In meiner Arbeit habe ich versucht das komplexe Bild der Krankheit wiederzugeben. Komplex, da die Krankheit einerseits in den anfallsfreien Zeiten das Leben der Betroffenen meist nur wenig beeinflusst, andererseits, müssen die Betroffenen in ständiger „Angst“ leben, da die Anfälle so unvorhersehbar sind. Ich fange die Arbeit im ersten Kapitel also mit den medizinischen Fakten an, wobei ich versuche die verschiedenen Anfallsformen, Anfallsauslöser und Ursachen der Krankheit darzustellen. Im zweiten Kapitel beschäftige ich mich mit den Auswirkungen der Epilepsien auf Familienleben, Sozialleben und auf die Betroffenen selber. Im dritten und letzten Kapitel berichte ich dann von Auswirkungen der Krankheit auf die Schule und den Unterricht und welche Rolle das Lehrpersonal dabei spielt.
Inhaltsverzeichnis
1. VORWORT:
2. DIE KRANKHEIT EPILEPSIE
2.1. MEDIZINISCHE FAKTEN ÜBER EPILEPSIEN
2.2. URSACHEN DER KRANKHEIT
2.3. ANFALLSAUSLÖSENDE FAKTOREN
2.4. ERSCHEINUNGSFORMEN EPILEPTISCHER ANFÄLLE
2.4.1. Generalisierte Anfälle
2.4.2. Fokale Anfälle
2.4.3. Status epilepticus
2.5. MEDIKAMENTÖSE BEHANDLUNG BZW. HEILUNGSCHANCEN FÜR EPILEPSIEN
3. DIE EPILEPSIE ALS CHRONISCHE KRANKHEIT UND DIE DARAUS RESULTIERENDEN PROBLEME BETROFFENER KINDER UND JUGENDLICHER
3.1. PROBLEME CHRONISCHKRANKER KINDER UND JUGENDLICHER
3.2. SPEZIELLE PROBLEME EPILEPSIEKRANKER KINDER UND JUGENDLICHER
3.3. PSYCHOSOZIALE PROBLEME BEI EPILEPSIEN
3.4. FAMILIÄRE PROBLEME BEDINGT DURCH EPILEPSIEN
3.5. LEISTUNGSSCHWÄCHEN UND SCHULPROBLEME BEDINGT DURCH EPILEPSIEN
4. EPILEPSIEN IN DER SCHULE
4.1. EPILEPSIEN IM SCHULALLTAG
4.2. EPILEPSIEN IM UNTERRICHT
4.3. EPILEPSIEN IM KLASSENVERBAND
4.4. DIAGNOSTISCHE AUFGABEN VON LEHRERINNEN UND LEHRERN
5. FAZIT:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Krankheitsbild der Epilepsie im Kindes- und Jugendalter sowie deren Auswirkungen auf den Alltag, das Sozialleben und insbesondere die schulische Integration. Ziel ist es, ein Verständnis für die medizinischen Grundlagen, psychosozialen Belastungen und pädagogischen Notwendigkeiten zu schaffen, um einen kompetenten Umgang mit betroffenen Schülern im schulischen Umfeld zu ermöglichen.
- Medizinische Grundlagen, Ursachen und Erscheinungsformen epileptischer Anfälle.
- Psychosoziale Auswirkungen und Herausforderungen im Familienalltag.
- Schulische Integration und Anforderungen an Lehrkräfte im Unterricht.
- Diagnostische Beobachtungsaufgaben und Handlungskompetenzen von pädagogischem Personal.
- Entkräftung von Vorurteilen gegenüber der Leistungsfähigkeit betroffener Kinder.
Auszug aus dem Buch
2.4.1. Generalisierte Anfälle
Der Grand mal ist der wohl bekannteste Anfall, obwohl er nicht die häufigste Anfallsform ist. Und doch ist es gerade dieser Anfall, der das Bild der Epilepsie in der Gesellschaft prägt.7 Er verursachte auch die Bezeichnung Krampfanfall. Der Grand mal verläuft in mehreren Phasen, welche aber teilweise übersprungen werden können.
