Fachkräftemangel durch den demographischen Wandel


Seminararbeit, 2010
14 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Demographischer Wandel
2.1 Deutschland
2.2 Sachsen

3. Gegenmaßnahmen
3.1 Politik
3.2 Wirtschaft

4. Neue Anforderungen an die Arbeitnehmer

5. Lösungsansätze und Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das 21. Jahrhundert zeichnet sich nicht nur durch ständiges Auf und Ab in der deutschen Wirtschaft ab. Der demographische Wandel wird perspektivisch gesehen einen großen Einfluss auf die Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben. Dabei wird der demographische Wandel, laut aktuellen Prognosen, große Auswirkungen auf den Wohlstand unseres Landes und somit auch auf uns haben. Der Mensch als Arbeitskraft wird für jedes Unternehmen auch in kommenden Jahrzehnten die Kernresource darstellen. Somit hängt der Erfolg eines jeden Unternehmens von der Qualität und der Verfügbarkeit der Fachkraft maßgeblich ab.

Diese Hausarbeit versucht zu erläutern, in wie weit dieser demographische Wandel einen nicht zu deckenden Fachkräftebedarf bewirken kann. Dabei steht nicht nur die allgemeine Situation in Deutschland im Mittelpunkt sondern auch explizit ein neues Bundesland, am Beispiel Sachsens. Im Zuge dieser Erläuterungen, bzw. Offenbarungen werden die Anstrengungen, die im politischen Raum und in der Wirtschaft unternommen werden, um die erkennbare Situation zu entspannen, erläutert. Weiterhin wird dargestellt welche Potentiale bei den Jugendlichen in den Focus genommen werden, um den Fachkräftebedarf künftig zu decken, speziell im Spannungsfeld von schrumpfender Bevölkerung und höheren Studierendenquoten. Im Anschluss wird die Frage geklärt wohin Ausweichreaktionen tendieren, wenn man über den Tellerrand bundesdeutscher Gegebenheiten schaut.

Im Prinzip soll aufgedeckt werden, wie stark uns der demographische Wandel auf dem Arbeitsmarkt, in Zukunft, beeinflussen kann und welche Maßnahmen möglich oder auch nötig sind, um die Situation zu entspannen.

2. Demographischer Wandel

Die Demografie ist eine Grundlagenforschung mit starkem Praxisbezug. Sie stellt in Form von Datensammlungen, wissenschaftlichen Studien und Gutachten Wissen über demografische Prozesse zur Verfügung. Dieses Wissen ist wiederum eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Gestalter in Politik, Wirtschaft und Sozialwesen (zdwa 2010). Der Demographische Wandel ist nicht gleichzusetzten mit der demographischen Entwicklung, denn diese findet ständig in der Gesellschaft statt. Wir reden hier also nicht von Umzügen, sondern vielmehr von einer Veränderung der Alterszusammensetzung durch Kriege, Naturkatastrophen, Veränderungen der Geburtenrate und ständiger Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Dabei sollte man von einer Wertung diese Betrachtung absehen.

Der demographische Wandel kann zu gegensätzlichen Ergebnissen führen. Je nach dem welche Ereignisse eintreffen. Ist zum Beispiel eine steigende Geburtenrate und eine abnehmende Sterblichkeit vorhanden, erhält man einer Verjüngung der Bevölkerung, welche zwingend zu einem Bevölkerungswachstum führt.

Dagegen erhält man durch eine sinkende oder auch gleich bleibende niedrige Geburtenzahl eine Alterung der Bevölkerung, dies bewirkt somit einen Bevölkerungsrückgang. Was einen unausgewogenen Altersaufbau zur Folge hat. In der Praxis ist dieser Sachverhalt sehr gut an der aktuellen Situation in Deutschland festzumachen.

2.1 Deutschland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Bevölkerungsstatistik Deutschland 2009 (DESTATIS 2010)

Die Bundesrepublik Deutschland ist, wie auch vielen anderen Industrieländern, mitten im demographischen Wandel. Wir befinden uns dabei schon in der posttransformativen Phase, welche besonders durch Geburtenrückgang und Sterblichkeitsrückgang gekennzeichnet ist. Diese Phase wird auch oft als zweite demographische Transformation bezeichnet, diese ist vor allem in den weit entwickelten Ländern Europas und Nordamerikas in vollem Gange (Gebhardt, H. 2007, S. 778). Ein großes Problem stellt dabei der Geburtenrückgang auf etwa 1,4 Kindern pro Frau seit etwa 1965, gleichzeitig sinkendender Sterberate, sowie instabiler Migrationsraten dar. Diese Faktoren charakterisieren den demographischen Wandel, der Deutschland vor große Herausforderungen stellen wird. Verstärkt durch stetig steigende Lebenserwartung bei Geburt, welche aktuell bei knapp 80 Jahren liegt (DESTATIS 2010), scheint der demographische Wandel kaum auf haltbar. Auch durch Einwanderungen könnte man diesen Trend nicht stoppen, sondern lediglich verzögern. Bis ins Jahr 2003 konnten die Zuwanderungen das negative natürliche Wachstum der deutschen Bevölkerung noch ausgleichen, seitdem befinden wir uns jedoch in einer Phase des Bevölkerungsrückganges und der Überalterung der Bevölkerung.

So ist nicht nur die deutsche Bevölkerungszahl seit 2003 rückläufig. Auch in der Altersstruktur vernehmen wir starke Änderungen. Diese lassen sich durch die seit über 40 Jahren stetig fallende Geburtenraten, genauso wie die weiter steigende Lebenserwartung erklären. Dabei haben wir einen Anteil der jungen Bevölkerung im Alter von unter 20 Jahren gerade einmal mit 19% vertreten. Zum Vergleich die breiteste Altersgruppe stellen die 20 bis 64-jährigen mit 61% der gesamtdeutschen Bevölkerung. Innerhalb dieser Altersgruppe überwiegt dabei deutlich der Anteil der Menschen die älter als 40 sind. Bereits heute stellen die über 65-jährigen einen starken Anteil von 21%. Somit ist schon heute jeder fünfte Deutsche 65 oder älter. Wir sind also bereits heute Zeugen des demographischen Wandels und müssen uns darüber im Klaren sein, dass die wachsende Altersgruppe der über 60- jährigen mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird. Dies wird vor allem deutlich, wenn man den neuesten Vorausberechnungen zur Bevölkerung des Statistischen Bundesamtes Glauben schenkt (vgl. Abbildung 2).

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Fachkräftemangel durch den demographischen Wandel
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Institut für Berufs- und Betriebspädagogik)
Veranstaltung
Seminar bei Dr.Heller
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V155504
ISBN (eBook)
9783640693924
ISBN (Buch)
9783640695386
Dateigröße
647 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
demographischer wandel, fachkräftemangel, sachsen
Arbeit zitieren
Markus Fix (Autor), 2010, Fachkräftemangel durch den demographischen Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155504

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