Handlungsoptionen des deutschen Staates in der Bankenkrise

Finanzkrise


Hausarbeit, 2009

13 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis:

1. Von der Bankenkrise zur Finanzkrise:

2. Handlungsoptionen des Staates:
2.1. Die soziale Marktwirtschaft:

3. Schlussfolgerung und Ausblick

Literaturverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis:

Abbildung 1: Einige Eckwerte der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland

Abbildung 2: Nachtrag zum Bundeshaushalt 2009, Gesamtübersicht

1. Von der Bankenkrise zur Finanzkrise:

Die sogenannte Bankenkrise ist derzeit ein aktuelles wirtschaftspolitisches Thema und Gegenstand wirtschaftspolitischer Debatten. Die Krise, die ihren Ursprung in den USA hat, ist mittlerweile nicht mehr bloß eine Bankenkrise, sondern hat sich zu einer weltweiten Finanzkrise ausgeweitet. Auch in Deutschland zeigt die Finanzkrise spürbare Auswirkungen auf die Wirtschaft. So steht die deutsche Wirtschaft mit der Krise ihrem größten Belastungstest seit der Wiedervereinigung gegenüber.[1]

Der Fall der Hypo Real Estate Group, einem Banking-Spezialisten für gewerbliche Immobilien und den öffentlichen Sektor, ist der erste Fall auf dem deutschen Wirtschaftsmarkt. Durch ein umfangreiches Rettungspaket durch den Staat konnte gegen die Liquiditätsschwierigkeiten der Hypo Real Estate Group vorgegangen werden. Da sich die Banken untereinander nicht mehr vertrauen, leihen sie sich auch kein Geld mehr, was aber für einen funktionierenden Finanzkreislauf unverzichtbar ist. Als Problem ergibt sich hieraus, dass auch Unternehmen nicht mehr ausreichend mit Krediten versorgt werden, was wirtschaftliche Schwierigkeiten für diese zur Folge hat.

Es stellt sich also die Frage, ob durch staatliches Handeln im Sinne der Wirtschaftspolitik einer weiteren Verschärfung der wirtschaftlichen Situation der Bundesrepublik Deutschland entgegengewirkt werden kann. Doch kann der Staat aktiv in das Wirtschaftsgeschehen eingreifen, ohne dass die Prinzipien der Marktwirtschaft, bzw. der sozialen Marktwirtschaft, dabei übergangen werden? Ist ein Markt noch ein freier Markt, wenn der Staat zunehmend interveniert? Das Vertrauen in die Politik und in die Wirtschaft ist geschädigt. Auch hier sieht sich der Staat einer Herausforderung gegenüber, diesem wieder entgegenzuwirken. Diese Hausarbeit beschäftigt sich also mit der Frage, inwieweit der Staat eingreifen kann und sollte, ohne das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft zu gefährden oder zu ignorieren, und fragt auch nach dem Sinn staatlichen Handelns in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation.

2. Handlungsoptionen des Staates:

Um auf die Handlungsoptionen des Staates eingehen zu können, ist es zunächst erforderlich, die Grundzüge der sozialen Marktwirtschaft sowie ihre Wirtschaftsziele zu erörtern. Des Weiteren sollen die Möglichkeiten, die die Fiskalpolitik und die Geldpolitik hergeben, beschrieben werden, insbesondere die Option der Defizitfinanzierung.

2.1. Die soziale Marktwirtschaft:

Die seit 1948 in der Bundesrepublik Deutschland herrschende soziale Marktwirtschaft ist eine Erweiterung der Marktwirtschaft. Der Grundcharakterzug der Marktwirtschaft bestehen vor allem darin, dass sich – im Gegensatz zur Zentralverwaltungswirtschaft – der Staat auf die Festlegung der Wirtschaftsverfassung beschränkt.[2] Alle handelnden Wirtschaftssubjekte entscheiden anhand der Preise, die sich nach Angebot und Nachfrage auf dem Markt bilden. Dieses wechselseitige Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage in Abhängigkeit vom Preis wird als Marktmechanismus bezeichnet. Denn die Veränderung eines Faktors hat auch immer Auswirkungen auf die beiden anderen, wobei gerade dem Faktor Preis eine große Rolle zukommt, da er durch das Ausgleichen von Angebot und Nachfrage den Markt wieder in einen Gleichgewichtszustand bringt.[3] Die Erweiterung der Marktwirtschaft zur sozialen Marktwirtschaft besteht nun darin, dass zu den Grundsätzen der Markwirtschaft der soziale Aspekt hinzugefügt wird: hier wird die marktwirtschaftliche Freiheit mit dem sozialen Ausgleich verbunden. Sie stellt also eine Wirtschaftsordnung dar, in der der Staat sozialpolitisch korrigierend eingreift, um einen sozialen Ausgleich herbeizuführen. Zwar soll aufgrund des Grundsatzes des freien Marktes der Markt nicht eingeschränkt werden, doch ist es notwendig gerade die Nachteile des freien Marktes, wie z. B. zerstörerischer Wettbewerb, Ballung wirtschaftlicher Macht (Kartellbildung) oder etwa Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Dieses aktive Eingreifen des Staates in das Marktgeschehen hat eine bestmögliche soziale Absicherung bei gleichzeitig größtmöglichem Wohlstand zum Ziel.[4]

2.2. Die Ziele der Wirtschaftspolitik in der sozialen Marktwirtschaft:

In der sozialen Marktwirtschaft spielt die Wirtschaftspolitik eine entscheidende Rolle. Die vier Ziele der Wirtschaftspolitik sind seit dem Jahr 1967 in § 1 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (StWG) festgelegt: Preisstabilität, ein angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum, ein hoher Beschäftigungsstand sowie ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht.[5] Obwohl diese vier Ziele nicht alle miteinander harmonieren, hat sich die Bundesregierung mit dem StWG dazu verpflichtet, sie gleichrangig anzustreben.[6]

[...]


[1] Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: Konjunkturgerechte Wachstumspolitik, Jahreswirtschaftsbericht 2009,
URL: http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/jahreswirtschaftsbericht-2009,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf vom 22. Februar 2009

[2] Vgl. Schenk, H.: 2008, S. 35f.

[3] Bundeszentrale für politische Bildung/ bpb.de, URL: http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=AFGI6A vom 15. Februar 2009

[4] Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, URL: http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Wirtschaft/soziale-marktwirtschaft,did=83950.html

[5] Vgl. Schenk, H.: 2008, S. 13f.

[6] Bundeszentrale für politische Bildung / bpb.de URL: http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=9VKG0L vom 8. Februar 2009

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Handlungsoptionen des deutschen Staates in der Bankenkrise
Untertitel
Finanzkrise
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Veranstaltung
Wirtschaftspolitik
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V155633
ISBN (eBook)
9783640693993
ISBN (Buch)
9783640694969
Dateigröße
583 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Handlungsoptionen, Staates, Bankenkrise, Finanzkrise
Arbeit zitieren
Marison Dantas da Silva (Autor), 2009, Handlungsoptionen des deutschen Staates in der Bankenkrise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155633

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