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Die kubanische Volksreligion Santería und ihre Heilrituale

Titre: Die kubanische Volksreligion Santería und ihre Heilrituale

Dossier / Travail de Séminaire , 2004 , 15 Pages , Note: 1,2

Autor:in: M.A. Oliver Kneip (Auteur)

Ethnologie / Anthropologie Culturelle
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Die kubanische Volksreligion ist die Santería – daran haben weder fünf Jahrhunderte katholischer Mission noch drei Jahrzehnte sozialistischen Atheismus´ etwas ändern können.
Die Santería ist eine synkretistische Religion, sprich: ein eigenwilliges Mischprodukt aus afrikanischen Gottheiten und Kulten, die mit den Sklavenschiffen ins Land kamen, und der katholischen Religion, die die spanischen Kolonialherren auf der Insel implantierten – und beides vermengt und weiter entwickelt zu einer neuen, spezifischen kubanischen Religion, deren hervorstechendstes Merkmal vielleicht ihre Toleranz ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzer historischer Überblick

3. Santería

3.1 Orishas

3.2 Heilung mit Hilfe der Orishas

3.3 Heilrituale

3.4 Heilrituale bei der Abakuá Sekte

3.5 Weitere Rituale

4. Ablauf eines nangaré-Ritus

5. Mythologie der Yoruba

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die synkretistische kubanische Volksreligion Santería mit einem besonderen Fokus auf deren Heilpraktiken, Rituale und die Verehrung der Orishas, um die Verbindung zwischen afrikanischen Traditionen und katholischen Einflüssen sowie deren Bedeutung im Alltag zu beleuchten.

  • Synkretistische Strukturen der Santería und ihr Verhältnis zum Katholizismus
  • Die Rolle und Hierarchie der Orishas als Schutzgötter
  • Praktiken der Heilung und rituelle Zeremonien in der Regla de Ocha
  • Besonderheiten und Exklusivität der Abakuá-Sekte
  • Parallelen zwischen afrikanischem Aberglauben und iberischem Spiritismus

Auszug aus dem Buch

3.1 Orishas

Afrikanische Sklaven mussten ihre Gottheiten unter einer christlichen Oberfläche verstecken, so dass diese jeweils mit einer katholischen Heiligenfigur verschmolzen. Beinahe jeder Orisha entspricht einem katholischen Heiligen. So ist z.B. der heilige Lazarus (Schutzpatron der Kranken) im Santería Glaube der Orisha Babalú Ayé. Gleichwie im Katholizismus ist er bei Santería ebenfalls der Schutzpatron der Kranken und wird auch als ein auf Krücken laufender Mann dargestellt. Die heilige Barbara ist äquivalent zu Changó (Gott der Männlichkeit, des Krieges und der Musik). Während die hl. Barbara als christliche Figur mit einem Schwert in der Hand dargestellt wird, ist sie bei den Santeros (Anhänger von Santería) mit einer Doppelaxt in der Hand abgebildet. Die Farben beider sind rot und weiß.

Weiter entspricht die hl. Jungfrau der Barmherzigkeit (Virgen de la Claridad) dem Orisha Ochún (Göttin der Liebe) usw.9

Jedem Orisha werden jeweils spezifische Fähigkeiten, Vorlieben, etc. zugeschrieben.

Sie bilden eine Art ontologische Rubrik welcher die Gläubigen anhand bestimmter Kriterien einzelne Phänomene, Vorgänge und Qualitäten unterordnen.10

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Santería als synkretistische kubanische Volksreligion ein und skizziert die Untersuchung der Heilrituale sowie der historischen Hintergründe.

2. Kurzer historischer Überblick: Das Kapitel bietet eine chronologische Übersicht der Geschichte Kubas von der Entdeckung durch Kolumbus bis hin zur Etablierung des sozialistischen Atheismus und der Entwicklung der Religionsfreiheit.

3. Santería: Hier werden die Grundlagen der Santería als Verschmelzung afrikanischer Kulte und katholischer Religion sowie deren drei Hauptrichtungen erläutert.

