Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods

Der Frontalunterricht - Definition und kritische Betrachtung

Title: Der Frontalunterricht - Definition und kritische Betrachtung

Seminar Paper , 2004 , 22 Pages

Autor:in: Tamara Bauer (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Johann Amos Comenius (1592 – 1670) wird in vielen Fachbüchern als Vater des Frontalunterrichts bezeichnet. Der Autor der Didactica Magna und des Lesebuches Orbis sensualium pictus verfolgte das Ziel möglichst viele Jugendliche koedukativ zu unterrichten. Er wollte Wissenschaft vermitteln und die Schüler/innen erziehen.
Um diese Ziele zu erreichen, setzte er den Lehrervortrag und gelegentliche Kontrollfragen ein. Die Schüler/innen sollten durch Nachahmung lernen.1
Friedrich Eberhard von Rochow (1734 – 1805) differenzierte den Unterricht nach Comenius in Lehrervortrag und Frageunterricht. Er sah seine Aufgabe darin den Schülern/innen Menschenfreundlichkeit und Rationalität beizubringen. Sein katechetischer Frageunterricht bestand aus mehr oder weniger schweren Fragen des Lehrers zu bestimmten thematischen Geschichten, die von den Schülern/innen kurz vorher in Rochows Lese- und Sachbuch Der Kinderfreund gelesen wurden. Rochow eröffnete kostenfreie Schulen auf seinen Gütern, in welchen Bauernkinder nach diesen Prinzipien unterrichtet wurden.2
[...]
1 Aschersleben, Karl: Frontalunterricht - klassisch und modern. Eine Einführung. Neuwied 1999, Seite 11 ff.
2 Ebd. Seite 20 ff.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Hauptteil

Definition des Frontalunterrichts

Eine kritische Betrachtung der Contra-Argumente des Frontalunterrichts

Eine kritische Betrachtung der Pro-Argumente des Frontalunterrichts

Die Lehr- und Lernmöglichkeiten des Frontalunterrichts

Die Funktionen des Frontalunterrichts

Die Alternative zum Frontalunterrichts – der offenen Unterricht

Analyse eines Unterrichtsentwurfs

Schluß

Resumée

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Rolle und Tauglichkeit des Frontalunterrichts in der heutigen Schulpraxis. Ziel ist es, die häufig geübte Kritik an dieser Unterrichtsform zu beleuchten, ihr aber auch ihre didaktische Berechtigung und ihre unverzichtbaren Funktionen gegenüberzustellen, um schließlich ein integriertes, methodenvielfältiges Konzept zu befürworten.

  • Historische Entwicklung des Frontalunterrichts
  • Gegenüberstellung von Contra- und Pro-Argumenten
  • Einsatz der Ziele-Methoden-Matrix nach Gage und Berliner
  • Vergleich mit dem offenen Unterricht als Alternative
  • Analyse eines konkreten Unterrichtsentwurfs

Auszug aus dem Buch

Die Alternative zum Frontalunterrichts – der offenen Unterricht

Der offene Unterricht geht auf die Reformpädagogen zurück. Er wurde als Alternative zur vorherrschenden Unterrichtspraxis in den 30er Jahren entwickelt. Diese Methode besteht nicht aus einer einheitlichen Theorie, sondern aus verschiedenen Teilen reformpädagogischer Theorien.

Diese Methode verfolgt in erster Linie affektive und soziale Lernziele, während im Frontalunterricht die kognitiven Lernziele fokussiert werden. Im offenen Unterricht werden die Schüler/innen dazu aufgefordert ihre Lernumwelt selbst zu gestalten. Selbststeuerung und Kreativität sollen im Schüler beziehungsweise in der Schülerin geweckt und gestärkt werden, damit ihm/ihr ein selbständiges Lernen, sowie ein selbstgesteuertes Sozial-, Arbeits- und Leistungsverhalten ermöglicht wird. Die Schüler/innen sollen eigenverantwortliches Handeln erlernen. Ein weiteres Ziel des offenen Unterrichts ist die Stärkung des Selbstvertrauens und die Persönlichkeitsbildung des/der Schülers/Schülerin.

Die oben erwähnten Ziele sollen über eine Öffnung des Unterrichts erreicht werden. Zu dieser Öffnung zählt zum einen die Öffnung schulinterner Barrieren. Der fächerübergreifende Unterricht ist beispielsweise ein wichtiger Bestandteil des offenen Unterrichts. Zum anderen bedeutet die Öffnung des Unterrichts eine Öffnung der Schule nach außen. Zum Konzept des offenen Unterrichts gehört daher die Einbeziehung der kindlichen Umwelt in die Schule.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Beschreibt die historische Entwicklung des Frontalunterrichts von Comenius über von Rochow bis hin zu Herbart und dessen Einfluss auf die heutige Praxis.

Hauptteil: Bietet eine detaillierte Definition des Frontalunterrichts und eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Vor- und Nachteilen.

Definition des Frontalunterrichts: Legt fest, dass es sich um eine Sozialform handelt, bei der die Lehrkraft die Interaktionsprozesse steuert und kontrolliert.

Eine kritische Betrachtung der Contra-Argumente des Frontalunterrichts: Analysiert Vorwürfe wie die Vernachlässigung sozialer Ziele, fehlende Schüleraktivität und mangelnde Förderung der Selbständigkeit.

Eine kritische Betrachtung der Pro-Argumente des Frontalunterrichts: Beleuchtet Aspekte wie die Effektivität bei der Stoffvermittlung, die Steuerung der Gruppendynamik und die Orientierungshilfe für Schüler.

Die Lehr- und Lernmöglichkeiten des Frontalunterrichts: Bewertet die Methode anhand der Ziele-Methoden-Matrix nach Gage und Berliner hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Lernziele.

Die Funktionen des Frontalunterrichts: Hebt hervor, in welchen Situationen der Frontalunterricht unverzichtbar bleibt, etwa zur Einführung neuer Themen oder zur Ergebnissicherung.

Die Alternative zum Frontalunterrichts – der offenen Unterricht: Stellt den offenen Unterricht als Gegenentwurf vor, der primär affektive und soziale Ziele verfolgt.

Analyse eines Unterrichtsentwurfs: Überprüft an einem konkreten Beispiel für den Deutschunterricht, wie Frontalunterricht und offene Formen sinnvoll kombiniert werden können.

Schluß: Fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für ein integriertes Methodenkonzept.

Resumée: Zieht das abschließende Fazit, dass Frontalunterricht bei sinnvoller Ergänzung durch andere Sozialformen didaktisch unverzichtbar bleibt.

Schlüsselwörter

Frontalunterricht, Sozialform, Unterrichtsmethode, Reformpädagogik, Schüleraktivität, Lehrervortrag, Frageunterricht, offener Unterricht, Ziele-Methoden-Matrix, Unterrichtsqualität, Methodenvielfalt, Didaktik, Lernprozesse, Schulpraxis, Lehrerrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Sozialform des Frontalunterrichts, analysiert dessen aktuelle Kritik und stellt diese der praktischen Relevanz und den unverzichtbaren Funktionen im Unterricht gegenüber.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung, die kritische Diskussion der Vor- und Nachteile sowie die Abgrenzung zum offenen Unterricht als methodische Alternative.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin geht der Frage nach, warum der Frontalunterricht trotz anhaltender heftiger Kritik in der Schulpraxis nach wie vor die am häufigsten verwendete Unterrichtsform darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Anwendung der Ziele-Methoden-Matrix nach Gage und Berliner, ergänzt durch eine praktische Analyse eines Unterrichtsentwurfs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definition, kritische Betrachtung von Pro- und Contra-Argumenten, die Analyse der Lehr- und Lernmöglichkeiten, die Funktionen sowie eine Analyse eines konkreten Unterrichtsbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben Frontalunterricht auch Methodenvielfalt, Sozialformen, Reformpädagogik und die Kombination mit offenen Unterrichtsformen.

Warum hält die Autorin den Frontalunterricht für unverzichtbar?

Die Autorin argumentiert, dass bestimmte Funktionen wie die Einführung neuer, komplexer Themen oder die strukturierte Ergebnissicherung nach Arbeitsphasen kaum ohne frontale Anteile effektiv umsetzbar sind.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Lehrers?

Sie betont, dass häufig nicht die Methode selbst, sondern die mangelnde Planung und Reflexion durch die Lehrkraft zu den kritisierten Problemen im Unterricht führen.

Welche Rolle spielt der untersuchte Unterrichtsentwurf im Fach Deutsch?

Der Entwurf dient als Praxisbeispiel, um zu verdeutlichen, wie Frontalunterricht und offene Lernphasen (hier Partnerarbeit) in einer Einzelstunde für eine erste Klasse sinnvoll ineinandergreifen.

Was ist das Fazit der Autorin zum Frontalunterricht?

Sie schließt sich der Auffassung von Herbert Gudjons an, dass ein integriertes Konzept, bei dem Frontalunterricht als eine von mehreren Sozialformen gezielt eingesetzt wird, die didaktisch sinnvollste Lösung ist.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Der Frontalunterricht - Definition und kritische Betrachtung
College
University of Frankfurt (Main)
Author
Tamara Bauer (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V155779
ISBN (eBook)
9783640699667
ISBN (Book)
9783640699407
Language
German
Tags
Frontalunterricht Definition Betrachtung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tamara Bauer (Author), 2004, Der Frontalunterricht - Definition und kritische Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155779
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint