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Wie gelingt kooperatives Lernen?

Ein Trickfilmprojekt als Anlass für kooperative künstlerische Arbeit

Título: Wie gelingt kooperatives Lernen?

Trabajo Escrito , 2024 , 60 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Emily Gampoura (Autor)

Pédagogie - Educación artística
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Menschliche Zusammenarbeit findet sich in allen Lebensbereichen wieder. Die Fähigkeit zum Kooperieren ist Forschungen zufolge gar in der Natur des Menschen verankert. Im Vergleich zu Menschenaffen würden Kinder nämlich von klein auf nicht egoistisch handeln, sondern die Fähigkeit zum altruistischen Zusammenarbeiten besitzen. Der sogenannte homo cooperativus versteht sich als ein Mensch, der kooperativ und teamorientiert handelt, um durch gebündelte Fähigkeiten gemeinsame Ziele zu erreichen. Kooperation kann als eine anthropologische Grundkonstante angesehen werden, die den Menschen von klein auf begleitet und damit eine bedeutsame Entwicklungsaufgabe innehat. Aus diesem Grund sind auch die Bestrebungen der Pädagogik, die Wirkung kooperativer Prozesse für das Lehren und Lernen zu betrachten, nicht neu.

Diese Arbeit widmet sich der Frage, wie das synergetische Zusammenwirken von Lernenden am Beispiel eines Trickfilmprojekts situiert ist. Vor diesem Hintergrund vermag die vorliegende Arbeit einen Beitrag dazu zu leisten, zu untersuchen, wie Schüler gemeinsame Vorstellungen entwickeln und deren Umsetzungs- und Darstellungsmöglichkeiten aushandeln. Ferner wird betrachtet, wie sie ihre individuellen Kompetenzen einbringen und sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen. Zur Umsetzung von kooperativen Lernsituationen ergeben sich verschiedene Fragen an die Unterrichtsforschung und -praxis: Was charakterisiert kooperatives Lernen und welche Wirksamkeit hat es inne? Wie lässt es sich aus Sicht der Kunstpädagogik begründen? Und wie muss kooperatives Lernen situiert sein, um Lernenden das Erleben einer effizienten Zusammenarbeit zu ermöglichen? Das Klären dieser Fragen öffnet den Kunstunterricht für neue fachdidaktische Erkenntnisse, die grundlegend sind, um einer immer heterogener werdenden Schülerschaft gerecht zu werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil I: Theoretische Grundlagen

1 Theoretische Perspektiven auf kooperatives Lernen

1.1 Terminologie des kooperativen Lernens

1.2 Forschungsstand zur Wirkung kooperativen Lernens

1.3 Basiselemente gelingenden kooperativen Lernens

2 Kooperatives Lernen im Sinne der Kunstpädagogik

2.1 Terminologie des (kooperativen) Lernens

2.2 Kooperatives Lernen und Arbeiten in bildnerischen Kontexten

2.3 Zwischenfazit der theoretischen Grundlagen

3 Zur Domäne des Trickfilms

Teil II: Empirische Untersuchung

4 Der Unterricht

4.1 Untersuchungsrahmen und Bedingungen

4.2 Didaktische Intentionen und Projektablauf

5 Forschungsmethodisches Vorgehen

5.1 Forschungsfrage

5.2 Forschungsmethoden mittels mehrdimensionaler Datenerhebung

5.3 Aufbereitung der Daten mit Hilfe der hermeneutisch-mehrperspektivischen Produkt- und Prozessanalyse

6 Interpretation der Daten hinsichtlich der Forschungsfrage

6.1 Gegenseitige Anreicherung und gemeinsames „Mehr-Können“

6.2 Mit- und voneinander Lernen

6.3 Kommunikation über Vorstellungsbilder

6.4 Umgang mit Kontroversen

6.5 Exkurs: Zur Rolle der Lehrperson

Teil III: Conclusio und Diskussion

7 Wie kooperieren Lernende in bildnerischen Kontexten? Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse

8 Kunstpädagogische Folgerungen

Teil IV: Nachweise und Verzeichnisse

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit ein kooperatives Trickfilmprojekt als Lernanlass geeignet ist, um synergetische Lernprozesse unter Schülerinnen zu fördern, und wie diese ihre individuellen Kompetenzen im gemeinsamen Aushandlungsprozess einbringen.

