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Bildgestützte Textanalyse - Grafische Visualisierungsstrategien als Instrumente zur Erschließung literarischer Texte

Am Beispiel des Jugendromans „Hüter der Erinnerung“ von Lois Lowry in der Jahrgangsstufe 7

Título: Bildgestützte Textanalyse - Grafische Visualisierungsstrategien als Instrumente zur Erschließung literarischer Texte

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2009 , 76 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lars Zumbansen (Autor)

Didáctica - Filología alemana
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Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein didaktisch-methodisch funktionales Konzept für den Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 7 zu entwickeln, das unter Anwendung grafischer Visualisierungsstrategien ein vertiefendes Verstehen literarischer Texte befördern soll.
Das Innovationspotential dieses Projektes liegt dabei zum einen in der konsequenten Verschaltung zeitgemäßer text- und bildtheoretischer Forschungsprämissen sowie deren Überführung in ein modulartig gestaffeltes Anwendungskonzept für die Schule, das sich punktuell und flexibel an unterschiedliche Unterrichtssituationen und Sequenzen in entsprechenden themenbezogenen Reihen adaptieren lässt.
Im Anschluss (Kap. 2) wird, ausgehend von der eigenen schulischen Erfahrungspraxis, der bereits im Titel grundgelegte Begriff des „Textverstehens“ expliziert und auf die für diese Arbeit relevanten Erkenntnisdimensionen zugeschnitten.
Das dritte Kapitel dient sodann dem Zweck, die spezifische Qualität bildhafter Darstellungsverfahren sowohl aus semiotischer als auch kognitionspsychologischer Forschungsperspektive zu beleuchten, um darauf aufbauend bestehende (fach-)didaktische Ansätze, die sich dieser Verfahren bedienen, zu skizzieren.
Vor dem Hintergrund einer kritischen Erörterung bisheriger Konzeptansätze wird daraufhin die eigene Konzeptidee ausgebreitet (Kap. 4) - spezifiziert für die gewählte Jahrgangstufe sowie den ausgesuchten Text - und in realisierbare Praxismodule überführt.
Unter Rückgriff auf die Ergebnisse einer eigenen Projektdurchführung (Anhang) soll weiterhin eine Evaluation der eingesetzten Visualisierungsstrategien erfolgen (Kap. 5), die abschließend einmündet in ein zusammenfassendes Resümee des vorgelegten Konzeptes und endet mit einem Ausblick auf weiterführende Forschungs- und Entwicklungsperspektiven in Hinblick auf die schulische bzw. fachunterrichtliche Implementierung grafischer Visualisierungsstrategien zur Förderung literarischen Textverstehens (Kap. 6).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Revision des „Textverstehens“: Von der syntagmatischen Weltrepräsentation zur paradigmatischen Weltmodellierung

3. Bildgestützte Texterschließung

3.1. Semiotische Grundlagen: Text und Bild als unterschiedliche Zeichensysteme

3.2. Kognitionspsychologische Grundlagen: Propositionale und bildhaft analoge Repräsentationsformate

3.3. (Fach-)Didaktisch begründete Visualisierungsverfahren

4. Die Konzeptentwicklung

4.1. Probleme und Grenzen bisheriger Konzeptansätze

4.2. Ein grafisches Visualisierungskonzept zur makrostrukturellen Modellierung literarischer „Welten“

4.3. Auswahl von Text und Jahrgangsstufe

4.4. Die Konzeptmodule

4.4.1. Modul I: Rekonstruktion – Explikation der sujetlosen Grundordnung

4.4.2. Modul II: Integration – Explikation von Konfliktpotentialen

4.4.3. Modul III: Neukonstruktion – Explikation von sujethaften Grenzüberschreitungen

5. Die Konzeptevaluation

6. Zusammenfassung und Ausblick

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit entwickelt ein didaktisch-methodisches Konzept für den Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 7, das durch grafische Visualisierungsstrategien ein vertiefendes Textverstehen fördert. Ziel ist es, literarische Texte nicht nur als lineare Handlungsabfolgen, sondern als komplexe, paradigmatisch strukturierte Weltentwürfe begreifbar zu machen.

