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Lernwirksames Feedback im sozialwissenschaftlichen Unterricht

Titel: Lernwirksames Feedback im sozialwissenschaftlichen Unterricht

Hausarbeit , 2024 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lucius Valens (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Anforderungen lernwirksamen Feedbacks im sozialwissenschaftlichen Unterricht, insbesondere im Kontext der persuasiv-argumentierenden Textproduktion. Anhand theoretischer und empirischer Perspektiven wird aufgezeigt, wie formative Rückmeldungen die Schreibkompetenzen von Schüler*innen fördern können. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Rolle von Feedback auf der Lernprozess- und Selbstregulationsebene sowie der Anwendung von Konzepten wie Scaffolding und Textprozeduren. Die Ergebnisse zeigen, dass konstruktives Feedback nicht nur die Schreibfähigkeiten stärkt, sondern auch das Selbstkonzept und die Fachinteressen der Lernenden positiv beeinflusst. Abschließend werden fachdidaktische Implikationen für die Unterrichtspraxis sowie Anknüpfungspunkte für künftige Forschungen abgeleitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Inhaltliche Einführung

1.2 Ziel, Methode und Struktur der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Persuasives Argumentieren – Einordnung in Lebenswelt und Kerncurriculum

2.2 Lernwirksames Feedback – Zwischen summativer Praxis und formativem Anspruch

3. Formatives Feedback für die persuasive Textproduktion im sozialwissenschaftlichen Unterricht

3.1 Aktueller Forschungsstand

3.2 Anforderungen und Bedeutung des formativen Feedbacks

3.2.1 Lernprozess- und Selbstregulationsebene

3.2.2 Stärkung des Selbstkonzepts und fachlichen Interesses

3.3 Empirische Perspektiven auf die Feedback-Wirksamkeit für das persuasive Argumentieren

3.3.1 Scaffolding und Textprozeduren als sprachsensible Unterstützungspraktiken zur textsortenorientierten Sprachbildung

3.3.2 Fachdidaktische Implikationen für den sozialwissenschaftlichen Unterricht

4. Fazit

4.1 Zusammenfassung

4.2 Diskussion

4.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es, die Anforderungen an lernwirksames Feedback im sozialwissenschaftlichen Unterricht zu untersuchen und dessen zentrale Rolle bei der Entwicklung persuasiv-argumentierender Schreibkompetenzen darzulegen, wobei insbesondere das Potenzial prozessbegleitender Rückmeldungen gegenüber summativen Bewertungsformen hervorgehoben wird.

  • Bedeutung des persuasiven Argumentierens im sozialwissenschaftlichen Unterricht
  • Differenzierung zwischen summativer Praxis und formativem Feedback
  • Die drei feedbackgestützten Kernbereiche (Feed-Up, Feed-Back, Feed-Forward)
  • Förderung durch Scaffolding und Textprozeduren
  • Stärkung des Selbstkonzepts und fachlichen Interesses der Lernenden

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Scaffolding und Textprozeduren als sprachsensible Unterstützungspraktiken zur textsortenorientierten Sprachbildung

Scaffolding (engl. für Gerüst bauen) kann als „[…] Metapher für die Unterstützung des Lernprozesses durch die Bereitstellung eines sogenannten Lerngerüsts, einer zunächst vollständigen sprachlich-inhaltlichen Orientierungsgrundlage in Form von Anleitungen, Denkanstößen, erforderlichen sprachlichen Mitteln und anderen Hilfestellungen wie Mustertexten oder -lösungen“ definiert werden (Vollmer & Thürmann 2010, S. 128). Dabei zielt diese Unterstützungsmaßnahme darauf ab, dass sich „sprachliche Fähigkeiten mit und durch das curriculare Wissen entwickeln“ (Luft et al. 2015). Als größere pädagogische Unterrichtsstrategie zur Unterstützung des Schreibprozesses der Lernenden, die sich ganz nach dem Motto, „Was das Kind heute in der Zusammenarbeit macht, wird es morgen selbstständig zu machen fähig sein“ (Vygotsky 1977, S. 240), richtet, kann Scaffolding Textprozeduren als Teil seiner Unterstützungsmaßnahmen einschließen.

