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DAS OZONSCHUTZREGIME - Warum kam es im Falle des Verbots von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) zu einer internationalen Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren?

Title: DAS OZONSCHUTZREGIME - Warum kam es im Falle des Verbots von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) zu einer internationalen Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren?

Term Paper , 2001 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Magister Artium Michael Scheer (Author)

Politics - Environmental Policy
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Diese Ausarbeitung behandelt die erfolgreiche Implementierung des internationalen Ozonschutzregimes. Der Kernpunkt kann hierbei durch die folgende Frage spezifiziert werden:
Warum kam es im Falle des Verbots von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) zu einer internationalen Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren?
Das Ozonschutzregime wird in diesem Zusammenhang als das vorbildlichste Regel- und Normenwerk für erfolgreiche Steuerungsmechanismen im internationalen Umweltschutz angesehen. Es gilt als der Schrittmacher für ähnliche, schon erfolgte und zukünftige Vorhaben in diesem weiten und sehr kompliziert zu realisierenden Bereich.
Die Denkschulen, die in der politikwissenschaftlichen Teildisziplin der Internationalen Beziehungen existieren, können als Erklärungshilfe für das erfolgreiche Funktionieren dieses Regimes herangezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. DER UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND

2. DIE DENKSCHULE DES "RATIONALISTISCHEN LIBERALISMUS"

2.1 THEORETISCHE ARGUMENTE ZUR BEANTWORTUNG DER EINGANGSFRAGE

2.2 DIE EMPIRISCHE REALITÄT

3. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die erfolgreiche Implementierung des internationalen Ozonschutzregimes mit dem Ziel, die Gründe für die internationale Kooperation beim Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) zu ergründen. Dabei wird analysiert, inwieweit innerstaatliche ökonomische Interessen, insbesondere der Chemieindustrie, das staatliche Handeln auf internationaler Ebene maßgeblich beeinflusst und zu einer kooperativen Lösung geführt haben.

  • Die politikwissenschaftliche Analyse des internationalen Ozonschutzregimes.
  • Anwendung der Denkschule des "Rationalistischen Liberalismus" auf die Fallstudie.
  • Die Rolle industrieller Akteure und deren wirtschaftliche Interessenkalküle.
  • Der Einfluss innerstaatlicher Faktoren auf internationale Verhandlungsprozesse.
  • Die Bedeutung des Montrealer Protokolls als beispielhaftes Regelwerk.

Auszug aus dem Buch

DIE EMPIRISCHE REALITÄT

Die folgenden Aussagen und Zitate sollen die Entwicklung des FCKW-Verbots, ausgehend von den ökonomischen Interessen der Chemiegiganten bis hin zum staatlichen Handeln, grob umrissen wiedergeben.

"Joanne Kauffmann ... zeigt in ihrer Studie des Montrealer Protokolls, mit dem im Rahmen des internationalen Ozonregimes der Ausstieg aus der FCKW-Produktion eingeleitet wurde, daß erst das geänderte ökonomische Interessenkalkül des Unternehmens DuPont als einem zentral wichtigen innenpolitischen Akteur in den USA den Abschluß des Protokolls ermöglichte."

Das Kalkül der Manager von DuPont war so simpel, wie einleuchtend: "In einer Abkehr von ihrer vorherigen Blockadehaltung waren die Manager von DuPont zu dem Schluß gelangt, daß erst die für alle Konkurrenten verbindliche internationale Vereinbarung neue Märkte für teure FCKW-Substitute erschließen würde, deren Entwicklung nur von transnationalen Großkonzernen (wie DuPont) in Angriff genommen werden könnte."

Durch diese beiden oben aufgeführten Einschätzungen der damaligen Lage, wird die durchschlagende Bedeutung der rein wirtschaftlichen Motivation der beteiligten Akteure für den Gesamtprozeß des FCKW-Verbots offensichtlich. So treffen die geschickt verpackten, imagefördernden Äußerungen der DuPont-Manager, bezüglich des FCKW-Verbots eventuell doch nicht den Kern der Sache: „While DuPont managers insist that scientific evidence, and not business interests, accounted for the change in the company position...“, trifft schon eher die Äußerung eines Entscheidungsträgers bei DuPont zu: „If we raise the price to the market clearing price, we may drive some of the low-value consumers out of business; then, they won’t be around when we introduce substitutes. We might instead want to maximize the number of current customers so we can switch them to other products.”

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung definiert den Untersuchungsgegenstand, grenzt das Thema auf das FCKW-Verbot ein und stellt die zentrale Forschungsfrage zur internationalen Kooperation.

1. DER UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND: Dieses Kapitel erläutert die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Ozonabbaus und beschreibt den historischen Verhandlungsprozess bis zum Wiener Übereinkommen.

2. DIE DENKSCHULE DES "RATIONALISTISCHEN LIBERALISMUS": Es werden die theoretischen Prämissen vorgestellt, die innerstaatliche Faktoren und Akteure als primäre Bestimmungsgrößen staatlichen Handelns betrachten.

2.1 THEORETISCHE ARGUMENTE ZUR BEANTWORTUNG DER EINGANGSFRAGE: Hier wird der theoretische Rahmen genutzt, um zu argumentieren, dass das FCKW-Verbot primär auf ökonomisch geprägten innerstaatlichen Interessen beruhte.

2.2 DIE EMPIRISCHE REALITÄT: Das Kapitel belegt anhand von Fallbeispielen, wie die Interessen der Chemieindustrie, insbesondere von DuPont, den politischen Prozess maßgeblich beeinflussten.

3. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit zieht eine Bilanz der Regimeschaffung und betont die entscheidende Rolle ökonomischer Anreize für die Erzielung einer zügigen internationalen Einigung.

Schlüsselwörter

Ozonschutzregime, FCKW, Montrealer Protokoll, Internationale Beziehungen, Rationalistischer Liberalismus, DuPont, Chemieindustrie, Internationale Kooperation, Umweltpolitik, Interessenkalkül, Umweltregime, Interessenvertretung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Faktoren, die zur erfolgreichen internationalen Kooperation beim Verbot von ozonschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) geführt haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Theorie der Internationalen Beziehungen, insbesondere der Rationalistische Liberalismus, sowie die Rolle von Wirtschaftsinteressen und Chemieunternehmen bei der Gestaltung von Umweltpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, warum es im Falle des FCKW-Verbots zur internationalen Kooperation kam, wobei der Fokus auf innerstaatlichen Interessenkonfigurationen liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoriegeleiteter Ansatz gewählt, der die Fallstudie des FCKW-Verbots mittels der Denkschule des Rationalistischen Liberalismus analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Fundierung durch den Liberalismus und der empirischen Untersuchung des Einflusses der Chemieindustrie auf das Handeln der USA und Großbritanniens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Ozonschutzregime, Montrealer Protokoll, ökonomische Interessen, industrielle Akteure und Rationalistischer Liberalismus.

Welche Rolle spielte das Unternehmen DuPont?

DuPont fungierte als ein zentraler Akteur, der seine Strategie änderte, nachdem das Unternehmen durch Innovationen in der Lage war, lukrative Substitute für FCKW zu produzieren.

Warum war der ökonomische Druck so effektiv?

Der Druck war effektiv, weil die betroffenen Chemiekonzerne erkannten, dass verbindliche internationale Vereinbarungen neue Märkte für ihre neuen Produkte erschließen würden, während sie gleichzeitig ihre Konkurrenten unter Druck setzten.

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Details

Title
DAS OZONSCHUTZREGIME - Warum kam es im Falle des Verbots von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) zu einer internationalen Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren?
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Politikwissenschaften)
Course
Internationle Beziehungen
Grade
2,3
Author
Magister Artium Michael Scheer (Author)
Publication Year
2001
Pages
13
Catalog Number
V15518
ISBN (eBook)
9783638206037
Language
German
Tags
OZONSCHUTZREGIME Warum Falle Verbots Fluorchlorkohlenwasserstoffen Kooperation Akteuren Internationle Beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Michael Scheer (Author), 2001, DAS OZONSCHUTZREGIME - Warum kam es im Falle des Verbots von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) zu einer internationalen Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15518
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