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Das Musical "Chicago" von Rob Marshall

Die USA in den 20er Jahren

Title: Das Musical "Chicago" von Rob Marshall

Term Paper , 2007 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Rosalinda Basta (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

Chicago in den zwanziger Jahren. Die Tänzerin Velma Kelly (Catherine Zeta-Jones) ist der Star der Chicagoer Nachtclubszene. Die junge Roxie Harth träumt davon, genau so ein Star zu werden, wie ihr Vorbild. Doch vorerst bleibt ihr dieser Erfolg versagt. Nachdem man Velma Kelly wegen Doppelmordes einsperrt und Roxie einen Monat später auch wegen Mordes in das gleiche Gefängnis inhaftiert wird, sieht Roxie endlich ihre große Chance. Der große Staranwalt Billy Flynn (Richard Gere), der zuerst Velma Kelly vertritt, nimmt sich nach einigen Hindernissen ihrer an. In einer Stadt, in der Mord und Medien den Alltag bestimmen wird Roxie endlich zum umjubelten Star.
Bei diesem Film handelt es sich in allererster Linie um ein Musical und wie jedes traditionelle Hollywood Musical enthält auch dieses neben Gesang und Tanz eine begleitende Narration. Herauszufinden gilt es nun, die Konventionen des klassischen Holywood Musicals aus diesem Film herauszuarbeiten, um welches Genre, Subgenre oder Sujet es sich bei dieser Narration handelt, die neben einem Musical miterzählt wird und wie die Verflechtung beider Elemente miteinander funktioniert.
Jane Feuer hat den Begriff Musical mit den vier einfachen Worten „The world of entertainment“ beschrieben. Ein Musical ist in allererster Linie ein Unterhaltungsfilm, in dem Gesang und Tanz das Geschehen dominieren. Zwar haben Musicals neben diesen beiden Komponenten auch einen erzählerischen Inhalt, aber vermutlich nur, weil die Zuschauer in der Frühentwicklungsphase des Musicals es mehr genossen, eine Unterhaltungsnummer zu sehen, die im Kontext zur Show stand, statt Märchengeschichten, mit ihren Königinnen und Königen, bei denen plötzlich ein Lied eingeschoben wurde. Doch trotz der eingefügten Narration, besteht die primäre Intension eines Musicals darin, den Zuschauer zu unterhalten. Jane Feuer ist der Meinung, dass das Musical das Genre ist, das die größte Illusion gibt und bei dem es sich um eine Unwahrheit handelt. Sie begründet es folgendermaßen, in dem sie die Begriffe show und entertainment unterscheidet:
„[…] it means, that entertainment is shown as having greater value than it actually does. In this sense musicals are ideological products; they are full of deceptions.”
Mit The Jazz Singer (Alan Crosland 1927) wurden die Showbusinnesgeschichten in den USA geboren. Das tänzerische Element kam bei den Musicals erst in den 30er Jahren mit dem bekannten Paar Fred Astaire und Ginger Rogers, hinzu.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Definition des klassischen Hollywood Musicals

2.1) Die Überspitzung der Gefühle in Chicago

2.2) Zusammenfassung

3) Die Nebengeschichte

3.1) Geschichtliche Fakten zur Entstehung des Gangsterfilms

3.2) Elemente des Gangsterfilm in Chicago

3.3) Chicago, ein Abbild der zwanziger Jahre in den USA

4) Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie in Rob Marshalls Film „Chicago“ die Konventionen des klassischen Hollywood-Musicals mit einem erzählerischen Sujet verflochten werden, das die USA der 1920er Jahre thematisiert und Elemente des Gangsterfilms aufgreift.

  • Konventionen und Struktur des klassischen Hollywood-Musicals
  • Die Funktion von Tanz und Gesang als Ausdruck emotionaler Überspitzung
  • Analyse historischer Aspekte der 1920er Jahre in den USA im Film
  • Kritische Auseinandersetzung mit Gangsterfilm-Elementen in „Chicago“
  • Die Rolle von Starbesetzung und Medieninszenierung im Entertainment-Kontext

Auszug aus dem Buch

3.2) Elemente des Gangsterfilm in Chicago

Nachdem die wesentlichen Merkmale eines Gangsterfilms, die für die Zuordnung zu diesem Genre entscheidend sind, dargestellt wurden, ergibt sich nun die Fragestellung, inwiefern diese Elemente in Chicago vorhanden sind. Die Geschichte in diesem Film handelt von zwei Frauen, die einen Mord, bzw. einen Doppelmord begangen haben und von einem korrupten, lediglich an Geld interessierten Rechtsanwalt. Er spielt in der Großstadtmetropole Chicago, die auch die Stadt war, in der der berüchtigte Gangster Al Capone über Jahre hinweg die Unterwelt regierte. Doch Jazzmusik, Alkohol, ein Nachtclub und eine Pistole sind zwar Elemente, die in einem Gangsterfilm vermehrt vorkommen, aber nicht ausschlaggebend für die Zuordnung zu diesem Genre sind. In der zweiten Sequenz, in der Roxy Harth ihren Geliebten erschießt, sind auch keine wesentlichen Merkmale eines Gangsterfilms zu erkennen. Denn bei ihrem Geliebten handelt es sich um einen mittelständigen Möbelverkäufer, der, wie er auch selbst erwähnt, keinerlei Kontakte und Beziehungen zu Personen mit Einfluss hat und auch

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Einführung in die Handlung von „Chicago“ und Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Genre-Konventionen und deren Verflechtung.

2) Definition des klassischen Hollywood Musicals: Erläuterung der Intention des Musicals als Unterhaltungsmedium und Abgrenzung zu anderen Filmgenres.

2.1) Die Überspitzung der Gefühle in Chicago: Analyse, wie Musik und Tanz in „Chicago“ genutzt werden, um emotionale Zustände der Figuren zu verstärken.

2.2) Zusammenfassung: Kurze Rekapitulation der wesentlichen Merkmale des klassischen Musicals im Kontext des untersuchten Films.

3) Die Nebengeschichte: Untersuchung des historischen Kontexts der 1920er Jahre in den USA als erzählerischer Hintergrund.

3.1) Geschichtliche Fakten zur Entstehung des Gangsterfilms: Darstellung der historischen und soziokulturellen Entstehungsbedingungen des Gangster-Genres.

3.2) Elemente des Gangsterfilm in Chicago: Überprüfung, ob „Chicago“ trotz inhaltlicher Parallelen tatsächlich dem Genre des Gangsterfilms zugeordnet werden kann.

3.3) Chicago, ein Abbild der zwanziger Jahre in den USA: Einordnung des Films als Spiegelbild der Moralvorstellungen und gesellschaftlichen Veränderungen der 1920er Jahre.

4) Schlussfolgerung: Fazit zur erfolgreichen Verbindung von Musical-Konventionen und historischem Sujet unter Regie von Rob Marshall.

Schlüsselwörter

Chicago, Musical, Hollywood, Gangsterfilm, 1920er Jahre, Entertainment, Genre-Theorie, Rob Marshall, Musikfilm, Unterhaltung, Amerikanischer Traum, Narration, Tanz, Medien, Starbesetzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Films „Chicago“ unter der Fragestellung, wie das Genre des klassischen Hollywood-Musicals mit einem narrativen Sujet verknüpft ist, das historische Gegebenheiten der USA in den 1920er Jahren behandelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Definition des klassischen Musicals, die Bedeutung von Gesang und Tanz als emotionales Ausdrucksmittel sowie die Untersuchung von Elementen des Gangsterfilms in der narrativen Struktur des Films.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Konventionen des klassischen Hollywood-Musicals im Film „Chicago“ herauszuarbeiten und zu analysieren, wie die Verflechtung von Genre-Elementen und historischem Hintergrund erfolgreich umgesetzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine filmwissenschaftliche Analyse, bei der Genre-Konventionen und narrative Elemente anhand von theoretischen Definitionen (u.a. von Jane Feuer, Lee Edward Stern) auf das untersuchte Filmmaterial angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Musical-Strukturen, die Analyse der emotionalen Darstellung durch Musik und eine kritische Gegenüberstellung mit den Merkmalen des Gangsterfilms sowie eine historische Einordnung in die 1920er Jahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Musical, Gangsterfilm, 1920er Jahre, Entertainment, Hollywood, Narration und Rob Marshall definiert.

Inwiefern beeinflusst der historische Kontext der 1920er Jahre die Darstellung im Film?

Die 1920er Jahre fungieren als Spiegel für Konsummentalität, Prohibitionszeit und den Wandel der Moralvorstellungen, die als Nebengeschichte die Handlungen der Figuren in „Chicago“ maßgeblich prägen.

Warum kommt der Autor zu dem Schluss, dass „Chicago“ kein klassischer Gangsterfilm ist?

Der Autor argumentiert, dass wesentliche Merkmale wie organisierte Kriminalität aus Kalkül, professionelle Fluchtpläne oder die Darstellung eines Aufstiegs durch kriminelle Karriere fehlen; stattdessen stehen Affektmorde und Entertainment-Aspekte im Vordergrund.

Welche Rolle spielt die Besetzung der Hauptrollen für den Erfolg des Films?

Die Starbesetzung dient laut der Arbeit dazu, Erwartungshaltungen beim Publikum zu erzeugen und die intensive Vermittlung der Show-Elemente zu unterstützen, was maßgeblich zum Erfolg (u.a. Oscar-Auszeichnungen) beitrug.

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Details

Title
Das Musical "Chicago" von Rob Marshall
Subtitle
Die USA in den 20er Jahren
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Filmwissenschaft)
Course
Einführung in die Genretheorie
Grade
2,0
Author
Rosalinda Basta (Author)
Publication Year
2007
Pages
12
Catalog Number
V155155
ISBN (eBook)
9783640676651
ISBN (Book)
9783640676804
Language
German
Tags
Musical Chicago Marshall Jahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rosalinda Basta (Author), 2007, Das Musical "Chicago" von Rob Marshall, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155155
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