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Wortspiele im Übersetzungsvergleich am Beispiel der Comicreihe Asterix

Title: Wortspiele im Übersetzungsvergleich am Beispiel der Comicreihe Asterix

Seminar Paper , 2010 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Annika Thoden (Author)

Interpreting / Translating
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Wortspiele sind übersetzungsrelevante Einzelphänomene, die sich auf
unterschiedliche Art und Weise und auf verschiedenen sprachlichen Ebenen vollziehen
können. "Sie bringen die empfohlenen und gewohnten Übersetzungsverfahren zu einem
plötzlichen Stillstand und rufen den Übersetzer auf, sich speziell um sie zu kümmern und
seine Kreativität […] zum Einsatz zu bringen." (Delabastita 2006: 287). So stellen
Wortspiele den Übersetzer oftmals vor große, ja sogar bisweilen unüberwindbare
Übersetzungsprobleme. Worin liegt also die Besonderheit von Wortspielen und warum
sind sie so schwer zu übersetzen? Mit dieser Fragestellung befasst sich die vorliegende
Arbeit. Sämtliche Beispiele, die zu diesem Zweck herangezogen werden, sind der Comic-
Reihe Asterix entnommen, die sich aufgrund des typisch französischen Kontextes und der
Fülle an Wortspielen zu diesem Zweck besonders gut eignet. Es soll, soweit es im Umfang
dieser Arbeit möglich ist, herausgearbeitet werden, inwiefern die deutsche AsterixÜbersetzung
dem Original gerecht wird.
Dazu werden zunächst Übersetzungsmethoden vorgestellt, die zur Lösung oder
Umgehung der Übersetzungsprobleme, die Wortspiele im Allgemeinen mit sich bringen,
herangezogen werden können. Im zweiten und dritten Kapitel werden die einzelnen
Wortspieltypen und -kategorien aufgezeigt, deren Übersetzung anhand zahlreicher
Beispiele kritisch beleuchtet werden soll. Das vierte Kapitel widmet sich schließlich dem
Sonderfall der Wortspiele mit Eigennamen.
Die in dieser Arbeit vorgenommene Einordnung von Wortspielen in verschiedene
Typen und Kategorien basiert vor allem auf Hausmanns (Hausmann 1974) und
Grasseggers (Grassegger 1985) Publikationen zu diesem Thema, da sich diese in der
Übersetzungswissenschaft etabliert haben. Eine eindeutige Systematisierung erwies sich
allerdings als schwierig, da sich die Wortspieltypen und -kategorien erstens häufig
überschneiden und sich zweitens auch in der Sprach- und Übersetzungswissenschaft bisher
keine allgemeingültige Klassifizierung von Wortspielen durchsetzen konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Übersetzungsmethoden für Wortspiele

2. Wortspieltypen

2.1. Homophonie

2.2. Lexematische Plurivalenz: Polysemie und Homonymie

2.3. Paronymie

2.4. Wörtliche Interpretation von Redewendungen

2.5. Antonymie

2.6. Neologismen bzw. Verfremdung der Gegenwartssprache

3. Wortspielkategorien

3.1. Horizontales und vertikales Wortspiel

3.2. Klang- und Sinnspiel

3.3. Textinternes und textexternes Wortspiel

4. Wortspiele mit Eigennamen im Übersetzungsvergleich

5. Schlussbemerkungen

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die übersetzungsrelevante Problematik von Wortspielen am Beispiel der Comicreihe Asterix. Ziel ist es, herauszuarbeiten, inwiefern die deutsche Übersetzung dem französischen Original hinsichtlich des Erhalts des semantischen Witzes und der stilistischen Wirkung gerecht wird.

  • Analyse der Übersetzungsmethoden für Wortspiele
  • Systematisierung von Wortspieltypen (z.B. Homophonie, Paronymie, Antonymie)
  • Differenzierung von Wortspielkategorien (horizontal/vertikal, textintern/textextern)
  • Sonderfall der Übersetzung von Eigennamen in Asterix
  • Kritische Beleuchtung der semantischen und formalen Äquivalenz im Deutschen

