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Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung. Erzeugt der Diskurs Handlungsdruck?

Titel: Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung. Erzeugt der Diskurs Handlungsdruck?

Masterarbeit , 2024 , 109 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Katharina Perschke (Autor:in)

Pädagogik / Erziehungswissenschaften
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftliche Kenntnisse zum Thema Digitalität und deren Bedeutung für das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern und leitet Schlussfolgerungen für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung ab. Zwar ist die Beschäftigung mit der Digitalisierung im Kontext von Lehren und Lernen kein aktuelles Thema, allerdings haben Entwicklungen deutliche qualitative Veränderungen des Digitalen in den letzten Jahren mit sich gebracht. Im Kontext der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung sind zahlreiche neue Fragen aufgetaucht, die sowohl eine theoretische als auch eine empirische Einordnung erfordern. Vor dem Hintergrund soll im Rahmen dieser Master-Thesis folgende Forschungsfrage beantwortet werden:

Welche Bedeutung hat Digitalität im Berufsfeld der Erzieherinnen und Erzieher und welche Schlussfolgerungen können für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung abgeleitet werden?

Im folgenden Beitrag wird die Meinung vertreten, dass der Diskurs um Digitalisierung in der beruflichen Ausbildung immer mehr Handlungsdruck erzeugt, da sich bewahrpädagogische und medienskeptische Haltungen auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte empirisch nachweisen und über verschiedene Generationen manifestiert haben.
In der Auseinandersetzung mit der Forschungsfrage ergeben sich weitere differenzierte Unterfragen, die sortiert in den weiteren fortlaufenden Kapiteln als fragenorientierte Überschriften aufgelistet und beantwortet werden. Darüber hinaus stellt die empirische Analyse Schlussfolgerung für die Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung auf und formuliert schließlich ein Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung

1. Digitalität und deren Bedeutung für das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern

2. Erzieherinnen und Erzieher im Kontext von Digitalität

2.1 Was macht das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erzieher aus und welche aktuellen Spezifika lassen sich konstatieren?

2.2 Wie sieht die berufliche Praxis von Erzieherinnen und Erziehern aktuell aus und welche pädagogischen Fachkräfte arbeiten in der Frühkindlichen Bildung?

2.3 Welche Digitalisierungsprozesse lassen sich für das Feld der Kitas durch die Verwendung digitaler Technologien und Dokumentations-Apps konstatieren und wie akzeptieren und nutzen Erzieherinnen und Erzieher dies?

2.4 Wie werden Erzieherinnen und Erzieher heutzutage ausgebildet und welche Bedeutung nimmt hier Digitalität ein?

3. Forschungsstand zur Digitalität

3.1 Was wird in der Forschung unter Digitalität diskutiert und welche unterschiedlichen Positionen im Digitalisierungsdiskurs lassen sich festhalten?

3.2 Welche Position nimmt die Mediendidaktik in der Digitalität ein?

3.3 Wie lässt sich eine didaktische Lernkultur im Kontext von Digitalität für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung bestimmen und welche mediendidaktischen Aspekte sind zu berücksichtigen?

3.4 Welche mediensoziologischen Unterschiede bei Lehrenden und Lernenden in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung sollten Berücksichtigung finden?

3.5 Sind bewahrpädagogische- und medienskeptische Haltungen von Fachschullehrenden, Erzieherinnen und Erzieher eine Frage der Generationen?

3.6 Wie kann digitale Medienkompetenz in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung eingesetzt werden?

3.7 Wie kann Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung implementiert werden?

4. Schlussfolgerungen für die Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung

4.2 Wie können didaktische Lernkulturen im Kontext von Digitalität in traditionelle Lehrmethoden für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung implementiert werden?

4.3 Wie müssten Fachschullehrende geschult und fortgebildet werden, um didaktische Lernkulturen im Kontext von Digitalität in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung zu bestimmen?

4.4 Wie können Fachschullehrende zukünftige Erzieherinnen und Erzieher dazu befähigen, trotz bewahrpädagogischer- und medienskeptischer Haltungen didaktische Lernkulturen im Kontext von Digitalität im Berufsfeld auszurichten?

