Was ist kulturelle Globalisierung? - Sozialwissenschaftliche Konzepte auf dem Prüfstand


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einfuhrung

2 Annaherung an den Begriff der Globalisierung

3 Konzepte der Sozialwissenschaften zur kulturellen Globalisierung
3.1 Konvergenz (Homogenisierung)
3.2 Divergenz (Heterogenisierung)
3.3 Hybridisierung/Kreolisierung
3.4 Standardisierung von Differenzen = Konvergenz?
3.5 Eine kurze Kritik der Konzepte

4 Der Begriff der Kultur in der Anthropologie
4.1 Was ist Kultur?
4.2 Kulturelle Grenzen als Uberlappungszonen
4.3 Kulturelle Begegnungen und kultureller Austausch

5 Annaherung an eine Definition - Kulturelle Globalisierung

6 Schlussbemerkung

7 Anhang

8 Quellenverzeichnis

9 Literaturverzeichnis

10 Verzeichnis der Abbildungen

1 Einfuhrung

„Wo die Universalisierungen florieren, braucht es - kompensatorisch - die Pluralisierungen; und je egalitarer und universalistischer die moderne Welt wird, desto unvermeidlicher werden - als Replik darauf - die Pluralismen^[1] Diese Aussage Odo Marquards umfasst in einem einzigen Satz die verschiedenen Aussagen sozialwissenschaftlicher Konzepte zur kulturellen Globalisierung. So kontrovers die Diskussion ist, so zahlreich sind die angebotenen Entwurfe, so unuberschaubar die sie reprasentierenden Schlagworter: Vom „Ende der Geschichte“[2] und von der „McDonaldisierung der Gesellschaft“[3] uber den „Clash of Civilisations“[4] und Jihad vs. McWorld“[5] hin zur kulturellen Hybridisierung oder auch Kreolisierung[6]. Um dieser Diskussion den Hut aufzusetzen, wird noch schnell die „Standardisierung von Differenzen“[7], eine „Struktur gemeinsamer Unterschiede“[8], in den wissenschaftlichen Debattentopf geworfen. Doch wie kann man sich dem schillernden Begriff der kulturellen Globalisierung konzeptuell nahern? Wie versuchen die sozialwissenschaftlichen Konzepte dieses Phanomen zu erklaren? Wird es insgesamt oder nur in einigen Teilbereichen ausgeleuchtet? Was sagen die Konzepte im Einzelnen aus?

Diesen Fragen soll im Folgenden nachgegangen werden. Dazu wird in einem ersten Schritt eine Definition von Globalisierung gegeben, die diese als einen Prozess auffasst. Gefolgt von der Darstellung der soziologischen Konzepte zur kulturellen Globalisierung wird dann - in einem dritten Schritt - sehr schnell deutlich, wie sehr die Konzepte auf einem bestimmten Begriff von Kultur aufbauen, der dem Reflexionsgrad der modernen Anthropologie nicht mehr entspricht. Offenbaren sich hier die Ignoranz des Zeitgeistes und eine historische Kurzatmigkeit der Soziologie?[9] Grundlegend ist fur diese Arbeit daher die (Er-)Klarung des Kulturbegriffs. Hierbei wir auf die Bedeutung sowohl der Grenzen als auch der zahlreichen Formen interkulturellen Austausches fur die Auspragung und Entwicklung von Kulturen eingegangen. Ziel ist es letztlich, eine Definition kultureller Globalisierung herauszuarbeiten, die auch der Realitat der kulturellen Globalisierung entsprechen kann - folglich alle widerspruchlichen Phanomene kultureller Globalisierung einfangt. AbschlieBend rundet ein Fazit die Ausfuhrungen ab.

Anzumerken bleibt, dass es sich bei dieser Arbeit um eine theoretische Reflexion handelt, auf empirische Beispiele wird daher weitestgehend verzichtet. Fur selbige sei, in ihrer Haufigkeit und auch ermudenden Wiederholung, auf das in FuBnoten und im Literaturverzeichnis genannte Schrifttum verwiesen.

