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Babyklappe - Fluch oder Segen?

Eine kritische Auseinandersetzung unter ausgewählten Aspekten

Título: Babyklappe - Fluch oder Segen?

Trabajo Escrito , 2009 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Katharina Thesing (Autor)

Trabajo social
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„Nur ein gerettetes Kind und es hat sich schon gelohnt.“ So oder so ähnlich werben Babyklappenbetreiber und deren Befürworter für das Angebot der Babyklappe, mit dem jungen Müttern in extremen Notsituationen die Möglichkeit gegeben werden soll, ihr Baby in sichere Obhut zu geben. Auch ein Großteil der Öffentlichkeit steht diesem Angebot positiv gegenüber. Schließlich sei es doch allemal besser, das Kind in einer Babyklappe abzugeben, als es auf irgendeine Parkbank zu legen oder es gar zu töten. Wirft man dagegen einen Blick in wissenschaftliche Veröffentlichungen, so eröffnet sich eine völlig neue Perspektive. Hier wird das Thema Babyklappe höchst unterschiedlich, oftmals sogar überaus negativ bewertet. Häufigste Vorwürfe der Kritiker: Die Babyklappe sei gesetzeswidrig, würde die Zahl der Kindesaussetzungen nicht verringern sondern sogar erhöhen, und öffne durch die Anonymität kriminellen Machenschaften Tür und Tor.
Mittlerweile gibt es in Deutschland ca. 90 Einrichtungen, die erste ihrer Art war der Verein Sternipark in Hamburg, der im Jahr 2000 gegründet wurde. An Aktualität hat das Thema derweil nichts eingebüßt, im Gegenteil: Bei jedem durch die Medien bekannt gemachten Fall von Kindesaussetzung entflammt die Diskussion um Sinn oder Unsinn der Babyklappe wieder aufs Neue. Fluch oder Segen?
Ziel dieser Arbeit ist es, anhand einiger ausgewählter Aspekte einen Überblick über die Babyklappendebatte zu liefern. Dabei soll es vor allem darum gehen, die verschiedenen Argumentationsstandpunkte gegenüber zu stellen, um so zu einer Bewertung gelangen zu können. Aus Platzgründen können nicht alle Facetten des Themas beleuchtet werden, so dass die Autorin sich für die ihrer Meinung nach gewichtigsten Punkte beschränkt hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Statistik

3. Rechtliche Aspekte

4. Identität – Für Babyklappenkinder unmöglich?

5. Die aussetzende Person

6. Kinderhandel – eine Gefahr?

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Debatte um Babyklappen in Deutschland, beleuchtet die verschiedenen Argumentationslinien von Befürwortern und Kritikern und prüft die ethischen, rechtlichen sowie psychologischen Auswirkungen auf betroffene Kinder und Eltern.

  • Empirische Datenlage und statistische Unsicherheiten zu Babyklappen
  • Rechtliche Bewertung der Legalität und ethische Konflikte
  • Folgen der anonymen Abgabe für die Identitätsfindung der betroffenen Kinder
  • Psychologische Situation und Motive der aussetzenden Personen
  • Gefahrenpotenzial hinsichtlich Kinderhandel und Missbrauch

Auszug aus dem Buch

4. Identität – Für Babyklappenkinder unmöglich?

Die Identitätsfrage ist ein zentraler Bestandteil, wenn es um Babyklappen geht. Ausgangspunkt dieser Debatte ist dabei ein unterschiedliches Verständnis von Identität. So betonen die Einen, dass die Kenntnis der eigenen biologischen Abstammung als wichtigste Voraussetzung zur Entwicklung einer Identität anzusehen sei. Andere indessen sehen diese Kenntnis nicht als maßgebliche Voraussetzung an, sondern messen dem sozialen Umfeld durch die Vermittlung von Werten, Einstellungen und Haltungen eine höhere Bedeutung bei der Identitätsfindung des Individuums zu.

Diese verschiedenen Standpunkte führen zu den zwei Kernfragen innerhalb dieser Diskussion: Wird Kindern mittels der Babyklappe die Identität geraubt? Werden sie ihr Leben lang unter diesem Umstand leiden und nie ein vollkommen glückliches Leben führen können? Gegner beantworten diese Fragen mit einem eindeutigen Ja. So werde durch die Säuglingsforschung belegt, dass Neugeborene ihre Mutter an Geruch, Stimme, Herzschlag etc. erkennen würden. Diese starke Bindung ergäbe sich aus der ununterbrochenen, neun Monate lang dauernden, psychischen sowie physiologischen Verbindung zur Mutter. Eine frühe Trennung führe zu einer Stresserfahrung für das Kind, woraus sich im späteren Leben große Probleme entwickeln könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Kontroverse um die Babyklappe ein, stellt die Argumente von Befürwortern und Kritikern gegenüber und umreißt den Aufbau der kritischen Auseinandersetzung.

