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Wilhelm Raabes 'Der Regenbogen' - Ein Novellenzyklus?

Título: Wilhelm Raabes 'Der Regenbogen' - Ein Novellenzyklus?

Tesis de Maestría , 2010 , 88 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Sabrina Birn (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Unter dem Titel 'Der Regenbogen' veröffentlicht Raabe 1868 sieben Geschichten, die sich mit der Thematik des Kampfes des Einzelnen gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt auseinandersetzen und die in dieser Arbeit auf ihre etwaige vorhandene zyklische Form untersucht werden. In der von Raabe gewählten Reihenfolge handelt es sich um die folgenden Texte: 'Die Hämelschen Kinder', 'Else von der Tanne', 'Keltische Knochen', 'Sankt Thomas', 'Die Gänse von Bützow', 'Gedelöcke' und 'Im Siegeskranze'. Vor einer genauen Textanalyse der Einzeltexte wird die Rezeption des Raabeschen Gesamtwerks zunächst aus Forschungssicht dargestellt, um Raabes Stellenwert im Literaturbetrieb des 19. Jahrhunderts exakter einzukreisen. Die nachfolgende Darstellung des Lebens Wilhelm Raabes ermöglicht einen besseren Einblick in das Selbstverständnis des Schriftstellers. Im Anschluss wird der theoretische Ansatz zyklischer Dichtung vorgestellt, mit dessen Grundlagen die Untersuchung des Raabeschen Novellenzyklus durchgeführt wird. Der Titel des Zyklus wird ebenfalls Teil der Untersuchungen sein, da dieser die Auswertung der Einzeltexte zusätzlich unterstützen und sie miteinander verknüpfen kann.
Die erarbeiteten Leitmotive, welche die sieben Novellen zyklisch miteinander verbinden, ermöglichen es, Aussagen über den motivischen Schwerpunkt des 'Regenbogens' zu treffen und bei der Beantwortung der im Titel dieser Arbeit gestellten Frage, ob es sich bei Raabes 'Regenbogen' um einen Novellenzyklus handelt, von grundlegender Bedeutung zu sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einordnung des Gesamtwerks Raabes durch die wissenschaftliche Literatur und Forschung

2 Der Schriftsteller und Mensch Wilhelm Raabe

2.1 Biographische Eckdaten

2.2 Wilhelm Raabe: der Dichter

2.2.1 Raabes schriftstellerische Tätigkeit im Überblick

2.2.2 Raabes Selbstverständnis als Schriftsteller

2.2.3 Die Entstehungsphase des Regenbogens

3 Der Zyklus

3.1 Aktueller Forschungsstand der zyklischen Dichtung

3.2 Der Zyklus-Begriff in den Künsten

3.3 Ein Versuch: Anwendung der Kriterien zyklischer Dichtung auf Prosatexte

4 Der Regenbogen

4.1 Eine physikalische Definition

4.2 Die kulturelle, religiöse und mythologische Bedeutung der Regenbogen Symbolik

4.3 Bedeutung des Regenbogen-Symbols in der Malerei

4.4 Bedeutung des Regenbogen-Symbols in der Literatur

5 Untersuchung der Novellensammlung Der Regenbogen von Wilhelm Raabe

5.1 Zyklische Elemente in Wilhelm Raabes Der Regenbogen

5.1.1 Die starke Frauenfigur als Verbindungsglied

5.1.2 Die Sozialkritik als motivisches Apriori der Novellensammlung

5.2 Der Regenbogen-Titel als Spiegelbild menschlichen Strebens

6 Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Wilhelm Raabes 1868 veröffentlichte Novellensammlung "Der Regenbogen" auf ihre zyklische Form. Ziel ist es, durch die Identifikation übergreifender Leitmotive – insbesondere der starken Frauenfiguren und der Sozialkritik – den motivischen Schwerpunkt der Sammlung zu bestimmen und die Forschungsfrage zu beantworten, ob es sich bei dem Werk um einen tatsächlichen Novellenzyklus handelt.

  • Analyse der zyklischen Struktur in der epischen Dichtung von Wilhelm Raabe.
  • Untersuchung der Bedeutung der "starken Frauenfigur" als verbindendes Element zwischen den sieben Novellen.
  • Herausarbeitung der Sozialkritik als motivisches Apriori der Sammlung.
  • Interpretation des Titels "Der Regenbogen" als Spiegelbild menschlichen Strebens und als Symbolik für die Zusammenführung kontrastreicher Erzählungen.
  • Einordnung des Regenbogens in den Kanon der literarischen Zyklen unter Einbeziehung des aktuellen Forschungsstandes.

Auszug aus dem Buch

Die starke Frauenfigur als Verbindungsglied

In Raabes Gesamtwerk sind zahlreiche Geschichten mit starken weiblichen Charakteren zu finden, was im Hinblick auf das zeitgenössische Literaturgeschehen eine Besonderheit darstellt. Selbstverständlich haben Frauen bereits lange Zeit vor der Schaffensphase Raabes für mehr Rechte gekämpft und die Gleichstellung beider Geschlechter gefordert. Doch diese Tatsache ändert nicht, dass der deutsche Literaturbetrieb des 19. Jahrhunderts größtenteils unter männlichem Einfluss steht. Zwar gibt es seit der Epoche der Romantik einige Frauen wie Bettina von Arnim, Karoline von Günderode oder Luise Hensel, die durch ihre Romane und Gedichte einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen, was jedoch nicht bedeutet, dass ihre männlichen Kollegen sie ohne Weiteres als gleichberechtigt anerkennen und akzeptieren. Berühmtheiten wie Schiller und Goethe wehren sich gegen die voranrückende Emanzipation der Frau und bringen diese Überzeugung in ihren Werken zum Ausdruck, indem sie die Frau als passive Figur neben oder hinter dem männlichen Helden positionieren.

