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Welchen Beitrag kann Soziale Arbeit im mobilen und stationären Palliativbereich leisten?

Título: Welchen Beitrag kann Soziale Arbeit im mobilen und stationären Palliativbereich leisten?

Tesis (Bachelor) , 2010 , 55 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: BA Marcello Mauritius Ladinig (Autor)

Sociología - Vejez
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Gegenstand dieser Arbeit ist die Situation krebskranker bzw. sterbenskranker Menschen, welche institutionell also in einem Krankenhaus betreut werden und zum Großteil auch dort versterben. Nachgehend, mit der Intention konkrete Aufgaben und Umgangsformen der Sozialen Arbeit im mobilen und stationären Palliativbereich zu verorten, entstand die Motivation, mich mit diesem relativ jungen Handlungsfeld Sozialer Arbeit zu beschäftigen. Bezug wird nicht auf den gesamten Verlauf einer eventuell tödlichen Erkrankung, sondern auf die letzen Monate, Wochen oder Tage im Leben sterbenskranker Menschen genommen. Hauptaufgabe in diesem Handlungsfeld der Sozialen Arbeit ist es, für das Casemanagement verantwortlich zu sein. Dies sind generalistische Tätigkeiten um z. B. als Ansprechpartner für Betroffene und Angehörige zur Verfügung zu stehen. Das Casemanagement sorgt dafür, dass das soziale Umfeld, sowie alle tätigen Institutionen und Akteure im Handlungsfeld berücksichtigt und koordiniert werden. Professionelles sozialarbeiterisches Handeln kann somit seinen eigenen fachlichen Beitrag im Kontext verschiedenster Disziplinen leisten, um die letzte Phase schwerstkranker Personen so erträglich und angenehm wie möglich zu gestalten. Umgesetzt wird dies durch eine klare Positionsbestimmung, durch vorhandene fachliche Qualifikationen und durch einen professionell reflexiven Umgang mit Leid und Tod.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Prolog

2 Beschreibung der Einrichtung

2.1 Leitbild und Organisation des Krankenhauses

2.2 Palliativmedizinische Betreuung am Krankenhaus

2.3 KlientInnen - Wünsche & Wirklichkeit - Eindrücke aus der Palliativabteilung

2.4 Reflexion zur Situation sterbender PatientInnen

2.5 Aufgaben & Projekte im Rahmen des Praktikums

2.5.1 A – Administrative Tätigkeiten

2.5.2 S – Stationstätigkeiten

2.5.3 B – Beratungsgespräche

2.5.4 P – Projekttätigkeiten

3 Fallanalyse im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

3.1 Zentrale Aufgaben, Methoden und Zugänge der Sozialen Arbeit

3.1.1.1 Das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit im Palliativbereich

3.1.1.2 Herausforderungen für die Soziale Arbeit

3.1.1.3 Psychosoziale Begleitung von PatientInnen

3.1.1.4 Psychosoziale Begleitung von Angehörigen

3.1.1.5 Trauerbegleitung

3.1.1.6 Qualitätskriterien im Begleit- und Beratungsprozess

3.1.2 Methoden Sozialer Arbeit im Palliativkontext

3.1.3 Fachliche Voraussetzungen für SozialarbeiterInnen

3.1.4 Soziale Arbeit im Krankenhaus versus Klinische Sozialarbeit

3.1.5 Berufliche Positionsbestimmung der Sozialen Arbeit im Krankenhaus

3.2 Falldarstellung des Herrn B. im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

3.2.1 Anamnese – Sammlung an Vorinformationen

3.2.2 Diagnose – Problemdefinition

3.2.3 Intervention – Handlungsstrategien und Methoden

3.2.4 Evaluation – sozialarbeiterische Bewertung des Falls

3.3 Beantwortung der Fragestellung

4 Reflexion & Epilog

4.1 Mehrdimensionale Betrachtung des Todes und Reflexivität

4.2 Epilog

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Rolle der Sozialen Arbeit im Palliativkontext zu beleuchten, Erfahrungen aus einem Praktikum kritisch zu reflektieren und den professionellen Beitrag dieser Disziplin bei der Begleitung sterbender Menschen und deren Angehöriger darzustellen. Dabei wird anhand einer konkreten Fallanalyse untersucht, wie sozialarbeiterische Interventionen zur Handlungsfähigkeit und Lebensqualität in einer akuten Krisensituation beitragen können.

  • Struktur und Aufgaben der Sozialen Arbeit im Krankenhaus.
  • Methoden wie Casemanagement und Empowerment im Sterbeprozess.
  • Reflexion der psychosozialen Begleitung von PatientInnen und Angehörigen.
  • Umgang mit komplexen Problemlagen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit.
  • Mehrdimensionale Betrachtung von Tod, Sterben und Lebenssinn.

