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Häretische Bewegungen der Spätantike und des Mittelalters und die Inquisition gegen sie

Título: Häretische Bewegungen der Spätantike und des Mittelalters und die Inquisition gegen sie

Trabajo , 2006 , 29 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Mag. Marc Neumeister (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
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Diese Arbeit soll einen kurzen Überblick über einige verschiedene häretische Bewegungen der Spätantike und vor allem des Mittelalters geben. Außer den Waldensern (Kapitel 7) gibt es heute offiziell keine Anhänger dieser Bewegungen mehr.
In meinem ersten Kapitel werde ich mich mit den grundlegenden religiösen Anliegen dieser Gruppierungen/ Bewegungen befassen, welche einen roten Faden durch die Glaubensvorstellungen der präsentierten Gruppen darstellen sollen.
Das zweite Kapitel befasst sich mit eingehender mit dem Manichäismus. Dieser war eine der stärksten häretischen Bewegungen der Spätantike bzw. des Frühmittelalters.
Im dritten Kapitel werde ich kurz auf die Entstehung, das Leben und das Ende der Paulikaner eingehen.
Anschließend behandle ich im vierten Kapitel die Bogomilen, wobei ich hierbei einen besonderen Schwerpunkt auf die Bogomilenmission in Westeuropa gelegt habe.
Das fünfte Kapitel beschreibt die Katharer, ihr Leben und Wirken, sowie ihre Position zur Katholischen Kirche. Ebenso wird hier auch auf den Albigenserkreuzzug eingegangen, wodurch das sechste Kapitel hier einiges aussparen kann. Überhaupt habe ich versucht diese beiden Kapitel eher kurz zu halten, da wir ja im Plenum zu dieser Thematik zwei ausführliche Dokumentationen gesehen und diskutiert haben. Trotzdem kommt auch die Darstellung der Katharer/ Albigenser in meiner Arbeit nicht zu kurz.
Im letzten inhaltlichen Kapitel beschäftige ich mich mit den Waldensern im Mittelalter. Einen besonderen Schwerpunkt habe ich hier auf die Lage der Waldenser im deutschsprachigen Gebiet und auf das Verhältnis der Waldenser zu den Katharern gelegt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Das religiös Anliegen

2 Mani und die Manichäer

3 Die Paulikaner

3.1 Entstehung und die frühen Paulikaner

3.2 Paulikaner des 9. Jahrhunderts nach griechischen Quellen

3.3 Glaube und Leben der Paulikaner

3.4 Das Ende der Paulikaner? oder der Anfang der Pauliner?

4 Die Bogomilen

4.1 Die Bogomilen in Bulgarien und im byzantinischen Reich

4.2 Die Bogomilenmission

4.2.1 Serbien

4.2.2 Bosnien

4.2.3 Westeuropa

5 Die Katharer

5.1 Ursprünge

5.2 Religion und Verbreitung der Katharer in Okzitanien

5.3 Umgang mit Katharern bis 1179 (III. Laterankonzil)

5.4 Der Albigenserkreuzzug

5.4.1 Anlass und Ursachen

5.4.2 Verlauf des Kreuzzuges

5.4.3 Verfolgung der Katharer nach dem Albigenserkreuzzug

6 Die Albigenser

7 Die Waldenser

7.1 Valdes und die ersten Waldenser

7.1.1 Die Armen von Lyon

7.1.2 Die lombardischen Armen

7.2 Die Waldenser im Zeitalter der Inquisition (ca. 1230-1500)

7.2.1 Frankreich

7.2.1 Deutschland

7.3 Die Waldenser heute

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit bietet einen Überblick über verschiedene häretische Bewegungen der Spätantike und des Mittelalters, wobei ihre theologischen Ursprünge und ihre Auseinandersetzung mit der Kirche im Vordergrund stehen. Das Ziel ist es, die Motive hinter diesen Gruppierungen zu beleuchten und ihre historische Entwicklung sowie ihren Umgang mit der Inquisition zu analysieren.

  • Grundmotive für die Entstehung von Häresien
  • Die Entwicklung und Lehre des Manichäismus
  • Strukturen und Glaubenspraktiken von Paulikanern und Bogomilen
  • Der Albigenserkreuzzug und die Verfolgung der Katharer
  • Die historische Entwicklung und das Schicksal der Waldenser

Auszug aus dem Buch

3.2 Paulikaner des 9. Jahrhunderts nach griechischen Quellen

Die Paulikaner des 9. Jahrhunderts konnten auf eine durchgehende Reihe von Oberhäuptern zurückgreifen, welche sie Lehrer (Didaskaloi) nannten. Diese Lehrer hatten vor allem in dieser Spätzeit Helfer, die jedoch gleich wie die Didaskalen nicht als Priester auftraten. Ebenso sind uns heute keine Berichte von Initiationsriten bekannt. Diese Helfer führten neutrale Bezeichnungen wie Notare oder Weggefährten (Synekdemoi). Nur wenige dieser Didaskaloi sind uns heute noch namentlich bekannt, wie etwa Sergios (ca. 800-835), der viele Schriften verfasste, welche sich mit bibelexegetischen Fragen beschäftigten.

