Bei der vorliegenden Ausarbeitung handelt es sich um eine detaillierte bilanzielle und betriebswirtschaftliche Analyse des mittelständischen Maschinenbauunternehmens Greiffenberger AG. Neben der transparenteren Darstellung des Unternehmensgeschehens im Betrachtungszeitraum, bildet diese Analyse auch eine Entscheidungsgrundlage für potentielle Investoren. Ausgehend von der Aufbereitung und Bereinigung bilanzieller Daten werden schwerpunktmäßig die Erfolgs-, Vermögens- und Finanzlage retrospektiv untersucht. Die daraus gewonnen Informationen fließen im letzten Kapitel in die Prognose für das Jahr 2010 ein. Zudem gibt die abschließende Fundamentalanalyse eine Empfehlung für ein Engagement in die Aktie.
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Diese Ausarbeitung wurde im Rahmen des Masterstudiums Business Management als Prüfungsleistung für das Modul Unternehmensanalyse erstellt. Sie stellt keinerlei verbindliche Empfehlung oder Beratung
und damit keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf des Wertpapiers dar. Sie dient lediglich der konzeptionellen Information und illustriert eine Unternehmensanalyse nach Lachnit. Daher haftet der Autor nicht für Schäden die sich daraus ergeben können. Denn jedes Investment in Aktien ist mit Risiken behaftet. Im schlimmsten Fall droht ein Totalverlust. Die verwendeten Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und aufbereitet. Eine Garantie für die Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Unternehmen Greiffenberger AG
2. Aufbereitung des Datenmaterials
2.1 Bilanzielles Gesamtvermögen und Gesamtkapital
2.2 Betriebsvermögen, Finanzvermögen, Verbundvermögen
3. Analyse der Bilanzpolitik und stillen Reserven und Lasten
3.1 Bilanzpolitik
3.2 Stille Reserven und Lasten
4. Retrospektive Analyse der Erfolgslage
4.1 Analyse der absoluten Betragshöhe
4.2 Analyse der Erfolgszusammensetzung
4.3 Aufwands- und Ertragsanalyse
4.4 Rentabilitätsanalyse
5. Retrospektive Analyse der Finanzlage
5.1 Vermögensanalyse
5.2 Kapitalanalyse
5.3 Deckungsverhältnisse von Vermögen und Kapital
5.4 Finanzflussanalyse
6. Prognose-GuV
7. Fundamentalanalyse
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel einer fundierten, investororientierten Unternehmensanalyse der Greiffenberger AG für den Betrachtungszeitraum 2006 bis 2009, um die tatsächliche wirtschaftliche Lage sowie das Zukunftspotenzial des Unternehmens zu bewerten.
- Strukturelle Aufbereitung des Datenmaterials zur Ermittlung der tatsächlichen Kapitalausstattung
- Analyse der Bilanzpolitik sowie verborgener stiller Reserven und Lasten
- Retrospektive Auswertung der Erfolgs- und Finanzlage unter Berücksichtigung krisenbedingter Einflüsse
- Erstellung einer Prognose-GuV für das Jahr 2010
- Fundamentale Bewertung der Aktie zur Ableitung einer Investitionsempfehlung
Auszug aus dem Buch
1. Unternehmen Greiffenberger AG
Die Greiffenberger AG, kurz GAG, ist eine familiengeführte Industrieholding mit Sitz in Marktredwitz. Der Konzern beschäftigt 946 Mitarbeiter und setzt weltweit (Exportanteil bei 54%) in der Maschinen- und Anlagenbaubranche über EUR 107 Mio. um. Die Stärken der GAG liegen zum Einen darin, dass es familiengeführt wird und mehr als die Hälfte der Unternehmensanteile der Familie gehören. Und zum Anderen darin, dass sich das Unternehmen in Marktnischen positioniert hat und durch Qualitätsführerschaft sowie technologischem Know-How, sich deutlich vom Wettbewerb abhebt.