Auszug aus dem Buch

2.1. Homophonie

Laut Heiberts Definition liegt Homophonie genau dann vor, wenn "zwei Zeichen dieselbe phonetische, aber eine abweichende graphische Ausdrucksseite haben" (Heibert 1980: 46). Homophonie tritt in zwei verschiedenen Varianten auf, zum einen als lexikalische und zum anderen als syntagmatische Homophonie. Diese Unterscheidung gründet auf der Einhaltung bzw. Überschreitung der Lexemgrenzen. Demzufolge handelt es sich um lexikalische Homophonie, "wenn die gleiche Phonie mit der Lexemgrenze endet" (Heibert 1980: 47), z.B. vins und vains, und um syntagmatische Homophonie, wenn diese "über die Lexemgrenzen hinweg besteht" (Heibert 1980: 47), wie z.B. l'alibi und la Lybie, also "zwei über Lexemgrenzen hinweg gleichlautende Sequenzen unterschiedlich zu segmentieren sind" (Grassegger 1985: 91). Im Französischen kommen syntagmatische Homophonien durch die Liaison der Wörter sehr viel häufiger als im Deutschen vor, das die Lexemgrenzen stärker akzentuiert (vgl. Heibert 1980: 47; vgl. Grassegger 1985: 20).

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung definiert Wortspiele als übersetzungsrelevante Herausforderung und stellt die Forschungsfrage bezüglich der Qualität der deutschen Asterix-Übersetzung im Vergleich zum Original.

1. Übersetzungsmethoden für Wortspiele: Hier werden die von Grassegger und Kaindl vorgeschlagenen Verfahren wie metasprachliche und kompensatorische Methoden sowie Kategorien wie Repetitio und Substitutio erläutert.

2. Wortspieltypen: Dieses Kapitel systematisiert verschiedene linguistische Phänomene wie Homophonie, Polysemie, Paronymie und Redewendungen, die Grundlage für Wortspiele sein können.

3. Wortspielkategorien: Die Kategorien werden hier nach ihrer Gebrauchsweise, unterteilt in horizontale/vertikale sowie textinterne/textexterne Wortspiele, strukturiert und analysiert.

4. Wortspiele mit Eigennamen im Übersetzungsvergleich: Dieses Kapitel behandelt die spezifischen Herausforderungen bei der Übertragung von Eigennamen in Asterix, wie Null-Übersetzung, Neubenennung und Neuschöpfung.

5. Schlussbemerkungen: Zusammenfassend wird festgestellt, dass die deutsche Übersetzung viel semantischen Witz einbüßt, aber durch kreative Kompensationen dennoch den Erfolg der Reihe sicherstellt.

6. Bibliographie: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.

Schlüsselwörter

Asterix, Wortspiele, Übersetzungswissenschaft, Kompensation, Homophonie, Polysemie, Redewendungen, Comic-Übersetzung, Eigennamen, Äquivalenz, Substitutio, Detractio, Sprache, Bild, semantischer Witz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sprachliche Wortspiele in der Comicreihe Asterix bei der Übersetzung vom Französischen ins Deutsche erhalten oder kompensiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Übersetzungsmethoden, die Typologie von Wortspielen, die Einordnung in Kategorien wie horizontale oder vertikale Wortspiele sowie der Umgang mit Eigennamen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Qualität und die Schwierigkeiten bei der Übersetzung von Wortspielen in den Asterix-Comics kritisch zu beleuchten und den Grad der Äquivalenz zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine übersetzungskritische Analyse auf Basis etablierter linguistischer Klassifizierungen von Autoren wie Hausmann, Grassegger und Kaindl.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert verschiedene Wortspieltypen wie Homophonie und Polysemie sowie deren praktische Umsetzung im Zieltext anhand zahlreicher Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Asterix, Übersetzungswissenschaft, Kompensation, Homophonie, Polysemie und Comic-Übersetzung.

Warum ist die Übersetzung von Eigennamen in Asterix besonders schwierig?

Eigennamen in Asterix sind oft "sprechend" und basieren auf komplexen kulturellen Anspielungen oder Lautspielen, deren Form und Inhalt bei der Übersetzung in eine andere Sprache meist nur schwer beizubehalten sind.

Welche Rolle spielen Bilder für die Übersetzung von Wortspielen?

Bilder sind essenziell, da viele Wortspiele erst durch das Zusammenspiel von verbalem Text und visuellem Kontext (textexterne Wortspiele) ihre ambige Wirkung entfalten.

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Details

Title
Wortspiele im Übersetzungsvergleich am Beispiel der Comicreihe Asterix
College
University of Heidelberg  (Seminar für Übersetzen und Dolmetschen)
Course
Seminar: Sprach- und Übersetzungswissenschaft
Grade
1,0
Author
Annika Thoden (Author)
Publication Year
2010
Pages
28
Catalog Number
V155570
ISBN (eBook)
9783640682751
ISBN (Book)
9783640683062
Language
German
Tags
Wortspiele Beispiel Comicreihe Asterix Übersetzungsvergleich Übersetzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Thoden (Author), 2010, Wortspiele im Übersetzungsvergleich am Beispiel der Comicreihe Asterix, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155570
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