Eine der wichtigsten Quellen für die Geschichte der Paulikaner ist Petros Sikeliotes. Dieser hielt sich längere Zeit im Auftrag Kaiser Basileios I. bei den Paulikanern auf und schrieb seine Erfahrungen nieder. Seine Darstellungen sind jedoch nur mit großer Zurückhaltung aufzunehmen, da viele Elemente eine große Polemik aufweisen. Sein Bericht beginnt mit der Aufreihung der Didaskalen. Darauf folgt eine lückenhafte Chronik der Geschichte der Paulikaner. Auch die oströmischen kaiserlichen Archive in Byzanz geben Auskunft über Untersuchungsrichter, welche die Vollmacht besaßen, über Paulikaner und deren häretische Gedanken zu richten und auch Todesurteile vollziehen zu lassen. Andererseits berichtete Sikeliotes auch von Didaskalen, die nach Byzanz zitiert wurden und so geschickt vor dem Kaiser verhandelten, dass dieser sie unbehelligt ziehen ließ.

„Besonders unerfreulich werden die Verhältnisse erst unter Kaiserin Eirene (780-802). Sie versuchte, den Bilderkult zu restaurieren, und stieß dabei auf den aufrührerischen Widerstand einzelner Truppenteile, die sich dem Erbe des siegreichen Kaisers Konstantinos V. (741-775) verpflichtet wussten, der wohl der energischste Gegner der Bilderverehrung war. Teile dieser Truppen, von den Todesdrohungen der Kaiserin verfolgt, setzten sich zu den Paulikanern ab und brachten unversehens in die ansonsten friedliche Sekte eine bald dominant werdende kriegerische Note.“

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Diese Arbeit gibt einen Überblick über verschiedene häretische Bewegungen, deren Entstehungsgründe und ihre historische Bedeutung im Mittelalter.

1 Das religiös Anliegen: Es werden drei zentrale Motive für die Entstehung von Häresien beleuchtet: der Wunsch nach urchristlicher Intensität, das Verlangen nach Sicherheit im Glauben und der Umgang mit existenzieller Unsicherheit.

2 Mani und die Manichäer: Das Kapitel behandelt den Manichäismus als einflussreiche häretische Bewegung, deren Lehre auf einem radikalen Dualismus von Licht und Finsternis basierte.

3 Die Paulikaner: Es wird die Geschichte, Lehre und das Leben der Paulikaner untersucht, wobei insbesondere die Rolle ihrer Lehrer und die spätere Militarisierung der Bewegung thematisiert werden.

4 Die Bogomilen: Dieses Kapitel analysiert die bogomilische Bewegung, ihre Entstehung im bulgarischen Raum und ihre missionarische Ausbreitung bis nach Westeuropa.

5 Die Katharer: Die Katharer werden hinsichtlich ihrer Ursprünge, ihrer dualistischen Religion, der Organisation in Diözesen und ihrer blutigen Verfolgung während des Albigenserkreuzzuges dargestellt.

6 Die Albigenser: Dieses kurze Kapitel ordnet die Albigenser als regionale Gruppe innerhalb der katharischen Bewegung ein.

7 Die Waldenser: Es wird die Entstehung der Waldenserbewegung durch Valdes, ihre verschiedenen Ausprägungen in Frankreich und Deutschland sowie ihr Bestehen in der Neuzeit beschrieben.

Schlüsselwörter

Häresie, Inquisition, Mittelalter, Katharer, Waldenser, Bogomilen, Paulikaner, Manichäismus, Dualismus, Albigenserkreuzzug, Glaubensvorstellungen, Religion, Kirchengeschichte, Ketzer, Konzil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung, der Glaubenswelt und der historischen Verfolgung verschiedener häretischer Bewegungen in der Spätantike und im Mittelalter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theologischen Motive der Abspaltungen, die historische Entwicklung der Sekten sowie ihr jeweiliger Umgang mit der offiziellen Kirche und der Inquisition.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein historischer Überblick über verschiedene religiöse Gruppierungen und die Analyse der Gründe, warum sich diese Menschen von der damaligen Amtskirche distanzierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer Quellen und religionswissenschaftlicher Fachliteratur, um die historischen Zusammenhänge der Bewegungen aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und inhaltlich in die Analyse spezifischer Gruppen: Manichäer, Paulikaner, Bogomilen, Katharer und Waldenser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Häresie, Dualismus, Inquisition, Ketzer und der religiöse Kontext des Mittelalters beschreiben den Kern der Arbeit am treffendsten.

Warum war der Dualismus für viele dieser Gruppen so zentral?

Der Dualismus bot eine theoretische Erklärung für das Böse in der Welt, indem er die materielle Welt als Werk des Teufels betrachtete, was den Anhängern half, ihre existenzielle Unsicherheit zu bewältigen.

Welche Rolle spielte die Inquisition bei der Bekämpfung der Waldenser?

Die Inquisition zwang die Waldenser dazu, ein Doppelleben zu führen, um ihr Überleben zu sichern, während ihre Pastoren im Untergrund den geistlichen Dienst fortführten.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Häretische Bewegungen der Spätantike und des Mittelalters und die Inquisition gegen sie
Universidad
University of Graz  (Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte)
Curso
SE Inquisition gegen HäretikerInnen
Calificación
1
Autor
Mag. Marc Neumeister (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
29
No. de catálogo
V154432
ISBN (Ebook)
9783640673858
ISBN (Libro)
9783640674183
Idioma
Alemán
Etiqueta
Häretische Bewegungen Spätantike Mittelalters Inquisition
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mag. Marc Neumeister (Autor), 2006, Häretische Bewegungen der Spätantike und des Mittelalters und die Inquisition gegen sie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154432
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