Bei der ersten Phase, tonische Phase genannt, versteifen sich sämtliche Muskeln plötzlich und der Patient wird bewusstlos. Durch die Versteifung der Muskeln kommt es bei stehenden Patienten zum Sturz. Dieser kann zu schweren Verletzungen führen, da Abwehrreflexe in diesem Moment fehlen. Die tonische Phase ist oft sehr kurz, wodurch sie schwer erkennbar ist. In der klonischen Phase kommt es zu rhythmischen Zuckungen der Muskulatur. Die Atemmuskulatur setzt zum Teil nicht ausreichend ein, wodurch es zu Blaufärbung der Lippen kommen kann. Die klonische Phase dauert von Sekunden bis meist unter drei Minuten.
Danach setzt die Erholungsphase ein. Das Gehirn hat viel Energie verbraucht, die Nervenzellen sind entladen, wodurch der Patient in einen Tiefschlaf fällt, der Sekunden bis Stunden dauern kann. Der einzelne Anfall ist selbstlimitierend, d.h. er hört in der Regel von selbst, also ohne äußeres Zutun wieder auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. VORWORT: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch die persönliche Betroffenheit im familiären Umfeld und skizziert den inhaltlichen Aufbau ihrer Arbeit.
2. DIE KRANKHEIT EPILEPSIE: Dieses Kapitel erläutert medizinische Fakten, Ursachen, verschiedene Anfallsformen wie Grand mal und Absencen sowie die medikamentösen Therapiemöglichkeiten.
3. DIE EPILEPSIE ALS CHRONISCHE KRANKHEIT UND DIE DARAUS RESULTIERENDEN PROBLEME BETROFFENER KINDER UND JUGENDLICHER: Hier werden die psychosozialen und familiären Herausforderungen thematisiert, wobei auch der Einfluss der Erkrankung auf die Lernentwicklung und schulische Leistungsfähigkeit analysiert wird.
4. EPILEPSIEN IN DER SCHULE: Dieser Teil widmet sich der schulischen Integration, der Rolle der Lehrkraft im Unterricht und bei der diagnostischen Unterstützung sowie dem Umgang mit Mitschülern.
5. FAZIT: Die Autorin fasst die historischen und gesellschaftlichen Vorurteile gegenüber Epilepsie zusammen und betont die Normalität des Intellekts bei Betroffenen.
Schlüsselwörter
Epilepsie, chronische Krankheit, pädagogische Integration, Grand mal, Absencen, schulische Leistungsfähigkeit, Anfallsauslöser, Kindheit, Jugend, Lehrpersonal, Diagnose, psychosoziale Belastung, Antiepileptika, Inklusion, Bewusstseinsstörungen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die chronische Erkrankung Epilepsie bei Kindern und Jugendlichen und die damit verbundenen Herausforderungen im privaten und schulischen Bereich.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit beleuchtet medizinische Grundlagen, die Auswirkungen der Krankheit auf Familien, psychosoziale Probleme sowie die spezifischen Bedingungen für eine gelungene Integration in Regelschulen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Lehrkräften und Interessierten ein fundiertes Wissen über die Epilepsie zu vermitteln, um Vorurteile abzubauen und den pädagogischen Umgang mit betroffenen Schülern zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle medizinische und pädagogische Fachhandbücher sowie Längsschnittstudien auswertet.
Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Im Hauptteil werden Anfallsformen detailliert beschrieben, die Belastungen chronisch kranker Kinder analysiert und konkrete Handlungsstrategien für den Unterricht und den Klassenverband abgeleitet.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Inklusion, Anfallsmanagement, chronische Erkrankung, psychische Auffälligkeiten und schulische Förderung.
Warum ist das Thema "Vorurteile" so wichtig für die Arbeit?
Vorurteile beeinflussen die Akzeptanz und Integration betroffener Schüler stark, weshalb die Autorin betont, dass Epilepsie keine geistige Behinderung darstellt.
Was unterscheidet den Umgang mit Schülern im anfallsfreien Zustand zu den Krisenmomenten?
Im anfallsfreien Zustand sollen epilepsiekranke Kinder nicht anders behandelt werden als Gleichaltrige; im Anfallsfall hingegen ist sachkundiges Handeln der Lehrkraft erforderlich.
Welche Rolle spielen Medikamente für den Schulalltag?
Neben der Anfallskontrolle können Medikamente kognitive Nebenwirkungen haben, die bei der pädagogischen Bewertung von Leistungsschwächen berücksichtigt werden müssen.
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- Nina Schmeichler (Autor), 2009, Die chronische Krankheit Epilepsie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155861