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Hospitäler im Mittelalter

Das St. Nikolaus-Hospital als Beispiel für eine private Stiftung im Spätmittelalter

Title: Hospitäler im Mittelalter

Presentation (Elaboration) , 2010 , 11 Pages , Grade: 2,6

Autor:in: Alexander Dumitru (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In der folgenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Hospitalwesen im Mittelalter. Ich beschränke mich dabei auf den abendländischen Kulturkreis und versuche einen Überblick über jenes Hospitalwesen zu geben.

Ich setzte mich mit dem Ursprung des Hospitalwesens auseinander, das eine Manifestation des christlichen caritas- Gedankens seit dem Frühmittelalter darstellte. Ich werde die ursprünglichen Funktionen der Hospitäler darlegen und ebenso den Wandel, dem das Hospitalwesen im Laufe der Jahrhunderte unterworfen war, darstellen, die unterschiedlichen Differenzierungen und Spezialisierungen, welche der Hospitalgedanke erlebte, sollen hier aufgeführt werden. Von der Gründung spezieller Spitalorden im Zuge der Kreuzzüge durch die Ritterorden, bis hin zu den bürgerlichen Spitalorden, die später die Ausübung christlicher Nächstenliebe in die eigene Hand nahmen. Drei näher erläuterte Spitalorden sollen diesen Aspekt näher verdeutlichen.

Das durch den Universalgelehrten und Kardinal Nikolaus zu Kues im Jahre 1458 gegründete Cusanus- Stift in Bernkastel- Kues (St. Nikolaus- Hospital) soll hier als Beispiel für die Stiftung eines Armenspitals durch private Wohltätigkeit im Spätmittelalter dienen.

Den Abschluss dieser Arbeit bilden ein Fazit, in dem ich die während der Arbeit gewonnenen Kenntnisse nocheinmal kurz resümiere und eine zusammenfassende allgemeine Darstellung geben werde, sowie ein Literaturverzeichnis.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

B) Das St. Nikolaushospital in Kues

1) Einleitung

1. 1) Verlagerung soziale Aufgaben von Familie, Kirche und Grundherrschaft auf andere Institutionen

2) Hospitäler im Mittelalter

2. 1) Die ursprüngliche Hospitalidee

2. 2) Die verschiedenen Arten von Hospitäler

2. 3) Ritterliche und bürgerliche Spitalorden

a) Johanniter-Orden

b) Antonius-Orden

c) Heilig- Geist- Orden

C) Das St. Nikolaus-Hospital zu Kues- Beispiel für die Stiftung eines Altenspitals im Spätmittelalter

3) Nikolaus von Kues- sein Leben

3. 1) Das St. Nikolaus- Hospital

3. 2) Das St. Nikolaus- Hospital als Herrschaftsträger

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über das Hospitalwesen im abendländischen Mittelalter zu geben, wobei der Fokus auf der Entwicklung vom religiösen karitativen Gedanken bis hin zu den privaten Stiftungen im Spätmittelalter liegt. Zentral ist dabei die Untersuchung, wie sich Aufgaben der sozialen Sicherung von Familie und Kirche auf institutionalisierte Spitalformen verlagerten.

  • Ursprung und Wandel der Hospitalidee im Mittelalter
  • Funktionsweise und Spezialisierung mittelalterlicher Spitäler
  • Bedeutung geistlicher und bürgerlicher Spitalorden
  • Das St. Nikolaus-Hospital als Fallbeispiel für private Wohltätigkeit
  • Der Rechtsstatus und die Rolle von Hospitälern als Herrschaftsträger

Auszug aus dem Buch

3. 2) Das St. Nikolaus- Hospital als Herrschaftsträger

Man darf das Cusanusstift nicht nur als bloße karikative Einrichtung verstehen, sondern auch als Herrschaftsträger. Das Bestreben eines jeden Stifters musste es sein, die Dauerhaftigkeit seiner Gründung abzusichern.

Abgesehen von der Bedeutung der ökonomischen Ausstattung wurde diese Dauerhaftigkeit nicht zuletzt durch die Rechte und die Schutzmächte bestimmt, die Nikolaus von Kues für sein Hospital gewinnen konnte. Er musste dabei von Beginn an bedenken, wie sich die Gründungsbestimmungen über seinen eigenen Tod hinaus bewahren ließen.

Das Cusanusstift musste in einem Netz, bestehend aus rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Komponenten verankert sein, das nicht nur durch seinen Stifter an das Umfeld angeknüpft war, sondern über weitere tragfähige Verbindungen verfügte. Nikolaus von Kues sorgte sich also um die Position seines Hospitals zu dem Herrschaftsgefüge seines Umfeldes.

