Literalität und Mediensozialisation


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

11 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Mediennutzung

Das Buch im Medienverbund

Gute Zeiten? Schlechte Zeiten?

Konzeptwechsel in der Leseförderung

Resümee

Quellenangabe

Einleitung

Durch das Aufkommen der audiovisuellen Medien veränderte sich die Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren enorm. Schriftmedien verloren zunehmend an Bedeutung. Dennoch bedarf es zur Nutzung der sogenannten neuen Medien einer ausreichenden Lesekompetenz. Die Veränderungen in der Mediennutzung erfordern einen Konzeptwechsel im Literaturunterricht und insbesondere in der Leseförderung.

Sabine Elias fasst den momentanen Medienalltag von Kindern und Jugendlichen in dem Artikel Das Buch als Medium unter vielen. Zum Medienverhalten Heranwachsender[1] zusammen. Elias stellt fest: „Die Deutschen lesen natürlich noch, sogar mehr als je zuvor.“[2] Offen bleibt jedoch die Frage danach, was Kinder und Jugendliche lesen und ob beziehungsweise wie diese Literatur im Literaturunterricht und in der Leseförderung eingesetzt werden kann.

Die veränderte Mediennutzung und die bevorzugte Lektüre von Kindern und Jugendlichen werden eingehender von Horst Heidtmann in seiner Abhandlung Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund. Veränderungen von Lesekultur, Lesesozialisation und Leseverhalten in der Mediengesellschaft[3] thematisiert. Heidtmann erläutert außerdem, wie die Veränderungen im Leseverhalten für die Leseförderung nutzbar gemacht werden müssen und können.

Zu Beginn meiner Arbeit wird die Mediennutzung heutiger Generationen beschrieben. Es werden Studien des Medienpädagogischen Forschungsbundes Südwest und des Instituts für angewandte Kindermedienforschung herangezogen.

Im Anschluss daran wird die Rolle des Buches im Medienverbund erläutert. Damit verbunden ist die Veränderung der Funktionen von Lektüre.

Im Kapitel Gute Zeiten? Schlechte Zeiten? wird das Buch im Medienverbund anhand der Begleitbücher zur Fernsehserie Gute Zeiten, schlechte Zeiten verdeutlicht. Es wird gezeigt, welche Bedeutung Filmbücher für Kinder und Jugendliche haben.

In einem weiteren Kapitel wird auf die Auswirkungen der „medialen Veränderungen“[4] auf die Leseförderung eingegangen. Die veränderten Bedingungen dürfen nicht unberücksichtigt bleiben. Die Notwendigkeit eines Konzeptwechsels in der Leseförderung und im Literaturunterricht wird aufgezeigt.

Abschließend werden die wichtigsten Aspekte resümiert.

Die Mediennutzung

Die Mediennutzung hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Vor allem das World Wide Web, das seit 1982 nicht nur schriftliche Texte, sondern auch Bild- und Audiodateien transportiert, trug zu dieser Veränderung bei.[5]

Die Kinder der heutigen Informationsgesellschaft wachsen in „einer audiovisuell und multimedial geprägten Umwelt“[6] auf. Computer, Fernseher und DVD-Player gehören längst zum Inventar deutscher Haushalte.[7]

Zahlreiche private und öffentlich-rechtliche Fernsehanbieter richten sich vorrangig an Kinder und Jugendliche, so beispielsweise der Kinderkanal. „Kinder und Jugendliche sichern Einschaltquoten und damit Werbeeinnahmen.“[8]

Wie die aktuelle JIM[9] -Studie des Medienpädagogischen Forschungsbundes Südwest gezeigt hat, wirkt sich das Werben der Fernsehanbieter um das heranwachsende Publikum auf die „Medienbeschäftigung in der Freizeit“[10] der Kinder und Jugendlichen aus. Das Fernsehen „liegt als Leitmedium ungeschlagen vor den Printmedien und dem Computer.“[11]

Der Fernseher wird von 93 % der befragten Mädchen und von 92 % der befragten Jungen mehrmals pro Woche genutzt. An zweiter Stelle der am häufigsten genutzten Medien steht der Tonträger. Der Computer wird von 71% aller befragten Jugendlichen und Kindern mehrmals in der Woche benutzt und belegt damit den vierten Platz nach dem Radio auf Platz drei. Etwa die Hälfte der Jugendlichen nutzen den Computer häufig online. Bücher werden von 52 % der Mädchen und nur von 31 % der Jungen mehrmals pro Woche genutzt. Die Nutzung von Zeitschriften und Magazinen verteilt sich dagegen gleichmäßig auf beide Geschlechter. Zeitungen werden eher von Jungen als von Mädchen gelesen.[12]

[...]


[1] Elias, Sabine: Das Buch als Medium unter vielen. Zum Medienverhalten Heranwachsender. In: Barsch, Achim et al. (Hrsg.): Lesen + Schreiben. Seelze 2003, Seite 88-91.

[2] Ebd. Seite 88.

[3] Heidtmann, Horst: Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund. Veränderungen von Lesekultur, Lesesozialisation und Leseverhalten in der Mediengesellschaft. In: Katrin Richter und Sabine Riemann (Hrsg.): Kinderliteratur und „neue“ Medien. Hohengehren 2000.

[4] Ebd. Seite 50.

[5] Vgl. ebd. Seite 24.

[6] Ebd. Seite 24.

[7] Vgl. ebd. Seite 24.

[8] Ebd. Seite 24.

[9] Medienpädagogischer Forschungsverbund (Hrsg.): JIM 2004. Jugend, Information, (Multi)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. http://www.mpfs.de/studien/jim/Brosch%FCre%20JIM%2004.pdf. (16.07.2005).

[10] Ebd. Seite 11.

[11] Elias, Sabine: Das Buch als Medium unter vielen. Zum Medienverhalten Heranwachsender. In: Barsch, Achim et al. (Hrsg.): Lesen + Schreiben. Seelze 2003, Seite 89.

[12] Medienpädagogischer Forschungsverbund (Hrsg.): JIM 2004. Jugend, Information, (Multi)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. http://www.mpfs.de/studien/jim/Brosch%FCre%20JIM%2004.pdf (16.07.05)

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Literalität und Mediensozialisation
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Lesecurriculum Klasse 2 – 10
Autor
Jahr
2006
Seiten
11
Katalognummer
V155784
ISBN (eBook)
9783640689880
ISBN (Buch)
9783640690145
Dateigröße
354 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Literalität, Mediensozialisation
Arbeit zitieren
Tamara Bauer (Autor), 2006, Literalität und Mediensozialisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155784

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