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Freiheit bei Karl Marx unter dem Gesichtspunkt der Entfremdung

Título: Freiheit bei Karl Marx unter dem Gesichtspunkt der Entfremdung

Trabajo de Seminario , 2010 , 16 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Max Nothaft (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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Karl Marx - in der westlichen Hemisphäre ist dieser Name wohl den wenigsten unbekannt. Seine Ideen wurden oft zitiert, um totalitäre Herrschaftssysteme zu rechtfertigen. Zwar ist Marx bekannt als der Kapitalismuskritiker schlechthin, doch setzen seine Überlegungen bei der persönlichen Freiheit an und erst als Konsequenz daraus am Kapitalismus. Die Kritik am Kapitalismus ist für ihn das Mittel, welches den Weg in die Freiheit aufzeigt. Um Marx als Freiheitsphilosoph zu verstehen, ist es entscheidend zu begreifen, warum und wie der marxsche Begriff des Kapitalismus in Beziehung auf den der Freiheit zu verstehen ist. Zwar sieht Marx vielfältige Ursachen für die Unfreiheit im Kapitalismus , jedoch nimmt hier die Entfremdung, insbesondere in den Frühwerken, eine Sonderstellung ein. Die Untersuchung dieser Arbeit zielt darauf ab, zu analysieren und zu verstehen, in welchem Verhältnis für Marx die Begriffe Freiheit, Entfremdung und Kapitalismus stehen.
Der lohnenswerte Aspekt dieser Arbeit liegt darin, dass die Freiheit des Einzelnen für Marx anscheinend eine große Rolle spielte, dieser entscheidende Aspekt allerdings von den "sozialistischen" Diktaturen völlig mißachtet wurde.
Daher wird in Kapitel 2 der Versuch unternommen, den Freiheitsbegriff bei Marx zu bestimmen, um eine Grundlage für die weiteren Gedankengänge zu schaffen. Marx hat den Freiheitsbegriff nicht systematisch definiert. Aus diesem Grund soll versucht werden, diesen aus den zahlreichen verstreuten Belegstellen zu rekonstruieren.
In Kapitel 3 soll der marxsche Begriff der Entfremdung rekonstruiert und charakterisiert werden. Es soll gezeigt werden, wie für Marx die kapitalistische Gesellschaftsordnung notwendigerweise den Zustand der Entfremdung hervorbringt. Dabei soll auf die verschiedenen Arten der Entfremdung eingegangen werden. Daraufhin soll in Kapitel 3.2 der marxsche Freiheitsbegriff mit dem der Entfremdung in Verbindung gebracht werden.
In Kapitel 4 wird dann erläutert wie Marx sich die Befreiung der Menschen aus der Unfreiheit vorgestellt hat, dass heißt, wie die Entfremdung überwunden werden könnte. Außerdem wird noch die Frage geklärt, wie sich Marx den Menschen in der "Assoziation" (siehe Kapitel 2 für Definition) vorgestellt hat.
Zuletzt wird in Kapitel 5 eine kurze Zusammenfassung der Arbeit gegeben. Darüber hinaus wird kurz skizziert, wie und wo Marx problematisch erscheint und wie die Diskussion im politikwissenschaftlichen Bereich derzeit aussieht.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

2. Freiheitsbegriff bei Marx

2.1 Positiver Freiheitsbegriff bei Marx

2.2 Negative Freiheitsbegriffe für Marx

2.3 Der Künstler als Beispiel für freiheitliche Arbeit

3. Die Entfremdung im Kapitalismus als Ursache der Unfreiheit

3.1 Entfremdungsbegriff bei Marx

3.1.1 Entfremdung im Verhältnis zu den Produkten seiner Arbeit

3.1.2 Die Entfremdung von der Tätigkeit als dem Arbeiter nicht angehörige Tätigkeit

3.1.3 Selbstentfremdung

3.1.4 Entfremdung von der Gesellschaft

3.2 Das Verhältnis von Freiheit und Entfremdung

4. Der Mensch in Freiheit

5. Was bleibt von Marx´ Ideen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis der Begriffe Freiheit, Entfremdung und Kapitalismus im Denken von Karl Marx. Ziel ist es, den marxschen Freiheitsbegriff zu rekonstruieren und aufzuzeigen, wie die kapitalistische Produktionsweise nach Marx notwendig zur Entfremdung führt, welche die individuelle Freiheit des Menschen systematisch untergräbt.