  • Grundlagen des kooperativen Lernens in der pädagogischen Theorie
  • Spezifika des kooperativen Lernens im kunstpädagogischen Kontext
  • Methodik der hermeneutisch-mehrperspektivischen Produkt- und Prozessanalyse
  • Analyse von Kooperationsmustern bei der Erstellung eines Trickfilms
  • Bedeutung der Lehrerrolle in kooperativen Lernszenarien

Auszug aus dem Buch

(2) Schlüsselszene II: Entwicklung der Geschichte

Bei der Entwicklung der Geschichte und die Erstellung des Storyboards stehen die Lernenden vor der Herausforderung, ihre individuellen Ideen und Vorstellungen über eine Geschichte, ihren Handlungsverlauf, ihre Schauplätze und Protagonisten in ihre Zusammenarbeit einzubringen und auszuhandeln, um sie auf dem Storyboard festzuhalten. Für die erste Szene hat Stella bereits eine konkrete Idee und diktiert Helena den Handlungsverlauf: „Helena zockt und Stella schaut zu“ (Take 3, 01:25). Helena zeigt sich wortlos einverstanden und notiert die Szene auf dem Storyboard. Dann wechseln die Rollen und die Lernenden reichen sich das Blatt wechselseitig hin und her. Große Diskussionen kommen dabei nicht zustande. Stattdessen knüpfen sie gegenseitig an ihren Ideen an und akzentuieren diese, wie im nachfolgenden Auszug deutlich wird (ebd., 06:34 – 07:00):

S: „Ja okay. Also: Was sollen wir dann jetzt machen? Wir [erscheinen] auf einmal in der Welt.“

H: „Ja. Und jetzt: Ich will [aber] schreiben. ((Wendet sich Stella zu)) Okay, schreib oder mal´ einen Baum.

S: Eine Wiese.

H: Eine Wiese? Und da sind wir. Und dann: Wow! Oh und mal´ da hinten einen Schatten. Und der Schatten ist der Hinox. Und den bekämpfen wir. Geschichte vorbei!“

Der Dialog markiert den gemeinsamen und kooperativen Sinnbildungsprozess, in dem die Lernenden ihre individuellen Vorstellungen zur Fortsetzung der Geschichte miteinander teilen. Obwohl Helena zunächst das Bedürfnis äußert, selbst am Storyboard zu arbeiten, fordert sie Stella just im selben Moment heraus, einen Baum zu zeichnen und widerspricht sich selbst damit. Stella nimmt die Aufgabe jedoch entgegen, wodurch die Rollen erneut klar verteilt sind. Auf die Idee Stellas, eine Wiese zu ergänzen, reagiert Helena vorerst verwirrt, setzt allerdings unmittelbar an der Idee an und erweitert diese: „Und da [auf der Wiese] sind wir“. Hinter den Protagonisten soll der Bösewicht, der „Hinox“, einen Schatten auf sie werfen, bevor es schließlich zu einem Kampf kommen soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theoretische Perspektiven auf kooperatives Lernen: Einführung in die Terminologie und die grundlegenden Erfolgsbedingungen kooperativer Lernprozesse basierend auf der aktuellen Unterrichtsforschung.

2 Kooperatives Lernen im Sinne der Kunstpädagogik: Übertragung der Kooperationstheorien auf das Feld der Kunstpädagogik unter besonderer Berücksichtigung relationaler Lernbegriffe.

3 Zur Domäne des Trickfilms: Darstellung des Trickfilms als Medium, das die Verknüpfung von digitalen und analogen Gestaltungsbereichen sowie kooperative Interaktionsmöglichkeiten bietet.

