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Der fruchtbare Halbmond und das Mandatssystem: Das Mandat Transjordanien

Das machtpolitische Verhältnis zwischen Abdallah und der Mandatsmacht Großbritannien

Título: Der fruchtbare Halbmond und das Mandatssystem: Das Mandat Transjordanien

Trabajo de Seminario , 2006 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M.A. Britta Werner (Autor)

Política - Región: Oriente Medio
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Der Zerfall des Osmanischen Reiches hinterließ ein Machtvakuum im Nahen Osten und bot den europäischen Mächten, namentlich Frankreich und Großbritannien, eine einmalige Chance, auf die Neugestaltung dieser Region Einfluss zu nehmen.
In dieser Hausarbeit soll es nun um das zu diesem Zeitpunkt unter britischem Mandat stehende Transjordanien gehen und darum, wo es sich in dieser Grauzone der Souveränität einordnen lässt, bzw. ob und wie es trotz tatsächlicher Abhängigkeit von Großbritannien Gestaltungsspielräume und Möglichkeiten für eigene politische Entscheidungen auf transjordanischer Seite gab.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Zur Entstehung Transjordaniens

Die Vorzeichen des jordanisch-britischen Verhältnisses

3) Abdallah als Emir von Transjordanien

Die Entwicklung seiner Position zwischen den Briten und den Nationalisten und deren Einflussbereiche

4) Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das machtpolitische Verhältnis zwischen Emir Abdallah und der Mandatsmacht Großbritannien während der Zwischenkriegszeit in Transjordanien. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche politischen Gestaltungsmöglichkeiten Abdallah trotz seiner faktischen Abhängigkeit von den Briten besaß und wie er seine eigene Agenda in einem komplexen Netzwerk aus verschiedenen Interessengruppen – darunter Nationalisten, Beduinenstämme und die britische Mandatsverwaltung – verfolgen konnte.

  • Die historische Entstehung Transjordaniens und der Einfluss der britischen Mandatsmacht.
  • Die politische Rolle und Strategie von Emir Abdallah im Spannungsfeld zwischen britischer Protektion und arabischem Nationalismus.
  • Die strukturellen Rahmenbedingungen und die sozioökonomische Entwicklung des Mandatsgebietes.
  • Das Verhältnis zwischen der britischen Verwaltung und den lokalen gesellschaftlichen Akteuren.
  • Die Analyse der Handlungsspielräume des Emirs innerhalb einer kolonial geprägten Mandatsstruktur.

Auszug aus dem Buch

Die Entwicklung seiner Position zwischen den Briten und den Nationalisten und deren Einflussbereiche

Abdallah hegte anfangs noch Hoffnungen auf die Rückeroberung Syriens und umgab sich entsprechend seinen Ambitionen mit den Leuten, die zuvor Faisal während seiner Regentschaft in Syrien beraten hatten. Er galt als Nationalist und seine Verbindungen zu eben diesen waren dementsprechend eng. Als Palästina vom Ostjordanland/Transjordanien 1923 getrennt wurde, rühmte Abdallah sich mit diesem Erfolg und der Rettung Transjordaniens vor den Ambitionen der Zionisten.

Mit der Zeit machte dieses Ziel aber immer mehr dem Streben nach einem eigenen Thron in naher Zukunft Platz, der in Transjordanien in Reichweite zu sein schien. Dies war auch den britischen Interessen zuträglich, denn mit der Einsetzung Abdallahs als Emir konnten nicht nur die Machtansprüche der Haschemiten befriedigt werden, sondern die Briten hatten auch einen Einheimischen gewonnen, der für sie die Region stabilisieren konnte. Daher wurde ein Kompromiss geschlossen, in dem Abdallah seine Ansprüche auf den Thron in Damaskus aufgab und dafür die haschemitische Dynastie in Transjordanien als Emir begründen konnte.

