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Medien im Kontext von Politik

Titre: Medien im Kontext von Politik

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 21 Pages , Note: 1

Autor:in: Klaus Hofmann (Auteur)

Médias / Communication - Autres
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Résumé Extrait Résumé des informations

Seit sich die ersten Menschen zu Klein- und Kleinstgruppen zusammengeschlossen haben, nimmt Kommunikation in dieser Entwicklung eine tragende Rolle ein. Man denke nur an die Gemeinschaften der Jäger und Sammler. Wie nur hätte die Jagd von Erfolg gekrönt sein können, wenn man sich nicht einig über die zu jagende Beute gewesen wäre? Mit der Konstituierung dieser ersten kleinen sozialen Einheiten beginnt nun auch eine kommunikative Entwicklung, die an die Probleme der Zeit angepasst ist. Vermutlich reichten damals ein paar Laute in Verbindung mit Körpersprache aus, um die eigene Intention seinen Mitmenschen mitzuteilen. Mit zunehmenden Bevölkerungszahlen steigt aber dann auch die Komplexität der sozialen Interaktionen. Die ursprünglich illiteralen Gesellschaften benötigten neue Formen, um weiterhin jedes Mitglied kommunkiativ erreichen zu können. Das erfordert eine Veränderung von kommunikativen Handlungsmustern, die mehr und mehr die Ebene menschmedienfundierter Kommunikation verlassen um in funktionaler Anpassung weiter als Träger gesellschaftlicher Sozialisation ihren Beitrag zu leisten. Dabei bildeten Speicher- und Orientierungsfunktion anfänglich die wesentlichen Funktionsanpassungen.
Bereits in diesen einleitenden Gedanken wird eine Abhängigkeit der gesellschaftlichen Entwicklung von ihrer Kommunikation erkennbar. Umgekehrt spiegelt sich aber auch der gesellschaftliche Entwicklungsstand und dessen politische Situation in den Medien wider, z. B. geht mit beginnender allgemeiner Technisierung auch die der Medien einher, was ja bekanntlich zur Ausbildung der Massenmedien führte. Im Zuge dieser Weiterentwicklung entstehen dann die ersten Verwaltungen, Gesetze und Verlautbarungen werden verschriftlicht etc., womit sich die jeweils herrschende Elite den Machterhalt sicherte. Es erscheint demnach nur logisch, wenn Jürgen Wilke in diesem Zusammenhang von historischen Ereignissen als Kommunikationsereignissen spricht und ihnen eine wechselseitige Beziehung unterstellt: „Einmal gilt (Massen-)Kommunikation als notwendige Vorbedingung für das Entstehen bestimmter Ereignisse, zum anderen ist die Erscheinungsform solcher Ereignisse entscheidend durch intensive (Massen-)Kommunikation bestimmt“ (Wilke 1989, S. 59). Demnach übernehmen Kommunikationsereignisse jene Schlüsselrolle im politischen Entwicklungsprozess, deren Motor gleichsam rückwirkend auf kommunikativer Ebene wirksam wird und so einen beidseitigen Komplexitätsschub auslöst.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1 BEDEUTUNG DER SCHRIFT BEI DER POLITISCHEN RESTABILISIERUNG

2 BUCHDRUCK

3 VERFASSUNG

4 FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die wechselseitige Abhängigkeit zwischen Medienentwicklung und politischen Demokratisierungsprozessen. Das zentrale Ziel besteht darin, durch eine systemtheoretisch fundierte Analyse aufzuzeigen, wie mediale Evolutionen als Katalysatoren oder stabilisierende Faktoren für politische Strukturen fungierten, wobei insbesondere die Rolle von Schrift, Buchdruck und Verfassungen als Speichermedien und gesellschaftliche Regelwerke im Fokus steht.

  • Die Rolle der Schrift bei der Herausbildung bürokratischer Staatsstrukturen.
  • Die Bedeutung des Buchdrucks als technisches Ereignis für gesellschaftliche Wandlungsprozesse.
  • Die Funktion der Verfassung als strukturelle Kopplung zwischen politischem und rechtlichem System.
  • Der Wandel von der Partizipation einer kleinen Elite hin zur aktiven Teilhabe breiter Bevölkerungsschichten.

