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Subjektivierung von Arbeit. Warum begeben sich Individuen in Verhältnisse einer freiwilligen Selbstausbeutung?

Título: Subjektivierung von Arbeit. Warum begeben sich Individuen in Verhältnisse einer freiwilligen Selbstausbeutung?

Trabajo Escrito , 2018 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Arbeit stellt einen der vielleicht wichtigsten Bestandteile der Lebensgestaltung von Individuen der Moderne dar. Schließlich verstehen diese die Ausführung von Arbeit als Notwendigkeit für sich selbst. Insofern ist die Analyse von Arbeit als solcher, dem Verständnis von dieser, und der Bedeutung für das Individuum auch von gesellschaftlicher Relevanz. Hierbei sei erwähnt, dass sich diese Ausarbeitung ausschließlich auf Erwerbsarbeit bezieht. Obwohl Arbeit und Erwerbsarbeit nicht synonym zu betrachten sind, wird der Einfachheit halber von Arbeit die Rede sein.

Betrachtet man Arbeit also als eine gesellschaftliche Erscheinung, darf diese nicht als starres Phänomen, sondern als sich wandelnd begriffen werden. So unterliegt sie – genauso wie alle gesellschaftlichen Phänomene – Wandlungen, Neuerscheinungen und Innovationen; die wiederrum von übergeordneten gesellschaftlichen Prozessen geprägt werden. Solch einen "Wandel der Erwerbsarbeit" stellen Kleemann et al. beispielsweise seit Anfang der 1990er Jahre heraus. Hierbei könnten verschiedene Anhaltspunkte herausgegriffen werden. In dieser Arbeit soll es jedoch speziell um die in der Arbeitssoziologie mittlerweile gängige These der Subjektivierung von Arbeit gehen. Hiermit ist im Wesentlichen gemeint, dass sich die Anforderungen an Erwerbstätige zunehmend auf das Einbringen ihres Subjektes beziehen. Das meint persönliche Kompetenzen, durch die sich Beschäftigte im Idealfall nicht so einfach durch andere Erwerbstätige ersetzen lassen.

Im Detail wird auf die Bedeutung von subjektivierter Arbeit im Verlauf dieser Ausarbeitung noch eingegangen. In Bezug auf diese wird häufig die These der freiwilligen Selbstausbeutung thematisiert. In dieser Ausarbeitung soll nun der Frage nachgegangen werden, welche Faktoren dabei für Individuen entscheidend sind, sich in jene Verhältnisse einer vermeintlichen Selbstausbeutung zu begeben. Hierbei wird auch der These der Selbstverwirklichung durch Arbeit Raum gegeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Individualisierung und Entgrenzung als Faktoren subjektivierter Arbeit

3. Freiwillige Selbstausbeutung

4. Subjektivierung von Arbeit als Chance zur Selbstverwirklichung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologischen Hintergründe der "Subjektivierung von Arbeit" und analysiert, warum Individuen in modernen Erwerbsarbeitsverhältnissen freiwillig zur Selbstausbeutung neigen, obwohl diese mit erhöhten psychischen Belastungen und Entgrenzungsphänomenen einhergeht.

  • Prozess der Individualisierung und dessen Einfluss auf die Arbeit
  • Entgrenzung von Arbeit und ihre Auswirkungen auf das Subjekt
  • Konzept des Arbeitskraftunternehmers als neuer Arbeitstypus
  • Ambivalenz zwischen Selbstausbeutung und Selbstverwirklichung

Auszug aus dem Buch

Freiwillige Selbstausbeutung

Wie bereits erwähnt, müssen sich Beschäftigte in entgrenzten und subjektivierten Arbeitsformen selbstständig Strukturen schaffen, um ihre Zielvorgaben erreichen zu können. Projektarbeit stellt hierbei eine typische Arbeitsform dar, mit der Individuen konfrontiert sind (Moosbrugger 2012: 31). Hieran lassen sich die Auswirkungen von Entgrenzungen für die Beschäftigten exemplarisch aufzeigen. Bei besagten Projektarbeiten verfolgen die Beschäftigten ein Ziel, das durch den Arbeitgeber/den Kunden vorgegeben wird. Hierbei gibt es in der Regel keine streng festgelegten Arbeitszeiten im klassischen Sinn. Vielmehr sind diese genau wie einige andere Faktoren immer undefinierter (Moosbrugger 2012: 33). Von dem Arbeitsausführenden wird im Wesentlichen erwartet, das vorgegebene Ziel zu erreichen. Zwar scheint die Möglichkeit für das Individuum, gänzlich selbstständig über die Vorgehensweise seiner Arbeit verfügen zu können verlockend; in der Realität bedeutet die Arbeit nach Zielvorgaben für die Beschäftigten nach Moosbrugger jedoch vor allem „Stress und Leistungsdruck“ (Moosbrugger 2012: 29). So betonen Kleemann et al., dass die betriebliche Kontrolle von Arbeitsschritten im Kontext zwar sinke, dafür aber in eine umso strengere Kontrolle der „Arbeitsergebnisse“ umgewandelt werde (Kleemann et al. 2003: 71).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Subjektivierung von Arbeit und Erläuterung der Relevanz für moderne Erwerbsverhältnisse.