2 Annaherung an den Begriff der Globalisierung

Sowohl in den publizistischen und politischen als auch wissenschaftlichen Debatten wird der Begriff Globalisierung inflationar ge- und gelegentlich auch missbraucht.[10] Die Wahrnehmung der Globalisierung changiert dabei zwischen Bedrohung und Chance. Angste und Hoffnungen spiegeln sich darin wider und verweisen auf die Komplexitat der mit dem Begriff Globalisierung in Verbindung gebrachten Vorgange.

Globalisierung kann als ein dynamischer, realhistorischer Prozess[11] verstanden werden, der global, aber in seinen Auspragungen in verschiedenen Weltregionen stark asymmetrisch verlauft. Er ist gepragt von einer quantitativen Zunahme, qualitativen Intensivierung und raumlichen Ausdehnung von Verbindungen und Aktivitaten zwischen verschiedenen Gesellschaften und Problembereichen weltweit.[12] Die Vorstellung, in geschlossenen, abgrenzbaren Raumen von Nationalstaaten zu leben und zu handeln (Erosion des Nationalstaates), gehort folglich der Vergangenheit an.[13]

Haufig wird Globalisierung jedoch uber die Integration von Markten, grenzuberschreitende Verdichtung okonomischer Raume und damit als Entgrenzung wirtschaftlicher Prozesse beschrieben.[14] Dieses eher okonomische Verstandnis von Globalisierung mag seine Berechtigung[15] haben, vernachlassigt jedoch politische, okologische, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte der Globalisierung.

Von Bedeutung fur diese Seminararbeit - wie sich noch zeigen wird - ist die von Peter E. Fabler herausgearbeitete Begrifflichkeit. Globalisierung gilt ihm als ein „Prozeb [...], in dessen Verlauf a. soziale Interaktionen immer weitere Raume erschlieben (Expansion), b. zunehmend dichtere Interaktionsnetzwerke diese Raume durchziehen (Netzwerkverdichtung), aus denen c. globale Wechselwirkungen (Reziprozitat) erwachsen, welche d. den strukturellen Umbau (Transformation) einbezogener Gesellschaften befordern.“[16] Sie ist ein gesamtgesellschaftlicher Querschnittsprozess mit selbstverstarkenden Effekten.[17]. Permanent einem graduellen Wandlungsprozess unterworfen, stellt sich die Globalisierung als ein langfristiges historisches Kontinuum dar.[18] Als treibende Krafte der Globalisierung sind Individuen, Gruppen, Kulturen/ Gesellschaften und Herrschaftsformationen auszumachen, die bestrebt sind, ihre Handlungsraume zu erweitern. Religiose Beweggrunde, wissenschaftliche Neugier sowie die sozialen und wirtschaftlichen Wettbewerbssituationen gelten als die wesentlichen Motivationsschube.[19] Zuvorderst durften als Triebkrafte jedoch anthropologische Dispositionen gelten, die haufig vernachlassigt werden.[20]

Im Folgenden ist fur das Erfassen des Phanomens der kulturellen Globalisierung aufzuzeigen, wie sich die verschiedenen sozialwissenschaftlichen Paradigmen konzeptuell den mit der Globalisierung eng verbundenen Phanomenen nahern.

3 Konzepte der Sozialwissenschaften zur kulturellen Globalisierung

3.1 Konvergenz (Homogenisierung )

Gemeinsam ist konvergenztheoretischen Positionen in der Debatte um die kulturelle Globalisierung die Vorstellung einer sich langfristig und einseitig in die Richtung westlicher Grundlagen entwickelnden globalen Kultur. Unterschiede existieren nur in der jeweiligen Konnotation der Thesen, positiv oder negativ.

