unabhängig von der Art des Wissens werden vor allem von jüngeren MitarbeiterInnen beide Strategien verwendet, was bei dieser Gruppe zu einer höheren Wissenserwerbsintensität führt.

Persönliche Netzwerke sind für den Wissenserwerb nicht wichtiger als institutionelle. Entscheidend dafür ist die hohe Bewertung unternehmensinterner Wissenserwerbsquellen gegenüber externen und werden daher bevorzugt verwendet.

Kollaborative Internetanwendungen, vor allem soziale Netzwerke, werden nur wenig genutzt. Diese geringe Nutzung ist allerdings weder vom Alter noch von der IT-Erfahrung abhängig. Programme, die am firmeneigenen Server laufen (Foren, Wikis) werden häufiger genutzt als webbasierte Anwendungen.

Mangel an finanziellen Mitteln hemmen den Wissenserwerb, mitarbeiternahe Strukturen fördern ihn. Die Rolle von Firmenleitung und Firmenphilosophie wird als positiv für den Wissenserwerb angesehen, mangelhafte oder nicht vorhandene IT-Infrastruktur wird als hemmend empfunden.

Zustimmung fand, dass der Wissenserwerb immer stärker von Zusammenarbeit und Wissensteilung geprägt sein wird. Den Web 2.0 Anwendungen wird dabei aber keine entscheidende Rolle beigemessen.
Wichtigstes Anliegen der Befragten war, IT-Lösungen zu entwickeln (Suchmaschinen; Dokumentenmanagement), die ihnen helfen die Informationsflut zu bewältigen.

Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, wie notwendig es ist, Wissenserwerb sowohl auf personaler als auch unternehmerischer Ebene als Prozess zu begreifen. Die in der Literatur oft genannte große Bedeutung von externem Wissenserwerb besonders für KMU wird in dieser Arbeit zumindest auf der Ebene der einzelnen WissensarbeiterInnen nicht sichtbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 AUSGANGSLAGE

1.2 FRAGESTELLUNG

1.3 ZIELE

1.4 AUFBAU DER ARBEIT

2 THE STATE OF THE ART

2.1 WISSENSERWERB ALS BESTANDTEIL VON WISSENSMANAGEMENT-KONZEPTEN

2.2 WISSENSERWERB UND WISSENSARBEITERINNEN

2.3 KOLLABORATIVER WISSENSERWERB

2.3.1 Kollaboration zwischen Organisationen

2.3.2 Kollaboration zwischen WissensarbeiterInnen

2.4 WISSENSERWERB IN KMU

2.5 KOOPERATION ALS WISSENSERWERBSTRATEGIE FÜR KMU

2.6 WEB 2.0 UND KOLLABORATIVER WISSENSERWERB – CHANCEN UND MÖGLICHKEITEN FÜR KMU

2.7 ZUSAMMENFASSUNG

3 EMPIRISCHER TEIL

3.1 WIFO-STUDIE ÜBER UMWELTTECHNOLOGIEBEREICH

3.2 METHODIK

3.2.1 Halbstandardisierte Leitfadeninterviews mit WissensarbeiterInnen

3.2.2 ExpertInneninterviews

3.2.3 Quantitative Umfrage mittels Online-Fragebogen

3.2.4 Statistische Auswertungsverfahren

3.3 ERGEBNISSE DER INTERVIEWS

3.3.1 ExpertInneninterview I

3.3.2 ExpertInneninterview II

3.3.3 Gruppeninterview mit WissensarbeiterInnen

3.3.4 Hypothesen

3.4 ERGEBNISSE DER ONLINE-BEFRAGUNG

3.4.1 Die TeilnehmerInnen

3.4.2 Die Unternehmen

3.4.3 Die Analyse

3.4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse

3.4.5 Diskussion der Ergebnisse, Einschränkungen der Studie und offene Fragen

4 ANWENDUNG UND NUTZEN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie WissensarbeiterInnen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Umwelttechnologiebereichs neues Wissen erwerben, wobei der Fokus auf dem Zusammenspiel von kollaborativen Strukturen, Netzwerken und dem Einsatz moderner Web 2.0-Technologien liegt.

  • Prozesse des Wissenserwerbs aus Sicht der MitarbeiterInnen in KMU.
  • Bedeutung von persönlichen Netzwerken und institutioneller Kooperation.
  • Einsatz und Akzeptanz von kollaborativen Web 2.0-Tools im beruflichen Kontext.
  • Identifikation fördernder und hemmender Faktoren für effizienten Wissenserwerb.
  • Analyse der Rolle von unternehmensinternen und personenbezogenen Variablen.

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Kollaboration zwischen WissensarbeiterInnen

Während in den oben beschriebenen "institutionalisierten" Formen der Zusammenarbeit die WissensarbeiterInnen als handelnde Akteure in gegenseitigen Schulungs- und Ausbildungsprozessen, organisierten sozialen Aktivitäten oder im Zuge von Personalaustausch den Wissenserwerb vorantreiben, sind sie in persönlichen sozialen Netzwerke vor allem beim Erwerb von implizitem Wissen (Cavusgil, Calantone & Zhao, 2003) und in solchen Unternehmen, die ihr Wissensmanagement auf Personalisierung im Sinne von Hansen, Nohria & Thierney (1999) aufgebaut haben, von zentraler Bedeutung.

Sowohl intern als auch extern erfolgt Wissenserwerb auf der Ebene der einzelnen WissensarbeiterInnen hauptsächlich über solche persönlichen Netzwerke (Fehéregyházy, 2004). Und dies auch dann, wenn das zu erwerbende Wissen leicht lehrbar ist oder wenn auf kodifiziertes Datenmaterial, z.B. in Form eines Knowledge Management Systems, zurückgegriffen hätte werden können (Brown, Dennis & Gant, 2006).