2. Individualisierung und Entgrenzung als Faktoren subjektivierter Arbeit: Analyse der gesellschaftlichen Prozesse, die zu einer Subjektivierung der Arbeit und zur Entgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben führen.

3. Freiwillige Selbstausbeutung: Untersuchung der Belastungen und Anforderungen, die in entgrenzten Arbeitskontexten zu individueller Selbstausbeutung führen.

4. Subjektivierung von Arbeit als Chance zur Selbstverwirklichung: Beleuchtung der positiven Anreize wie Autonomie und Selbstverwirklichung, die als Kompensation für die Arbeitsbelastungen dienen können.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ambivalenz von subjektivierter Arbeit zwischen Chance und Risiko für das Individuum.

Schlüsselwörter

Subjektivierung von Arbeit, Freiwillige Selbstausbeutung, Individualisierung, Entgrenzung von Arbeit, Arbeitskraftunternehmer, Selbstverwirklichung, Arbeitssoziologie, Zielvereinbarungen, Leistungsdruck, Autonomie, Betriebliche Kontrolle, Selbstentfaltung, Identität, Anerkennung, Arbeitswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Analyse der Subjektivierung von Arbeit und der Frage, warum Erwerbstätige sich trotz steigender Anforderungen und Belastungen in Form von Selbstausbeutung in diese Arbeitsverhältnisse begeben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Strukturwandel der Erwerbsarbeit, die Auswirkungen von Individualisierung und Entgrenzung sowie die Ambivalenz zwischen beruflicher Selbstverwirklichung und dem Risiko der Selbstausbeutung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Beweggründe zu identifizieren, die Individuen zu einem freiwilligen Engagement in subjektivierten Arbeitsformen motivieren, und dabei die Rolle von Faktoren wie Selbstverwirklichung und Anerkennung zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Hausarbeit, die den aktuellen Stand der arbeitssoziologischen Diskussion auf Basis bestehender Literatur (wie z.B. von Kleemann, Voß, Böhle und Moosbrugger) zusammenfasst und analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Diskussion der soziologischen Rahmenbedingungen (Individualisierung/Entgrenzung), die kritische Auseinandersetzung mit der freiwilligen Selbstausbeutung und die Analyse von Arbeit als Chance zur Selbstverwirklichung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Subjektivierung, Selbstausbeutung, Arbeitskraftunternehmer, Entgrenzung, Leistungsdruck und Selbstverwirklichung.

Was bedeutet der Begriff des Arbeitskraftunternehmers in diesem Kontext?

Der Arbeitskraftunternehmer ist ein Arbeitstypus, der für seine eigene Promotion verantwortlich ist, seine Arbeitsleistung als Ware betrachtet und eine hohe Selbst-Kontrolle sowie Selbst-Rationalisierung aufweist.

Warum kann Arbeit als Kompensation dienen?

Die Arbeit kann als Kompensation dienen, weil sie dem Individuum Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung, Anerkennung und zur Einbringung eigener Ideen bietet, was den erlebten Stress und Druck ausbalancieren kann.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Subjektivierung von Arbeit. Warum begeben sich Individuen in Verhältnisse einer freiwilligen Selbstausbeutung?
Universidad
University of Bremen  (Sozialwissenschaften)
Curso
Arbeitssoziologie
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
15
No. de catálogo
V1554918
ISBN (PDF)
9783389107973
ISBN (Libro)
9783389107980
Idioma
Alemán
Etiqueta
subjektivierung arbeit warum individuen verhältnisse selbstausbeutung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2018, Subjektivierung von Arbeit. Warum begeben sich Individuen in Verhältnisse einer freiwilligen Selbstausbeutung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1554918
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Extracto de  15  Páginas
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