Bei Raabe hingegen sind Figuren starker Frauen sind nicht allein in den für diese Arbeit interessanten Novellen Raabes zu finden. Besonders nach dem Erscheinen des Regenbogens, also nach 1868, dominieren die starken, gebildeten und weltgewandten weiblichen Charaktere im Raabeschen Werk: Jane Warwolf aus dem Schüdderump (1869), Wendeline Cruse aus Im alten Eisen (1886), Euphrosyne Kleynkauer aus Kloster Lugau (1893) oder die Wackerhahnsche aus Hastenbeck (1898). Auch die Jemima in der Holunderblüte (1863) gehört eindeutig zu den starken Frauengestalten Raabes. Doch woher kommt jene Begeisterung für die Stärke des weiblichen Geschlechts? Was hat Raabe dazu inspiriert, die eben genannten Frauenfiguren derart zu gestalten? Um diese Fragen beantworten zu können, muss unter anderem Raabes private Haltung zur gesellschaftlichen Stellung der Frau beleuchtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einordnung des Gesamtwerks Raabes durch die wissenschaftliche Literatur und Forschung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die literaturwissenschaftliche Rezeption von Raabes Werk vom frühen 20. Jahrhundert bis 1998.

2 Der Schriftsteller und Mensch Wilhelm Raabe: Beleuchtung der Biographie, der verschiedenen Schaffensphasen und des Selbstverständnisses von Wilhelm Raabe als freier Schriftsteller.

3 Der Zyklus: Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmungen der zyklischen Dichtung in Literatur und Kunst sowie deren Anwendung auf Prosatexte.

4 Der Regenbogen: Untersuchung der physikalischen Grundlagen und der kulturellen, religiösen sowie mythologischen Bedeutung der Regenbogen-Symbolik.

5 Untersuchung der Novellensammlung Der Regenbogen von Wilhelm Raabe: Kernstück der Arbeit, in dem die sieben Novellen anhand der Motive "starke Frauenfigur" und "Sozialkritik" auf ihren zyklischen Charakter geprüft werden.

6 Schlussbetrachtungen: Fazit der Untersuchung, das die zyklischen Elemente bestätigt und Raabes Werk als bedeutenden Beitrag zur zyklischen Prosa einstuft.

Schlüsselwörter

Wilhelm Raabe, Der Regenbogen, Novellenzyklus, Sozialkritik, Frauenfiguren, Realismus, zyklische Dichtung, Motiv, Literaturanalyse, 19. Jahrhundert, Literarische Forschung, Symbolik, Erzählstruktur, Gesellschaftskritik, Literaturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Magisterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Novellensammlung "Der Regenbogen" von Wilhelm Raabe eine zyklische Struktur aufweist, die sie als Novellenzyklus qualifiziert.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Im Fokus stehen die literaturwissenschaftliche Definition von Zyklen, die soziale und politische Symbolik des Regenbogens sowie die Analyse spezifischer Motive in Raabes Texten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, dass durch Leitmotive wie die "starke Frauenfigur" und die durchgängige Sozialkritik eine zyklische Verbindung zwischen den sieben Novellen besteht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein deduktiver literaturwissenschaftlicher Ansatz gewählt, bei dem Theorien aus der lyrischen Zyklusforschung auf die epischen Prosatexte Raabes übertragen und angewendet werden.

Welche Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse der sieben Novellen auf gemeinsame Motive, der Rolle der Frau und der sozialkritischen Intention des Autors.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit geprägt?

Zu den prägenden Begriffen gehören "Sozialkritik", "starke Frauenfigur", "zyklischer Charakter", "19. Jahrhundert", "Rezeptionsgeschichte" und "Regenbogen-Symbolik".

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Frau in Raabes Werk?

Die Autorin hebt hervor, dass Raabe untypisch für seine Zeit starke, unabhängige und gebildete Frauenfiguren entwirft, die als tragende Säulen in seinen Werken fungieren.

Welchen Stellenwert nimmt die Sozialkritik in der Sammlung "Der Regenbogen" ein?

Die Sozialkritik wird als das entscheidende "rote Band" identifiziert, welches die sieben Geschichten miteinander verknüpft und die tiefere, moralische Ebene des Zyklus bildet.

Final del extracto de 88 páginas  - subir

Detalles

Título
Wilhelm Raabes 'Der Regenbogen' - Ein Novellenzyklus?
Universidad
University of Freiburg
Calificación
2,0
Autor
Sabrina Birn (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
88
No. de catálogo
V155736
ISBN (Ebook)
9783640687183
ISBN (Libro)
9783640687343
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wilhelm Raabe poetischer Realismus bürgerlicher Realismus Novellenzyklus 19. Jahrhundert Regenbogen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sabrina Birn (Autor), 2010, Wilhelm Raabes 'Der Regenbogen' - Ein Novellenzyklus?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155736
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