  • Rekonstruktion des marxschen Freiheitsbegriffs
  • Analyse der Entfremdung im Kapitalismus als Ursache für Unfreiheit
  • Die vier Dimensionen der Entfremdung bei Marx
  • Das Spannungsfeld zwischen der Freiheit des Einzelnen und der gesellschaftlichen Notwendigkeit
  • Kritische Würdigung der Relevanz marxistischer Ideen für moderne Gesellschaftstheorien

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Entfremdung im Verhältnis zu den Produkten seiner Arbeit

Der Arbeiter steht zu seinem Produkt als sei es ein fremdes Wesen, da er sich in der Produktion des Produktes von diesem entfremdet. Das Verhältnis zueinander ist ein gestörtes, weil das Produkt der Arbeit dem Arbeitenden strukturell schadet statt ihm zu helfen. Es dominiert ihn und in dieser Konsequenz versklavt es ihn auch. Hier setzt die Entfremdung ein, da der Arbeiter keinen Einfluss auf das Wirken seines Produktes hat. Er produziert für den anonymen Markt, welcher auch ihn als Ware ansieht. Dieses Produkt produziert er nicht für sich, sondern um überleben zu können.

Dass heisst er gibt es ab und erhält damit jene Strukturen aufrecht, die seine permanente Entfremdung von der Arbeit bedingen und die Dialektik erschaffen wird und erhalten bleibt zwischen Arbeiter und Produkt. Diese Dialektik spiegelt sich in unendlich vielen Formen wider, wie etwa, dass je mehr der Arbeiter produziert, er umso ärmer wird und dadurch wiederum ein anderer umso reicher werden muss. Arbeit bringt nicht einfach Waren hervor, sondern bringt sich selbst als Ware hervor. Dadurch, dass der Arbeiter das ihm selbst schadende System durch seine Produkte stützt, schadet er durch seine Arbeit - seiner grundlegenden Tätigkeit - sich selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Fundament für die Arbeit, indem sie die Relevanz der Untersuchung von Freiheit und Entfremdung bei Karl Marx im Kontext seiner Kapitalismuskritik herausstellt.

2. Freiheitsbegriff bei Marx: Dieses Kapitel erarbeitet Marx' Verständnis von Freiheit, wobei zwischen einem positiven Ideal und den als negativ wahrgenommenen Einschränkungen innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft unterschieden wird.

3. Die Entfremdung im Kapitalismus als Ursache der Unfreiheit: Hier wird detailliert dargelegt, wie die Entfremdung in vier Formen den Menschen von seiner Arbeit, seinem Produkt, seinem Wesen und der Gesellschaft entfremdet und als Hauptursache der Unfreiheit fungiert.

4. Der Mensch in Freiheit: Dieses Kapitel erläutert Marx' Konzept der Revolution als notwendiges Mittel zur Überwindung des Kapitalismus, um durch die Assoziation Freiheit wiederherzustellen.

5. Was bleibt von Marx´ Ideen?: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Anwendbarkeit und die Schwachstellen von Marx' Thesen in der heutigen Zeit.

Schlüsselwörter

Karl Marx, Freiheit, Entfremdung, Kapitalismus, Arbeit, Lohnarbeit, Assoziation, Revolution, positive Freiheit, negative Freiheit, Selbstentfremdung, Klassengesellschaft, Produkt, Produktionsverhältnisse, Urkommunismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretische Verknüpfung der Begriffe Freiheit, Entfremdung und Kapitalismus im Denken von Karl Marx.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rekonstruktion des marxschen Freiheitsverständnisses, die Entfremdungserscheinungen unter kapitalistischen Produktionsbedingungen und die Transformation hin zur kommunistischen Assoziation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte aufzeigen, wie Marx Freiheit und Entfremdung konzeptualisiert und in welchem Verhältnis diese zu seiner fundamentalkritischen Analyse des Kapitalismus stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung von Marx' Frühwerken und der kritischen Auseinandersetzung mit einschlägiger Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Freiheitsbegriff bei Marx, die verschiedenen Arten der Entfremdung und das Ziel einer revolutionären Überwindung der bestehenden Verhältnisse detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Freiheit, Entfremdung, Lohnarbeit, Assoziation und Kapitalismuskritik charakterisiert.

Wie definiert Marx den Zusammenhang zwischen Freiheit und Gesellschaft?

Nach Marx kann der Mensch nur mit und durch die Gesellschaft frei werden. Freiheit ist demnach kein isolierter Zustand, sondern verwirklicht sich erst in einer Assoziation, in der sich die Entwicklung des Einzelnen und der Gemeinschaft gegenseitig bedingen.

Warum hält Marx die Revolution für alternativlos?

Marx betrachtet die Klassenantagonismen und die tiefverwurzelte Entfremdung im Kapitalismus als so gravierend, dass nur eine radikale Umgestaltung der Produktionsverhältnisse durch eine Revolution den Weg in die Freiheit ebnen kann.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Freiheit bei Karl Marx unter dem Gesichtspunkt der Entfremdung
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Curso
Politische Philosophie
Calificación
1,7
Autor
Max Nothaft (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
16
No. de catálogo
V154913
ISBN (Ebook)
9783640676033
ISBN (Libro)
9783640675937
Idioma
Alemán
Etiqueta
Freiheit Karl Marx Gesichtspunkt Entfremdung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Max Nothaft (Autor), 2010, Freiheit bei Karl Marx unter dem Gesichtspunkt der Entfremdung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154913
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