Kundenabwanderungen bei Übernahmen und Fusionen


Referat (Ausarbeitung), 2010

22 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Unternehmenszusammenschlüsse

3 Fusionen und Übernahmen
3.1 Merkmale von Fusionen
3.2 Merkmale von Übernahmen

4 Motive von Fusionen und Übernahmen
4.1 Strategische Motive
4.1.1 Marktmotive
4.1.2 Leistungsmotive
4.1.3 Risikomotive
4.2 Finanzielle Motive
4.2.1 Kapitalmarktbedingte Motive
4.2.2 Steuerliche Motive
4.3 Persönliche Motive
4.3.1 Hybris-Hypothese
4.3.2 Managerialismus-Hypothese
4.3.3 Free-Cash-Flow-Hypothese
4.3.4 Diversifikations-Hypothese

5 Kundenabwanderung durch Fusionen und Übernahmen
5.1 Kundenabwanderungsprozess
5.2 Ursachen einer Kundenabwanderung
5.3 Unternehmenskulturverlust als Kundenabwanderungsgrund
5.3.1 Berücksichtigung der Unternehmenskultur
5.3.2 Handlungsempfehlungen zur erfolgreichen Einbindung der Unternehmenskultur

6 Kritische Würdigung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Bindungsrichtung von Unternehmenszusammenschlüssen

Abbildung 2 Typologie der Unternehmenszusammenschlüsse

Abbildung 3 Motive für Fusionen und Übernahmen

Abbildung 4 Trennungsmodell von Partnerschaften

1 Einleitung

Die Weltwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren rasant verändert und befindet sich auch aktuell in einer Zeit nachhaltiger Veränderungen. In den letzten Jahren konnte in vielen Branchen eine Intensivierung des Wettbewerbes festgestellt werden, wobei sich klassische Wettbewerbsstrategien wie Kosten- und Qualitätsführerschaft als zunehmend unwirksam erweisen. Viele der einzelnen Märkte haben zwischenzeitlich ihren Sättigungsgrad erreicht, was wiederum zu einer Stagnation des Wachstums führte. Neben einem veränderten Nachfrageverhalten gestaltet sich eine Unternehmensdifferenzierung von der Konkurrenz immer schwieriger, da Leistungs- und Produktunterschiede zunehmend geringer werden. Dies bewirkt ein Umdenken einer aktuellen Unternehmenszusammensetzung zu einer neuen Art des Unternehmenszusammenschlusses. Fusionen und Übernahmen rücken in den Fokus der Unternehmensgestaltung, um mit gemeinsam gebündelten Kräften gegenüber den Auswirkungen der derzeitigen (Finanz-)Krisen und einer potenziellen, langfristigen Gewinnmaximierung positiv aufgestellt zu sein. Die verfolgten Zielsetzungen bei Fusionen und Übernahmen sind zahlreich und können sowohl einzeln als auch durch eine Kombination von mehreren Motiven gleichzeitig wirken. Diese Ausarbeitung behandelt sowohl die wesentlichen Merkmale einer potenziellen Kundenabwanderung durch Fusionen und Übernahmen, als auch die einzelnen Ausprägungsformen. Neben einer grundlegenden Begriffsdefinition von Unternehmenszusammenschlüssen im zweiten Abschnitt, befasst sich der dritte Teil der Ausarbeitung mit den einzelnen Merkmalen von Fusionen und Übernahmen. Der vierte Abschnitt erläutert die verschiedenen Motive und Ziele von Fusionen und Übernahmen, unterteilt nach strategischen, finanziellen und persönlichen Zielen. Der fünfte Abschnitt formuliert dementsprechend die Auswirkung von Fusionen und Übernahmen auf den Kunden und potenzielle Abwanderungsgründe. Außerdem interpretiert dieser Abschnitt die Auswirkungen von Fusionen und Übernahmen auf die Unternehmenskultur. Der sechste Abschnitt beendet die Ausarbeitung mit einem abschließenden Resümee.

