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Kompensation primärer Herkunftseffekte in Schulen

Titre: Kompensation primärer Herkunftseffekte in Schulen

Exposé (Elaboration) , 2010 , 19 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Katharina von Lehmden (Auteur)

Sociologie - Individu, Groupe, Société
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Résumé Extrait Résumé des informations

1) Einleitung
In der vorliegenden Ausarbeitung werde ich auf die Entstehung sowie die Kompensation pri-märer Herkunftseffekte eingehen. In einem ersten Abschnitt soll theoretisch eingeführt werden, welche Ursachen für die Entstehung sozialer Unterschiede herangezogen werden können. Dabei werde ich auf die von RAYMOND BOUDON eingeführten Begriffe der so genannten primären und sekundären Herkunftseffekte eingehen. Zudem werde ich auf die Erklärungsansätze zur milieuspezifischen Benachteiligung durch das Bildungssystem von HEIKE DIEFENBACH zu sprechen kommen.
Im Anschluss an die theoretische Einführung werde ich zur Kompensation primärer Herkunftseffekte in der Praxis übergehen und dabei exemplarisch Berliner Schulen in den Fokus der Betrachtung nehmen. Hierbei werden konkrete Fördermaßnahmen zum Abbau von sozialen Ungleichheiten sowie zur Integration im Mittelpunkt stehen.
In dem abschließenden Fazit werde ich von den Thesen WOLFGANG MEYER-HESEMANNS ausgehend die Problemlage sozialer Ungleichheit zusammenfassen und entsprechende notwendige Veränderungen ansprechen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Die Bedeutung von Bildung und die primären und sekundären Herkunftseffekte als Ursachen für soziale Ungleichheit

3) DIEFENBACHS Erklärungsansätze zur Bildungsbenachteiligung von Migrantenkindern und –jugendlichen

3.1) Die kulturell-defizitäre Erklärung

3.2) Die humankapitaltheoretische Erklärung

3.3) Die Erklärung durch Merkmale der Schule oder Schulklasse

3.4 Die Erklärung durch institutionelle Diskriminierung

4) „Integration durch Bildung“ in Berlin – Beispiele für Fördermaßnahmen zur Integration und zum Abbau sozialer Ungleichheit

4.1) Beschreibung der Ausgangslage und der Schülerzahlenentwicklung

4.2) Fördermaßnahmen zur „Integration durch Bildung“ und zur Chancengleichheit

5) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Ursachen für soziale Bildungsungleichheit sowie praktische Ansätze zu deren Kompensation, wobei sie primär die Situation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Berliner Bildungssystem analysiert.

  • Theoretische Fundierung durch das Konzept primärer und sekundärer Herkunftseffekte nach Boudon.
  • Analyse der Erklärungsansätze von Heike Diefenbach zur Bildungsbenachteiligung.
  • Empirische Betrachtung der Schülerzahlenentwicklung und Bildungsstruktur in Berlin.
  • Evaluierung konkreter Fördermaßnahmen wie Sprachstandsfeststellungen und interkulturelle Bildungsangebote.

Auszug aus dem Buch

3.1) Die kulturell-defizitäre Erklärung

DIEFENBACH beginnt mit der kulturell-defizitären Erklärung. Dabei zeigt sie die möglichen Aspekte auf, die die Bedeutung des „kulturellen Erbes“ der Kinder mit Migrationshintergrund für die Auswirkungen auf deren Bildungserfolg in den Fokus rücken. Es treten aufgrund des „kulturellen Erbes“ Defizite hinsichtlich dessen auf, was als „Normalausstattung“ an Verhaltensweisen, Kenntnissen und Fähigkeiten vorausgesetzt wird (s. DIEFENBACH, S. 231). So gibt es Abweichungen von dem, was ein Kind oder ein Jugendlicher eines bestimmten Entwicklungsstandes in die Institutionen der Bildung und Erziehung mitzubringen hat. Dieses stellt sich, so DIEFENBACH, beispielsweise auch in einer ablehnenden Haltung der Eltern gegenüber dem deutschen Bildungssystem dar, welche das Kind entsprechend reproduziert oder aber sich entgegen der Eltern davon ablöst und seine eigenen Interessen diesbezüglich selbst vertritt, was in solch einer Situation häufig nicht konfliktfrei endet und auch als so genannte „Selbstplatzierung“ der Kinder und Jugendlichen bezeichnet werden kann (ebd., S. 232). Im Gegenzug wäre anzunehmen, dass Kinder aus Migrantenfamilien, die aber in Deutschland geboren oder zumindest dort sozialisiert bzw. integriert sind, mit einer der deutschen Kinder gleichen kulturellen Basispersönlichkeit entsprechend ausgestattet sein müssten und somit keine Bildungsbenachteiligungen zu erwarten sein dürften. Jedoch erreichen diese Kinder und Jugendlichen keine vergleichbaren Bildungsabschlüsse im Vergleich zu den deutschen Schülern (ebd., S. 233). Der Ansatz zur Erklärung der Defizite im deutschen Bildungssystem hinsichtlich der Bildungsbenachteiligungen der ausländischen Schüler reicht also allein nicht aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung umreißt die theoretische Thematik der Herkunftseffekte und den geplanten Fokus auf Berliner Fördermaßnahmen zur Integration.

