Chancen und Grenzen des Einsatz von Video-Supers in Fernsehsendungen und TV-Spots


Seminararbeit, 2010

25 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Video-Supers
2.1 Was sind Video-Supers und welche Aufgabe haben sie?
2.2 Die verschiedenen Ausprägungen der Video-Supers
2.2.1 Video-Supers in Fernsehsendungen
2.2.2 Video-Supers in TV-Spots

3 Kommt die Message beim Verbraucher auch an?
3.1 Faktoren, die zum Unverständnis führen können
3.2 Die Ausgestaltung der Video-Supers und ihre Erinnerungswirkung

4 Wer hat ein Interesse an den Supers und wie werden sie überwacht?
4.1 Die beteiligten Akteure
4.1.1 Verbraucher
4.1.2 Werbende
4.1.3 Fernsehnetze
4.1.4 Öffentliche Entscheidungsträger
4.2 Die Aufsichtsorgane am Beispiel der USA
4.2.1 Die Federal Trade Commission
4.2.2 Die National Advertising Division
4.2.3 Children´s Advertising Review Unit
4.2.4 Network Standard Boards

5 Fazit / Ausblick

6 Anhang

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Video-Supers begleiten uns tagtäglich durch unseren Alltag, oft nehmen wir diese zusätzlichen Informationen gar nicht mehr wahr, da sie uns in allen Medien begegnen und ihr Inhalt nicht immer zur Aufklärung beiträgt. Werbung spielt eine überragende Rolle im Kommunikationsprozess zwischen Unternehmen und Verbrauchern, weil sie Informationen von der Senderseite zur Empfängerseite transportiert. In konsequenter Fortführung der Eigenverantwortlichkeit des Verbrauchers gewann dessen Information an zunehmender Bedeutung als Grundlage einer mündigen Konsumentscheidung. Das Fernsehen und insbesondere die Werbung in ihren modernen Erscheinungsformen ist als direkter und unmittelbarer Kontakt zwischen Unternehmen und Verbrauchern daher häufiger Anknüpfungspunkt für Informationspflichten geworden. Diese Entwicklung birgt jedoch auch Probleme, denn mit der Werbung und den Informationspflichten stehen sich zwei Instrumente gegenüber, die völlig unterschiedliche Ziele verfolgen. Während die Werbung vom Unternehmen initiiert wird und dessen Produktabsatz steigern soll, sollen Informationspflichten dem Verbraucherschutz und damit auch dem öffentlichen Interesse dienen. Dennoch muss gesagt werden, dass die hohe Informationspflicht es den Unternehmen auch nicht leicht macht, denn oft werden völlig unterschiedliche Maßstäbe angewandt. Es ist z.B. schwer nachzuvollziehen, weshalb es bei einer Heilmittelwerbung ausreichen sollte, auf den Arzt oder Apotheker zu verweisen, obwohl hier die Gesundheit betroffen ist, während bei der Werbung für Telekommunikationsleistungen umfangreiche Fußnoten erscheinen.

Die vorliegende Arbeit konzentriert sich hauptsächlich auf Video-Supers in TV-Spots, da ihre Aufgaben hier weitaus mehr gewichtet werden, als dies z.B. in Fernsehsendungen der Fall ist. Nachfolgend soll also zuerst allgemein beschrieben werden, was Video-Supers überhaupt sind und welche Aufgaben sie erfüllen. Da auch das Verständnis der Verbraucher für die allgemeine Effizienz eine große Rolle spielt, wird dies im nächsten Abschnitt näher erläutert. Nachfolgend werden noch die Personengruppen dargestellt, die an den Supers beteiligt sind und partizipieren sollen und letztlich die Aufsichtsorgane der Supers am Beispiel der USA näher beschrieben.

2 Video-Supers

Seit den 1990er Jahren ist ein signifikanter Anstieg von Video-Supers in Fernsehsendungen und TV-Spots zu verzeichnen, dennoch sind sie und ihre Wirkung nur wenig erforscht, vor allem in Deutschland gibt es kaum Fachliteratur zu diesem Thema.