  • Struktural-semiotische Textanalyse nach Jurij M. Lotman
  • Kognitionspsychologische Aspekte der bildhaften Informationsverarbeitung
  • Entwicklung modularer Visualisierungsstrategien für den Unterricht
  • Erprobung und Evaluation an Lois Lowrys Jugendroman „Hüter der Erinnerung“
  • Reflexion des Erkenntnisprozesses durch schülerzentrierte grafische Modellierung

Auszug aus dem Buch

3.1. Semiotische Grundlagen: Text und Bild als unterschiedliche Zeichensysteme

Bevor im Folgenden die Funktionalität von Visualisierungsstrategien für das literarische Textverstehen erörtert werden kann, bedarf es vorab einer kurzen grundsätzlichen Klärung der Differenzen sprachlicher und bildhafter Kodierungsverfahren. Erst vor diesem Hintergrund lässt sich überhaupt der vielfach postulierte „Mehrwert“ bildlicher Repräsentationssysteme ermessen.

Der hier zugrunde gelegte zeichentheoretische Definitionsansatz unterstellt dabei „Bildern“ und „Texten“ jeweils einen kommunikativen Verwendungszweck. Bilder werden an dieser Stelle insofern als Äußerungen begriffen, die „etwas im logisch-mathematischen Sinne ‚abbilden’ und/oder […] im semiotischen Sinne zu ‚bedeuten’ scheinen“. Bildhafte Äußerungen bestehen dabei aus einer durch einen Rahmen begrenzten Menge visuell wahrnehmbarer Elemente, die in ihrer räumlichen Anordnung invariant und simultan gegeben sind. Demgegenüber konstituiert sich jede Textäußerung aus einer begrenzten Menge (natürlich-)sprachlicher Zeichen, deren „Reihenfolge korrekter Wahrnehmung“ festgelegt ist und die sich daher unabhängig vom Medienkontext stets linear sukzessiv entfalten.

Weitere strukturbedingte Unterschiede ergeben sich durch die „Zeichensysteme“, derer sich Bilder und Texte jeweils bedienen. Im Gegensatz zum System der (natürlichen) Sprache, welches aus diskreten Einheiten (Signifikanten) besteht, die lexikalisierbar sind und denen somit qua kodifizierter Vereinbarung eine begrenzte Menge möglicher Signifikate (Denotate, Konnotate) zugeordnet werden können, fehlen in Abbildungen gemeinhin diese a priori gegebenen primären Signifikanten. Mit Bezug auf einen semiotischen Theorierahmen lassen sich in Bildern zunächst einmal nicht-diskrete visuelle Einheiten ausmachen, d.h. eine bestimmte Distribution von Farben, Linien, Formen und Helligkeitsunterschieden, die lediglich potentielle Zeichenparameter darstellen und „erst durch Projektion hypothetisch angenommener Signifikate auf das Bild als eine Menge diskreter Signifikanten strukturiert [werden]“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Ziel ein, ein didaktisch-methodisches Konzept für den Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 7 zu entwickeln, das durch grafische Visualisierungsstrategien ein vertiefendes Textverstehen anstrebt.

2. Zur Revision des „Textverstehens“: Von der syntagmatischen Weltrepräsentation zur paradigmatischen Weltmodellierung: Dieses Kapitel kritisiert das rein lineare Textverständnis und plädiert für ein modellbildendes Verfahren, das den Text als strukturales System begreift.

3. Bildgestützte Texterschließung: Hier werden die semiotischen und kognitionspsychologischen Grundlagen bildhafter Repräsentationsformen erörtert und gegen das rein sprachliche Textverständnis abgegrenzt.

4. Die Konzeptentwicklung: Basierend auf den theoretischen Grundlagen wird ein modulares Visualisierungskonzept entworfen, das explizit auf den Jugendroman „Hüter der Erinnerung“ angewendet wird.