2) Die Bedeutung von Bildung und die primären und sekundären Herkunftseffekte als Ursachen für soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel erläutert den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg anhand der Begriffe von Raymond Boudon.

3) DIEFENBACHS Erklärungsansätze zur Bildungsbenachteiligung von Migrantenkindern und –jugendlichen: Es werden vier wissenschaftliche Erklärungsmodelle vorgestellt, die die Nachteile von Migrantenkindern im deutschen Schulsystem beleuchten.

4) „Integration durch Bildung“ in Berlin – Beispiele für Fördermaßnahmen zur Integration und zum Abbau sozialer Ungleichheit: Anhand des Länderbeispiels Berlin werden statistische Entwicklungen und konkrete bildungspolitische Maßnahmen zur Integration analysiert.

5) Fazit: Das Fazit fasst die Problemlage zusammen und plädiert auf Basis der Thesen von Meyer-Hesemann für systemische Reformen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Soziale Herkunft, Migrationshintergrund, Primäre Herkunftseffekte, Sekundäre Herkunftseffekte, Bildungssystem, Berlin, Sprachförderung, Chancengleichheit, Integration, Schulabschluss, Institutionelle Diskriminierung, Bildungsbeteiligung, Humankapital, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den strukturellen Ursachen sozialer Bildungsungleichheit in Deutschland und beleuchtet dabei insbesondere die Situation von Schülern mit Migrationshintergrund.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretischen Erklärungsansätze für Bildungsbenachteiligung, die Rolle der sozialen Herkunft sowie die praktische Implementierung von Integrations- und Fördermaßnahmen in Berlin.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziale Ungleichheit entsteht und welche spezifischen Maßnahmen in Berlin ergriffen werden, um diese durch bessere Bildungsbeteiligung abzubauen.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Theorie der primären und sekundären Herkunftseffekte nach Raymond Boudon sowie auf die Erklärungsansätze von Heike Diefenbach.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Ursachen von Bildungsbenachteiligung und eine praxisbezogene Untersuchung der Berliner Schullandschaft inklusive statistischer Daten.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Kernbegriffe sind Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Migrationshintergrund und institutionelle Diskriminierung.

Welche Rolle spielt Berlin als Fallbeispiel in der Arbeit?

Berlin dient als konkretes Beispiel, um zu zeigen, wie durch Sprachstandsfeststellungen, DaZ-Unterricht und Kooperationen mit Eltern und Vereinen versucht wird, Bildungschancen zu verbessern.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Schule bei der Integration?

Die Schule wird als zentraler Ort der Bildung und Inklusion begriffen, dessen Struktur jedoch oft selbst soziale Unterschiede verstärkt, weshalb umfassende Reformen gefordert werden.

Welche Bedeutung hat das "kulturelle Erbe" nach Diefenbach?

Diefenbach nutzt den Begriff, um Diskrepanzen zwischen den von Migrantenkindern mitgebrachten Voraussetzungen und der erwarteten "Normalausstattung" an Fähigkeiten im deutschen Schulsystem zu erklären.

Was schlägt Meyer-Hesemann als Lösung vor?

Er fordert eine nationale Bildungsstrategie, eine Abkehr von der frühen Selektion sowie den Ausbau zur Gemeinschaftsschule als inklusiven Lern- und Lebensraum.

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Résumé des informations

Titre
Kompensation primärer Herkunftseffekte in Schulen
Université
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Note
1,7
Auteur
Katharina von Lehmden (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
19
N° de catalogue
V155731
ISBN (ebook)
9783640709199
ISBN (Livre)
9783640709113
Langue
allemand
mots-clé
Kompensation Herkunftseffekte Schulen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina von Lehmden (Auteur), 2010, Kompensation primärer Herkunftseffekte in Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155731
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