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Konsum psychotroper Substanzen am Beispiel von Heroin

Titre: Konsum psychotroper Substanzen am Beispiel von Heroin

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Franziska Gäbler (Auteur)

Sociologie - Médecine et Santé
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Es riss mich fort in eine andere Zeit, in andere Welten. Ich floh vor mir, vor meinem Hirn und vor meinen Ängsten. Durch die Mauern des Bewusstseins in das Reich des Vergessens, in nie endendem Rausch – vom Heroin besessen.“ (Songtext „Heroin“ der Böhsen Onkelz)
Heroin ist die suchterzeugendste Droge, die es momentan auf dem illegalen Markt gibt und sie ist vor allem die Droge, die von der Gesellschaft am meisten abgewertet wird.
Wenn in der Öffentlichkeit von Heroin die Rede ist, ist eine Droge gemeint, die wie kaum eine zweite mit süchtigem Verhalten assoziiert wird. Sie steht als Inbegriff für Tod, Krankheit, Verelendung und Delinquenz – kurzum für abweichendes, gesellschaftlich nicht akzeptiertes Verhalten, welches unter keinen Umständen toleriert wird. Dass Heroin jedoch nicht als Droge in die Welt kam, sondern als Arzneimittel entwickelt wurde und ein sehr geschätztes Medikament war, ist kaum bekannt.
Ich persönlich habe von der Droge mit 12 Jahren zum ersten Mal gehört, als ich auf einem Flohmarkt das Buch „Chrstiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gefunden und gelesen habe. Dieses Buch handelt von einem jungen Mädchen, welches über die Einstiegsdroge Cannabis zu Ectasy und Kokain gelangt und schließlich in die Heroinszene abrutscht. Durch das Seminar „Drogenkonsum – Erklärungsmodelle und Interventionsmöglichkeiten“ und die Recherche für das Referat habe ich Hintergrundinformationen erhalten, um meinen Horizont bzw. mein Problembewusstsein erweitern zu können.
In meiner Arbeit möchte ich versuchen, die Substanz Heroin von allen Seiten zu beleuchten. Beginnend mit der Geschichte soll der Wandel des Heroins vom Heilmittel zur Droge aufgezeigt werden. Ich erkläre zunächst, woraus es gewonnen, wie es hergestellt und konsumiert wird, dabei werde ich zwei soziologische Erklärungsansätze anwenden. In der zweiten Hälfte der Arbeit will ich mich mit der Wirkungsweise und den Folgewirkungen der Droge auseinandersetzen und diese Faktoren kritisch beleuchten. Auf Interventionsmöglichkeiten werde ich nicht eingehen, da dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, sondern lediglich über die Droge Heroin berichten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte von Opiaten

2.1 Heroin als Heil- und Genussmittel

2.2 Heroin als Rauschgift

3. Was ist Heroin und wie wird es konsumiert?

3.1 Die Gewinnung von Rohopium

3.2 Die Herstellung von Heroin

3.3 Konsumformen

3.4 Statistische Eckdaten

4. Wirkung

4.1 Effekte

4.2 Wirkungsweise

5. Folgewirkungen

5.1 Akute Risiken

5.2 Langzeitfolgen

5.3 Abhängigkeit und Entzugserscheinungen

6. Ursachen der Heroinabhängigkeit: soziologische Ansätze

7. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Droge Heroin umfassend zu beleuchten, wobei der Fokus auf dem Wandel der Substanz vom einstigen Heilmittel zur stigmatisierten Droge sowie auf den Wirkungsmechanismen und den soziologischen Hintergründen der Abhängigkeit liegt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie die gesellschaftliche Stigmatisierung und die aktuelle Drogenpolitik das Leben und die Handlungsspielräume von Heroinabhängigen beeinflussen.

  • Historische Entwicklung von Opium und Heroin
  • Chemische Grundlagen, Herstellung und Konsumformen
  • Pharmakologische Wirkungsweise und gesundheitliche Risiken
  • Soziologische Erklärungsansätze für Drogenabhängigkeit (Anomietheorie, Etikettierungstheorie)
  • Kritische Reflexion der aktuellen Drogenpolitik und deren Folgen

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Herstellung von Heroin

Heroin ist ein Derivat des Morphins, des wichtigsten Alkaloids des Opiums. Ausgangsstoff für die Heroinherstellung ist das Rohopium, welches etwa 10-18% Morphin enthält. Durch verschiedene chemische Prozesse wird dem Rohopium eine Morphinbase entzogen und über ein weiteres chemisches Verfahren (Acetylierung) in Morphinhydrochlorid umgewandelt, welches einen Wirkstoffgehalt von 60-80% besitzt. Durch weitere Verfahren wird die als graues bis weißes Pulver erscheinende Heroinbase und eine wasserlösliche grau-braune Substanz gewonnen. Schließlich wird ein kristallines Pulver erzeugt, dessen Wirkstoffkonzentration bei über 90% liegen kann.