Francis Fukuyama sah nach dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus keine Alternative mehr zum Siegeszug des kapitalistischen Gesellschaftsmodells und der mit ihm korrespondierenden Kultur. Konsequent leitete er daraus seine These vom „Ende der Geschichte“[21] [22] ab.[23] Jedoch haben eine Vielzahl neuer nationaler und ethnischer Konflikte gezeigt, dass die Geschichte immer noch weiter geht.[24]

Schlagworte wie die der „McDonaldisierung“[25] oder auch „Coca-Colonisation“[26] kennzeichnen den eher negativen Blickwinkel auf die weltweite Ausbreitung des american-way-of-life im Schlepptau westlicher GroBkonzerne vor allem auf konsum- und alltagskultureller Ebene. Lokale Kulturen konnten dieser schleichenden Ubermacht nichts entgegensetzen. Bisher autochthone kulturelle Symbole und Lebensformen gleichen sich zunehmend dem westlichen Muster, dem westlichen (Vor-)Bild an.[27] Neutral auf der Ebene der Institutionen untersucht die Forschungsgruppe „Weltgesellschaft“ um John W. Meyer[28] in Stanford die Universalisierung okzidentaler Rationalitatsmuster, die uber eine Vielzahl von internationalen Vertragen, Regimen und Organisationen sowie Rechtsnormen in die einzelnen Lander diffundiere und durch eine medial vermittelte Weltoffentlichkeit entsprechende Immitationsprozesse (Homogenisie- rungsprozesse) anstoBe und normativen Druck ausube.[29]

3.2 Divergenz (Heterogenisierung)

Nicht konvergente, sondern divergente Entwicklungen, nicht der Siegeszug des westlichen Gesellschaftsmodells als alternativlosen Entwurf, sondern dessen ernsthafte Herausforderung durch andere Kulturen prognostiziert Samuel Huntington unter dem Schlagwort vom „Kampf der Kulturen“[30]. Gerade die Vielfalt der Kulturen ist der Anlass fur konflikthafte und gewaltsame Auseinandersetzungen. Kultur stelle die einzig verbliebene Grenze zwischen Gesellschaften und Regionen dar, entlang der zukunftige Konfliktlinien verlaufen.[31]

Eine dem kulturellen Vermachtnis der Menschheit verpflichtete Bestrebung findet ihren Ausdruck in den Anstrengungen der UNESCO zum Weltkulturerbe - dem sogenannten „Pool-Modell von Weltkultur“[32]. Materielle und immaterielle Kulturleistungen mit exemplarischer Bedeutung zeigen ein zu bewahrendes Reservoir kultureller Ausdrucksformen und damit die Vielfalt der Kulturen an.[33]

Beide Modelle betonen gemeinsam die Vielfalt sowie das durch die Bedrohungen der sich ausbreitenden Globalisierung angestoBene Bewusstsein von dem Verschieden-Sein, der Verschieden-Heit der Kulturen. Kulturelle Diversitat lasse sich auch gegen kulturelle Homogenisierungstendenzen aufrechterhalten und besitze sowohl Bedeutung als historisches Erbe als auch als aktuelle Lebensform.[34]

3.3 Hybridisierung/Kreolisierung

Als einen Prozess wechselsei tiger Vermischung fassen Roland Robertson („Hybridisierung“)[35] und Ulf Hannerz („Creolization“) [36] die globale Kulturentwicklung auf. AuBere Einflusse treffen eben nicht auf ein kulturelles Vakuum, sondern immer auf bereits existierende Kulturformen. In Folge kommt es zu einer Mischung oder „kulturellen Kernschmelze“[37] globaler und regionaler Kulturelemente. Gleichwohl verlaufe dieser Vorgang nicht vollkommen symmetrisch. Auszugehen ist eher von dominierenden, prestigereicheren Kulturen und periphereren Kulturen mit weniger Durchsetzungskraft. Jedoch bleibe selbst die dominantere Kultur von einer Hybridisierung nicht verschont. Nicht die eine Kultur vereinnahmt die andere - Konvergenz -, nicht die starre Abgrenzung der Kulturen voneinander - Divergenz -, sondern die Kulturen beeinflussen sich wechselseitig, oft asymmetrisch, selbst. Eine weltweite Vermischung der Kulturen, die schlieBlich bis zu deren Unerkenntlichkeit fuhre, sei nicht zu erwarten. Robertson arbeitet dies letztlich zu der These von der Glokalisierung, der Betonung des selektiven Einbeziehens des Globalen in das Lokale, aus.[38]