4 Der Unterricht: Vorstellung des Untersuchungsrahmens eines sechsstündigen Trickfilmprojekts mit zwei Schülerinnen im Setting der Hochschule.

5 Forschungsmethodisches Vorgehen: Begründung der Wahl einer hermeneutisch-mehrperspektivischen Produkt- und Prozessanalyse zur Auswertung der gesammelten Daten.

6 Interpretation der Daten hinsichtlich der Forschungsfrage: Analyse der Schlüsselszenen zur Identifikation von Gelingensfaktoren für erfolgreiche Kooperationsprozesse.

7 Wie kooperieren Lernende in bildnerischen Kontexten? Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse: Synthese der Ergebnisse zum Kooperationsverhalten der Schülerinnen im Hinblick auf synergetische Lerneffekte.

8 Kunstpädagogische Folgerungen: Reflexion über die Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse auf die kunstdidaktische Praxis und Empfehlungen für den Unterricht.

Schlüsselwörter

Kooperatives Lernen, Trickfilmprojekt, Kunstpädagogik, Schüler, Lernprozesse, Hermeneutik, Gruppenarbeit, Bildnerische Bildung, Medienkompetenz, Interaktion, Projektarbeit, Fallstudie, Geschwisterinteraktion, Synergie, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie zwei Schülerinnen in einem kooperativen Trickfilmprojekt zusammenarbeiten, ihre individuellen Kompetenzen einbringen und gemeinsam künstlerische Entscheidungen aushandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Theorie des kooperativen Lernens, die kunstpädagogische Lernpraxis, die Domäne der Trickfilmproduktion sowie die qualitative Forschungsmethodik im schulischen Kontext.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel liegt in der wissenschaftlichen Untersuchung und Interpretation synergetischer Zusammenwirkung zwischen Lernenden am Beispiel eines praktischen Medienprojekts.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin nutzt ein hermeneutisch-mehrperspektivisches Produkt- und Prozessanalysemodell, basierend auf videobasierten Prozesserhebungen und nachfolgenden Paarinterviews der Probandinnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen empirischen Untersuchungsbericht über das durchgeführte Projekt und die detaillierte Interpretation der Video- und Interviewdaten.

Wie lässt sich die Arbeit inhaltlich charakterisieren?

Als bildungswissenschaftliche Fallstudie, die sich durch ihre Verknüpfung von aktueller Lerntheorie und kunstpraxisorientierter Didaktik auszeichnet.

Wie gehen die beteiligten Kinder mit Meinungsverschiedenheiten um?

Die Analyse zeigt, dass die Schülerinnen auftretende Differenzen durch Kommunikation und Konsensfindung lösen und dabei situativ eigene Wünsche zugunsten eines positiven sozialen Arbeitsklimas zurückstellen.

Welche Rolle spielt die Lehrperson in diesem kooperativen Setting?

Die Lehrperson agiert als „guide on the side“, die den Prozess strukturiert, Lernhürden durch gezielte Interventionen überbrückt und die sozialen Basiselemente der Kooperation sichert.

Final del extracto de 60 páginas  - subir

Detalles

Título
Wie gelingt kooperatives Lernen?
Subtítulo
Ein Trickfilmprojekt als Anlass für kooperative künstlerische Arbeit
Universidad
University of Education Ludwigsburg  (Kunst, Musik und Sport)
Calificación
1,0
Autor
Emily Gampoura (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
60
No. de catálogo
V1552995
ISBN (PDF)
9783389103371
ISBN (Libro)
9783389103388
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kooperation Kooperatives Lernen Kooperatives Arbeiten Empirische Forschung Basiselemente Kunstpädagogik Kunstunterricht Schule
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Emily Gampoura (Autor), 2024, Wie gelingt kooperatives Lernen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1552995
Leer eBook
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Extracto de  60  Páginas
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