Textprozeduren wiederum sind gemäß Feilke zu verstehen als „sprachliche Werkzeuge des Schreibens“ (Feilke 2014, S. 14) sowie als „mit Textgestaltungspotentialen geladene Ausdrucksmuster“ (Feilke & Bachmann 2014, S. 8), die sowohl den Text als Ganzes als auch insbesondere dessen Aufbau betreffen und zur Unterstützung bei der Formulierung bestimmter Textsorten eingesetzt werden (vgl. Lindauer 2021, S. 77). Im Rahmen des persuasiven Argumentierens konzentrieren sich die Textprozeduren vor allem auf die vier sprachlichen Handlungen des Positionierens („Meiner Meinung nach“), Begründens („weil“, „da“), Modalisierens („möglicherweise“) und Konzedierens („zwar…aber“) (vgl. ebd.).10

Effektives formatives Feedback11, welches die o.g. Konzepte berücksichtigt, zeichne sich dadurch aus, „dass [den] Lernenden während der Bearbeitung einer Aufgabe auf motivierende Art und Weise konkrete Informationen und Hilfestellungen für die Lösung künftiger Aufgaben gegeben werden“ (Käfer 2021, S. 8).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Relevanz des persuasiven Schreibens und begründet die Notwendigkeit formativen Feedbacks angesichts bestehender Defizite in der Schreibkompetenz.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verortet das persuasive Argumentieren im Kernlehrplan und setzt es in den notwendigen Kontext des fachlichen Lernens sowie der Feedback-Theorie nach Hattie.

3. Formatives Feedback für die persuasive Textproduktion im sozialwissenschaftlichen Unterricht: Der Hauptteil analysiert den Forschungsstand sowie spezifische Feedback-Ebenen und Instrumente wie Scaffolding, um Lernende zielgerichtet beim Argumentieren zu unterstützen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Wirksamkeit formativen Feedbacks zusammen und diskutiert in einem Ausblick zukünftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Formatives Feedback, Persuasives Argumentieren, Sozialwissenschaftlicher Unterricht, Schreibkompetenz, Scaffolding, Textprozeduren, Selbstregulation, Lernprozess, Politikdidaktik, Feedback-Kultur, Urteilskompetenz, Lernwirksamkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der fachdidaktischen Analyse von formativem Feedback und dessen Bedeutung für die Förderung der Fähigkeit von Schülerinnen und Schülern, im sozialwissenschaftlichen Unterricht überzeugende (persuasive) Texte zu verfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die didaktische Einordnung von Argumentationskompetenz, die Abgrenzung von summativem zu formativem Feedback sowie spezifische Methoden wie Scaffolding und der Einsatz von Textprozeduren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ermitteln, welche Merkmale ein „lernwirksames Feedback“ im sozialwissenschaftlichen Kontext auszeichnen und wie diese gezielt zur Unterstützung der persuasiven Textproduktion adaptiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, welche unter Kriterien wie Aktualität, Relevanz und Perspektivenvielfalt Fachliteratur aus Politik- und Deutschdidaktik zusammenführt und auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des aktuellen Forschungsstands, die Erläuterung der Feedback-Ebenen (Lernprozess- und Selbstregulation), die Bedeutung für das Selbstkonzept sowie eine empirisch fundierte Ableitung fachdidaktischer Implikationen für die Unterrichtspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich primär durch Begriffe wie Formatives Feedback, Schreibkompetenz, Scaffolding, Textprozeduren und sozialwissenschaftliche Bildung aus.

Was versteht man unter dem in der Arbeit eingeführten Begriff "Feed-Before"?

Die Autorin schlägt in Anlehnung an Hattie eine Erweiterung des Feedback-Begriffs vor, bei der präventive Maßnahmen bereits im Vorfeld der Schreibaufgabe ergriffen werden, um potenziellen Herausforderungen kleinschrittig zu begegnen.

Warum ist "Feedback Literacy" laut Arbeit ein kritisch zu betrachtender Faktor?

Die Arbeit weist darauf hin, dass fachlich korrektes Feedback unwirksam ist, solange Lernenden die notwendige Kompetenz fehlt, dieses Feedback zu verstehen, zu interpretieren und eigenständig zur Lernoptimierung anzuwenden.

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Details

Titel
Lernwirksames Feedback im sozialwissenschaftlichen Unterricht
Hochschule
Universität Münster  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Seminar - Didaktische Prinzipien und Lehr-/Lernformen
Note
1,7
Autor
Lucius Valens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
22
Katalognummer
V1554957
ISBN (PDF)
9783389103463
ISBN (Buch)
9783389103470
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hattie lernwirksames Feedback sozialwissenschaftlicher Unterricht formatives Feedback persuasive Textproduktion Schreibförderung Scaffolding Textprozeduren Selbstregulation Fachinteresse Politikdidaktik Politik Sozialwissenschaft Soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lucius Valens (Autor:in), 2024, Lernwirksames Feedback im sozialwissenschaftlichen Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1554957
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Leseprobe aus  22  Seiten
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