Auszug aus dem Buch

3 Verfassung

Die Errungenschaft der Verfassung als bisher wichtigster Schritt im gesellschafts-politischen Partizipations- und Steuerungsprozess ist medienhistorisch ambivalent zu bewerten: zum einen waren die gesellschaftlichen Begleitumstände (vor allem in Frankreich und Deutschland), die verfassungsvorbereitend wirkten und schließlich zur ihrer Institutionalisierung führten, mediale Ereignisse. (vgl. Wilke 1989). Und zum anderen stellt die Verfassung als politisch-rechtliches Regelwerk mit der ihr inhärenten Verschriftlichung fundamentaler Normen und Rechte selbst ein Medium dar. Als solches gewährleistet sie durch Speicherung Kontinuität politisch-rechtlichen Steuerns. In diesem gesellschaftlichen Wandlungsprozess befinden sich also a) mediale und politische Funktionen in reziproker Abhängigkeit vor und während der Revolutionen (Zensur vs. Untergrundpresse), was dann b) zur Entstehung einer Institution führt, in der schließlich mediale wie politisch-rechtliche Funktionen verschmelzen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Es wird die Abhängigkeit gesellschaftlicher Entwicklung von Kommunikation dargelegt und die These aufgestellt, dass Medienentwicklung und politischer Demokratisierungsprozess in einer wechselseitigen Bedingtheit stehen.

1 BEDEUTUNG DER SCHRIFT BEI DER POLITISCHEN RESTABILISIERUNG: Dieses Kapitel analysiert die Funktion der Schrift als Instrument zur Objektivierung von Kommunikationsflüssen und ihre Rolle bei der Etablierung bürokratischer Staatlichkeit.

2 BUCHDRUCK: Hier wird der Buchdruck als Katalysator für gesellschaftliche Umwandlungsprozesse beschrieben, der durch die Verbreitung von Ideen maßgeblich zur Entwicklung einer werdenden Öffentlichkeit beitrug.

3 VERFASSUNG: Dieses Kapitel untersucht die Verfassung als mediales Ereignis und als strukturelle Kopplung, die Kontinuität im politisch-rechtlichen System gewährleistet.

4 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Medien einerseits Strukturen restabilisieren und andererseits durch neue Formen der Kommunikation Partizipationsmöglichkeiten am politischen Prozess ermöglichen.

Schlüsselwörter

Medienentwicklung, Politik, Demokratisierung, Kommunikation, Schrift, Buchdruck, Verfassung, Systemtheorie, Öffentlichkeit, politische Evolution, Partizipation, Massenmedium, gesellschaftlicher Wandel, Restabilisierung, Staatlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen der technologischen Entwicklung von Medien und den Wandlungsprozessen politischer Systeme in der Geschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Feldern gehören die Rolle von Schriftlichkeit in Bürokratien, der Einfluss des Buchdrucks auf gesellschaftliche Umbrüche sowie die systemtheoretische Einordnung von Verfassungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die wechselseitige Abhängigkeit von Medienentwicklung und politischem Demokratisierungsprozess aufzuzeigen und zu belegen, dass politische Evolution ohne mediale Begleitung nicht denkbar wäre.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine medienhistorische und systemtheoretische Perspektive, wobei er insbesondere auf Begriffe und Konzepte von Niklas Luhmann zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bedeutung der Schrift für die Staatlichkeit, den Buchdruck als Katalysator für soziale Veränderungen und die Verfassung als zentrales Regelwerk der modernen Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Medienentwicklung, politische Evolution, Partizipation, Öffentlichkeit und systemtheoretische Kopplung.

Wie definiert der Autor das Medium in diesem Kontext?

Ein Medium wird als institutionalisiertes System mit spezifischem Leistungsvermögen und gesellschaftlicher Dominanz verstanden, das als Problemlöser fungiert.

Warum spielt die Reformation eine so wichtige Rolle für das Argument?

Die Reformation wird als ein Schlüsselereignis angeführt, bei dem der Buchdruck als Massenmedium erstmals seine Wirkung als Katalysator für ideologische Konflikte und neue gesellschaftliche Strukturen entfaltete.

Gilt eine Verfassung aus systemtheoretischer Sicht als Medium?

Ja, der Autor argumentiert, dass Verfassungen aufgrund ihrer Eigenschaft, als genuine Speichermedien für Normen und Rechte zu fungieren, als Medien zu betrachten sind, die das politische und rechtliche System strukturell koppeln.

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Résumé des informations

Titre
Medien im Kontext von Politik
Université
University of Vienna  (Politikwissenschaft)
Note
1
Auteur
Klaus Hofmann (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
21
N° de catalogue
V154285
ISBN (ebook)
9783640671328
ISBN (Livre)
9783640671526
Langue
allemand
mots-clé
Medien Politik Demokratie Massenmedien Kommunikation
Sécurité des produits
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Citation du texte
Klaus Hofmann (Auteur), 2007, Medien im Kontext von Politik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154285
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Extrait de  21  pages
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