2. Statistik: Dieses Kapitel verdeutlicht die Schwierigkeit, verlässliche statistische Daten über Babyklappen und Kindesaussetzungen zu gewinnen, da kaum empirisch abgesichertes Material vorliegt.

3. Rechtliche Aspekte: Hier werden die rechtliche Grauzone der Babyklappen, Konflikte mit dem Persönlichkeitsrecht sowie das Spannungsfeld zwischen dem Recht auf Leben und dem Recht auf Kenntnis der Abstammung diskutiert.

4. Identität – Für Babyklappenkinder unmöglich?: Der Abschnitt beleuchtet die Debatte darüber, ob die fehlende Kenntnis der biologischen Herkunft bei Babyklappenkindern die Identitätsfindung nachhaltig beeinträchtigt.

5. Die aussetzende Person: Dieses Kapitel analysiert die psychische Konstitution der betroffenen Mütter und hinterfragt, ob das Angebot der Babyklappe tatsächlich das vorgesehene Klientel in extremen Notsituationen erreicht.

6. Kinderhandel – eine Gefahr?: Der Text untersucht das Risiko, dass die Anonymität von Babyklappen als Schlupfloch für Kinderhandel oder Adoptionen unter Umgehung rechtlicher Kontrollen missbraucht werden könnte.

7. Fazit: Das Fazit fasst die kontroversen Standpunkte zusammen und fordert eine rechtliche Regelung sowie mehr Transparenz seitens der Betreiber.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Hausarbeit verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Babyklappe, Anonyme Geburt, Identitätsfindung, Kindesaussetzung, Neonatizid, Sozialarbeit, Ethik, Rechtliche Grauzone, Biologische Abstammung, Kinderhandel, Kindeswohl, Psychologie, Beratung, Elternschaft, Anonymität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische Auseinandersetzung mit dem Angebot der Babyklappe und beleuchtet die Debatte aus verschiedenen Perspektiven, wie der rechtlichen, psychologischen und sozialen Ebene.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die statistische Erfassbarkeit, die rechtliche Legalität, die Identitätsentwicklung betroffener Kinder sowie die Frage nach dem Schutz vor Missbrauch.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Babyklappendebatte zu geben und die gegensätzlichen Argumentationsstandpunkte gegenüberzustellen, um eine kritische Bewertung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Argumentationsanalyse, um den aktuellen Stand der Debatte und die zugrundeliegende Problematik aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Fragen, psychologische Aspekte der Identitätsentwicklung bei Adoptierten, die Situation der aussetzenden Frauen und die Gefahr des Kinderhandels durch Anonymität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Babyklappe, Identität, Kindesaussetzung, Rechtliche Grauzone und Kinderhandel.

Warum wird die statistische Datenlage als problematisch erachtet?

Es fehlen systematische und überprüfbare Daten von den Anbietern und keine gesonderte behördliche Erfassung, was eine wissenschaftlich fundierte Schlussfolgerung erschwert.

Welchen Stellenwert nimmt die Identitätsfrage für Babyklappenkinder ein?

Die Autorin diskutiert den Streitpunkt, ob die Kenntnis der biologischen Herkunft unverzichtbar ist oder ob Identität vorwiegend durch soziale Bindungen und Werte geprägt wird.

Welche Rolle spielt die psychische Verfassung der Mutter bei der Aussetzung?

Es wird aufgezeigt, dass betroffene Frauen häufig unter extremem psychischen Druck oder verdrängten Schwangerschaften leiden, was rationale Entscheidungswege wie eine Babyklappe oft ausschließt.

Wie bewertet die Autorin die Gefahr des Kinderhandels?

Sie erkennt die Bedenken an, da die zugesicherte Anonymität Kontrollen faktisch unmöglich macht, und fordert daher eine Erhöhung der Überprüfbarkeit der Prozesse.

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Detalles

Título
Babyklappe - Fluch oder Segen?
Subtítulo
Eine kritische Auseinandersetzung unter ausgewählten Aspekten
Universidad
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Münster
Curso
Ethos und Ethik als Grundlagen und Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit
Calificación
1,7
Autor
Katharina Thesing (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
17
No. de catálogo
V155625
ISBN (Ebook)
9783640684038
ISBN (Libro)
9783640684182
Idioma
Alemán
Etiqueta
Babyklappe Fluch Segen Eine Auseinandersetzung Aspekten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Thesing (Autor), 2009, Babyklappe - Fluch oder Segen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155625
Leer eBook
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Extracto de  17  Páginas
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