5. Schlussbetrachtung für die Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftliche Kenntnisse zum Thema Digitalität und deren Bedeutung für das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern, um daraus Schlussfolgerungen für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Bedeutung hat Digitalität im Berufsfeld der Erzieherinnen und Erzieher und welche Schlussfolgerungen können für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung abgeleitet werden?“

  • Bedeutung der Digitalität für das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern
  • Forschungsstand und mediendidaktische Einordnung von Digitalität
  • Herausforderungen durch bewahrpädagogische und medienskeptische Haltungen
  • Implementierung von digitalen Lernkulturen in der Fachschulausbildung
  • Qualifizierung von Fachschullehrenden für den digitalen Wandel

Auszug aus dem Buch

3.1 Was wird in der Forschung unter Digitalität diskutiert und welche unterschiedlichen Positionen im Digitalisierungsdiskurs lassen sich festhalten?

In der Forschung wird begrifflich formuliert: „Digitalisierung [meint die] digitale Darstellung von Daten [sowie die] Umwandlung von analogen Daten in digitale“ (Hermann 2004, 333), so übersetzt zumindest das Wörterbuch der deutschen Sprache den Begriff. „Digital [meint die] zahlen- oder ziffernmäßige Darstellung in Stufen […] Es ist vom englischen digit „Ziffer“ abgeleitet, welches wiederum auf das lateinische digitus „Finger“ zurückgeht. Digital bedeutet also so viel wie „an Fingern abzuzählen“ bzw. „in Ziffern darstellbar“[…]: digitalisieren heißt also nichts anderes als „beziffern“ [und] Informationen in Gestalt elektr. Signale speichernd und verarbeitend.“ (Hermann 2004, 333) Anachronistisch sollen analoge Informationen durch Digitalisierung in ein binäres Zeichensystem umgewandelt und als virtuelle online Daten gespeichert werden. Virtuell meint hier „der Möglichkeit nach vorhanden, nur gedacht, scheinbar“ (Hermann 2004, 1496) Daten darzustellen.

Historisch betrachtet stellt der Autor Stalder (2021) in seiner Monographie „Kultur der Digitalität“ die Wege zur Digitalität dar. Nach seiner Auffassung hat Marshall McLuhan das Ende der Moderne als kulturelle Epoche bereits vor einem halben Jahrhundert ausgerufen, die er, mit Verweis auf die gedruckte Schrift als prägendes Medium, die Gutenberg-Galaxis nannte. Damals war das noch abstrakte medienwissenschaftliche Spekulation, heute erleben wir dies als konkrete Realität des Alltags. Alte kulturelle Formen, Institutionen und Gewissheiten erodieren und neue Formen, Institutionen etc. haben sich in der Mitte der Gesellschaft herausgebildet. Die enorme Vervielfältigung der kulturellen Möglichkeiten ist für den Autor ein Ausdruck dessen, was er im Folgenden als Kultur der Digitalität bezeichnet. Kultur selbst versteht er als geteilte soziale Bedeutung, was sich nicht auf den Einzelnen beschränken kann. Er postuliert dies als die Folge eines weitreichenden, unumkehrbaren gesellschaftlichen Wandel. Immer mehr Menschen beteiligen sich an kulturellen Prozessen, immer weitere Dimensionen der Existenz werden zu Feldern kultureller Auseinandersetzungen und in zunehmend komplexeren Technologien wird soziales Handeln eingebettet, ohne, dass diese Prozesse kaum zu denken und schon gar nicht zu bewerkstelligen wären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Digitalität und deren Bedeutung für das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern: Einleitung in die Relevanz digitaler Medien im Berufsfeld und die Problematik bewahrpädagogischer Haltungen in der Ausbildung.

2. Erzieherinnen und Erzieher im Kontext von Digitalität: Analyse des Berufsfeldes, der beruflichen Praxis sowie aktueller Digitalisierungsprozesse und Ausbildungsstrukturen.

3. Forschungsstand zur Digitalität: Diskussion theoretischer Positionen zur Digitalität, mediendidaktischer Aspekte und der Haltungen von Fachschullehrenden und Auszubildenden.

4. Schlussfolgerungen für die Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung: Ableitung didaktischer Implikationen, wie Lernkulturen und Professionalisierung der Lehrenden im Kontext von Digitalität gestaltet werden können.

5. Schlussbetrachtung für die Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung: Zusammenfassung der zentralen Arbeitsthesen und der Notwendigkeit einer umfassenden, zukunftsorientierten Ausbildung.

