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Welche Bedeutung hat Intuition als Handlungskompetenz bzw. als Selbstorganisationsdisposition für Organisationsentwickler?

Titre: Welche Bedeutung hat Intuition als Handlungskompetenz bzw. als Selbstorganisationsdisposition für Organisationsentwickler?

Essai , 2014 , 21 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Robert Althier (Auteur)

Organisation et Administration
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Von Management und Organisationsentwicklern wird meist verlangt, "rationale Entscheidungen zu treffen". Dennoch äußern Entscheider überraschend oft, "aus dem Bauch heraus" zu agieren. Ist Intuition möglicherweise eine sinnvolle komplementäre Ergänzung der bestehenden Handlungskompetenzen? Das vorliegende Essay geht dieser Fragestellung nach.

Zu der seit Jahren stattfindenden Entwicklung des Kompetenzbegriffes schreitet parallel die Etablierung von Intuition im Alltag interner und externer Organisationsentwickler voran. Hier werden nun die Anknüpfungspunkte beider Entwicklungsstränge durch die Darlegung eines aktuellen Verständnisses von Kompetenz und Intuition dargelegt. Sowohl die für Organisationsentwickler relevanten Funktionen von Intuition, als auch deren Grenzen werden erörtert, um dann in einem abschließenden Resümee die Bedeutung von Intuition als Selbstorganisationsdisposition für die Organisationsentwicklung darzustellen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kompetenzbegriff und Selbstorganisation

3. Intuition in der Organisationsentwicklung

3.1 Funktionen der Intuition

3.2 Intuition und Rationalität als Einheit

3.3 Intuitive Kreativität

3.4 Intuition in der Strategiebildung

3.5 Intuition und Organisationskultur

3.5.1 Grade der intuitionsoffenen Kultur

3.6 Gestaltung von Interaktionen durch Intuition

4. Grenzen und Gefahren der Intuition

5. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz von Intuition als zentrale Handlungs- und Selbstorganisationsdisposition für Organisationsentwickler in einem zunehmend komplexen und dynamischen Unternehmensumfeld. Ziel ist es, das Verständnis von Intuition als legitimes, reflektiertes Instrument professionellen Handelns zu schärfen und die Verbindung zur rationalen Entscheidungsfindung herauszuarbeiten.

  • Verknüpfung von Intuition mit dem modernen Kompetenzbegriff
  • Analyse der Steuerungsfunktion von Intuition bei Komplexität
  • Integration von Rationalität und Intuition im Beratungskontext
  • Bedeutung der Intuition für Strategiebildung und Unternehmenskultur
  • Reflexion der Grenzen und potenziellen Fehlurteile bei intuitivem Handeln

Auszug aus dem Buch

Intuition als Handlungssteuerung in komplexen Situationen

Genau hier kommt der Intuition eine besondere Funktion als richtungsweisender Faktor zu (vgl. Hänsel 2002: 9). Sie steuert Komplexität, wählt in komplexer Abstimmung aus dem Universum von möglichen Wirklichkeiten (Luhmann würde hier den Begriff der Kontingenz vorziehen) bestimmte plausible Bilder und kombiniert sie zu einem Erleben bzw. Urteil (vgl. Schmid, Gérard 2008: 27). Dijksterhuis et al weisen experimentel nach, dass das unbewusste Entscheiden gegenüber dem Bewussten in relativ komplexen Entscheidungssituationen Vorteile aufweist (vgl. Dijksterhuis et al. 2006: 1005ff). Egal, ob Manager, oder externer Berater: Die Hauptleistung der Intuition ist also die blitzschnelle Verhaltenssteuerung in komplexen Situationen (vgl. Schmid, Gérard 2008: 33) und die Möglichkeit, damit zu viablen Entscheidungen zu kommen (vgl. Schmidt 2009: 136).