Auf dem illegalen Drogenmarkt liegt das Heroin in verschiedener Qualität vor. Die angebotene Substanz enthält in der Regel noch weitere beigemischte Wirkstoffe wie z.B. Codein oder andere Streckmittel. Der Wirkstoffgehalt liegt hier zwischen 10 und 95%, was dazu führt, dass man die zu konsumierende Menge nicht akkurat einschätzen kann (vgl. DHS o.J., 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, Heroin als suchtstärkste Droge zu definieren, und erläutert die Intention der Autorin, die Substanz historisch, medizinisch und soziologisch zu betrachten.

2. Die Geschichte von Opiaten: Dieses Kapitel zeichnet den kulturhistorischen Wandel von Schlafmohn und Opium vom medizinischen Heilmittel bis zur Etablierung von Heroin als Rauschgift im 19. und 20. Jahrhundert nach.

3. Was ist Heroin und wie wird es konsumiert?: Hier werden die Gewinnung von Rohopium, die chemische Heroin-Herstellung, die verschiedenen Konsumarten sowie aktuelle statistische Daten zum Drogenkonsum in Deutschland behandelt.

4. Wirkung: Dieses Kapitel analysiert sowohl die subjektiven Effekte von Heroin auf die Stimmung des Konsumenten als auch die neurobiologische Wirkungsweise der Substanz im Gehirn.

5. Folgewirkungen: Es werden die gesundheitlichen Gefahren, unterteilt in akute Risiken und Langzeitfolgen, sowie die Mechanismen der körperlichen und psychischen Abhängigkeit detailliert erörtert.

6. Ursachen der Heroinabhängigkeit: soziologische Ansätze: Die Autorin wendet die Anomietheorie von Merton und die Etikettierungstheorie (Labeling Approach) an, um Drogenabhängigkeit als gesellschaftliches Phänomen zu erklären.

7. Fazit: Das Fazit kritisiert die aktuelle repressive Drogenpolitik und plädiert für einen humaneren Umgang mit Abhängigen, weg von der Stigmatisierung und hin zu Unterstützungsangeboten.

Schlüsselwörter

Heroin, Opiate, Drogenkonsum, Sucht, Abhängigkeit, Wirkungsweise, Soziologie, Anomietheorie, Etikettierungstheorie, Drogenpolitik, Gesundheitsschäden, Konsumformen, Entzugserscheinungen, Stigmatisierung, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert Heroin unter verschiedenen Aspekten: von der historischen Entwicklung über die chemische Gewinnung und die medizinische Wirkung bis hin zu soziologischen Erklärungsmodellen der Abhängigkeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Opiate, die Pharmakologie der Sucht, die gesundheitlichen Langzeitfolgen sowie die soziologische Perspektive auf abweichendes Verhalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine ganzheitliche Betrachtung von Heroin, wobei kritisch hinterfragt wird, wie die gesellschaftliche Stigmatisierung die Situation der Abhängigen verschärft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Anwendung soziologischer Theorien (Anomietheorie und Labeling Approach), um das Konsumverhalten zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Geschichte, die Droge selbst (Gewinnung/Herstellung), die Wirkung auf den Körper, die daraus resultierenden körperlichen und psychischen Folgen sowie soziologische Deutungsmuster.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Heroin, Sucht, Soziologie, Drogenpolitik, Abhängigkeit, Etikettierungstheorie und Stigmatisierung.

Warum betont die Autorin die Rolle des "Straßenheroins"?

Die Autorin hebt hervor, dass viele gesundheitliche Schäden nicht durch das reine Heroin an sich entstehen, sondern durch gefährliche Streckmittel, unhygienische Konsummethoden und die soziale Isolation aufgrund der Illegalisierung.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der aktuellen Drogenpolitik?

Sie schlussfolgert, dass die aktuelle Politik eher kontraproduktiv wirkt und Abhängige weiter an den Rand der Gesellschaft drängt, und spricht sich für harm-reduction-Ansätze wie sauberes Spritzbesteck und kontrollierte Konsumorte aus.

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Résumé des informations

Titre
Konsum psychotroper Substanzen am Beispiel von Heroin
Université
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Sozialpädagogik)
Cours
Drogenkonsum - Erklärungsmodelle und Interventionsmöglichkeiten
Note
1,7
Auteur
Franziska Gäbler (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
20
N° de catalogue
V155620
ISBN (ebook)
9783640689507
ISBN (Livre)
9783640689460
Langue
allemand
mots-clé
Heroin Pädagogik Sozialpädagogik Drogenkonsum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Franziska Gäbler (Auteur), 2009, Konsum psychotroper Substanzen am Beispiel von Heroin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155620
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Extrait de  20  pages
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