5. Die Konzeptevaluation: Die Evaluation analysiert die praktische Durchführung der entwickelten Module in einer siebten Gymnasialklasse und reflektiert die Ergebnisse der Schülerarbeiten.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel zieht ein Fazit zur Lernwirksamkeit der Visualisierungsstrategien und skizziert Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Konzeptes für höhere Jahrgangsstufen.

Schlüsselwörter

Textverstehen, Visualisierungsstrategien, Semiotik, Literaturdidaktik, Hüter der Erinnerung, Modellierung, Weltentwürfe, Kognitionspsychologie, Grafische Strukturbilder, Handlungssituation, Paradigmenbildung, Lernmodule, Rezeptionsästhetik, Bildtypologie, Unterrichtspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie grafische Visualisierungsstrategien im Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 7 eingesetzt werden können, um das Verständnis literarischer Texte über eine rein lineare Handlungsanalyse hinaus zu vertiefen.

Welche wissenschaftlichen Disziplinen bilden das Fundament?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Literaturdidaktik, die struktural-semiotische Textanalyse (insbesondere nach Jurij M. Lotman) sowie die Kognitionspsychologie und Bildwissenschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Entwicklung und Erprobung eines modularen Konzepts, das Schüler befähigt, literarische Texte mittels grafischer Mittel als globale Weltentwürfe zu modellieren und zu durchdringen.

Welche methodischen Ansätze werden zur Textanalyse verwendet?

Es werden methodisch standardisierte Visualisierungsverfahren (wie Schaubilder zur topologischen Ordnung) genutzt, um Texte als systemische Einheiten statt nur als chronologische Handlungsabfolgen darzustellen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die kritische Diskussion bisheriger Ansätze, die Präsentation eigener Konzeptmodule (Rekonstruktion, Integration, Neukonstruktion) und deren praktische Erprobung an dem Roman „Hüter der Erinnerung“.

Was charakterisiert die vorgestellten Schlüsselwörter?

Die Keywords spiegeln die Schnittstelle zwischen der theoretischen Systemtheorie, der angewandten Didaktik und den spezifischen kognitiven Prozessen des bildgestützten Lernens wider.

Warum wird der Roman „Hüter der Erinnerung“ als Fallbeispiel gewählt?

Der Roman bietet als dystopischer Gesellschaftsentwurf eine ideale Distanz zur Lebenswelt der Schüler, was die Analyse der zugrunde liegenden gesellschaftlichen Regelsysteme und Werte durch grafische Modelle erleichtert.

Welche Rolle spielt das „modulare Design“ in diesem Konzept?

Die Modularisierung erlaubt eine flexible Anwendung der Visualisierungsmethoden im Unterrichtsverlauf, wobei die drei Module (Rekonstruktion, Integration, Neukonstruktion) eine logisch aufeinander aufbauende Progression des Textverstehens sicherstellen.

Zu welchem Ergebnis kommt die Evaluation der Schülerarbeiten?

Die Evaluation zeigt, dass die grafischen Modelle den Schülern als Ankerpunkt für weiterführende Erkenntnisprozesse dienen und sie befähigen, komplexe intellektuelle Operationen der Textanalyse selbstständig durchzuführen.

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Detalles

Título
Bildgestützte Textanalyse - Grafische Visualisierungsstrategien als Instrumente zur Erschließung literarischer Texte
Subtítulo
Am Beispiel des Jugendromans „Hüter der Erinnerung“ von Lois Lowry in der Jahrgangsstufe 7
Universidad
University of Paderborn
Calificación
1,0
Autor
Lars Zumbansen (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
76
No. de catálogo
V154237
ISBN (Ebook)
9783640671274
ISBN (Libro)
9783640671168
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bildgestützte Textanalyse Grafische Visualisierungsstrategien Instrumente Erschließung Texte Beispiel Jugendromans Erinnerung“ Lois Lowry Jahrgangsstufe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lars Zumbansen (Autor), 2009, Bildgestützte Textanalyse - Grafische Visualisierungsstrategien als Instrumente zur Erschließung literarischer Texte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154237
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