In diesem Zusammenhang werden Rationalität und Intuition oft als Dichotomie dargestellt, innerhalb derer sich die beiden Pole einander ausschließen. Diese Ansicht ist nachweislich falsch (vgl. Senge 2008: 207). Angemessen kombiniert, bilden die scheinbaren Gegensätze ein produktives Team (vgl. Dreyfus, Dreyfus 1988: 217). Um den dynamischen Anforderungen der sich rasch ändernden Umwelt gerecht zu werden, empfiehlt es sich für Organisationsentwickler zukünftig, die beiden Elemente zu integrieren und eine Balance zwischen Intuition und Rationalismus zu entwickeln (vgl. Hilb 2008: 39 und 25). Denn man kann argumentieren, “that the rapid rate of change that charcterizes current organizational environments makes intuitive decision making more necessary today than it has been in the past“ (Dane, Pratt 2007: 49).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Darlegung des aktuellen Verständnisses von Kompetenz und Intuition im Kontext der Organisationsentwicklung.

2. Kompetenzbegriff und Selbstorganisation: Erörterung der neuen, dynamischen Kompetenzdefinitionen, die den Menschen als selbstorganisiertes Individuum in den Mittelpunkt stellen.

3. Intuition in der Organisationsentwicklung: Analyse der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Intuition in Führung, Strategiegestaltung und Unternehmenskultur.

4. Grenzen und Gefahren der Intuition: Kritische Beleuchtung von Risiken wie fehlerhaften Heuristiken oder wahrnehmungsbedingten Fehleinschätzungen.

5. Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Doppelrolle der Intuition als notwendige Kompetenz und zu reflektierende Entscheidungsquelle.

Schlüsselwörter

Intuition, Organisationsentwicklung, Selbstorganisation, Handlungsfähigkeit, Komplexe Situationen, Rationalität, Strategiebildung, Organisationskultur, Heuristik, Entscheidungsfindung, Beratungskompetenz, Implizites Wissen, Selbstorganisationsdisposition, Kreativität, Reflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Rolle und Bedeutung der Intuition als professionelle Kompetenz und Selbstorganisationsdisposition für moderne Organisationsentwickler.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Zusammenhänge zwischen Intuition, systemischer Kompetenz, komplexer Entscheidungsfindung sowie der Gestaltung von Unternehmenskulturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass Intuition kein bloßes „Bauchgefühl“ ist, sondern eine wertvolle Ressource, die – richtig reflektiert – rationale Prozesse in komplexen Situationen ergänzen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung anhand einer Literaturanalyse, in der aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Managementlehre, Psychologie und Systemtheorie synthetisiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionen der Intuition, ihre Synergie mit rationalem Denken, ihre Rolle in der Strategiefindung und die Notwendigkeit einer fehlerfreundlichen Organisationskultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Kernbegriff Intuition sind dies vor allem Selbstorganisation, Komplexitätssteuerung, Organisationsentwicklung und die Balance zwischen Rationalität und Intuition.

Warum wird Intuition als „Selbstorganisationsdisposition“ bezeichnet?

Weil sie dem Individuum ermöglicht, selbstständig und schöpferisch auf Unsicherheit und unklare Zielvorstellungen zu reagieren, was essenziell für komplexe Umwelten ist.

Welche Rolle spielt die Fehlerkultur für professionelle Intuition?

Eine gute Intuition benötigt Rahmenbedingungen wie Fehlerfreundlichkeit und Vertrauen, um als Entscheidungshilfe wirksam und sicher angewendet werden zu können.

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Résumé des informations

Titre
Welche Bedeutung hat Intuition als Handlungskompetenz bzw. als Selbstorganisationsdisposition für Organisationsentwickler?
Université
University of Kaiserslautern  (DISC)
Cours
Studiengang Organisationsentwicklung
Note
1,3
Auteur
Robert Althier (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
21
N° de catalogue
V1553348
ISBN (PDF)
9783389102251
ISBN (Livre)
9783389102268
Langue
allemand
mots-clé
Kompetenz Intuition Organisationsentwickler Management Entscheidung Altenpflege Pflegeim
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Robert Althier (Auteur), 2014, Welche Bedeutung hat Intuition als Handlungskompetenz bzw. als Selbstorganisationsdisposition für Organisationsentwickler?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1553348
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Extrait de  21  pages
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