Gegründet wurde das Unternehmen 1981 durch Heinz Greiffenberger, der dafür bekannt wurde, innerhalb kürzester Zeit zwei angeschlagene Unternehmen mit zusammen etwa 1.000 Mitarbeitern erfolgreich zu sanieren und zur Rentabilität zu führen. Die Initiative von Greiffenberger begann mit einem Eigenkapital von EUR 175 T. in die J.N. Eberle & Cie. GmbH, einem der ältesten Industrieunternehmen in Augsburg. Heute zählt die J.N. Eberle & Cie. GmbH zu einer von drei tragenden Unternehmensbereichen der Greiffenberger Gruppe in der über 26% des Konzernsumsatzes verdient wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Unternehmen Greiffenberger AG: Vorstellung der Unternehmenshistorie, der Kernbereiche und der Marktpositionierung der Greiffenberger Gruppe.
2. Aufbereitung des Datenmaterials: Methodische Erläuterung zur Bereinigung von Bilanzposten, um eine objektive Analyse der Vermögens- und Kapitalstruktur zu ermöglichen.
3. Analyse der Bilanzpolitik und stillen Reserven und Lasten: Untersuchung der konservativen Bilanzierungspraktiken sowie Identifikation und Quantifizierung stiller Reserven und Lasten.
4. Retrospektive Analyse der Erfolgslage: Analyse der Gewinn- und Verlustentwicklung, der Ertragszusammensetzung sowie der Rentabilität über den Betrachtungszeitraum.
5. Retrospektive Analyse der Finanzlage: Prüfung der Vermögensstruktur, der Kapitalausstattung, der Deckungsrelationen und der Cashflow-Situation.
6. Prognose-GuV: Herleitung einer fundierten Ertragsvorschau für das Jahr 2010 auf Basis historischer Daten und aktueller Markterwartungen.
7. Fundamentalanalyse: Abschließende Bewertung des Aktienpotenzials basierend auf fundamentalen Kennzahlen und Erteilung einer Investitionsempfehlung.
Schlüsselwörter
Greiffenberger AG, Unternehmensanalyse, Bilanzanalyse, Stille Reserven, Finanzlage, Erfolgslage, Prognose-GuV, Fundamentalanalyse, Eigenkapital, Maschinenbau, Turnaround, Rentabilität, Cashflow, Investitionsempfehlung, Industriebeteiligung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit liefert eine fundierte, investororientierte Unternehmensanalyse der Greiffenberger AG, bei der die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zwischen 2006 und 2009 detailliert untersucht werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Aufarbeitung der Daten, die Analyse der Bilanzpolitik, die Untersuchung der Erfolg- und Finanzlage sowie die Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Ermittlung des tatsächlichen wirtschaftlichen Zustands des Unternehmens, um auf dieser Basis eine fundierte Investitionsempfehlung abzugeben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine bilanzanalytische Methodik angewandt, die durch Bereinigungen latenter Steuern und die Aufdeckung stiller Reserven eine genauere Sicht auf die Ertragskraft und Kapitalstruktur ermöglicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Erfolgs- und Finanzlage, die durch verschiedene Kennzahlen zur Rentabilität, zum Vermögensumschlag und zur Kapitalstruktur gestützt wird.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Unternehmensanalyse, Bilanzpolitik, Stille Reserven, Rentabilität, Cashflow und Fundamentalanalyse.
Wie bewertet der Autor den Einfluss der Finanzkrise auf das Unternehmen?
Der Autor zeigt auf, wie der krisenbedingte Nachfrageeinbruch im Jahr 2009 zu deutlichen Umsatzeinbußen und Verlusten führte, betont jedoch das durch Restrukturierung und Innovationen vorhandene Erholungspotenzial.
Welche Bedeutung kommt der Kennzahl "Stille Reserven" in dieser Analyse zu?
Stille Reserven sind zentral, da sie das reale Eigenkapital und damit die tatsächliche Substanz des Unternehmens maßgeblich beeinflussen und somit ein korrigiertes Bild der Finanzlage ermöglichen.
Was ist die abschließende Empfehlung der Analyse?
Basierend auf der starken Unterbewertung und dem stabilen Geschäft trotz der Krise lautet die Empfehlung: KAUFEN.
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- Süleyman Yücel (Author), 2010, Investororientierte Unternehmensanalyse der Greiffenberger AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155584