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Die verschiedenen Feedbackmöglichkeiten für das motorische Lernen

Title: Die verschiedenen Feedbackmöglichkeiten für das motorische Lernen

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 26 Pages , Grade: 2

Autor:in: Stephan Glöckner (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit versucht, aufzuzeigen, welche Möglichkeiten Trainern, Sportlehrern und Betreuern zur Verfügung stehen, um ihren Spielern, Schülern oder Athleten ein sinnvolles Feedback zu geben. Sinnvoll in dem Sinne, dass es dem Feedbackempfänger in Bezug auf das motorische Lernen Fortschritte bringt. Ich werde vor allem auf das extrinsische Feedback und das intrinsische Feedback näher eingehen.
Genauer betrachtet wird dabei das KR-Feedback (Knowledge of result) und das Knowledge of performance-Feedback sowie die Guidance- und Spezifitätshypothese.
Den Schluss dieser Ausführungen bildet eine Zusammenfassung und ein Fazit über das Thema. Diese Seminararbeit wurde von Prof. Nachbauer (Uni Innsbruck) im Rahmen des Seminars "Bewegungswissenschaften" mit der Note 2+ bewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.EINLEITUNG

1.1. DIE ZIELSETZUNG MEINER SEMINARARBEIT

1.2. DIE RELEVANZ DES THEMAS

1.3. DIE METHODISCHE VORGEHENSWEISE

2. BEGRIFFSERKLÄRUNGEN UND DEFINITIONEN

2.1. DIE DEFINITION DES BEGRIFFS „FEEDBACK“

2.2. DIE DEFINITION DES BEGRIFFS „MOTORISCHES LERNEN“

3. DIE FEEDBACKMÖGLICHKEITEN UND IHRE SPORTPRAKTISCHE BEDEUTUNG

4. DAS INTRINSISCHE FEEDBACK

4.1. DAS VISUELLE FEEDBACK

4.2. DAS AUDITIVE FEEDBACK

4.3. DAS VESTIBULARE FEEDBACK

4.4. DAS PROPRIOZEPTIVE FEEDBACK

4.4.1. Die Rückmeldung der Gelenkrezeptoren

4.4.2. Die Rückmeldung der Muskelspindeln

4.4.3. Die Rückmeldung des Golgi-Sehnen-Apparates

4.5. DIE RÜCKMELDUNG ÜBER DEN TAKTILEN ANALYSATOR

5. DAS EXTRINSISCHE FEEDBACK

5.1. KNOWLEDGE OF PERFORMANCE (KP)

5.2. KNOWLEDGE OF RESULTS (KR)

5.2.1. Die KR-Variablen

5.2.2. Ansätze zur Erklärung der negativen Auswirkung häufiger Rückmeldungen

6. ZUSAMMENFASSUNG

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die verschiedenen Möglichkeiten von Feedback im motorischen Lernprozess. Das Ziel besteht darin, Trainern und Sportlehrern aufzuzeigen, wie extrinsische und intrinsische Rückmeldungen optimal eingesetzt werden können, um den Lernerfolg und die Bewegungskoordination von Sportlern nachhaltig zu verbessern.

  • Unterscheidung und Interaktion von intrinsischem und extrinsischem Feedback
  • Die Rolle der Feedbackfrequenz und deren Auswirkungen auf die Lernleistung
  • Bedeutung der zeitlichen Gestaltung von Rückmeldungen (Zeitstruktur)
  • Methoden der Darbietungsform (z.B. Video-Feedback) im sportlichen Training
  • Theoretische Erklärungsmodelle wie die Guidance- und Spezifitäts-Hypothese

Auszug aus dem Buch

4. Das intrinsische Feedback

Intrinsisches Feedback, oder auch sensorisches Feedback genannt, bezeichnet Rückinformationen, die während oder nach einer Bewegungsausführung den Rezeptoren (visuell, auditiv, propriozeptiv, taktil) des menschlichen Körpers zur Verfügung stehen. Das sensorische Feedback ist jedoch in seiner Wahrnehmung von Bewegungen abhängig. Verantwortlich dafür sind die Kapazitätsgrenzen der einzelnen Rezeptoren. Beim intrinsischen Feedback kann die Information während der Bewegungsausführung aufgenommen oder am Ende einer Bewegung erkannt werden (vgl. Marschall und Daugs 2003).

Die Relevanz des intrinsischen Feedbacks erhoben Frester und Wörz (1997, nach Hartmann/Minov 1999) bei einer Befragung von 72 Nachwuchssportlern aus drei technisch-akrobatischen und vier Kraft-Schnellkraftdisziplinen. Bei dieser Untersuchung waren Mehrfachnennungen möglich und es zeigte sich, dass die Sportler unterschiedliche Informationsquellen nutzen, um ihre Bewegungsregulation und somit ihre Lernleistung zu verbessern. Am meisten genannt wurde die Nutzung der Eigeninformationen (Bewegungswahrnehmung), gefolgt von extrinsischen Informationen (Erläuterungen durch den Trainer, Informationen durch Bewegungsimitationen, Bildanalysen, Bewegungserfahrungsaustausch zwischen Sportlern), um eine Bewegungsregulation durchzuführen. In koordinativ höchst anspruchsvollen Sportarten, wie zum Beispiel dem Wasserspringen, werden zum Teil bis zu 89% der Informationsquellen für die Sprungausführung aus körpereigenen und somit intrinsischen Informationsquellen bevorzugt (Hartmann/Minov 1999).