6. Ausblick: Identifikation zukünftiger Herausforderungen und Forschungsdesiderate im Bereich der Digitalisierung in der Frühkindlichen Bildung.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Erzieherausbildung, Mediendidaktik, Digitale Kompetenz, Bewahrpädagogik, Medienkompetenz, Lernkultur, Fachschulen für Sozialpädagogik, Blended Learning, Mediatisierung, Mediensozialisation, Digitale Transformation, Medienpädagogik, Digitale Lernräume, Berufsfeld Frühkindliche Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema der Masterthesis?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss des digitalen Wandels auf das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern und wie dieser Wandel in der Ausbildung an Fachschulen für Sozialpädagogik gestaltet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Neben der Definition von Digitalität und Digitalisierung stehen die mediendidaktische Einordnung, der Forschungsstand zu Haltungen von Lehrenden sowie Konzepte für moderne Lehr-Lern-Formate und die Notwendigkeit der Lehrerprofessionalisierung im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Kenntnisse Schlussfolgerungen für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung abzuleiten, um angehende Fachkräfte besser auf die digitale Welt vorzubereiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung aktueller pädagogischer sowie mediensoziologischer Studien, um den Diskurs kritisch zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des aktuellen Berufsfeldes, eine theoretische Auseinandersetzung mit Digitalität in der Forschung sowie die konkrete Ableitung von Anforderungen an Didaktik, Lehrmethoden und die Qualifizierung des Lehrpersonals.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Digitalisierung, Erzieherausbildung, Medienkompetenz, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft sowie digitale Lernkulturen.

Wie gehen Fachschullehrkräfte laut der Arbeit mit der Digitalisierung um?

Die Arbeit identifiziert oft eine bewahrpädagogische und medienskeptische Haltung, wobei sich zeigt, dass digitale Kompetenzen häufig informell erworben werden und eine gezieltere Qualifizierung des Lehrpersonals erforderlich ist.

Welche Rolle spielt die „Medienkonvergenz“ in der Ausbildung?

Medienkonvergenz wird als Chance gesehen, die Trennung zwischen formalem und informellem Lernen zu überbrücken und hybride Lernformen wie Blended Learning mittels moderner Technologien in den Unterricht zu integrieren.

Warum wird die „Doppelte Vermittlungspraxis“ hervorgehoben?

Sie beschreibt, dass Unterrichtsprozesse so gestaltet werden müssen, dass die eingesetzten Lehr-Lern-Formen auch Vorbildcharakter für die spätere Berufspraxis der Absolventen haben.

Welche Rolle spielen „Digitale Lernräume“?

Die Arbeit postuliert, dass moderne digitale Lernumgebungen als „dritter Pädagoge“ fungieren können, wenn sie personalisierte und kooperative Lernprozesse unterstützen.

Ende der Leseprobe aus 109 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung. Erzeugt der Diskurs Handlungsdruck?
Hochschule
Fachhochschule Kiel  (Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit)
Veranstaltung
Master-Thesis
Note
2,3
Autor
Katharina Perschke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
109
Katalognummer
V1557686
ISBN (PDF)
9783389113820
ISBN (Buch)
9783389113837
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitalisierung Erzieherinnen und Erzieher im Kontext von Digitalität Forschungsstand zur Digitalität Digitalisierung und deren Bedeutung für das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erzieher Position der Mediendidaktik in der Digitalität didaktische Lernkultur im Kontext von Digitalität mediensoziologische Unterschiede bei Lehrenden und Lernenden bewahrpädagogische- und medienskeptische Haltungen von Fachschullehrenden, Erzieherinnen und Erzieher digitale Medienkompetenz in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung didaktische Lernkulturen im Kontext von Digitalität in traditionelle Lehrmethoden für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung implementieren Schulung und Fortbildung von Fachschullehrenden, um didaktische Lernkulturen im Kontext von Digitalität zu bestimmen Digitalität im Berufsfeld von Erzieherinnen und Erzieher Digitalisierungsprozesse für das Feld der Kitas durch die Verwendung digitaler Technologien und Dokumentations- Apps Ausbildung von Erzieherinnen und Erzieher Spezifika von Erzieherinnen und Erzieher berufliche Praxis von Erzieherinnen und Erzieher Fachschullehrende befähigen, trotz bewahrpädagogischer- und medienskeptischer Haltung didaktische Lernkulturen im Kontext von Digitalität auszurichten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Perschke (Autor:in), 2024, Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung. Erzeugt der Diskurs Handlungsdruck?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1557686
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  109  Seiten
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