Der Rechtsstatus und die Struktur des St. Nikolaus-Hospitals wurden um die Jahreswende 1458/ 9 bestimmt. 1459 eximierte, bzw. befreite Papst Pius II. das Hospital aus dem Diözesan- und Pfarrverband des Bistums Trier.

Das St. Nikolaus- Hospital sollte nach dem Willen seines Stifters nur dem päpstlichen Stuhl unterstellt sein und aus der Jurisdiktion, dem Dominium und der Potestas der Trierer Erzbischöfe völlig ausgenommen sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Beschreibt die Anfänge des Hospitalwesens unter dem Einfluss der christlichen Caritas und die Institutionalisierung durch die Aachener Regel.

1. 1) Verlagerung soziale Aufgaben von Familie, Kirche und Grundherrschaft auf andere Institutionen: Analysiert den gesellschaftlichen Wandel durch Kreuzzüge und Urbanisierung, der neue Formen der sozialen Sicherung notwendig machte.

2) Hospitäler im Mittelalter: Erläutert den allgemeinen Charakter und den Ursprung mittelalterlicher Einrichtungen als Pflege- statt medizinische Heilanstalten.

2. 1) Die ursprüngliche Hospitalidee: Definiert das Hospital als Xenodochium, das primär der Unterbringung von Reisenden und Pilgern diente.

2. 2) Die verschiedenen Arten von Hospitäler: Beschreibt die funktionale Ausdifferenzierung von Spitälern und die räumliche Trennung von Kranken bei Seuchen.

2. 3) Ritterliche und bürgerliche Spitalorden: Stellt die Entwicklung von Spitalbruderschaften, insbesondere am Beispiel von Johannitern, Antonitern und dem Heilig-Geist-Orden, dar.

3) Nikolaus von Kues- sein Leben: Skizziert den Werdegang des Stifters als universal gebildeter Philosoph, Theologe und Kirchenpolitiker.

3. 1) Das St. Nikolaus- Hospital: Detailliert die Gründung und die Zielsetzung des Stifts für 33 bedürftige Männer sowie die päpstliche Anerkennung.

3. 2) Das St. Nikolaus- Hospital als Herrschaftsträger: Untersucht die rechtliche und strukturelle Absicherung des Hospitals durch dessen direkte Unterstellung unter den päpstlichen Stuhl.

Schlüsselwörter

Hospitalwesen, Mittelalter, St. Nikolaus-Hospital, Cusanusstift, Caritas, Spitalorden, soziale Sicherung, Nikolaus von Kues, Armenfürsorge, Xenodochien, Stiftungsurkunde, Kirchenreform, Herrschaftsträger, Pilgerwesen, Pfründe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Bedeutung des mittelalterlichen Hospitalwesens im abendländischen Kulturkreis.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Wandel der Wohltätigkeit von kirchlichen zu institutionellen Formen sowie die Rolle privater Stiftungen im Spätmittelalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Ursprung und die Funktionen der Hospitäler darzulegen und das St. Nikolaus-Hospital zu Kues als konkretes Beispiel für eine private Stiftung zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die sich auf Fachliteratur und Primärquellen zur Sozialgeschichte und zum Hospitalwesen stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Einordnung der sozialen Sicherung, die verschiedenen Typen von Hospitälern, die Entwicklung der Spitalorden und die Lebensgeschichte sowie Stiftungsintention von Nikolaus von Kues.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Hospitalwesen, Caritas, St. Nikolaus-Hospital, Spitalorden, soziale Sicherung und Nikolaus von Kues sind die prägenden Begriffe.

Warum war die Exemtion des St. Nikolaus-Hospitals durch den Papst so wichtig?

Die Befreiung von der Jurisdiktion der Trierer Erzbischöfe diente der rechtlichen Absicherung und langfristigen Unabhängigkeit des Stifts nach dem Willen des Stifters.

Welche Funktion hatten Spitäler im Mittelalter hauptsächlich?

Sie dienten weniger der medizinischen Heilung als vielmehr der Fürsorge für die Seele und der Versorgung von Bedürftigen, Pilgern und Reisenden.

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Details

Title
Hospitäler im Mittelalter
Subtitle
Das St. Nikolaus-Hospital als Beispiel für eine private Stiftung im Spätmittelalter
College
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Course
Familie in Antike und Mittelalter
Grade
2,6
Author
Alexander Dumitru (Author)
Publication Year
2010
Pages
11
Catalog Number
V155593
ISBN (eBook)
9783640683338
ISBN (Book)
9783640683390
Language
German
Tags
hospitäer mittelalter stiftungen armenhospital krankenhospital spitalorden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Dumitru (Author), 2010, Hospitäler im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155593
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