Neben den vier oben genannten intrinsischen Feedbackmöglichkeiten gibt es nach Marees (2003) weitere Rückmeldungsquellen, die für das motorische Lernen allerdings nur eine untergeordnete Rolle spielen und deshalb hier nur kurz erwähnt werden. Das gustatorische System (Geschmackssinn), das olfaktorische System (Geruchssinn), die Thermorezeption (Temperatursinn) und die viszerale Sensibilität. Hierzu gehören die Sensoren in der Lunge, der Nieren und im Magen-Darm-Trakt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die entscheidende Rolle von Rückmeldungen im Sport und definiert die Zielsetzung der Untersuchung sowie die persönliche Motivation des Autors.

2. BEGRIFFSERKLÄRUNGEN UND DEFINITIONEN: Hier werden die zentralen theoretischen Grundlagen zu „Feedback“ aus kybernetischer Sicht und zum „motorischen Lernen“ geklärt.

3. DIE FEEDBACKMÖGLICHKEITEN UND IHRE SPORTPRAKTISCHE BEDEUTUNG: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Differenzierung in Eigen- und Fremdinformation und deren Anteil in verschiedenen motorischen Lernphasen.

4. DAS INTRINSISCHE FEEDBACK: Der Fokus liegt auf sensorischen Rückmeldungen durch visuelle, auditive, vestibulare und propriozeptive Systeme sowie den taktilen Analysator.

5. DAS EXTRINSISCHE FEEDBACK: Dieser Abschnitt behandelt detailliert die Feedbackformen Knowledge of Performance (KP) und Knowledge of Results (KR) sowie Variablen wie Frequenz, Zeitstruktur und Präzision.

6. ZUSAMMENFASSUNG: Eine komprimierte Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse bezüglich Feedbackfrequenz, Zeitintervallen und der Wirksamkeit von Methoden wie dem Video-Feedback.

7. FAZIT: Der Autor reflektiert die Ergebnisse und weist auf die Notwendigkeit einer individuellen, zielgruppengerechten Anwendung von Feedback in der Sportpraxis hin.

Schlüsselwörter

Feedback, motorisches Lernen, intrinsisches Feedback, extrinsisches Feedback, Knowledge of Results, Knowledge of Performance, Bewegungsregulation, Feedbackfrequenz, Guidance-Hypothese, Spezifitäts-Hypothese, Video-Feedback, Bewegungssteuerung, Sportpraxis, Lernleistung, Sportpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Seminararbeit untersucht die Bedeutung und Wirkungsweise verschiedener Feedbackmethoden beim Erlernen sportlicher Bewegungen.

Welche zwei Hauptkategorien von Feedback werden unterschieden?

Es wird strikt zwischen dem intrinsischen (körpereigenen) Feedback und dem extrinsischen (fremdgegebenen) Feedback unterschieden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Trainern und Betreuern wissenschaftlich fundierte Richtlinien an die Hand zu geben, um Feedback gezielter für den sportlichen Fortschritt ihrer Athleten einzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer gezielten Literaturrecherche und der Analyse bestehender sportwissenschaftlicher Experimente.

Was sind die Kernthemen im Hauptteil?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Variablen des extrinsischen Feedbacks (KR-Feedback), wie etwa der Zeitstruktur, der Frequenz, der Präzision und der Art der Darbietung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Feedback-Optimierung, Guidance-Hypothese, motorische Lernphasen, Video-Feedback und die Unterscheidung von KP- und KR-Feedback.

Wie wirkt sich die Häufigkeit von Feedback auf das Lernen aus?

Entgegen traditioneller Annahmen zeigt sich, dass eine zu hohe Frequenz an extrinsischem Feedback den Lernprozess stören kann, da sie die Entwicklung eines eigenen Fehlererkennungsmechanismus behindert.

Warum ist das "Post-KR-Intervall" für den Trainer wichtig?

Das Post-KR-Intervall (die Zeit nach der Rückmeldung) sollte lang genug sein (5-10 Sekunden), damit der Sportler die erhaltene Information verarbeiten und in seinen Bewegungsplan integrieren kann.

Ist Video-Feedback für Anfänger uneingeschränkt empfehlenswert?

Nein, laut der Arbeit sind Anfänger mit der Informationsflut von Videoaufnahmen oft überfordert und benötigen daher begleitende verbale Erklärungen des Trainers.

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Details

Title
Die verschiedenen Feedbackmöglichkeiten für das motorische Lernen
College
University of Innsbruck  (Institut für Sportwissenschaften)
Course
Seminar "Bewegungswissenschaften"
Grade
2
Author
Stephan Glöckner (Author)
Publication Year
2009
Pages
26
Catalog Number
V154243
ISBN (eBook)
9783640671281
ISBN (Book)
9783640671199
Language
German
Tags
motorisches Lernen intrinsisches Feedback extrinsische Feedback Golgi-Sehnenapparat Muskelspindeln vestibulär Spezifitätshypothese Guidancehypothese visuell verbal auditiv taktil
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Glöckner (Author), 2009, Die verschiedenen Feedbackmöglichkeiten für das motorische Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154243
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