Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sociologie - Religion

Der Wandel des Weihnachtsfestes

Der Wandel vom christlichen Fest der Nächstenliebe zum Konsumfest

Titre: Der Wandel des Weihnachtsfestes

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 14 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Sebastian Schmelzer (Auteur)

Sociologie - Religion
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Vom ursprünglichen Fest der Nächstenliebe ist dem Weihnachtsfest kaum noch etwas geblieben.
Vielmehr hat es sich zu einem Fest der Geschenke entwickelt. Der Wandel des Weihnachtsfestes zu
seiner heutigen Form ist Gegenstand dieser Arbeit und durch die Erläuterung des Begriffs "Fest" und
die Merkmale des Festlichen einleitend erläutert. Anschließend werden die wichtigen gesellschaftlichen
Entwicklungen wie Familialisierung, Privatisierung und Kommerzialisierung beschrieben, die
zu der modernen Form des Weihnachtsfestes geführt haben. Anschließend wird untersucht, inwieweit
die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes fortgeschritten ist. Des Weiteren wird aufgezeigt,
wieso Weihnachten heute als ein Familienfest gelten kann und wie stark dieses Familienfest vom
Konsum durchzogen ist. Dazu wird auf die Bedeutung von Weihnachten als einem wichtigen
Wirtschaftsfaktor eingegangen. Hierbei wird das Schenken als das heutzutage wichtigste
weihnachtliche Ritual verstanden und dargelegt, wie es von der Wirtschaft als Mittel zum Zweck der
Konsumsteigerung verwendet wird. Abschließend wird auf Gegenbewegungen zur
Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes hingewiesen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Definition von Festen

1.1 Charakteristikum des Festlichen

1.2 Bedeutung von Festen

2. Herausbildung des modernen Weihnachtsfestes

2.1 Weihnachten als Familienfest und dessen Privatisierung

2.2 Die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes

3. Das Weihnachtsfest in der heutigen Zeit

3.1 Die religiöse Bedeutung von Weihnachten

3.2 Die familiäre Bedeutung von Weihnachten

3.3 Die wirtschaftliche Bedeutung des Weihnachtsfestes

4. Geschenkezwang und Konsumrausch zum Weihnachtsfest

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel des Weihnachtsfestes vom ursprünglichen religiösen Fest der Nächstenliebe hin zu einem modernen, kommerzialisierten Familienfest. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit die religiöse Sinnhaftigkeit durch konsumorientierte Rituale, insbesondere das Schenken, verdrängt wurde.

  • Soziale und kulturelle Funktionen von Festen
  • Historische Genese des modernen Weihnachtsfestes
  • Strukturelle Bedeutung von Privatisierung und Familialisierung
  • Rolle des Schenkens als ökonomischer Motor
  • Gegenbewegungen zur Kommerzialisierung

Auszug aus dem Buch

Die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes

Wie schon angeführt, begann sich die großstädtische Gesellschaft zum Ende des 19. Jahrhunderts zur Konsumgesellschaft zu entwickeln. Dies hatte auch Auswirkungen auf das Weihnachtsfest. Wurden die Geschenke bis dahin vorwiegend auf Weihnachtsmärkten gekauft (vgl. Weber-Kellermann, 1978, S. 70), so konzentrierten sich die Weihnachtseinkäufe nun zunehmend auch auf die neu entstandenen Warenhäuser. Mit den Jahren wurde mehr und mehr geschenkt und Kinder erhielten viele verschiedene Varianten von Spielsachen. Besonders im Bürgertum wurde das Sozialprestige zu einem der Hauptmotive des Schenkens an Weihnachten (vgl. ebd.: S. 89). Seither ist das Schenken einer der Hauptbestandteile von Weihnachten.

Wie sehr das Schenkverhalten damals schon dem heutigen ähnelte, zeigt ein Zitat aus dem Jahre 1888: "[...] In die selige Gebestimmung drängen sich auch wieder die alten Sorgen: Was schenken wir unseren Freunden? Wie bewältigen wir am besten die Pflichtgeschenke, denen wir uns nicht entziehen können? [...] Wir atmen erleichtert auf, wenn wir das Kapitel erledigt haben. Es gibt Kreise, in denen das Schenken schon eine Art unangenehmen Geschäftes geworden ist. Immer größer wird die Anzahl derer, die man beschenken muss." (vgl. Weber-Kellermann 1978: S. 75).