Hier liegen die Wurzeln des Konflikts zwischen Abdallah und den (panarabischen) Nationalisten. Diese waren enttäuscht, dass die Hoffnungen, die sie in Abdallah als Retter des syrischen Königreiches gesetzt hatten, nicht erfüllt wurden.

Abdallah war gezwungen einen Mittelweg zu finden, um seine Position nicht zu gefährden und auch sonst waren seine Aufgaben enorm, wenn man die strukturellen Probleme bedenkt, die er zu bewältigen hatte. Neue Institutionen mussten gegründet werden und der Bevölkerung ein gewisser Sinn für Gehorsam und staatliche Strukturen vermittelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Diese Einführung erläutert die Ausgangslage nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches und skizziert die methodische Herangehensweise zur Untersuchung des britischen Mandats in Transjordanien.

2) Zur Entstehung Transjordaniens: Das Kapitel beleuchtet die historischen Vorzeichen und das komplexe Geflecht aus kolonialen Abkommen wie Sykes-Picot und britischen Versprechungen gegenüber den Haschemiten.

3) Abdallah als Emir von Transjordanien: Hier wird die politische Gratwanderung Abdallahs analysiert, der versuchte, seine Herrschaft unter britischer Oberhoheit zu festigen, während er sich gleichzeitig gegenüber verschiedenen nationalistischen Gruppen positionieren musste.

4) Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Machtverhältnisse zusammen und bewertet die Rolle Abdallahs als Vermittler zwischen den Interessen der Mandatsmacht und den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung.

Schlüsselwörter

Transjordanien, Emir Abdallah, Großbritannien, Mandatsmacht, Naher Osten, Zwischenkriegszeit, Haschemiten, arabischer Nationalismus, Sykes-Picot, politische Entwicklung, Machtverhältnis, Kolonialismus, arabische Legione, staatliche Souveränität, Mandatssystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung Transjordaniens und der komplexen politischen Rolle von Emir Abdallah im Rahmen des britischen Mandats.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die machtpolitischen Interaktionen zwischen der britischen Verwaltung und Emir Abdallah sowie der Einfluss der britischen Mandatsherrschaft auf die Region.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche politischen Handlungsspielräume Abdallah zur Durchsetzung eigener Ziele zur Verfügung standen, trotz seiner faktischen Abhängigkeit von Großbritannien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und zeitgenössischer politischer Entwicklungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehungsgeschichte des Mandats und die spezifische Strategie Abdallahs zur Stabilisierung seiner Herrschaft durch einen Kompromiss mit den Briten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Transjordanien, Mandatsmacht, Emir Abdallah, arabischer Nationalismus und britisch-jordanische Beziehungen.

Warum konnte Emir Abdallah trotz britischer Kontrolle einen gewissen eigenen Gestaltungsspielraum wahren?

Durch die Rolle als Vermittler zwischen den verschiedenen regionalen Gruppen und den Briten gelang es ihm, seine Position als unersetzlicher Stabilitätsfaktor zu festigen.

Welche Rolle spielte der arabische Nationalismus im Kontext der Herrschaft von Abdallah?

Der Nationalismus erzeugte einen dauerhaften Konflikt, da Abdallahs pragmatische Kooperation mit den Briten von vielen Nationalisten als Verrat an gemeinsamen arabischen Zielen angesehen wurde.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Der fruchtbare Halbmond und das Mandatssystem: Das Mandat Transjordanien
Subtítulo
Das machtpolitische Verhältnis zwischen Abdallah und der Mandatsmacht Großbritannien
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Dekolonisierung und Kalter Krieg im Nahen Osten
Calificación
1,3
Autor
M.A. Britta Werner (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
15
No. de catálogo
V155238
ISBN (Ebook)
9783640686759
ISBN (Libro)
9783640686957
Idioma
Alemán
Etiqueta
Halbmond Mandatssystem Verhältnis Abdallah Mandatsmacht Großbritannien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.A. Britta Werner (Autor), 2006, Der fruchtbare Halbmond und das Mandatssystem: Das Mandat Transjordanien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155238
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