3.4 Standardisierung von Differenzen = Konvergenz?

Nach Tomas Schwinn’s nicht ganz unberechtigter Einschatzung erfassen Konvergenz-, Divergenz- und Hybridisierungsansatz nur Teilaspekte der globalen Kulturentwicklung. Diesen stellt er sein Konzept der Standardisierung der Differenzen[39] oder auch Struktur gemeinsamer Unterschiede[40] gegenuber. Zentral ist seine Erkenntnis, daB die globale Kultur Unterschiede nicht unterdruckt, sondern sie geradezu fordert. Jedoch sind diese Unterschiede ganz bestimmter Art: Sie offenbaren eine Hegemonie der Form, nicht der Inhalte. Dies meint, nach Schwinn, die globale Durchsetzung von allgemeinen Kategorien und Standards, uber welche alle kulturellen Differenzen, die Inhalte, zunehmend kommuniziert werden. Formale Standards lenken demzufolge kulturelle Vielfalt in einen gemeinsamen Rahmen - Kulturen werden auf sehr uniformen Wegen, den Standards, verschieden.[41] Offensichtlich liegt hier aber eine Ambivalenz im Schwinn’schen Konzept vor: Gerade die Vielfalt ermoglichenden globalen Strukturen und Standards scheiden bestimmte Arten von Differenzen aus. Unterdruckt wird jene Vielfalt, die sich diesen globalen, vereinnahmenden Standards widersetzt und sperrt.[42] Auch hier gilt, die Form ist nicht neutral gegenuber dem zu transportierenden Inhalt.

[...]


[1] Falke, Gustav: Schone Welt, wo bist du? Zum Achtzigsten des Philosophen Odo Marquard, in: FAZ Nr. 47, 25. Februar 2008, S. 39.

[2] So der Buchtitel von Fukuyama, Francis: Das Ende der Geschichte. Wo stehen wir?, Munchen 1992.

[3] So der Buchtitel von Ritzer, George: Die McDonaldisierung der Gesellschaft, Frankfurt am Main 21995.

[4] Mit durchschlagendem Erfolg die Nennung im Buchtitel von Huntington, Samuel P.: Der Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, Munchen 52002. Zuruckzufuhren ist diese Formulierung jedoch auf Bernhard Lewis, der diese 1990 erstmals verwendete. Vgl. Thum, Bernd: Kulturelle Identitaten im Zeitalter der Globalisierung, in: Troger, Jochen (Hrsg.): Streit der Kulturen, Heidelberg 2008, S. 41-65 [57].

[5] Barber, Benjamin R.: Coca Cola und Heiliger Krieg. Wie Kapitalismus und Fundamentalismus Demokratie und Freiheit abschaffen, Bern u.a. 1996. Die englische Originalausgabe: Ders.: Jihad vs. McWorld, New York 1995. Vgl. hierzu auch den Aufsatz: Ders.: Dschihad versus McWorld - Globalisierung, Zivilgesellschaft und die Grenzen des Marktes, in: Lettre International, 36 (1997), S. 4-9.

[6] Zum Begriff der Hybridisierung vgl. Werbner, Pnina: Hybridity, in: Robertson, Roland/Scholte, Jan Art (Hrsg.): Encyclopedia of Globalization, Vol. II, F to M, New York/London 2007, S. 604-607 [605]. Zur Kreolisierung vgl. Hannerz, Ulf: Cultural Complexity. Studies in the Social Organization of Meaning, New York 1992.

[7] Schwinn, Thomas: Konvergenz, Divergenz oder Hybridisierung? Voraussetzungen und

Erscheinungsformen von Weltkultur, in: Kolner Zeitschrift fur Soziologie und Sozialpsychologie, 58/2 (2006), S. 201-233 [202 und 226f].

[8] Ebd., S. 226. Breidenbach, Joana/Zukrigl, Ina: Tanz der Kulturen. Kulturelle Identitaten in einer globalisierten Welt, Hamburg 2000, S. 212. Zukrigl, Ina: Kulturelle Vielfalt und Identitat in einer globalisierten Welt, in: Wagner, Bernd (Hrsg.): Kulturelle Globalisierung. Zwischen Weltkultur und kultureller Fragmentierung, Essen 2001, S. 50-61 [59].

[9] Wie etwa Ditmar Brock vermutet. Vgl. Brock, Ditmar: Kulturelle Globalisierung, in: Ders.: Globalisierung. Wirtschaft - Politik - Kultur - Gesellschaft, Wiesbaden 2008, S. 117-172 [118].

[10] Vgl. Varwick, Johannes: Globalisierung, in: Woyke, Wichard (Hrsg.): Handworterbuch der internationalen Politik, Opladen n2008, S. 166-177 [166]. Vgl. hierzu auch FaBler, Peter E.: Globalisierung, Koln u.a. 2007, S. 29 und Wagner, Bernd: Kulturelle Globalisierung: Weltkultur, Glokalitat und Hybridisierung, in: Ders. (Hrsg.): Kulturelle Globalisierung. Zwischen Weltkultur und kultureller Fragmentierung, Essen 2001, S. 9-38 [9].

[11] Varwick, Globalisierung (wie Anm. 10), S. 167.

[12] Vgl. ebd. Vgl. hierzu auch FaBler, Globalisierung (wie Anm. 10), S. 30.

[13] Vgl. Varwick, Globalisierung, S. 167. Vgl. hierzu auch unter dem Stichwort Containertheorie: FaBler, Globalisierung, S. 32.

[14] Vgl. Schirm, Stefan A.: Analytischer Uberblick: Stand und Perspektiven der Globalisierungsforschung, in: Ders. (Hrsg.): Globalisierung. Forschungsstand und Perspektiven, Baden-Baden 2006, S. 11-34 [13] und Spree, Reinhard: Globalisierungs-Diskurse - gestern und heute, in: Jahrbuch fur Wirtschaftsgeschichte 2 (2003), S. 35-56 [35f].

[15] Vgl. Schirm, Uberblick (wie Anm. 14), S. 13-15; Varwick, Globalisierung, S. 169-171; Spree, Globalisierungs-Diskurse (wie Anm. 14), S. 136, Fabler, Globalisierung, S. 30f.

[16] Fabler, Globalisierung, S. 30 (Hervorhebungen ebd.).

[17] Vgl. ebd., S. 30f.

[18] Vgl. ebd., S. 32 und Spree, Globalisierungs-Diskurse, S. 135;

[19] Vgl. Fabler, Globalisierung, S. 33f.

[20] Intendiert auch Fabler, Globalisierung, S. 33.

[21] Als Schlagwort auf David Levitt zuruckzufuhren. Auf der Annahme beruhend, daB eine weltweite Vernetzung und intensive Austauschbeziehungen zu einer einheitlichen Weltkultur fuhren wurden. Vgl. FaBler, Globalisierung, S. 19. Ebd. Anm. 9.

[22] Fukuyama, Ende (wie Anm. 2).

[23] Vgl. Schwinn, Konvergenz (wie Anm. 7), S. 204 und Meckel, Miriam: Kulturelle Konfrontation oder kommunikative Konvergenz in der Weltgesellschaft? Kommunikation im Zeitalter der Globalisierung, in: Rechtstheorie, 29 (1998), S. 425-440 [425].

[24] Meckel, Kulturelle Konfrontation, S. 425f.

[25] Ritzer, McDonaldisierung (wie Anm. 3). Ritzer versteht den globalen HomogenisierungsprozeB weniger als Ausbreitung von Fast-Food-Ketten, denn vielmehr als weltweite Ausbreitung der Prinzipien formaler Rationalitat, die den mcdonaldisierten Konsumformen zu Grunde liegt. Vgl. Kumoll, Karsten: From the native’s point of view. Kulturelle Globalisierung nach Clifford Geertz und Pierre Bourdieu, Bielefeld 2005, S. 109. McDonalds als ein Ort der Rationalisierung und zugleich Ort der „Irrationalitat des Rationalen“. Ritzer, McDonaldisierung, S. 205. „[E]in entmenschlichender Ort, ob man nun dort arbeitet oder die jeweiligen Dienstleistungen in Anspruch nimmt.“ Ebd., S. 47.