In diesem Zitat über das weihnachtliche Schenken kommen Wörter wie "Pflicht", "Geschäft" und "müssen" vor. Mit dem freiwilligen Geben als Zeichen der Nächstenliebe scheint das wenig zu tun zu haben. Es zeigt sich eher eine Art von Geschenkezwang, dem man sich nicht entziehen kann. Das Schenken wurde mit der Zeit zum wichtigsten Bestandteil des Weihnachtsfestes und die Bescherung zum Höhepunkt der Weihnachtsfeiertage.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung umreißt den Wandel des Weihnachtsfestes und stellt die These auf, dass das Fest zunehmend seine religiöse Bedeutung zugunsten einer kommerziellen Familienfeier verloren hat.

1. Definition von Festen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Festlichen, insbesondere die Abgrenzung zum Alltag und die soziale Funktion der gemeinschaftsbildenden sowie regenerativen Aspekte.

2. Herausbildung des modernen Weihnachtsfestes: Die Analyse konzentriert sich auf das 19. Jahrhundert, in dem sich Weihnachten durch den Strukturwandel zur bürgerlichen Kleinfamilie und einsetzende Kommerzialisierungsprozesse neu formierte.

3. Das Weihnachtsfest in der heutigen Zeit: Hier wird der aktuelle Status Quo beleuchtet, wobei die nachlassende religiöse Bindung gegen die starke familiäre und ökonomische Verankerung des Festes abgewogen wird.

4. Geschenkezwang und Konsumrausch zum Weihnachtsfest: Dieses Kapitel thematisiert die ökonomischen Aspekte des Schenkens, den damit einhergehenden sozialen Druck sowie die existierenden Gegenbewegungen.

Fazit: Das Fazit resümiert, dass keine vollständige Sinnentlehnung stattgefunden hat, sondern eine signifikante Verschiebung der Bedeutungsschwerpunkte hin zum konsumorientierten Familienereignis.

Schlüsselwörter

Weihnachtsfest, Konsumgeschichte, Familienfest, Kommerzialisierung, Schenken, Gabentausch, Religiosität, Festkultur, Privatisierung, Wirtschaftsfaktor, Sozialprestige, Tradition, Weihnachtsmann, Geschenkezwang, Konsumgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Weihnachtsfeierlichkeiten von einem religiös geprägten Fest der Nächstenliebe zu einem kommerziell dominierten Familienereignis im Laufe der letzten Jahrhunderte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören die Definition des Begriffs „Fest“, die historische Entwicklung bürgerlicher Weihnachtsbräuche, die Rolle der Familie sowie die ökonomischen Aspekte von Konsum und Schenken.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, inwieweit Weihnachten heutzutage ein kommerzielles Familienfest ist, das seine ursprüngliche religiöse Bedeutung weitestgehend eingebüßt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kulturwissenschaftliche Analyse, die historische Literatur und aktuelle Umfragedaten heranzieht, um soziologische Entwicklungen und wirtschaftliche Zusammenhänge des Weihnachtsfestes darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition des Festbegriffs, die historische Genese ab dem 19. Jahrhundert sowie die Untersuchung der religiösen, familiären und wirtschaftlichen Bedeutungsdimensionen in der Gegenwart.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Konsumgesellschaft, Familienfest, Kommerzialisierung, Gabentausch, Sozialprestige und die Dynamik von Tradition und modernem Markt.

Wie spielt das Wirtschaftswachstum in das moderne Weihnachtsfest hinein?

Durch gezielte Werbung und die Inszenierung des Schenkens hat sich das Fest zu einem unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor entwickelt, dessen Vorbereitungszeit durch den Einzelhandel immer früher im Jahr eingeleitet wird.

Gibt es Ansätze, sich diesem Konsumtrend entgegenzustellen?

Ja, es existieren Gegenbewegungen wie etwa die Aktion „Weihnachtsmannfreie Zone“, die versuchen, den Kommerz zu kritisieren und traditionelle Werte durch den Fokus auf den heiligen Nikolaus wieder in den Vordergrund zu rücken.

Fin de l'extrait de 14 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Der Wandel des Weihnachtsfestes
Sous-titre
Der Wandel vom christlichen Fest der Nächstenliebe zum Konsumfest
Université
University of Leipzig  (Institut für Kulturwissenschaften)
Cours
Europäische Konumgeschihte
Note
1,7
Auteur
Sebastian Schmelzer (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
14
N° de catalogue
V155179
ISBN (ebook)
9783640676668
ISBN (Livre)
9783640856916
Langue
allemand
mots-clé
Wandel Weihnachtsfestes Konsum Konsumgeschichte Kulturwissenschaften Europa Geschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Schmelzer (Auteur), 2009, Der Wandel des Weihnachtsfestes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155179
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint