In dieser Arbeit soll Goffmans Imagebegriff erörtert und möglicherweise von anderen Imagebegriffdefinitionen abgegrenzt werden. Zudem werden entscheidende Aspekte seiner Interaktionsrituale herausgestellt.
Auswahlkriterium ist dabei die jeweilige Bedeutung für die
Marketingkommunikation. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse soll
versucht werden, spezifische Prozesse der interpersonellen
Kommunikation auf das Verhalten von Unternehmen in der
Kommunikation mit Kunden bzw. Konsumenten zu projizieren. Ist dies
geglückt, stellt sich die zentrale Frage dieser Hausarbeit nach den
Problemen, die die Interaktionsrituale in der Wirtschaftskommunikation bewirken können und wie ein Unternehmen diesen mit einer passenden Verhaltensstrategie entgegentreten kann. Als zentrales Beispiel und Untersuchungsgegenstand wird der im letzten Jahr beobachtbare Imageverlust des Energieunternehmens Vattenfall Europe dienen. Ein abschließendes Fazit fasst die in Zusammenhang mit Interaktionsritualen entstandenen Schwierigkeiten zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Grundlagen
- 2.1 Differenzierte Imagebegriffe
- 2.1.1 Imagebegriff nach einem allgemeinen Verständnis
- 2.1.2 Goffmans Imagebegriff
- 2.2 Bedeutsame Aspekte Goffmans Interaktionsrituale
- 2.2.1 Techniken der Imagepflege
- 2.2.1.1 Der Vermeidungsprozess
- 2.2.1.2 Der korrektive Prozess
- 2.2.1.3 Systematische Anwendungen der Interaktionstechniken
- 2.2.2 Ehrerbietung und Benehmen
- 2.2.3 Weitere Perspektiven der Interaktionsrituale
- 2.2.1 Techniken der Imagepflege
- 2.1 Differenzierte Imagebegriffe
- 3. Übertragung auf die Marketingkommunikation
- 3.1 Porträt des Unternehmens Vattenfall
- 3.2 Vattenfall Europes Imageverlust
- 3.3 Interaktionsrituale bei Vattenfall Europe
- 3.3.1 Der Versuch einer Ausgleichshandlung
- 3.3.2 Schlagfertigkeit in der Krisenkommunikation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit Goffmans Imagebegriff und dessen Bedeutung für die Marketingkommunikation. Sie untersucht die zentralen Aspekte der Interaktionsrituale nach Goffman und analysiert, wie diese auf das Verhalten von Unternehmen in der Kommunikation mit Kunden übertragen werden können. Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen, die durch Interaktionsrituale in der Wirtschaftskommunikation entstehen können, und wie Unternehmen mit einer passenden Verhaltensstrategie diesen Herausforderungen begegnen können. Der Imageverlust des Energieunternehmens Vattenfall Europe dient als Beispiel.
- Goffmans Imagebegriff und dessen Abgrenzung zu anderen Imagedefinitionen
- Die Bedeutung von Goffmans Interaktionsritualen für die Marketingkommunikation
- Die Projektion interpersoneller Kommunikationsprozesse auf das Verhalten von Unternehmen
- Die Herausforderungen, die Interaktionsrituale in der Wirtschaftskommunikation bewirken können
- Die Entwicklung einer geeigneten Verhaltensstrategie für Unternehmen in Krisensituationen
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor. Sie beschreibt die Relevanz von Goffmans Imagebegriff für die Marketingkommunikation und beleuchtet den Imageverlust von Vattenfall Europe als Fallbeispiel.
- Kapitel 2: Grundlagen: Dieses Kapitel präsentiert die wichtigsten Aspekte von Goffmans Interaktionsritualen und definiert den Imagebegriff anhand unterschiedlicher Perspektiven. Es behandelt Techniken der Imagepflege, wie den Vermeidungsprozess und den korrektiven Prozess, und beleuchtet die Bedeutung von Ehrerbietung und Benehmen in sozialen Interaktionen.
- Kapitel 3: Übertragung auf die Marketingkommunikation: Dieses Kapitel analysiert die Anwendung von Goffmans Interaktionsritualen auf die Marketingkommunikation. Es beleuchtet das Unternehmensporträt von Vattenfall Europe, analysiert den Imageverlust des Unternehmens und untersucht konkrete Interaktionsrituale, wie den Versuch einer Ausgleichshandlung und die Schlagfertigkeit in der Krisenkommunikation.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe und Themen dieser Arbeit sind Goffmans Imagebegriff, Interaktionsrituale, Marketingkommunikation, Wirtschaftskommunikation, Imageverlust, Krisenkommunikation, Verhaltensstrategie, Unternehmenskommunikation und Kundenkommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Erving Goffman unter dem Begriff "Image"?
Goffman definiert Image als den positiven sozialen Wert, den eine Person durch die Art und Weise, wie sie in einer Interaktion auftritt, für sich beansprucht.
Was sind Interaktionsrituale in der Marketingkommunikation?
Es handelt sich um standardisierte Verhaltensweisen und Kommunikationsprozesse, die Unternehmen nutzen, um ihr Image gegenüber Kunden zu pflegen und zu schützen.
Was ist der Unterschied zwischen Vermeidungsprozess und korrektivem Prozess?
Vermeidungsprozesse dienen dazu, imagegefährdende Situationen vorab zu umgehen, während korrektive Prozesse eingesetzt werden, um bereits entstandene Imageschäden zu reparieren.
Wie reagierte Vattenfall Europe auf seinen Imageverlust?
Das Unternehmen versuchte durch Ausgleichshandlungen und spezifische Krisenkommunikation, die durch Pannen entstandenen Schäden am öffentlichen Bild zu minimieren.
Welche Probleme können Interaktionsrituale in der Wirtschaft verursachen?
Wenn Rituale als unauthentisch oder rein taktisch wahrgenommen werden, können sie die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens untergraben und Krisen verschärfen.
Warum ist "Benehmen" für Unternehmen wichtig?
Gutes Benehmen und Ehrerbietung sind Teil der sozialen Erwartungen; ihre Einhaltung stabilisiert die Beziehung zwischen Anbieter und Konsument.
- Arbeit zitieren
- Manuel Däbritz (Autor:in), 2008, Marketingkommunikation als Interaktionsritual, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155194