Mit dieser Arbeit wollte man einen Blick auf wichtige Themen der Existenzphilosophie und zentrale Gedanken des französischen Existentialismus werfen und deren Ausgangsthese vom Entwurfscharakter der Existenz, mit Hilfe einer Unterscheidung der Begriffe Wesen und Existenz verständlich machen. Anhand ausgewählter Zitate konnten einige wesentliche Aussagen von Camus und Satre nebeneinander gestellt und erläutert werden. Abschließend sollte am Beispiel von de Beauvoir und feministischen Ansätzen aus deren Erbe gezeigt werden, dass Existenzphilosophie der konkreten Existenz des Menschen nicht nur nachdenken will, sondern sich immer auch dem Anspruch stellt, dass die existenzphilosophische Haltung gelebt werden muss.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsklärung
- Zentrale Themen existenzphilosophischen Denkens
- Angst als Grundbefindlichkeit des Menschen
- Freiheit und Freitod
- Die Sinnfrage
- Tod als Zuspitzung der Sinnfrage
- Feministische Konsequenzen existenzphilosophischen Denkens
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Seminararbeit analysiert die Grundzüge der Existenzphilosophie und ihre Bedeutung für das menschliche Leben und Denken. Sie beleuchtet den zentralen Begriff der Existenz in Abgrenzung zur Essenz und untersucht die wichtigsten Themen der Existenzphilosophie, darunter die Konzepte von Angst und Freiheit, die Frage nach dem Sinn des Lebens und der Rolle des Todes in diesem Kontext.
- Begriffliche Klärung von Existenz und Essenz
- Existenzphilosophische Grundthemen: Angst, Freiheit, Sinnfrage, Tod
- Kritik an der traditionellen Philosophie und die Umkehrung des Seinsbegriffs
- Das Individuum als Ausgangspunkt und die Herausforderungen der Subjektivität
- Feministische Perspektiven und die Relevanz existenzphilosophischen Denkens für die Frauenbewegung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Existenzphilosophie ein und legt den Fokus auf die Abgrenzung von Existenz und Essenz. Im zweiten Kapitel wird der Begriff Existenz detailliert analysiert, wobei der Unterschied zu Essenz und die Bedeutung für das Verständnis der menschlichen Natur betont werden.
Das dritte Kapitel befasst sich mit zentralen Themen der Existenzphilosophie wie Angst, Freiheit, Sinnfrage und Tod. Die Analyse beleuchtet die individuellen Erfahrungen und die Herausforderungen, die mit diesen Themen verbunden sind.
Kapitel 4 untersucht die Auswirkungen der Existenzphilosophie auf feministisches Denken und beleuchtet die Relevanz des existenzphilosophischen Denkens für die Frauenbewegung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die zentralen Begriffe und Themen der Existenzphilosophie, insbesondere auf die Konzepte von Existenz und Essenz, Angst, Freiheit, Sinnfrage, Tod und die Relevanz für feministische Perspektiven. Die Arbeit analysiert die Kritik an der traditionellen Philosophie und die Bedeutung der individuellen Erfahrungen für das Verständnis der menschlichen Natur.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die zentrale These der Existenzphilosophie laut dieser Arbeit?
Die zentrale These ist der Entwurfscharakter der Existenz, was bedeutet, dass der Mensch zuerst existiert und sich dann selbst definiert (Existenz geht der Essenz voraus).
Welche Philosophen werden in der Arbeit verglichen?
Die Arbeit stellt wesentliche Aussagen von Albert Camus und Jean-Paul Sartre gegenüber und erläutert diese.
Welche Rolle spielt die Angst in der Existenzphilosophie?
Angst wird als Grundbefindlichkeit des Menschen betrachtet, die aus der absoluten Freiheit und der Notwendigkeit, sich selbst zu entwerfen, resultiert.
Wie wird das Thema Tod in der Arbeit behandelt?
Der Tod wird als Zuspitzung der Sinnfrage analysiert, die das Individuum mit der Endlichkeit seiner Existenz konfrontiert.
Welchen Bezug gibt es zwischen Existenzphilosophie und Feminismus?
Am Beispiel von Simone de Beauvoir wird gezeigt, dass die existenzphilosophische Haltung gelebt werden muss und wichtige Impulse für die Frauenbewegung lieferte.
Was bedeutet "Subjektivität" in diesem Kontext?
Subjektivität bedeutet, dass das Individuum der Ausgangspunkt allen Denkens ist und die Herausforderung annehmen muss, sein Leben eigenverantwortlich zu gestalten.
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- Mag. Renate Enderlin (Author), 2010, Themen und Konsequenzen der Existenzphilosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154980