3.1 Orishas: Dieser Abschnitt beschreibt die Konzeption der Orishas und deren Identifikation mit katholischen Heiligen als Schutzgötter der Gläubigen.

3.2 Heilung mit Hilfe der Orishas: Es wird dargelegt, wie durch die Verehrung und Opfergaben an die Orishas Heilungsprozesse bei Krankheiten initiiert werden sollen.

3.3 Heilrituale: Das Kapitel behandelt die verschiedenen rituellen Praktiken, von der Initiation bis zur alltäglichen spirituellen Reinigung durch Heilkräuter und Bäder.

3.4 Heilrituale bei der Abakuá Sekte: Hier wird auf die exklusive und geheimnisvolle Praxis der Abakuá-Sekte eingegangen, die sich durch spezifische Initiationsrituale und Trancezustände auszeichnet.

3.5 Weitere Rituale: Dieser Teil beleuchtet alltägliche Formen des Schutzes gegen böse Geister, wie den Ánima Sóla Kult oder die Verwendung von Talismanen in den Wohnungen der Gläubigen.

4. Ablauf eines nangaré-Ritus: Dieser Abschnitt protokolliert detailliert den zeremoniellen Ablauf eines spezifischen Ritus im Zusammenhang mit der Vergabe von Babalú Ayé.

5. Mythologie der Yoruba: Hier wird die Schöpfungsgeschichte und die Rolle der Götter innerhalb der Mythologie der Yoruba als Basis des Santería-Glaubens dargestellt.

6. Schlussbemerkung: Die Zusammenfassung reflektiert die Symbiose aus traditionellen Riten und kolonialen Einflüssen sowie deren fortwährende Bedeutung im modernen Kuba.

Schlüsselwörter

Santería, Kuba, Orishas, Regla de Ocha, Heilrituale, Synkretismus, Abakuá, Volksreligion, Initiationsritus, Babalú Ayé, Yoruba, Besessenheit, Aberglaube, Opfergaben, Heilpraktiken

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Santería auf Kuba, einer synkretistischen Religion, und analysiert deren rituelles Leben, insbesondere den Bereich der Heilung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Geschichte der Santería, der Hierarchie der Orishas, den verschiedenen Heilungsritualen und der mythologischen Herleitung aus der Yoruba-Tradition.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich afrikanische und europäische Einflüsse zu einer spezifischen kubanischen Religionsform verbunden haben und welche Bedeutung diese für die Heilpraxis der Gläubigen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse religiöser Praktiken und nutzt historische sowie ethnologische Quellen, um die Entwicklung und Ausübung der Santería darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Orishas, die verschiedenen Heilungsmethoden, die Bedeutung von Initiationsriten und die spezifischen Praktiken der Abakuá-Sekte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Synkretismus, Heilrituale, Orishas, Abakuá, Besessenheit und kulturelle Symbiose stehen im Zentrum der inhaltlichen Betrachtung.

Wie unterscheidet sich die Besessenheit in der Santería vom Verständnis des Katholizismus?

In der Santería wird die Besessenheit (Entase) als positive Übernahme des Körpers durch einen Orisha verstanden, während sie im Katholizismus oft mit dämonischem Einfluss assoziiert wird.

Welche Rolle spielt der "Nangaré-Ritus" in der religiösen Praxis?

Der Nangaré-Ritus ist ein zeremonieller Ablauf, der insbesondere im Kontext der Vergabe von Babalú Ayé praktiziert wird und eine enge Verbindung von Musik, Gesang und Opfergabe darstellt.

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Résumé des informations

Titre
Die kubanische Volksreligion Santería und ihre Heilrituale
Université
LMU Munich
Cours
Hauptseminar
Note
1,2
Auteur
M.A. Oliver Kneip (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
15
N° de catalogue
V155089
ISBN (ebook)
9783640688814
ISBN (Livre)
9783640688777
Langue
allemand
mots-clé
Santería Heilrituale Kuba
Sécurité des produits
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Citation du texte
M.A. Oliver Kneip (Auteur), 2004, Die kubanische Volksreligion Santería und ihre Heilrituale, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155089
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Extrait de  15  pages
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