2 Definition Unternehmenszusammenschlüsse

Unter einem Unternehmenszusammenschluss versteht man die wirtschaftliche Vereinigung eines Unternehmens mit einem anderen Unternehmen, wobei mindestens bei einem die wirtschaftliche Autonomie bzw. der Herrschaftsbereich eingeschränkt bzw. beseitigt wird[1]. Generell lassen sich Unternehmenszusammenschlüsse anhand verschiedener Kriterien systematisieren. Neben einer Systematisierung nach der Reichweite (unternehmensweit, teilfunktionsbezogen), nach dem Verhältnis der Partner (untergeordnet, gleichgeordnet) oder der Wettbewerbswirkung (förderlich, neutral, beschränkend), ergibt sich ein besonderer Augenmerk auf die Kriterien der Bindungsrichtung und deren Bindungsintensität[2]. Die Bindungsrichtung wird unterschieden nach Unternehmenszusammenschlüssen auf der lateralen[3], vertikalen oder horizontalen Ebene.

Abbildung 1 Bindungsrichtung von Unternehmenszusammenschlüssen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage von Wirtz (2006), S.82 f. und Auerbach (2009), S.35 f.

Unternehmenszusammenschlüsse bedingen demzufolge eine teilweise oder vollständige Aufgabe der unternehmerischen Handlungsfreiheit, wobei der Einschränkungsgrad von der Bindungsintensität abhängig ist[4]. Ferner können Unternehmenszusammenschlüsse in Unternehmenskooperationen und Unternehmensvereinigungen unterteilt werden. Die Unternehmenskooperation stellt demzufolge eine eher schwächere Form des Zusammenschlusses dar, da bei dieser sowohl die rechtliche Selbstständigkeit eines Partners, als auch die wirtschaftliche Entscheidungsfreiheit zumindest in den nicht von der Kooperation betroffenen Bereichen bestehen bleibt. Eine moderne Art der zeitlichen Ausgestaltungsform eines Unternehmenszusammenschlusses stellt darüber hinaus die Form der Koopetition dar, welche in dieser Ausarbeitung zumindest kurz erwähnt werden sollte und systematisch in die Form der strategischen Kooperation einzuordnen wäre. Die Koopetition[5] beschreibt eine vorhandene Kooperation unter gleichzeitiger Konkurrenz, beispielsweise wenn Unternehmen in einigen Wertschöpfungsaktivitäten (Absatz) miteinander konkurrieren, jedoch in anderen Bereichen (beispielsweise der Forschung und Entwicklung) miteinander kooperieren, so z.B. bei der Entwicklung und dem späteren Verkauf von der Bluray-Playern[6]. Bei einer Unternehmensvereinigung wird zwischen Fusion und Akquisition[7] unterschieden.

[...]


[1] Vgl. Auerbach, Fusionen deutscher Kreditinstitute, Wiesbaden 2009, S. 35.

[2] Vgl. Auerbach, Fusionen deutscher Kreditinstitute, Wiesbaden 2009, S. 34f.

[3] Anm. des Verfassers: laterale Unternehmenszusammenschlüsse werden auch als diagonal oder anorganisch bezeichnet

[4] Vgl. Auerbach, Fusionen deutscher Kreditinstitute, Wiesbaden 2009, S. 35f.

[5] Anm. des Verfassers: Koopetition setzt sich aus den Begriffen Kooperation (Zusammenarbeit) und Kompetition (Wettbewerb) zusammen

[6] Vgl. Keupner/Vocelka/Häfner, Die moderne Finanzfunktion, Wiesbaden 2008, S.55

[7] Anm. des Verfassers: die Begriffe Fusion und Akquisition werden in der deutschen Literatur synonym und undifferenziert zu den Begriffen Übernahme, Unternehmenskauf, Takeover, Beteiligung, Verschmelzung, Merger etc. genutzt

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Kundenabwanderungen bei Übernahmen und Fusionen
Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V155437
ISBN (eBook)
9783640693832
ISBN (Buch)
9783640695102
Dateigröße
784 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
strategische Motive, Marktmotive, Leistungsmotive, Hybris-Hypothese, Free-Cash-Flow-Hypothese, Diversifikations-Hypothese, Managerialismus-Hypothese, Unternehmenskultur
Arbeit zitieren
B.A. Stefan Molkentin (Autor), 2010, Kundenabwanderungen bei Übernahmen und Fusionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155437

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