2.1 Was sind Video-Supers und welche Aufgabe haben sie?

Video-Supers können in verschiedenen Ausprägungen auftreten, allgemein lässt sich jedoch festhalten, dass sie visuell eingeblendete Informationen in Fernsehsendungen und TV-Spots darstellen. Sie sollen auf verbales Material verweisen, dass visuell dargestellt wird, wobei sich ihre Aufgaben bzw. Funktionen und mit dem, was sie aussagen sollen, stark variieren.[1] Darüber hinaus kann ebenso festgehalten werden, dass auch zwischen Fernsehsendungen und -werbungen bezüglich der Supers unterschieden werden muss. In beiden Fällen sollen sie zwar eine informative Rolle einnehmen, doch sind sie in ihrer Ausgestaltung wenig ähnlich. In TV-Spots sollen sie dem Verbraucher zum Beispiel zusätzliche Informationen über das Produkt bzw. den Inhalt des Produkts geben oder auf Einschränkungen bestimmter Angebote hinweisen, während sie in TV-Spots mehr als Verweise auf nachfolgende Sendungen oder Seiten des Videotextes aufmerksam machen sollen.

Zusätzliche Informationsvermittlung und eine Erleichterung der Entscheidungsfindung bzw. Kaufentscheidung sollen also der Nutzen der Video-Supers für den Verbraucher sein, was von diesem aber oft anders empfunden wird. Vielmehr werden diese zusätzlichen Angaben oft als störend empfunden, da sie häufig nur für sehr kurze Zeit und in winziger Schrift am Ende des Bildschirmrandes zu finden sind, dass selbst “Fernsehsüchtige“ mit fotografischem Gedächtnis diese nicht entziffern können und somit der eigentliche Nutzen für den Verbraucher nicht erkennbar ist.[2]

2.2 Die verschiedenen Ausprägungen der Video-Supers

Wie schon zuvor erwähnt, muss zwischen Supers in Fernsehsendungen und Werbespots unterschieden werden, wobei zu sagen ist, dass diese in Werbespots deutlich häufiger zu finden sind als in Fernsehsendungen.

2.2.1 Video-Supers in Fernsehsendungen

Immer häufiger werden Video-Supers auch in Fernsehsendungen angewendet, wobei hier zu beobachten ist, dass es sich hier meist um Crossmedia-Effekte handelt. „Dabei geht es um gesteuerte Komplementaritätseffekte, mit denen Medienunternehmen- allein oder in Koopera-tion mit anderen- versuchen, ihre Produkte in unterschiedlichen Mediengattungen aufeinander abzustimmen und so besser auf dem Publikumsmarkt zu platzieren.“[3] Zum Beispiel sind Fernsehtrailer, Einblendungen für die Website bestimmter Fernsehsendungen oder Sender, Verweise auf Web-Vorschauen zukünftiger Fernsehsendungen Crossmedia-Verweise auf andere Medienangebote. Im besten Fall ermöglichen sie es dem Anbieter Promotion für die eigenen Medienprodukte zu tätigen und gleichzeitig dem Rezipienten eine bessere Orientierung im Medienverbund zu ermöglichen. So wird zum Beispiel während eines Beitrages in einer Informationssendung auf die Website der Sendung verwiesen, um dort weitere Informationen über das Thema zu erhalten. Schweiger &Schmitt-Walter fanden in ihren Untersuchungen heraus, dass hierbei ein erheblicher Anstieg der Besucher zu verzeichnen ist und zwar kann ein Verweis auf die Sendungs- Homepage innerhalb einer Minute zur Verdopplung der Zugriffe führen.

[...]


[1] Vgl. Noel M. Murray, Lalta A. Manrai, Ajay K. Manrai (1998): How Super are Video Supers? A Test of Communication Efficacy, in :Journal of Public Policy & Marketing, 1998, Vol.17,No.1, S.24.

[2] Vgl. Noel Murray, Lalita A. Manrai, Ajay K.Manrai (1993): Public Policy Relating to Consumer Comprehension of Television Commercials:A Review and Some Empirical Results,in: Journal of Consumer Policy, 1993, Vol.16, S.145.

[3] Schweiger (2007), S.340.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Chancen und Grenzen des Einsatz von Video-Supers in Fernsehsendungen und TV-Spots
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
2,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
25
Katalognummer
V154577
ISBN (eBook)
9783640676569
ISBN (Buch)
9783640676446
Dateigröße
698 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chancen, Grenzen, Einsatz, Video-Supers, Fernsehsendungen, TV-Spots
Arbeit zitieren
Kathrin Hornung (Autor), 2010, Chancen und Grenzen des Einsatz von Video-Supers in Fernsehsendungen und TV-Spots, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154577

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