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Möglichkeiten zur Beschreibung und Quantifizierung von Dürren

Title: Möglichkeiten zur Beschreibung und Quantifizierung von Dürren

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Steffen Blatt (Author)

Geography / Earth Science - Meteorology, Aeronomy, Climatology
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Diese Arbeit versucht Dürren aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und damit einen Weg zu öffnen, dieses Naturphänomen besser zu verstehen. Eine differenzierte Betrachtung ist hier von Nöten, um den verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden, die an die Wassernutzung gekoppelt sind. Es wird deutlich werden, dass Dürren schwer zu definieren und zu klassifizieren sind, da sie so viele verschiedene Facetten haben. Doch gerade für das Dürrenmanagement sind solche Definitionen und Klassifikationen wichtige Instrumente, um entsprechend auf Dürren vorzubereiten, ihnen vorzubeugen und die Schäden bestmöglich zu beseitigen. Auf den Klassifikationsansätzen gibt es aufbauend eine Reihe von Indikatoren, um Dürren festzustellen und deren Intensität zu bestimmen. Ein umfassendes Verständnis der Ursachen, Betrachtungsweisen und Auswirkungen von Dürren wird vorausgesetzt, um das Dürrenmanagement effektiv zu gestalten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine allgemeine Begriffsdefinition von Dürre

3. Klassifikationen von Dürren

3.1 Die meteorologische Dürre

3.2 Die landwirtschaftliche Dürre

3.3 Die hydrologische Dürre

3.4 Die sozioökonomische Dürre

4. Der U.S. Drought Monitor als Beispiel eines integrierten Dürremanagementtools

5. Fazit

6. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Dürre aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven, um ein tieferes Verständnis der Ursachen, Messmethoden und Auswirkungen zu ermöglichen. Das primäre Ziel besteht darin, die Schwierigkeiten bei der Definition und Quantifizierung von Dürren aufzuzeigen und die Notwendigkeit integrierter Managementansätze zu unterstreichen.

  • Grundlegende Begriffsbestimmung und Abgrenzung von Aridität
  • Klassifizierung in meteorologische, landwirtschaftliche, hydrologische und sozioökonomische Dürren
  • Analyse gängiger Indizes wie PDSI, SPI und CMI zur quantitativen Erfassung
  • Evaluation des U.S. Drought Monitor als praxisnahes Beispiel für integriertes Dürremanagement

Auszug aus dem Buch

3.1 Die meteorologische Dürre

Meteorologische Dürren stellen meistens den Beginn von allen anderen Dürren dar, da sie ein Defizit des Niederschlags abbilden und somit an erster Stelle im Wasserkreislauf stehen. Genauer beziehen sich Definitionen von meteorologischen Dürren meistens auf die Dauer einer Trockenperiode bzw. wie lange der Niederschlag unter einem bestimmten Wert eines bestimmten Zeitabschnitts bleibt. Dieser ist natürlich wieder von Region zu Region unterschiedlich (Wilhite & Glantz 1985: 113). So gilt zum Beispiel eine Trockenperiode von sechs Tagen ohne Regen auf Bali bereits als eine Dürre, während es in Teilen Libyens schon zwei Jahre lang nicht regnen darf, um als Dürre klassifiziert zu werden (Hudson & Hazen 1964: Kap.18, S.1). Solche Grenzwerte scheinen zunächst willkürlich gewählt zu sein, darum ist es sinnvoll zu untersuchen, woher sie kommen und aus welchen Gründen sie so gewählt worden sind. Die Grenzwerte könnten so u.U. wieder mit bestimmten Auswirkungen auf die Vegetation oder die Wasserspeicherung zusammenhängen (Wilhite & Glantz 1985: 113).

Zusammengefasst sollten entsprechende Definitionen von meteorologischer Dürre jeweils einen bestimmten Grenzwert aufweisen, der für die jeweilige Region angepasst ist. Oft wird dafür auch das 30-jährige Mittel genommen. Allerdings ist dies meteorologisch gesehen und auch in Bezug auf die vorhandenen Messreihen, die es oft schon für mehr als 100 Jahre gibt, nicht unbedingt ausreichend bzw. repräsentativ (vgl. Hisdal & Tallaksen 2000: 6). Ein Beispiel wie dies aussehen könnte, zeigt Abbildung 2. Es wird von einer Dürre gesprochen, wenn der monatliche Niederschlag unter dem durchschnittlichen Niederschlag desselben Monats liegt. Der Vorteil einer solchen simplen Definition liegt darin, dass sie eigentlich auf alle Regionen der Erde angewendet werden kann. Außerdem wäre es so möglich Dürren in diesem Sinne weltweit zu vergleichen, indem z.B. die prozentualen Abweichungen vom Durchschnitt verglichen werden oder die Dauer der Dürren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Phänomen Dürre als schleichende Naturkatastrophe und Erläuterung der Motivation für eine differenzierte Betrachtung.

2. Eine allgemeine Begriffsdefinition von Dürre: Differenzierung zwischen Dürre und Aridität sowie Vorstellung verschiedener Definitionsansätze aus der Fachliteratur.

3. Klassifikationen von Dürren: Unterteilung des Phänomens in meteorologische, landwirtschaftliche, hydrologische und sozioökonomische Teilbereiche mit ihren jeweiligen Indikatoren.

4. Der U.S. Drought Monitor als Beispiel eines integrierten Dürremanagementtools: Darstellung eines US-amerikanischen Systems, das qualitative und quantitative Daten zur Entscheidungsunterstützung kombiniert.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit einer Trendwende vom reinen Krisenmanagement hin zu präventivem Dürremanagement.

6. Bibliographie: Auflistung aller verwendeten Quellen und weiterführenden Referenzen.

Schlüsselwörter

Dürre, Naturkatastrophe, Klimawandel, Dürremanagement, meteorologische Dürre, landwirtschaftliche Dürre, hydrologische Dürre, sozioökonomische Dürre, PDSI, SPI, CMI, Bodenfeuchte, Niederschlag, Wasserressourcen, U.S. Drought Monitor

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Möglichkeiten, Dürren zu beschreiben, zu messen und wissenschaftlich zu klassifizieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die verschiedenen Arten der Dürre (meteorologisch, landwirtschaftlich, hydrologisch, sozioökonomisch) sowie die daraus resultierenden Anforderungen an ein effektives Dürremanagement.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das komplexe Naturphänomen Dürre zu schaffen, um die Notwendigkeit für präzisere Definitionen und integrierte Managementinstrumente zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Klassifikationsansätze sowie Indizes (z.B. SPI, PDSI, CMI) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, die detaillierte Klassifizierung der Dürrearten inklusive der zugehörigen Messindizes sowie eine Fallstudie zum U.S. Drought Monitor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Dürre, Dürremanagement, Messindizes, Wasserressourcen und Klimawandel.

Was unterscheidet den SPI vom PDSI bei der Messung meteorologischer Dürren?

Der SPI basiert rein auf der Niederschlagswahrscheinlichkeit über verschiedene Zeitskalen, während der PDSI ein komplexerer multivariabler Index ist, der auch Temperatur und Bodenfeuchte einbezieht.

Warum wird der U.S. Drought Monitor als innovatives Tool angesehen?

Weil er versucht, quantitative Daten aus verschiedenen Messungen mit subjektiven Einschätzungen von Experten zu einem integrierten Gesamtbild für Entscheidungsträger zu verschmelzen.

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Details

Title
Möglichkeiten zur Beschreibung und Quantifizierung von Dürren
College
University of Cologne  (Geographisches Institut)
Grade
2,3
Author
Steffen Blatt (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V155407
ISBN (eBook)
9783640693795
ISBN (Book)
9783640695379
Language
German
Tags
Möglichkeiten Beschreibung Quantifizierung Dürren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Blatt (Author), 2010, Möglichkeiten zur Beschreibung und Quantifizierung von Dürren , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155407
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