[26] So der Buchtitel von Wagnleitner, Reinhold: Coca-Colonisation und Kalter Krieg. Die Kulturmission der USA in Osterreich nach dem Zweiten Weltkrieg, Wien 1991.

[27] Vgl. Schwinn, Konvergenz, S. 204; FaBler, Globalisierung, S. 19; Zukrigl, Kulturelle Vielfalt (wie Anm. 8), S. 50 und Wagner, Kulturelle Globalisierung (wie Anm. 10), S. 11f.

[28] Meyer, John W.: Weltkultur. Wie die westlichen Prinzipien die Welt durchdringen, Frankfurt am Main, 2005. Zum westlichen Modell der Rationalisierung vgl. ebd., S. 34; zum Zusammenspiel transnationaler Organisationen und lokaler Akteure vgl. ebd., S. 103 und zum Recht als „gedachte universelle Prinzipien“, ebd. S. 180.

[29] Vgl. Schwinn, Konvergenz, S. 205.

[30] Huntington, Kampf (wie Anm. 4).

[31] Ebenso Barber, Jihad (wie Anm. 5); Ders., Dschihad (wie Anm. 5); Ders., Coca Cola (wie Anm. 5). Vgl. Zukrigl, Kulturelle Vielfalt, S. 50; Meckel, Kulturelle Konfrontation, S. 426; Schwinn, Konvergenz, S. 205; Kumoll, Native’s point (wie Anm. 24), S. 131.

[32] Schwinn, Konvergenz, S. 205

[33] Vgl. ebd.

[34] Vgl. ebd.; Wagner, Kulturelle Globalisierung, S. 10-15 und FaBler, Globalisierung, S. 20.

[35] Zum Begriff der Hybridisierung vgl. Werbner, Hybridity (wie Anm. 6), S. 605. Vgl. hierzu auch Robertson, Roland: Glokalisierung: Homogenitat und Heterogenitat in Raum und Zeit, in: Ulrich Beck (Hrsg.): Perspektiven der Weltgesellschaft, Frankfurt am Main, 1998, S. 192-220 [215 und 217].

[36] Hannerz, Cultural Complexity (wie Anm. 6), S. 261-267, speziell S. 265.

[37] FaBler, Globalisierung, S. 20. Als „Verschmelzung von Kulturen“: Robertson, Glokalisierung (wie Anm. 34), S. 215 und als „Kulturschmelze“: Breidenbach, Tanz (wie Anm. 8), S. 9.

[38] Vgl. Robertson, Glokalisierung, S. 201, 213f und 217. Vgl. hierzu auch Schwinn, Konvergenz, S. 205f; FaBler, Globalisierung, S. 14; Wagner, Kulturelle Globalisierung, S. 17-23; Zukrigl, Kulturelle Vielfalt, S. 56f; Kumoll, Native’s point, S. 110-112.

[39] Schwinn, Konvergenz, S. 201, 202 und 225f.

[40] Ebd., S. 226.

[41] Vgl. ebd. Ahnlich auch Breidenbach, Tanz, mit ihrer These der „Ausdifferenzierung der Welt [...] uber ein globales Referenzsystem“. Ebd., S. 36 und 206. Vgl. hierzu auch Zukrigl, Kulturelle Vielfalt, S. 58-60 [58].

[42] Wie Schwinn selbst bemerkt. Vgl. Schwinn, Konvergenz, S. 227.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Was ist kulturelle Globalisierung? - Sozialwissenschaftliche Konzepte auf dem Prüfstand
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Hauptseminar: Globalisierung – Ursachen, Folgen, Handlungsspielräume
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
21
Katalognummer
V155368
ISBN (eBook)
9783640693221
ISBN (Buch)
9783640693559
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung, Sozialwissenschaftliche, Konzepte, Prüfstand
Arbeit zitieren
Matthias Rekow (Autor), 2006, Was ist kulturelle Globalisierung? - Sozialwissenschaftliche Konzepte auf dem Prüfstand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155368

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