Dies gilt insbesondere für WissensarbeiterInnen im F & E-Bereich, wo ein hoher Anteil an implizitem Wissen extern erworben wird (Liu & Liu, 2008). Die Autoren erklären ihre Ergebnisse damit, dass im F & E-Bereich vor allem neues, kontroversielles Wissen von außen gefordert ist und dass dieses vor allem in impliziter Form vorliegt.

Ein wichtiger Aspekt ist, nicht nur neues Wissen zu erwerben, sondern auch ins Unternehmen zu transferieren. Auch dabei spielen persönliche Netzwerke zwischen den WissensarbeiterInnen eine entscheidende Rolle. Ähnlich wie beim Wissenstransfer und –erwerb zwischen Unternehmen gibt es auch hier eine Reihe von Faktoren, die diesen Prozess beeinflussen. Disterer (2001) führt eine Reihe von individuellen und im sozialen Kontext begründete Ursachen an, warum Wissen nicht oder nur zögerlich transferiert wird. Zu den Ersteren zählen Ängste vor Machtverlust, die Ablehnung von externem Wissen (Not-invented-here-Syndrom), Unsicherheit vor allem jüngerer MitarbeiterInnen und mangelnde Motivation durch den zusätzlichen Aufwand und die mangelnde Reziprozität. Zu den sozial begründeten Faktoren zählt er das Fehlen einer gemeinsamen Sprache (auch im übertragenen Sinn), die Tendenz zur Konfliktvermeidung sowie Konflikte, die aus Unterschieden zwischen individueller Anschauung und unternehmenseigenen Paradigmen entstehen (Disterer, 2001).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Das Kapitel beschreibt die Ausgangslage, die zentrale Fragestellung zur Art des Wissenserwerbs in KMU sowie die Ziele und den Aufbau der Arbeit.

2 THE STATE OF THE ART: Hier werden theoretische Grundlagen des Wissenserwerbs, die Rolle von WissensarbeiterInnen sowie die Chancen von Kooperationen und Web 2.0-Technologien in KMU dargelegt.

3 EMPIRISCHER TEIL: Dieses Kapitel erläutert die Methodik der Untersuchung und präsentiert die Ergebnisse der durchgeführten Experten- und Gruppeninterviews sowie der quantitativen Online-Befragung.

4 ANWENDUNG UND NUTZEN: Das letzte Kapitel diskutiert die praktische Relevanz der Ergebnisse für Unternehmen und gibt Anstöße für die Gestaltung effizienter Wissenserwerbsprozesse.

Schlüsselwörter

Wissenserwerb, KMU, kooperative Netzwerke, Web 2.0, implizites Wissen, explizites Wissen, Wissensmanagement, Innovationsfähigkeit, WissensarbeiterInnen, Kollaboration, Wissenstransfer, Absorptionskapazität, Unternehmensführung, Online-Umfrage, empirische Studie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie WissensarbeiterInnen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Umwelttechnologiebereichs neues Wissen erwerben und welche Rolle dabei Netzwerke sowie moderne digitale Werkzeuge spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf dem individuellen versus kollaborativen Wissenserwerb, dem Einfluss von Unternehmensstrukturen und der Nutzung von Web 2.0-Technologien zur Unterstützung dieser Prozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Beschreibung des Wissenserwerbsprozesses aus Sicht der WissensarbeiterInnen und die Überprüfung, inwieweit kollaborative Ansätze und Technologien den Wissenserwerb in KMU tatsächlich unterstützen oder behindern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor wählt einen Methodenmix bestehend aus einer Literaturanalyse, zwei Experteninterviews, einem qualitativen Gruppeninterview sowie einer quantitativen Online-Umfrage bei 150 KMU.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im theoretischen Teil werden existierende Managementkonzepte und die Rolle von Netzwerken erläutert, während der empirische Teil die gesammelten Daten analysiert und die Hypothesen zur Arbeitsweise der WissensarbeiterInnen überprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Wissenserwerb, KMU, kooperative Netzwerke, Web 2.0-Tools sowie implizites und explizites Wissen präzise beschreiben.

Welche Rolle spielen Web 2.0-Anwendungen laut den Ergebnissen für KMU?

Überraschenderweise ist die Nutzung von Web 2.0-Tools in der Praxis derzeit noch sehr gering; die Befragten sehen in ihnen bisher keine entscheidende Rolle für ihren Wissenserwerb.

Was ist für WissensarbeiterInnen laut der Studie bei der Arbeit am wichtigsten?

Der unternehmensinterne Wissensaustausch mit KollegInnen wird als mit Abstand wichtigste Quelle für den Wissenserwerb eingestuft.

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Details

Title
Wissenserwerb und Wissenstransfer in der Umwelttechnologie aus der Sicht der WissensarbeiterInnen
Subtitle
Die Bedeutung von kollaborativen Strukturen und Werkzeugen
College
University resin university for applied sciences  (Informationstechnologie und Informationsmanagement)
Course
Angewandtes Wissensmanagement
Grade
sehr gut
Author
Walter Geiger (Author)
Publication Year
2009
Pages
86
Catalog Number
V154176
ISBN (eBook)
9783640669875
ISBN (Book)
9783640669622
Language
German
Tags
Wissenserwerb KMU kooperative Netzwerke Web 2.0 implizites und explizites Wissen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Walter Geiger (Author), 2009, Wissenserwerb und Wissenstransfer in der Umwelttechnologie aus der Sicht der WissensarbeiterInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154176
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