Auszug aus dem Buch

2.3 KlientInnen - Wünsche & Wirklichkeit - Eindrücke aus der Palliativabteilung

So manchen Patienten, welchen ich in meiner Praktikumszeit begleiten durfte, ist es nicht leicht gefallen, Ängste und Sorgen zum Thema Tod und Sterben mitzuteilen. Es gab jedoch Momente, wo der Zugang zu Gesprächen gelang und so durfte ich einige Erlebnisse von Leid und Schicksal, aber auch von Dankbarkeit und Hoffnung in mein Praktikumstagebuch aufnehmen, wie z. B. folgende drei Kurzeindrücke schwer erkrankter Menschen:

Patientin 69 Jahre, Diagnose - fortgeschrittenes Pankreaskarzinom, Prognose - unheilbar; Eine Dame welche als Pensionistin verwitwet war und ihr ganzes Leben sich stets bester Gesundheit erfreuen konnte, musste sich vor kurzem einer Operation unterziehen, um einen Krebstumor entfernen zu lassen. Die anschließenden Chemotherapien waren leider erfolglos und so erhielt sie die traurige Nachricht vom Oberarzt, dass sie nur noch wenige Monate zu leben habe, da alle Versuche den Tumor zu bekämpfen erfolglos blieben. In diesem Zusammenhang kamen ihr sehr rasch Gedanken zum Thema Sterben und Tod. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass es nach dem körperlichen Tod noch etwas geben sollte, obwohl sie es sich wünschte. Am Anfang war eine gewisse Auflehnung, man könnte fast sagen Aggression zu spüren, wobei sich diese Auflehnung in langsamen Schritten zu einem Lernprozess und Gesinnungswandel veränderte. Ich besuchte sie fast täglich, um mit ihr über ihre Gedanken und Ängste zu sprechen. Nach ca. einem Monat verschlechterte sich ihre gesundheitliche Situation, trotzdem merkte ich, wie sie immer gelassener wurde. Als ich sie darauf ansprach, wie sie sich fühle, sagte sie mit leiser Stimme: „Wissen sie, ich spüre, dass mein Mann auf mich wartet. Ich habe ja hier nichts mehr zu erledigen. Meine zwei Töchter leben schon seit Jahren in England und haben dort ein schönes zu Hause. Ich habe hier, soweit ich konnte, immer versucht mich einzusetzen. Ich glaube, es ist mir soweit gelungen. Ich habe auch nicht mehr die Kraft, mich gegen diese Krankheit zu wehren. Ich kann nicht mehr.“ Nach diesen Worten merkte ich, dass sie dem Abschied zustimmte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Prolog: Einleitung in die Thematik der Sozialen Arbeit im Palliativkontext sowie Formulierung der Forschungsfragen basierend auf persönlichen Praktikumserfahrungen.

2 Beschreibung der Einrichtung: Darstellung des Leitbildes und der palliativmedizinischen Versorgung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder sowie eine Übersicht der praktischen Aufgabenfelder.

3 Fallanalyse im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder: Theoretische Fundierung der Sozialen Arbeit im Palliativbereich und detaillierte Darstellung einer komplexen Fallbegleitung inklusive Diagnostik und Evaluation.

4 Reflexion & Epilog: Reflexion über die mehrdimensionale Bedeutung des Todes sowie ein abschließendes Resümee über den professionellen Nutzen des Praktikums.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Palliativmedizin, Sterbebegleitung, Casemanagement, Empowerment, Krankenhaus, Trauerbegleitung, psychosoziale Betreuung, Krisenintervention, Lebensbewältigung, Angehörigenarbeit, Interdisziplinarität, Sozialberatung, Klinische Sozialarbeit, Qualitätskriterien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit im Krankenhaus, speziell in der mobilen und stationären Palliativbetreuung von sterbenskranken Menschen und deren Angehörigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die psychosoziale Begleitung in der Sterbephase, Methoden der professionellen Beratung, die Arbeit mit Angehörigen und die Bewältigung komplexer Lebenskrisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den eigenständigen fachlichen Beitrag der Sozialen Arbeit im Palliativkontext zu definieren und aufzuzeigen, wie sie Betroffene durch professionelle Methoden in ihrer Lebensbewältigung unterstützen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine multiperspektivische Fallanalyse nach Burkhard Müller sowie theoretische Modelle wie Casemanagement und Empowerment zur Strukturierung und Bewertung der sozialarbeiterischen Intervention.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Handlungsfeldes, stellt die professionelle Rolle der Sozialarbeit gegenüber der klinischen Arbeit dar und dokumentiert anhand eines Fallbeispiels konkrete Maßnahmen der Unterstützung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Soziale Arbeit, Palliativmedizin, Sterbebegleitung, Empowerment, Casemanagement, Krisenintervention und Lebensbewältigung.

Warum war bei dem Fallbeispiel Herr B. die soziale Arbeit so gefordert?

Da der Patient kurz vor seinem Tod keine Vorsorge traf und durch familiäre Spannungen sowie soziale Isolierung aufgrund einer Inzesthandlung belastet war, musste der Sozialdienst nach seinem Ableben essenzielle organisatorische Hilfen für die hinterbliebene Familie leisten.

Wie konnte Frau B. durch das Empowerment-Konzept unterstützt werden?

Durch die Einbindung ehrenamtlicher Mitarbeiter und die Strukturierung ihrer persönlichen Finanzen und Wohnungssituation wurde Frau B. befähigt, ihre Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen und eine stabile Lebensperspektive für sich und ihren Sohn zu entwickeln.

Final del extracto de 55 páginas  - subir

Detalles

Título
Welchen Beitrag kann Soziale Arbeit im mobilen und stationären Palliativbereich leisten?
Universidad
University of applied sciences Kärnten  (Soziale Arbeit)
Calificación
1,3
Autor
BA Marcello Mauritius Ladinig (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
55
No. de catálogo
V154998
ISBN (Ebook)
9783640682300
ISBN (Libro)
9783640683000
Idioma
Alemán
Etiqueta
Palliativ Soziale Arbeit im Krankenhaus Sterbebegleitung Hospiz Trauerbegleitung Fallanalyse im Krankenhaus Psychosoziale Begleitung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
BA Marcello Mauritius Ladinig (Autor), 2010, Welchen Beitrag kann Soziale Arbeit im mobilen und stationären Palliativbereich leisten?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154998
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